NAK am Scheideweg?! Was sich aus meiner Sicht in der NAK ändern müsste.

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Andreas Ponto
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Re: NAK am Scheideweg?!

#191 Beitrag von Andreas Ponto » 30.03.2011, 23:57

centaurea hat geschrieben:BAP Ehrich legt nach....
Um darauf nochmal zurück zu kommen:

BAP Ehrich irrt gewaltig (oder möchte seine Untergebenen bewusst desinformieren?!).

In der Christenheit ist das Apostolische Gegenwart und Realität. Es Bedarf nicht der NAK dazu.

Beispiele:

Die römisch-katholischen, die altkatholischen und die orthodoxen Kirchen berufen sich auf die lückenlose apostolische Sukzession. Weiter kennen diese das Sakrament der Firmung ("Befestigung/Bestätigung" mit dem heiligen Geistes durch Handauflegung).

Die Pfingstler (unpräziser Überbegriff verschiedener Religionsgemeinschaften, die teilweise auch ökumenisch engagiert sind) praktizieren die Geistestaufe und heilen durch Handauflegung. Der Heilige Geist nimmt eine zentrale Rolle ein.

Das Apostelamt Jesu Christi ist als Gastmitglied in der ACK und kennt ebenfalls das Apostelamt sowie die 3 Sakramente (Taufe (mit Wasser), Versiegelung (des heiligen Geistes im Menschen) und das heilige Abendmahl).

Die, die einen wesentlichen Mehrwert aus der Ökumene ziehen könnten, sind die Schwestern und Brüder in der NAK und damit die NAK selbst!!
Aber das würde ja am Status so mancher Herren in der KL mächtig kratzen und könnte lieb gewonnene Pfründe gefährden.

Die echte und vorbehaltslose Öffnung und schonungslose Lehrrevidierung der NAK hin zur Ökumene ist deren einzige Chance für die NAK in Europa (und damit aus finanzieller Sicht weltweit) zu überleben. Dann und nur dann stellt sich aus meiner bescheidenen Sicht eine Win-Win-Situation ein.

Philippus

Re: NAK am Scheideweg?!

#192 Beitrag von Philippus » 31.03.2011, 12:59

Lieber Centaurea,

ich antworte frei nach Goethe: die Botschaft hört' und las ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Ich sehe und glaube nicht, daß die Leitung der NAK ernsthaft an einer "win-win-Situation" interessiert ist. Die Gründe: siehe oben ... die liebgewordenen Pfründe und anderes.

Liebe Grüße in die Runde
P.

Bedenkenträger

Re: NAK am Scheideweg?!

#193 Beitrag von Bedenkenträger » 31.03.2011, 19:11

centaurea hat geschrieben:[...]
Die echte und vorbehaltslose Öffnung und schonungslose Lehrrevidierung der NAK hin zur Ökumene ist deren einzige Chance für die NAK in Europa (und damit aus finanzieller Sicht weltweit) zu überleben. [...]
Und welche Art »Ökumene« haben Sie hierbei im Sinn, lieber "centaurea", wenn Sie dabei von der Neuapostolischen Kirche sprechen?

Die Theologen der beiden Großkirchen verstehen unter Ökumene schon mal etwas anderes als die jeweiligen Kirchenvölker, und die jeweiligen Kirchenoffiziellen haben oftmals noch eine andere Auffassung davon als ihre Theologen und Gläubigen, zudem gibt es einen katholischen Schwerpunkt und dem gegenüber einen protestantischen, wobei die jeweiligen Gläubigen da wiederum mehr beieinander sind als die "Oben" (KL).

Der Begriff »Ökumene« ist schnell und inflationär gebraucht, doch läßt es sich nicht immer gleich sagen, was man darunter zu verstehen hat, und wenn dann noch die Neuapostolische Kirche hier ins Spiel kommt, eine Glaubensgemeinschaft die mit Ökumene bislang so viel zu tun hat wie die FDP mit der Anti-Atomkraft-Bewegung, dann wird es richtig spannend, was diese Thematik angeht.

fridolin
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Re: NAK am Scheideweg?!

#194 Beitrag von fridolin » 31.03.2011, 23:54

Schonungslose Lehrrevidierungen wird die NAK schon verhindern. NAK Apostelamt defizitär, unvorstellbar.
Das geht wirklich nicht.
Das wäre das Ende ihrer Herrschaft und der schönen Segenslinien. Anstelle der schonungslosen Lehrrevidierung machen sie lieber einen dicken Stacheldraht um das im Elfenbeinturm sitzendes Apostelamt. Den Teufel mit seinen demokratischen Ideen gilt es abzuwehren.
Win-Win Lösungsansätze sind für die NAK nicht vorstellbar. Die NAK Apostel haben nicht vor ihren Elfenbeinturm zu verlassen.
Damit wäre das Ende der Fahnenstange erreicht.

Bedenkenträger

Re: NAK am Scheideweg?!

#195 Beitrag von Bedenkenträger » 01.04.2011, 19:33

fridolin hat geschrieben:Schonungslose Lehrrevidierungen wird die NAK schon verhindern. [...].
Und welche Lehren der Neuapostolischen Kirche sollen denn nun Ihrer Meinung nach wie und warum geändert werden und wo genau sehen Sie da Widerstände seitens der Kirche?

Cemper

Re: NAK am Scheideweg?!

#196 Beitrag von Cemper » 01.04.2011, 22:43

Bedenkenträger -

wenn ich mich "zu später Stunde" mal einmischen darf: Ich würde nicht von "schonungslosen Lehrrevidierungen" sprechen. Ich würde auch nicht - wie Sie es in Ihrem Eintrag tun - fragen, welche Lehren wie und warum geändert werden sollen und wo genau Widerstände seitens der Kirche zu sehen sind. Ich habe "schlicht und einfach" den Gedanken (und auch den Wunsch), dass die Geistlichen der neuap. Gemeinden in großen und kleinen Städten und in ländlichen Gegenden die Geistlichen der anderen Kirchen und vielleicht sogar die Geistlichen der nichtchristlichen Gemeinschaften in ihre neuap. Kirche einladen und mit ihnen öffentlich - also in Anwesenheit interessierter Mitglieder der neuap. Gemeinde und anderer Besucher - darüber diskutieren:

http://www.nak.org/de/kennenlernen/selbstbild/

Danach können wir dann z.B. Tee trinken.

Schlafen Sie gut.

Cemper

Bedenkenträger

Re: NAK am Scheideweg?!

#197 Beitrag von Bedenkenträger » 02.04.2011, 08:20

Watson -

ich halte es auch für problematisch, hier von »schonungslosen Lehrrevidierungen« zu sprechen wie es "centaurea" und "fridolin" tun. Aber die Beiden tun es und werden sich dabei ja was gedacht haben, und ich möchte ergründen, um was es ihnen hierbei geht.

Wie ja hinlänglich bekannt sein dürfte, bin ich schon seit langem der Ansicht, daß die Neuapostolische Kirche ihre Kernsubstanz inkl. des Heilsexklusivismus und dem daraus sich ergebenden besonderen Charakter (siehe Selbstbild) nicht aufgeben kann und wird. Daran wird aber auch kaum ein Dialog mit den "Anderen" was ändern, egal in welcher Form und in welchem Umfang dieser stattfinden würde.

Ich finde ja noch immer den Gedanken sehr reizvoll, daß sich die Theologenschaft der beiden Großkirchen mal mit dem neuapostolischen Anspruch auseinandersetzt, allerdings stelle ich mir einen solchen Meinungsaustausch in etwa so vor als wenn sich Wirtschaftswissenschaftler mit der Besitzerin eines Tante-Emma-Ladens über z. B. die Begriffsabgrenzung zwischen finanz- und fiskalpolitische Instrumente unterhalten.

Also, lassen Sie uns nun gleich lieber was trinken, ich bevorzuge Kaffee aus ökologischem Anbau.

Kommen Sie gut ins Wochenende!

tergram

Re: NAK am Scheideweg?!

#198 Beitrag von tergram » 02.04.2011, 08:27

...wobei ich im Zweifel mein Scherflein lieber Tante Emma anvertauen würde... Die weiss nämlich noch, wie man ökonomisch sauber arbeitet, auch ohne den Begriff zu kennen. Dies aber nur als heiteres Geplänkel am Rande :mrgreen: und ohne Vergleich zur NAK.

Ich muss immer etwas über den Titel dieses Threads schmunzeln. Die NAK am Scheideweg? Wohl nicht. Die NAK geht geht ihren Weg weiter, den schmalen Weg.

Am Scheideweg stehen aber die Gläubigen, die nicht mehr sicher sind, ob sie Elieser oder den Kamelen gefolgt sind. Man kann nur hoffen, dass sie an Herz und Seele unbeschadet aus der Sache rauskommen.

Bedenkenträger

Re: NAK am Scheideweg?!

#199 Beitrag von Bedenkenträger » 02.04.2011, 08:34

Nun, "tergram", welchen anderen Weg sollte denn die Neuapostolische Kirche gehen als den schmalen Weg? Und vielleicht ist es ja auch der "richtige" Weg für diese Gemeinschaft? Führt denn nur ein Weg zu Gott?

Fragen, Fragen, nichts als Fragen ... :wink:

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Re: NAK am Scheideweg?!

#200 Beitrag von tosamasi » 02.04.2011, 09:56

Wäre nicht schon viel getan, wenn man von der Heilsnotwendigkeit Abstand nehmen würde? Wenn man die Apostel als höchste kirchliche Würdenträger betrachten würde, weil wir eben eine apostolische Kirche sind, ohne "Mehrwert" daraus abzuleiten?
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

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