NAK am Scheideweg?! Was sich aus meiner Sicht in der NAK ändern müsste.

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Bedenkenträger

Re: NAK am Scheideweg?!

#211 Beitrag von Bedenkenträger » 02.04.2011, 13:55

Und wer - bitte schön - sagt denn, daß dort auf blauen Dunst hin geglaubt wird, mhm?

Noch einmal: Die Neuapostolische Kirche erhebt einen gewaltigen unerhörten Anspruch, den Sie bislang noch nicht wirklich fundiert begründet hat, wie ich finde, auch wenn sie in letzter Zeit einiges erklärt hat. Es muß aber jetzt mal langsam was Richtiges rüberkommen; es muß nun mal Butter (Theologie) bei die Fische (Glauben)!

tergram

Re: NAK am Scheideweg?!

#212 Beitrag von tergram » 02.04.2011, 15:02

Nun, zumindest die Legitimation des Apostelamtes hat die NAK, vertreten durch Herrn Kühnle, doch bereits öffentlich wie folgt abgeleitet: Der wiedergekommene Christus wird...

(Man erinnert sich. Schaudernd.) Auf ähnlichem Niveau wären wohl auch andere "Beweise" zu erwarten. Da fällt der Verzicht leicht.

Unverändert sehe ich nicht die NAK an einem Scheideweg, sondern den Gläubigen, der sich mit der Vertröstung auf die Zukunft (Wenn der Herr wiedergekommen ist, werdet ihr schon sehen...) nicht mehr zufrieden geben mag. Und was die von Bedenkenträger gewünschte "Butter bei die Fische" angeht: Wurde zum Fisch nicht Brot gereicht? (Mt. 14,19ff) :wink:
Man wird es sich in der NAK am Fisch genügen lassen müssen. Butter gibt's woanders. Und wer's mag...

Was übrigens die Frage nach dem/den Weg/en zu Gott angeht: Ein Weg, der anderen Christen/Kirchen schrumpfsakramente Defizite bescheinigt, kann kein Weg zu Gott sein. Auch Sackgassen sehen oft wie zielführende Wege aus. Zunächst.

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Re: NAK am Scheideweg?!

#213 Beitrag von Comment » 02.04.2011, 16:04

Die von der NAK gewünschte 'fundierte Begründung' ihres 'gewaltigen unerhörten Anspruchs' wird es nicht geben - sie wäre allein durch Gott zu erbringen, wenn er denn vom Himmel herab zu dem Thema redete. Aber bis heutezu hat ER das nicht getan. So bleibt es dabei: die NAK ist auf sich gestellt wie alle anderen Gemeinschaften und kann nicht fundiert erklären, warum ihre Führungskräfte die einzigen sind, die von Gott bevollmächtigt sein sollen. Ihr Rückgriff auf den Titel 'Apostel' bewirkt eben nicht, und das ist doch auch einleuchtend, einen Sonderstatus vor Gott. Wieso auch? Wer das Evangelium gelesen hat, weiss doch, dass darin noch nicht einmal ansatzweise die Notwendigkeit einer solchen Formalie angeführt ist.

Im Sendungsbefehl des Gottessohnes heisst es: 'Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen und des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes ...' (Matth. 28,19). Das zeigt, woran die Ausführenden des Befels erkennbar sind. Göttliche Authenzitität folgt aus entsprechendem gottverordneten Handeln - und eben nicht aus einer Amtsbezeichnung.

Com.

Bedenkenträger

Re: NAK am Scheideweg?!

#214 Beitrag von Bedenkenträger » 02.04.2011, 19:33

tergram hat geschrieben:Nun, zumindest die Legitimation des Apostelamtes hat die NAK, vertreten durch Herrn Kühnle, doch bereits öffentlich wie folgt abgeleitet: Der wiedergekommene Christus wird...

(Man erinnert sich. Schaudernd.) Auf ähnlichem Niveau wären wohl auch andere "Beweise" zu erwarten. Da fällt der Verzicht leicht.

Unverändert sehe ich nicht die NAK an einem Scheideweg, sondern den Gläubigen, der sich mit der Vertröstung auf die Zukunft (Wenn der Herr wiedergekommen ist, werdet ihr schon sehen...) nicht mehr zufrieden geben mag. Und was die von Bedenkenträger gewünschte "Butter bei die Fische" angeht: Wurde zum Fisch nicht Brot gereicht? (Mt. 14,19ff) :wink:
Man wird es sich in der NAK am Fisch genügen lassen müssen. Butter gibt's woanders. Und wer's mag...

Was übrigens die Frage nach dem/den Weg/en zu Gott angeht: Ein Weg, der anderen Christen/Kirchen schrumpfsakramente Defizite bescheinigt, kann kein Weg zu Gott sein. Auch Sackgassen sehen oft wie zielführende Wege aus. Zunächst.
Liebe Schwester,

bislang fallen alle bekannten Rechtfertigungsversuche der Neuapostolischen Kirche hinsichtlich ihrer Lehre recht kläglich aus, aber man muß ihr zumindest anerkennend zugestehen, daß sie sich nun bemüht, manche Lehrinhalte mit Verstand darzulegen. Ich halte ihr dies zugute, ohne weitere Wertung.

Ich rege mich aber - wie Du - auf, wenn man manche dieser Versuche nur kopfschüttelnd als dilettantisch abhaken muß, wie z. B. bei der Anstrengung, daß neuapostolische Apostolat vom Ende her zu legitimieren. Dies war in der Tat der größte Quark, der uns in Neuzeit aufgetischt wurde. Aber es ist, wie gesagt, schon sehr viel wert, wenn man seitens der KL nun einige Lehrinhalte durchdenkt, also mit Vernunft betrachtet, was dann so alles daraus wird ist zunächst eine ganz andere Angelegenheit (leider nicht immer eine erfreuliche).

Es bleibt ja auch abzuwarten, was auf die neuapostolischen Gläubigen noch so alles demnächst zukommt. Man muß es sich dann aber nicht antun, die Gläubigen stehen dann vor dem Scheideweg, nicht die Neuapostolische Kirche - dies sehe ich wie Du!

Ob die Neuapostolische Kirche sich bei ihren weiteren Anstrengungen, ihre Glaubenslehre darzulegen, wirklich ernsthaft auf das "Teufelszeug" Theologie einläßt, bezweifele ich sehr, nicht aber deshalb, weil ihr die entsprechenden Fachleute (Theologen) fehlen, sondern weil es mit Theologie eben nicht einfacher wird - im Gegenteil: Da beginnt sehr oft der "Spaß". Wir werden sehen ...

Nun, ich maße mir jedenfalls nicht an, der Neuapostolischen Kirche abzusprechen, ein Weg zu Gott zu sein, auch wenn sie sich in vielerlei Äußerungen und auch Handlungen nicht sehr christlich zeigt; welche andere Kirche ist da aber - bitte schön - sehr viel besser, mhm!? Jede Kirche hat Fehler, zum Teil auch schlimme, dies ist so, aber dennoch halten wir sie wohl kaum für teufliche Institutionen, oder?

Bonsoir, BT :wink:

P.S.: Fisch, Butter und Brot ... aber Mt 4, 4 :D

Bedenkenträger

Re: NAK am Scheideweg?!

#215 Beitrag von Bedenkenträger » 02.04.2011, 19:44

Comment hat geschrieben:Die von der NAK gewünschte 'fundierte Begründung' ihres 'gewaltigen unerhörten Anspruchs' wird es nicht geben [...]
Nun, die Neuapostolische Kirche wird zu diesem Punkt schon noch was liefern, die Frage ist nur: Was? Und was sie bis dato so alles ausgesagt hat (viel ist es ja eigentlich nicht), bringt wenig Licht in dieses Dunkel bzw. gebiert nur neue Fragen. Sie hat es aber auch nicht einfach, man könnte fast schon ein wenig Mitleid mit ihr haben. :wink:

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Re: NAK am Scheideweg?!

#216 Beitrag von Comment » 02.04.2011, 20:02

Bedenkenträger hat geschrieben:Nun, die Neuapostolische Kirche wird zu diesem Punkt schon noch was liefern, die Frage ist nur: Was?


Klar, sie wird etwas bringen. Aber, wie meine Feststellung, auf die Sie Bezug nahmen, schon besagte: nichts Fundiertes.

Com.

Bedenkenträger

Re: NAK am Scheideweg?!

#217 Beitrag von Bedenkenträger » 02.04.2011, 20:04

Sind Sie Hellseher ... oder Leiter der PG "Der neuapostolische Glaube"? :wink:

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Re: NAK am Scheideweg?!

#218 Beitrag von Comment » 03.04.2011, 08:00

Sind Sie Hellseher ... oder Leiter der PG "Der neuapostolische Glaube"?
Schön wär's, könnte ich hellseherisch wirken ... :wink:
Sie selbst stellen fest, dass die Neuap. Kirche bislang nichts Fundiertes zu ihrem Anspruch hervorgebracht hat. Dem stimme ich zu. Und bemerke dazu: Könnte sie es, hätte sie es längst getan, schliesslich existiert sie ja schon etliche Jahre! Aber so bleiben Zweifel, und ich gehe soweit, dass ich behaupte: sie kann es nicht!

Im Übrigen: Man befasse sich einmal mit ihrer Entstehungsgeschichte! Sie ist gar nicht so rühmlich! So hat es einen Grund, dass die Kirche sich selbst mit Einzelheiten ihres Werdegangs zurückhält. :roll:

Maximin

Re: NAK am Scheideweg?!

#219 Beitrag von Maximin » 03.04.2011, 11:46

:) Lieben Freunde,
je länger ich den Gedankenaustausch zu diesem Thema verfolge, umso mehr drängt sich mir ein Gedanke auf. Eigentlich ist es mehr als nur ein (flüchtiger) Gedanke, sondern mehr ein „Einfall“. Was fällt da auf mich ein?

Zunächst überfallen mich die vielfältigen Kritikpunkte, die ganz allgemein gegen Kirchenbetriebe vorgetragen werden. Einige wenige Beispiele.

Kirchenbetriebe wären veraltet, verkrustet und erkaltet. Entweder gefangen im Dickicht ihrer festgezurrten Lehrauffassungen und für die Menge der Leute kaum noch verständlich, oder, scheinbar modern und den Eindruck erweckend, man sei nach allen Seiten offen.

Kirchenbetriebe werden zunehmend als unglaubwürdig beschrieben. Man traut ihren überkommenen Legitimationsbemühungen nicht mehr. Den einen wirft man Reformunfähigkeit vor und den anderen genau das Gegenteil, Reformübereifer, der hier und da beinahe schon in Beliebigkeit abdriftet.

Wenn denn die hl. Schriften des Alten und des Neuen Testaments das eigentliche Glaubensfundament aller christlichen Kirchenbetriebe sind, wie erklärt man dann beispielsweise, dass es inzwischen über 100 verschiedene deutsche Bibelübersetzungen gibt…?

Angesichts dieser hier nur skizzenhaft dargestellten Entwicklung sollte es niemanden überraschen, wenn immer mehr Leute ihre Kirchenzugehörigeit kündigen und ihr Geld anderen Zwecken zuwenden. Müssen sich demnach die christlichen Kirchen damit abfinden, dass sie mittel- oder langfristig ihre bisher sinnstiftende Bedeutung verlieren? Das glaube ich nicht!

Kirche soll Raum für Begegnung anbieten. Raum für Menschen, die nach Gott fragen. Kirche, die sich als Selbstzweck und sich dann zu allem Überfluss auch noch als alleinige Wegweiserin zu Gott darstellt, eine solche Kirche kann ihren eigenen Ansprüchen nicht genügen und den Bedürfnissen gottgläubiger Menschen schon gar nicht.

Das angeblich so komplizierte Verhältnis zwischen Gott und mir geht in erster Linie IHN und mich etwas an. Wer immer sich in diese Zweisamkeit unangemessen dazwischen drängt, der stellt sich hinderlich in den Weg, zieht stachelige Zäune und errichtet eine neue Mauer, die Gottes Sohn, Jesus Christus, eigentlich eingerissen hat.

Also weg mit allen Kirchenbetrieben? Nö! Sie sollten sich nur demütig auf das ihnen tatsächlich mögliche beschränken. Raum einräumen für Gemeinschaft. Nicht mehr und nicht weniger. Das Elend kommt m. E. daher, dass Gott mit Kirche Verwechselt wird. Ein verhängnisvolles Missverständnis...!

Denn der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Vater unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus, ist nicht Synagoge, nicht Kirche und auch nicht Moschee. Ebenso sind Synagoge, Kirche und Moschee nicht Gott. Der wohnt und schlummert da nicht mal:

„So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte?“ (Jesaja 66, 1, i.V.m. Apg. 7, 49)

Liebe Grüße, landauf und landab, vom alten Maximin :wink:
Zuletzt geändert von Maximin am 03.04.2011, 15:21, insgesamt 4-mal geändert.

John

Re: NAK am Scheideweg?!

#220 Beitrag von John » 03.04.2011, 11:54

Liebe tergram:
Unverändert sehe ich nicht die NAK an einem Scheideweg, sondern den Gläubigen, der sich mit der Vertröstung auf die Zukunft (Wenn der Herr wiedergekommen ist, werdet ihr schon sehen...) nicht mehr zufrieden geben mag.
Ich teile mit Ihnen Ihre These.

Einen Teil aus der heutigen Predigt: ( Ja, ich war mal wieder im NAK GD )

Wir, also die Zuhörer der Predigt sollen ein lesbarer Brief Gottes sein.
Wir, also die Zuhörer der Predigt, sollen im Werk des Herren nicht auf den Stand des Mitgläubigen schauen, sondern auf die Herzenseinstellung.
Wir, also die Gläubigen haben das Ziel vor Augen.....

Früher wurden wir(NAK) angefeindet, heute kommt der Feind von innen....

Unser STAP setzt sich heute, weil er in Indonesien ist, was ca. 4000 km von Japan weg ist, dieser Gefahr aus, und wir halten uns an der evtl. leicht höheren radioaktiveren Strahlung hierzulande auf....

Auch das ist ein Grund, warum die Gläubigen eine solche Predigt, die für ein vorwärtskommen auf das sog. Ziel sorgen soll, am Scheideweg stehen.


Nach dem GD hat Mann gesehen, wie die Predigt angekommen ist.
Nämlich garnicht.


Gruß
John

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