NAK am Scheideweg?! Was sich aus meiner Sicht in der NAK ändern müsste.

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Tatyana

Re: NAK am Scheideweg?!

#291 Beitrag von Tatyana » 13.05.2011, 12:32

Adler hat geschrieben: [...] Wenn es sich bei der Lehre um die, uns in der Bibel überlieferte, [...]
Diese dort verzeichnete Lehre sollte doch als Grundlage des Glaubens, gleich welcher christlichen Färbung, dienen, oder?!
Die Überlieferungen der Bibel sind aber alles andere als authentisch und wurden zudem auch mit Sorgfalt ausgewählt.

Adler

Re: NAK am Scheideweg?!

#292 Beitrag von Adler » 13.05.2011, 16:04

Hallo Tatyana,

das bestreite ich auch nicht! Dennoch bildet die Bibel die unumstößliche Grundlage christlichen Glaubens :!:

Eine Bitte: vielleicht sollten wir diese Diskussion im Thread "Auferstehung" weiterführen, da dort bereits einige Ausführungen dazu gemacht wurden.

LG Adler

John

Re: NAK am Scheideweg?!

#293 Beitrag von John » 14.05.2011, 20:11

John hat geschrieben:
Tatyana hat geschrieben:Adler, was, bitteschön, ist denn die "reine Jesulehre", die du hier so vehement propagierst? Meines Wissens streiten sich darüber, was das denn nun genau sein soll, die Gelehrten seit mittlerweile zweitausend Jahren.
Von was redest du da? :?:

Wo propagantiert hier jemand die "reine Jesulehre"?

Ist es nicht doch eher die KL und Ihre Gebietskirchenleiter, die da solches propagantieren?

Manchmal glaube ich, du verstehst selbst nicht, von was du redest.
Gruß
John
Ich bleibe bei meiner Erklärung, denn keiner von euch konnte mir hier hieb und stichfest beweisen, dass diese Aussage nicht der Wahrheit entspricht.
Ausweichende Propaganda ist mir geläufig.
:wink:
John

Bedenkenträger

Re: NAK am Scheideweg?!

#294 Beitrag von Bedenkenträger » 15.05.2011, 08:51

Adler hat geschrieben:[...] Dennoch bildet die Bibel die unumstößliche Grundlage christlichen Glaubens :!:

[...]
... jedoch sie bietet so viele Widersprüchlichkeiten, daß man schier verzweifeln könnte. Andererseits ist die Bibel im Kontext schon mit einer einheitlichen Botschaft unterwegs, die Grundlage unseres christlichen Glaubens ist, sie gibt nämlich bei aller Paradoxalität in allen Teilen Zeugnis von der Realität Gottes.

John

Re: NAK am Scheideweg?!

#295 Beitrag von John » 17.05.2011, 20:13

Lieber Bruder Hürlimann.

Aufgrund des Interviews des Bezirksapostels Michael Ehrichs, zu lesen auf NAK Sued, bin ich nicht mehr bereit, die Kirche NAK vor meinen Glauben als neuapostolischer Christ stellen zu wollen. Bitte teilen Sie dies dem Stammapostel mit. Die Wunden, die mir seit meiner Zugehörigkeit der Konfession "neuapostolisch" zugefügt wurden, sind nunmehr zu tief, um Diese heilen zu können.

Mit besten Grüßen John




Lieber Bruder John,

der Stammapostel hat Ihre Zeilen gelesen und bedauert Ihren Entscheid. Er hält es für ratsam, zunächst einmal den Katechismus abzuwarten; dann hat man einen Überblick über die gesamte Lehre und kann entscheiden. Einzelne Aussagen, die zurzeit gemacht werden, sollten nicht isoliert betrachtet werden. Der Stammapostel lässt Sie herzlich grüssen. Ganz liebe Grüsse auch von mir.

Urs Hürlimann Neuapostolische Kirche International Sekretariat des Stammapostels Postfach, 8051 Zürich, Schweiz



Ergo:
Der Bezap Ehrich ist ein Wichtigtuer, ich schäme mich, einen solchen Bezap bisher gehabt haben zu müssen. Daher verstehe ich auch so manche Reaktion, die mir von Glaubensgeschwistern virituell im besonderen und vor allem tief im Süden und hoch im Norden entgegengeschlagen haben... :roll:

Für mich wars das dann

John

Adler

Re: NAK am Scheideweg?!

#296 Beitrag von Adler » 21.05.2011, 18:31

Und sie verändert sich doch!

Offensichtlich, ist die NAK im Begriff eine Erweiterung ihrer Lehre zu vollziehen. Es hat sich gezeigt, dass in der letzten Zeit eine neues "Sakrament" in die bisherige Lehre aufgenommen wurde. Dieses "Sakrament" wird immer häufiger "gespendet", allerdings nur in den seltensten Fällen zur Freude der Mitglieder und Amtsträger.

Dieses neue "Sakrament" heißt: Profanierung!

Einhergehend mit der Schließung von Kirchengebäuden, ist dieses neue „Sakrament“, eher als ein Segen nehmendes, denn ein Segen spendendes, anzusehen.

Erst wenn die letzte Kirche geschlossen, der letzte kleine AT vergrault und das letzte Geschwist ausgetreten, wird man erkennen müssen, dass Apostel alleine, keine Kirche darstellen …

LG Adler

John

Re: NAK am Scheideweg?!

#297 Beitrag von John » 03.06.2011, 20:05

Adler hat geschrieben:Und sie verändert sich doch!

Offensichtlich, ist die NAK im Begriff eine Erweiterung ihrer Lehre zu vollziehen. Es hat sich gezeigt, dass in der letzten Zeit eine neues "Sakrament" in die bisherige Lehre aufgenommen wurde. Dieses "Sakrament" wird immer häufiger "gespendet", allerdings nur in den seltensten Fällen zur Freude der Mitglieder und Amtsträger.

Dieses neue "Sakrament" heißt: Profanierung!

Einhergehend mit der Schließung von Kirchengebäuden, ist dieses neue „Sakrament“, eher als ein Segen nehmendes, denn ein Segen spendendes, anzusehen.

Erst wenn die letzte Kirche geschlossen, der letzte kleine AT vergrault und das letzte Geschwist ausgetreten, wird man erkennen müssen, dass Apostel alleine, keine Kirche darstellen …

LG Adler
http://de.wikipedia.org/wiki/Profanierung

Trifft wohl den Nagel auf den Kopf
John

Maximin

Re: NAK am Scheideweg?!

#298 Beitrag von Maximin » 02.07.2011, 16:49

:) Lieben Freunde,
offensichtlich besteht Interesse daran darüber zu diskutieren, wer in der NAK eigentlich das Spitzenpersonal auswählt und solche zur Ordination vorschlägt. Wer sich in der Geschichte der NAK auskennt, der muss ehrlicherweise antworten: "Wir wissen es nicht!“

Mein hessischer Freund Frank schreibt: „Die Segensträger werden erbeten und dann vom Herrn der Gemeinde als Segensquellen geschenkt. So in etwa war der offizielle Sprachgebrauch zu meiner Zeit.“ Und die ansonsten so sachliche und kluge Gaby schreibt süffisant: „Noch nie etwas von der sogenannten Segenslinie gehört, die Gott gegeben hat??? Oh wir Ungläubigen aber auch, dass wir es wagen nachzufragen.“

Ich gestehe, dass ich in meiner beinahe 60jährigen Zugehörigkeit zu dieser Sonderkirche bestenfalls als Kind daran geglaubt habe, wonach sämtliche „Amtsgaben (Unterdiakon bis Stammapostel)“ vom Herrn erbeten und durch eindeutige Himmelszeichen bestätigt wurden. Wäre es so, dann bleiben offenkundige Fehlbesetzungen ein unerklärliches Mysterium.

Wer in dieser Sonderkirche jahrzehntelang gelebt, ihren Verkündigungen geglaubt und kindlich einfältig vertraut hat, der traut sich m. E. bis heute nicht, sich endgültig von diesem Kirchenbetrieb zu lösen.

So jemand glaubt, wenn auch mit glaubensmäßigem Bauchgrimmen, dass es sich um unseres Gottes Endzeitkirche handelt, die die aufrichtig Gläubigen und treuen Gotteskinder auf die unmittelbar bevorstehende Wiederkunft Jesu vorbereitet.

Der glaubt auch, dass nur diese Sonderkirche, mit ihrem selbsternannten Apostelamt, der rechtmäßige Sachverwalter der Gemeinde Jesu ist.

So einer glaubt auch unverdrossen an die von den Spitzenkräften dieser Sonderkirche stets verkündigte Bestätigung, dass alle Apostel in innigster Einheit mit dem jeweiligen Stammapostel in völligem Einssein zusammenarbeiten.

Dass es mit diesem Einssein tatsächlich so nicht stimmt, dass ist mittlerweile aus allen neuapostolischen Leitungshinterzimmern nach außen gedrungen. Denn offensichtlich finden dort grundsätzliche und gewiss auch personelle Auseinandersetzungen über Neubesetzungen von Posten für Führungskräfte statt, die dem normalen Glaubensvolk bewusst verborgen bleiben. In diesen Hinterzimmern werden blickdichte Vorhänge aufgezogen die erst dann fallen, wenn man dem staunenden Glaubensvolk die Ergebnisse der Hinterzimmer-Beschlüsse präsentiert.

Bleibt also die Frage offen, wer in der NAK eigentlich das Spitzen-Personal auswählt und zur Ordination vorschlägt. Meine Antwort ist und bleibt diese: „Wir wissen es nicht!“ Die von der NAK betriebene Blickdichte hat System, ist systemimmanent und systemerhaltend.

Nur das ist auch festzustellen: „Die Geschichte der NAK weist durch alle Jahrzehnte immer wieder personelle Fehlbesetzungen auf, die dem von der NAK erhobenen hohem Anspruch als alleinige Sachwalterin des in ihr wirkenden hl. Geistes nicht standhalten."

Nein, dieser „Kirchenladen“ verkrampft immer mehr an seiner ungeheuerlichen Anmaßung und droht demnächst an eben dieser Anmaßung austzutrocknen.

Gibt´s einen Ausweg? Ich glaube das in diesem Fall nicht. Der NAK wäre m. E. bestenfalls folgendes zu raten:

1. Besinne Dich und begreife, was in Wahrheit Demut ist.
2. Beuge Dich und erkenne, dass Du in der Christenheit nicht alleinselig-machend sein kannst.
3. Kehre Dich um und äußere Dich in Wahrheit und Wahrhaftigkeit gegenüber allem Volk.
4. Erkenne und stellen Dich Deiner Verantwortung vor Gott und den Menschen.
5. Wenn Du das nicht tust, dann wirst Du denselben traurigen Weg gehen müssen, den die selbsternannten englischen Apostel am Ende schmerzlich gehen mussten.

Liebe Grüße, landauf und landab, vom alten Maximin :wink:
Zuletzt geändert von Maximin am 03.07.2011, 14:55, insgesamt 3-mal geändert.

Adler

Re: NAK am Scheideweg?!

#299 Beitrag von Adler » 02.07.2011, 17:18

„Wer glaubt, dass ein Abteilungsleiter eine Abteilung leitet, der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter, Zitronen faltet.“ :mrgreen:

Aber mal zurück zur Ernsthaftigkeit dieses Threads. Die Erwählung hochrangiger Funktionäre der NAK ist und bleibt dem einfachen Mitglied verborgen.
Was der Einzelne für sich persönlich glaubt, sei dahingestellt.

Nachdenkens wert finde ich das Folgende:

Da wird lauthals, seitens der Führung der NAK verkündet, dass nur und ausschließlich die von dieser Gemeinschaft so genannten Apostel, in der Lage wären, aufgrund des ihnen innewohnenden Heiligen Geistes, die Bibel in ihrer Gesamtheit zu erfassen und für die Mitglieder verständlich auszulegen. Soweit so schön!
Umso verwunderlicher ist aber dann die Tatsache, dass genau diese oben beschriebene Führung der NAK, zu einem Seminar mit dem Thema „Was ist die Bibel“ einlädt und sich hierzu eine evangelische Religionslehrerin und eine angehende evangelische Pastorin als Referenten holt. :shock:

Wer hier noch an eine göttliche Erwählung der Führungskräfte innerhalb der NAK glaubt, muss schon sehr „kindlich“ gläubig sein, um nicht zu sagen naiv.

LG Adler

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Re: NAK am Scheideweg?!

#300 Beitrag von Andreas Ponto » 05.07.2011, 09:33

Ein herzliches Dankeschön an Herrn Dr. phil. Christian Ruch für seine klare Positionierung:

NAK - Ökumenefähig?


Andreas

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