NAK am Scheideweg?! Was sich aus meiner Sicht in der NAK ändern müsste.

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Bedenkenträger

Re: NAK am Scheideweg?!

#221 Beitrag von Bedenkenträger » 03.04.2011, 17:35

Comment hat geschrieben:[...]

Sie selbst stellen fest, dass die Neuap. Kirche bislang nichts Fundiertes zu ihrem Anspruch hervorgebracht hat. Dem stimme ich zu. Und bemerke dazu: Könnte sie es, hätte sie es längst getan, schliesslich existiert sie ja schon etliche Jahre! Aber so bleiben Zweifel, und ich gehe soweit, dass ich behaupte: sie kann es nicht!

Im Übrigen: Man befasse sich einmal mit ihrer Entstehungsgeschichte! Sie ist gar nicht so rühmlich! So hat es einen Grund, dass die Kirche sich selbst mit Einzelheiten ihres Werdegangs zurückhält. :roll:
Lieber "Comment",

was diese Thematik hier angeht, ist es leider nicht so einfach, eine Klärung zu finden. Die Dinge sind, wie so oft, sehr komplex, mithin gibt es keine simplen Lösungsvorschläge.

Natürlich existiert die Neuapostolische Kirche schon eine ganze Weile und somit hätte sie zweifelsohne Gelegenheit genug gehabt, zu ihrem Anspruch was Substantielles vorzubringen, aber daß sie es bislang nicht wirklich tat, ist noch lange kein Zeichen dafür, daß sie es nicht kann. Vielleicht wollte sie es bis zum heutigen Tag nicht oder aber - und dies halte ich für sehr wahrscheinlich - es verlangte bis dato niemand von ihr resp. es war einfach nicht notwendig.

Inwieweit die Neuapostolische Kirche nun ihren Anspruch vernünftig begründen kann, wenn sie es versucht, und ob wir dann mit diesem Resultat auch wirklich zufrieden und glücklich sind, ist eine heute noch offene Frage. Ich bin zwar auch sehr, sehr skeptisch, daß sie eine ausgereifte und vor allen Dingen sinnige Anspruchsbegründung hinbekommt, aber ich warte da mal ab und gebe der KL wenigstens eine weitere Chance, hierzu noch mehr vorzulegen. Dies ist aber nur meine Einstellung und Ihre Haltung dazu kann ich sehr gut verstehen und mit meiner Einlassung hier so stehen lassen.

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Re: NAK am Scheideweg?!

#222 Beitrag von Comment » 03.04.2011, 22:49

Natürlich existiert die Neuapostolische Kirche schon eine ganze Weile und somit hätte sie zweifelsohne Gelegenheit genug gehabt, zu ihrem Anspruch was Substantielles vorzubringen, aber daß sie es bislang nicht wirklich tat, ist noch lange kein Zeichen dafür, daß sie es nicht kann. Vielleicht wollte sie es bis zum heutigen Tag nicht oder aber - und dies halte ich für sehr wahrscheinlich - es verlangte bis dato niemand von ihr resp. es war einfach nicht notwendig.
Lieber 'Bedenkenträger',

es scheint so manches in Vergessenheit geraten zu sein, dass und was die NAK bzw. ihre Repräsentanten in früheren Jahren zu dem schon damals mit Nachdruck vertretenen Anspruch verlauten liessen. Dazu erlaube ich mir, Sie auf eine fast schon 100 Jahre alte Ausarbeitung des damaligen Stammapostel Niehaus hinzuweisen, in welcher er unter dem Titel 'Haushaltung Gottes' darlegt, dass die NAK sich als Teil des Gottesplanes versteht; Sie können sie hier nachlesen.

Weiter verweise ich auf eine 1969 von der NAK Hamburg herausgegebene 'Kurze Zusammenfassung der Erlösungsabsicht Gottes' mit dem Titel Der Plan Gottes mit den Menschen.
Auch in dieser Ausarbeitung finden Sie eine Begründung (oder den Versuch einer Begründung) der NAK für ihren Anspruch.

Ich weiss nicht, ob damals jemand gewünscht oder gar verlangt hatte, dass die NAK sich entsprechend äussern sollte. Es ist wohl auch müssig, den Punkt zu erforschen, Fakt ist aber, dass die Kirche sich bereits vor vielen Jahren mit solchen Fragen befasste und ihre Auffassungen bekanntgab (sich mehr oder weniger weit 'aus dem Fenster lehnte' :wink: ). Also, lieber 'Bedenkenträger', da war schon was ...!

Es gab auch noch weitere Verlautbarungen im Laufe der Jahre, auf die man noch verweisen könnte. Zudem wurde, so lange ich (nicht mehr der Jüngste!) zurückdenken kann, in zahlreichen Gottesdiensten der NAK, insbesondere in den sog. Gäste-Gottesdiensten (in welchen Fragende waren!), der deutliche Versuch unternommen, den Anspruch der Kirche darzulegen.

Was immer aber publiziert wurde, wenn ich es heute lese, muss ich feststellen, dass es nicht überzeugt. Allerdings räume ich ein, dass es andere Mitglieder der Kirche gibt, die die NAK-Schriften, auch die aus alter Zeit, ganz anders bewerten. Mögen sie es tun.

Freundliche Grüße
Com.

Bedenkenträger

Re: NAK am Scheideweg?!

#223 Beitrag von Bedenkenträger » 04.04.2011, 20:07

Lieber "Comment",

ich muß mich hier wohl noch was deutlicher ausdrücken, allerdings nahm ich an, ich hätte mich schon sehr präzise geäußert, als ich hier doch mehrmals sehr klar angab, daß die Neuapostolische Kirche zu ihrem Anspruch - aus meiner Sicht! - bislang nichts FUNDIERTES resp. SUBSTANTIELLES vorgetragen hat.

Selbstverständlich kenne ich die damaligen Versuche, hierzu was vorzulegen, und ich habe auch die neueren Unternehmungen dazu zur Kenntnis genommen. Auf den ersten und auf den zweiten Blick sehen alle diese Anstrengungen wohl recht dilettantisch aus, und es stellt sich dabei auch gleich die Frage, warum man sich überhaupt dazu hat hinreißen lassen - eine richtige Antwort hierauf fällt mir allerdings nicht ein. Fakt ist in der Tat, daß man sich mit dem Anspruch schon beschäftige und sich dazu äußerte, allerdings nur sehr sporadisch und spärlich und vor allen Dingen gänzlich laienhaft. Daraus könnte man nun ohne weiteres schließen (wie Sie es ja tun), daß die Neuapostolische Kirche nichts Brauchbares, nichts Substantielles hierzu liefern kann, aber diese Schlußfolgerung ist keineswegs zwingend. Genauso gut könnte es sein (und dies ist meine Annahme hier), daß sie sich der Frage bislang noch nicht konsequent gestellt hat, weil sie es auch nicht wirklich mußte, weder im Binnenraum noch nach außen hin. Dies wäre doch durchaus denkbar, oder etwa nicht?

Denken wir nochmals darüber ein klein wenig nach ...

Kommen Sie gut durch die Nacht!

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Re: NAK am Scheideweg?!

#224 Beitrag von Comment » 04.04.2011, 21:08

Lieber 'Bedenkenträger',

Sie sind ja noch optimistisch, was besagte Erwartungen an die NAK angeht. Ich will Ihnen das nicht nehmen! Aber seien Sie nicht enttäuscht, wenn Sie im diesseitigen Leben keine Klarheit erreichen werden. :wink:

Ich erwarte dazu nichts, und ich habe Gründe dafür. Ich hatte schon vor Jahren und auch immer wieder in der Folgezeit bei allen möglichen Gelegenheiten in Ämterkreisen 'gebohrt', vor allem, wenn NAK-Gottesdienste oder -Literatur Anstöße dazu gaben. Es gab sogar Gespräche mit NAK-Aposteln, auch Kontakte mit dem theolog. Berater des Stammapostels. Daraus ergab sich nichts. Die alten Erklärungen wurden schon mal aufgewärmt, aber die haben Sie ja gelesen, und Sie sagen es auch: damit ist nichts wirklich begründet. Am Ende lief jede Kontaktierung mit NAK-Amtsträgern auf dasselbe hinaus: ich wurde gebeten, 'alles im Glauben zu erfassen'. Und das war's dann.

Also: Die Hoffnung, noch was NAK-Amtliches, was überzeugen könnte, je zu hören, ist jetzt bei mir tot. Und die Gewissheit, dass es nichts Fundiertes geben kann, lebt - jedenfalls bei mir.

So sehe ich die NAK wie jede andere christliche Kirche: sie gibt sich Mühe, das in der heiligen Schrift übermittelte Evangelium und alles, was man dazurechnen kann, zu verkündigen, versucht dies mit einer nach eigenem Gusto auf ihre 'Apostel'-Vorstellungen zugeschnittenen Lehre und in einer dazu passenden Organisationsstruktur mithilfe gläubiger Menschen - und fertig. Nirgendwo wird damit ein 'Mehr' gegenüber anderen Gemenschaften erkennbar - muss auch nicht sein, denn schließlich kann es für ALLE in dem Dienst nur EINES geben: den Menschen den Weg zu dem einen (konfessionslosen!) Gott und seinem Sohne zu weisen.

Machen Sie es gut! Die kommende Nacht und darüber hinaus ...

Liebe Grüße
Com.

Bedenkenträger

Re: NAK am Scheideweg?!

#225 Beitrag von Bedenkenträger » 04.04.2011, 21:37

Lieber "Comment",

auch ich bin schon seit längerem sehr ernüchtert, was nun diese Sache hier angeht, denn auch ich hatte 'gebohrt', an den entsprechenden Stellen, und ich hatte sogar ein wenig Hintergrundwissen durch eine Verbindung in eine PG hinein.

Und ich hatte hier nicht so sehr den Eindruck, daß man in manchen Dingen etwas überfordert gewesen wäre (wobei dies aber hin und wieder so schien, weshalb ich Ihre Schlußfolgerung schon gut nachvollziehen kann), mir kam es immer mehr so vor, als wolle man sich mit den Themen nicht wirklich ernsthaft auseinandersetzen, weil man es bislang einfach nicht mußte (und eine echte Ausarbeitung ist ja doch sehr leidlich) und vielleicht war bzw. ist man auch ein klein wenig besorgt über die möglichen Ergebnisse bzw. über mögliche Erkenntnisse, die man sooo gar nicht haben will.

Für mich ist aber halt noch offen, ob die Neuapostolische Kirche zu ihrem Anspruch noch was Gehaltvolles liefert - man mag es aus den verschiedensten und guten bzw. nachvollziehbaren Gründen schon jetzt bezweifeln, aber man darf auch noch einmal abwarten.

Gott mit Ihnen auf Ihren Wegen!

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Andreas Ponto
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Re: NAK am Scheideweg?!

#226 Beitrag von Andreas Ponto » 14.04.2011, 15:51

Laut Glaubenskultur hat BÄ Feil nun sein Amt mit sofortiger Wirkung zurückgegeben.

Respekt für seine Konsequenz.

Ich wünsche ihm und seiner Familie von dieser Stelle aus alles, alles Gute und Gottes Segen.


Andreas

tergram

Re: NAK am Scheideweg?!

#227 Beitrag von tergram » 15.04.2011, 07:52

Das überrascht. Herr Feil hatte sich doch kürzlich noch so überaus erfreut geäußert, weil Herr Dr. Leber sich seiner Anliegen angenommen und zumindest unterschwellig angedeutet hatte, dass man an einzelnen Passagen des strittigen Katechismus noch feilen könnte. Mit dem jetzigen konsequenten und logischen Rücktritt muss man davon ausgehen, dass diese Hoffnung getrogen hat. Wie so viele übrigens.

Die homepage der NAK Hannover weiss von den Neuerungen noch nichts. Sicher nur ein Versehen. ( :roll: )

Adler

Re: NAK am Scheideweg?!

#228 Beitrag von Adler » 15.04.2011, 08:10

Aus eigener Erfahrung, möchte ich behaupten, dass Herr Feil seine Entscheidung nicht so ganz freiwillig getroffen hat ...

Eine Exkommunikation konnte sich die NAK-KL in der bekannten Situation (Unterschriftenliste) nicht erlauben, um kein "Erdbeben" auszulösen. Was man aber tun konnte war, ihn mit allem Nachdruck zur eigenen Aufgabe des Amtes zu drängen.

Hätte ich nicht solches selber erlebt, könnte ich es mir auch nicht vorstellen. Wer aber -wie ich es tat - zB. predigt, dass die NAK NICHT das Werk Gottes ist, oder dass es keinen Unterschied macht, ob ein Diakon oder der STAP einen GD hält, da es ja nur einen HG gibt, dem wird ganz massiv die Amtsniederlegung "anempfohlen"!
Irgendwann hält man diesem Druck nicht mehr stand. Dazu kommen noch so mach andere Dinge, die einem AT das AT-Leben zur Hölle werden lassen.

Ich denke, dass nicht die NAK als Institution, am Scheideweg steht, sondern vielmehr jedes einzelne ihrer Mitglieder …

LG Adler

GG001

Re: NAK am Scheideweg?!

#229 Beitrag von GG001 » 15.04.2011, 08:27

Eine weitere Personalie:

http://nacboard.yuku.com/topic/4855/Win ... of-my-mind

Gayle wuesche ich:
(The congregation may rise)
The LORD bless you and keep you: The LORD make his face to shine upon you, and be gracious to you: The LORD lift up his countenance upon you, and give you peace.
Diesen Wunsch habe ich auch fuer alle, die den Spagat zwischen ihrer biblisch begruendeten Ueberzeugung und der Lehre der NAK nicht mehr ausgehalten haben oder aushalten.

Gayle, thank you for all what you have invested into this denomination! (Wortwahl aehnlich der von Ehrich).
BatP hat geschrieben:Are the exits large enough to accommodate the exodus?
Quelle

Tatyana

Re: NAK am Scheideweg?!

#230 Beitrag von Tatyana » 15.04.2011, 15:46

Irgendwie macht das gewaltig Angst. Wenn SIE, die so lange und hart und hartnäckig gekämpft hat, sie, die so voller Hoffnung war, geht, wer soll dann noch überleben können?

Ich hoffe, sie findet einen Weg für sich. Wo und wie auch immer, möge er voller Licht sein! Und mit weniger Zweifeln und Fragen agefüllt, mit weniger Zwang, ständig zu kämpfen. Friedlich und ruhig. Zur Abwechslung einmal, bis ihre Kräfte sich regeneriert haben.

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