NAK am Scheideweg?! Was sich aus meiner Sicht in der NAK ändern müsste.

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Maximin

Re: NAK am Scheideweg?!

#121 Beitrag von Maximin » 22.02.2011, 22:54

Respekt Comment, Respekt für diesen Beitrag.
Maximin :wink:

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Re: NAK am Scheideweg?!

#122 Beitrag von Comment » 22.02.2011, 23:16

Hallo John,
danke für den Hinweis, Fehler habe ich beseitigt. :wink:
Gruß
Com.

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Re: NAK am Scheideweg?!

#123 Beitrag von Comment » 22.02.2011, 23:17

Hallo Maximin,
danke.
Gruß
Com.

Adler

Re: NAK am Scheideweg?!

#124 Beitrag von Adler » 23.02.2011, 08:38

Lieber comment,

so sehe ich das auch. Ein Sprichwort sagt: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“. Dieses Sprichwort kann auch hier angesetzt werden, wenn man die verwandtschaftliche (Ver)Bindung von Leber zu Bischoff berücksichtigt. Leber ist im Haus Bischoff großgeworden und man darf getrost unterstellen, dass er dadurch auch geprägt wurde. Diese Prägung kommt mehr und mehr zum Vorschein.
So wie man damals die Mitglieder unter Druck setzte und bis heute unter Druck setzt indem mit Segensverlust, mit Verlust der Erlösung usw. droht.

Eine Glaubensgemeinschaft, welche mit Drohungen ihre Mitglieder in der Gemeinschaft halten will, kann keine Kirche Jesu Christi sein. Jesus hat Niemanden gezwungen oder gar bedroht. DAS sollte die Erkenntnis sein welche in der Kirche Jesu Christi regiert und nicht die persönliche Vorstellung des Kirchenpräsidenten, verkauft als Erkenntnis; womöglich noch als solche, aus dem Heiligen Geist gezeugt.
Bischoff lebte damals auch indem Wahn, göttlicher Offenbarungen und Erscheinungen. Was daraus geworden ist kennen wir nur zu gut!

LG Adler

Anne

Re: NAK am Scheideweg?!

#125 Beitrag von Anne » 23.02.2011, 13:44

Auf mich wirken die Definierungsbemühungen der KL immer wie...:

"Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist: Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast; und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in der Erde. Siehe, da hast du das Deine." Matthäus 25, 24/25

Ich weiß, der Vergleich hinkt. Aber bei diesem abgrenzenden Handeln, bei der Furcht, den Wert (Zentner) frei zu definieren und damit umzugehen, drängt sich mir der Vergleich mit dem "Vergraben" immer wieder auf.

Das macht den Wert nicht Wert-voller, ganz im Gegenteil.

Adler

Re: NAK am Scheideweg?!

#126 Beitrag von Adler » 23.02.2011, 15:27

Ich kann mich nicht erinnern, jemals an irgend einer Stelle des Neuen Testamentes etwas gelesen zu haben, was auch nur annähernd ausdrückt, dass die sog. "Sakramente" NUR und AUSSCHLIESSLICH von den damaligen Aposteln zelebriert werden könnten.
Wenn also heute, eine christliche Sondergemeinschaft die Ansicht vertritt, dass, wenn sie ausgesuchten männlichen Mitgliedern ihrer Gemeinschaft den Amtsnamen "Apostel" beilegt, sich diese damit automatisch auf Augenhöhe mit den Ur-Aposteln befinden und sie hätten dadurch die alleinige Legitimation zur rechtsgültigen Ausführung der "Sakramente", so entbehrt dies jeglicher biblischer Grundlage und entspring einzig und alleine menschlicher Denkweissie und Annahme.

Hierauf eine Lehraussage aufzubauen, ist schon beinahe als Sakrileg zu bezeichnen da im höchsten Maße anmaßend!

Der weise Sirach sagte einmal: „Was deines Amts nicht ist, da lass deinen Vorwitz“.

Wenn sich eine christliche Sondergemeinschaft „Kirche Jesu Christi“ nennt, sollten in ihr und an ihr auch die Werke Jesu erkennbar sein.

Wo bleibt denn die Erfüllung des Jesu-Gebotes von der Nächstenliebe? Oder denkt man in der NAK so engstirnig und betrachtet nur die eigenen Mitglieder als „Nächster“ nicht aber ALLE Menschen?!

Als Kirche Jesu Christi, sollte es ihr oberstes Gebot sein, ALLE Menschen –ausnahmslos- als Nächsten anzusehen und zu lieben und zwar so wie sie sind!

Als Kirche Jesu Christi sollte sie erkannt haben, dass es viele verschiedene Glieder am Leib Christi gibt!

Bestünde der Leib nur aus einem einzigen Glied wäre er missgebildet!

LG Adler

Philippus

Re: NAK am Scheideweg?!

#127 Beitrag von Philippus » 23.02.2011, 22:24

Adler hat geschrieben:Der weise Sirach sagte einmal: „Was deines Amts nicht ist, da lass deinen Vorwitz“.
Adler,
Luther hat das sicher sehr knackig übersetzt. Aber wo stehts denn?

In der Stuttgarter Erklärungsbibel lesen wir in Sirach3, 24 und 25: "Mit dem, was dich nichts angeht, gib dich nicht ab; denn dir ist schon mehr gezeigt, als Menschenverstand fassen kann."
Der Autor dieses Satzes will wohl davor warnen, daß man sich verlieren könne, gar 'sich entwurzeln lassen könnte durch die Fülle der Möglichkeiten, die sich in der Begenung mit der griechischen Kultur auftaten.' (vgl. Erklärung zu Sir.3,22-26 in der Stuttg.Erklärungsbibel)

Bei Luther heißt die Fortsetzung übrigens: "denn dir ist mehr befohlen, als du kannst ausrichten."
Hätten die großen Glaubenshelden unter dem Kreuz, die uns mit "dem Sirach", mit eben diesem Satz früher des öfteren zurechtwiesen, den Nachsatz auch hintenangefügt, dann hätten sie den Tadel des ersten Teiles gegen sich selbst gerichtet. Gewissermaßen das Wort als zweischneidiges Schwert ...
Liest man aber den zweiten Teil mit - und vielleicht noch in einer aktuelleren Übersetzung - dann hat die Aussage Sirachs, diese Warnung doch geradezu etwas tröstliches.
Ob mir mehr aufgetragen ist, als ich ausrichten kann oder mehr gezeigt als Menschenverstand fassen kann, ich muß nicht mehr tun als mir unmittelbar aufgetragen ist; ich muß nicht mehr tun als das, was mich unmittelbar etwas angeht; auch wenn dieses Mir-aufgetragene vielleicht noch etwas differenzierter ausgearbeitet werden könnte. :wink:
Was ist wohl mir gezeigt, was mir befohlen, was meine Aufgabe? - Und was ist Sache der Kirche?
Aber es ist schon spät und ich werde jetzt absenden und schließen.

Gute Nacht

Adler

Re: NAK am Scheideweg?!

#128 Beitrag von Adler » 24.02.2011, 08:15

Guten Morgen Philippus,

der von mir zitierte Satz des weisen Sirach findet sich in den Apokryphen im Buch Sirach Kapitel 3 Vers 24 der Lutherbibel in der Version von 1912.

Der genaue Wortlaut: "Und was deines Amts nicht ist, da laß deinen Vorwitz."

Auch in älteren Lutherübersetzungen findet sich dieser Satz. Mir liegt ein Nachdruck der ältesten Lutherbibel vor, in der die gleiche Formulierung benutzt wurde.
In anderen Bibelübersetzungen mag es eine andere Formulierung geben.

LG Adler

Adler

Re: NAK am Scheideweg?!

#129 Beitrag von Adler » 24.02.2011, 12:28

Liebe Fories,

ich denke, dass ich mit meiner Annahme einer amerikanischen Einflussnahme auf die Ausgestaltung der neuen Lehraussage der NAK gar nicht so falsch lag.

Auf GK :arrow: http://www.glaubenskultur.de/leserbrief ... =1414#5579

setzte ein User namens nogofi am 24.02.2011 einen Ausschnitt eines Briefes des damaligen BAP Michael Krauss a.d. Jahr 1989 ein, aus welchem die Haltung und Ansicht der Amerikaner deutlich hervorgeht.

Zitat:

»„Ein neuapostolisches Kirchenmitglied, ein sogenannter Gelehrter der königlichen Hoheit, die auf ihn wartet, hat nur eines zu erfüllen, und zwar: ZU TUN, WAS MAN IHM SAGT. ER HAT REIN GAR NICHTS ZU SAGEN.[…]

Zitat Ende

Wenn man des Weiteren die Aussagen der nachfolgenden BAP/AP in Amerika berücksichtigt, darf man ohne Übertreibung behaupten, dass dieses damalige Gedankengut sich auch heute noch in den Köpfen der Verantwortlichen der NAC manifestiert hat. Somit liegt die Vermutung nahe, dass bei der Erschaffung der neuen Lehraussagen die Amerikaner einen nicht unerheblichen Druck auf die NAKI ausübten um die Lehraussagen nach ihrer Vorstellung zu gestalten.

Eine weitere Quelle :arrow: http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Kr ... tlicher%29

LG Adler

shalom
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Re: NAK am Scheideweg?!

#130 Beitrag von shalom » 26.02.2011, 09:02

Monatsrundschreiben für alle Amtsträger im Bezirksapostelreich Nordrhein-Westfalen 7. Jahrgang März 2011 Nr. 3 hat geschrieben:
Einssein

Ihr lieben Brüder,


heute kann ich es mir etwas einfacher machen.

…Nun ist in der Zwischenzeit ein „offizieller“ Artikel zu diesem Thema herausgegeben worden,
den ich diesem Monatsrundschreiben beilege. Es ist hilfreich, dass wir uns alle mit dem Inhalt beschäftigen… .

Im Einssein mit euch verbunden grüße ich sehr herzlich,
euer

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Werte, die Nummer Einsseienden, all ihr lieben christlich Nachrangigen und vereinfacht zu Fassenden 8),

mit Jahresaufnakt 2011 veröffentlicht Wilhelms Hauspostille, unser Zentralorgan »Unsere Familie« die antheologisierten Ausarbeitungen verschiedenster Ghostwriter zum Thema neuapostolische »Lehre und Erkenntnis« in einer vereinfachten Fassung unter der Rubrik »Glauben – Wissen – Verstehen«. Der Grundlagen-Text steht (hier) zum Download im PDF-Format bereit:
LEHRE UND ERKENNTNIS

2011 Download

Januar: Einssein
Februar: Warum lässt Gott das zu?


Die UF lässt Gott wahrscheinlich auch zu :mrgreen: .

Und dass Glaubensweltwirtschaftsapostel Brinkmann für März 2011 das Thema von Januar 2011 wiedergekäut haben will legt nahe, dass sein Amtskörper mittlerweile auch immer mehr einfach „zu-lässt“ :wink: .

Das na-amtlich stark vereinfachte (reduzierte) „Einssein“ am Scheideweg ist von mir z. B. schon an Neujahr gewürdigt worden (Einsseinserie) . Am 03.01.2011 hatten insgeheim schon Elemente des neuen Kirchenverständnisses das Licht der Glaubenslebenswelt erblickt (Einssein mit dem Stammapostel) .

Am 04.01.2011 hatte das Posting Finanzapostel Kobersteins Einssein gewürdigt: Jesus im Mittelpunkt fest im Blick „stehen [!] die neuapostolischen Apostel [selbstbildgerecht] in einem besonders engen Verhältnis zu Jesus Christus. Er ist ihr Sender, sie verkündigen den Menschen seinen Willen“ (Das Nummer Einssein im Leib Christi) :wink: .

Sie merken, Armins Thema ist auch mir nicht einerlei. Man setzt das oftmals gleich mit der Einheit oder meint damit sogar Uniformität. Dieser Eindruck wird durch die neue apostelamtliche Liturgie entscheidend begünstigt. Auf 5(!) Seiten des Monatsrundschreibens wird nakribisch mitgeteilt, wann die Gemeinde aufstehen soll, sich hinzusetzen hat, die Augen schließen soll, Amen sagen soll und wieder aufstehen soll und sitzenzubleiben hat. Profi-Profanierer haben’ s schon drauf, wie Gemeinde zu funktionieren hat :wink: .

In diesem Sinne sehe ich auch mein Posting vom 09.01.2011, das dem (Hamsterrad) gewidmet war.

Sie dürfen jetzt die Augen wieder öffnen und den Brunch vorbereiten… .

Sabbat shalom

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