NAK am Scheideweg?! Was sich aus meiner Sicht in der NAK ändern müsste.

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Andreas Ponto
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NAK am Scheideweg?! Was sich aus meiner Sicht in der NAK ändern müsste.

#1 Beitrag von Andreas Ponto » 11.12.2010, 21:54

NAK am Scheideweg

Vor ein paar Monaten hat sich so mancher die Augen gerieben. Was soll die überstürzte Veröffentlichung der "neuenalten" Glaubensartikel?, fragte sich damals so mancher. Was sollte diese Veröffentlichung vor dem Erscheinen des lange angekündigten und oft verschobenen NAK-Katechismus? Bis heute ist das Vielen ein Rätsel.

Mit den jüngsten Ereignissen meine ich einen Zusammenhang herstellen zu können. Die NAK-Führung wollte sicher gehen, dass sie nicht in die ACK kommt. Gleichzeitig wollte sie ihren Gläubigen sagen: Seht her, wir würden ja gerne, aber die lassen uns nicht.

Subtil wurde dann noch die Katholische Kirche bemüht. Diese haben doch auch einen Kult, nämlich den Marienkult, meinte Stammapostel Leber verständnisvoll. Und der ist auch biblisch begründbar, wenn man sich das nur von einem katholischen Theologen erklären lässt.
Damit wird den Gläubigen vermittelt, dass auch der NAK-Kult, zwar von den anderen christlichen Gemeinschaften nicht verstanden, aber eben doch biblisch begründbar ist.

Und damit auch noch Kritikfähigkeit und Reformeifer demonstriert werden kann, wurde schnell eine Liturgiereform durchgeführt. So kann der geneigte NAK-Gläubige erkennen, dass man sich der oft in Internetforen geübten Kritik an der Abendmahls-Praxis stellt.

So und damit meint die NAK-Führung tatsächlich sie könnte ihre Schäfchen ins trockene bringen? Ich gehe davon aus, dass sie sich gewaltig ins eigene Fleisch schneidet.


Prognose

Die NAK wird mit diesem Kurs die letzten reformerischen Kräfte verlieren oder mindestens zum Schweigen bringen.

Mancher wird sagen, dass damit endlich Ruhe einkehren wird. Richtig, aber sehr wahrscheinlich nicht so, wie sich die NAK das wünscht.

Das christliche Umfeld wird einen höflichen und freundlichen, aber distanzierten Umgang zur KL pflegen. Die Geschwister werden diese Distanzierung sehr wohl wahrnehmen (siehe DEKT).

Die Evangelische Kirche wird sich sehr stark den reformwilligen, engagierten und motivierten Kräften der NAK vor Ort widmen und diese wo möglich für sich und ihre Gemeinden gewinnen wollen. Die Erfolgsaussichten sind grösser denn je. "Neu Anfangen" völlig neu gedacht ! Zitat von Pfarrerin Kick gefällig?

Die Folgen für die NAK werden dabei fatal sein. Die NAK wird den pulsenden Lebenssaft in Ihren Gemeindeadern auf lange Sicht, wenn nicht sogar für immer verlieren. Er wird eintrocknen oder per Aderlass verloren gehen. Alle düsteren Prognosen für die NAK in Deutschland werden wahr werden. Schnell und radikal.

Muss das so sein? Natürlich nicht.


Was wäre zu tun?

Aus meiner Sicht gibt es nur noch eine minimale Chance. Das Kirchenvolk der NAK wacht aus seiner Wohlfühltranse auf und nimmt das Heft selbst in die Hand.

Dazu sollen nachfolgende Ausführungen ein paar Denkanstössse geben.


Standortbestimmung

Situation in Deutschland und dem deutschsprachigen Raum

Die Neuapostolische Kirche in Deutschland befindet sich in einem dramatischen Abwärtstrend. Ursachen sind vielfältige fest zu machen. Ein Faktor der sicherlich auch genannt werden muss, ist der demographische Wandel in der deutschen Gesellschaft. Dies ist aber nicht die Hauptursache. Der demographische Wandel in Deutschland ist lediglich ein die Hauptursache verstärkender Faktor. Wo liegen die Hauptursachen?

Vor und nach dem Ende des 2. Weltkrieges hat die Neuapostolische Kirche ein sehr starkes Wachstum in Deutschland erzielen können. Warum ist dies heute nicht mehr so? Warum ist das Gegenteil der Fall?

Die Gläubigen laufen davon. Vielleicht nicht durch Austritt, wie es in den grossen Kirchen der Fall ist. Dies ist dort eher ein finanzielles Thema, nach der ohnehin schon lange vollzogenen Abkehr. Die Meisten davon sind auch vorher nicht zum Gottesdienst gegangen oder am Gemeindeleben direkt beteiligt gewesen. In der NAK ist dies völlig anders zu bewerten. Hier ist der Anteil der aktiven Kirchgänger hoch. Die Gesamtheit der Familien ist traditionell in Gemeindeleben und Gottesdienst direkt eingebunden. Durch das ehrenamtliche Prinzip in der Kirche, ist die Bindung und Einbindung des Einzelnen sehr hoch und intensiv. So waren bisher Jung und Alt präsent und damit auch die freiwilligen Opfer stabil. Dies alles bricht direkt weg.

Immer mehr verlieren schon vor oder mit der Konfirmation Kontakt und Bezug zur Gemeinde. Sie gehen nicht mehr zur Gemeinde, ihre späteren Familien werden nicht mehr Teil der NAK sein. Auch wenn sie nicht austreten, sind sie doch, auch aus finanzieller Sicht, für die Organisation NAK ein Totalausfall.

Die NAK versucht derzeit durch Events, Terminintensivierung, Wohlfühl-Gemeinde-Programme und durch eine sogenannte "Profilschärfung" (Nur wir sind die, die das Heil anzubieten haben. Wenn du gehst, verlierst du das Heil) zusammen zu halten, was noch irgendwie zu retten ist.

Dieser fatale Irrweg wird direkt in die Katastrophe führen.

Was die Verantwortlichen zu der irrigen Meinung verleitet, dass die Abgrenzung der Gemeinden und Gläubigen nach aussen mit gleichzeitiger Marketingarbeit in der Gesellschaft zur Stabilisierung und Erhaltung der Kirche beitragen könne, kann nur spekuliert werden.

Ist es das negativ wahrgenommene Beispiel der anderen apostolischen Splittergruppen, die allesamt durch ihren Öffnungsprozess hin zur Evangelischen Kirche bzw. ACK und Aufgabe ihres spezifischen Profils in Auflösung begriffen sind?

Es ist mein feste Überzeugung, dass die Umsetzung folgender Punkte notwendig ist, um den Sinkflug der NAK zur Bedeutungslosigkeit doch noch abwenden zu können:

- eine radikale Reform der Lehre
- ein kompletter Umbau der Organisationsstruktur
- Gleichberechtigung von Mann und Frau in allen Funktionen und auf allen Ebenen
- Aufbau der Kirche von unten nach oben
- eine völlige Hinwendung zum diakonischen und ökumenischen Dienst vor Ort
- eine kompromisslose Integration in das gesellschaftliche und politische Leben unserer Gesellschaft
- Erhalt des Apostelamts, des Laienpredigtamtes und des Prinzips des Ehrenamtes

Sollte sich die NAK auf diese Punkte einlassen, dann ist eine Trendumkehr möglich.


Aktuelle Organisationsstruktur (Aufbauorganisation)

- Weltweit
Zentrale in Zürich - NAK International
Stammapostel - Leiter ohne eigene Gebietskirche mit angeschlossener Verwaltung
Bezirksapostelversammlung

- Deutschland
keine deutsche Kirchenebene, sondern lediglich Gebietskirchen (siehe nächste Hierarchie)

- Gebietskirche
Bezirksapostel mit Verwaltung

- Bezirk
ehrenamtlicher Ältester zur Leitung des Bezirkes
1 bis mehrere ehrenamtliche Bezirksevangelisten zur Unterstützung

- Gemeinde
Vorsteher oder neuerdings auch Vorsteherteam mit Unterstützung durch mehrere Priester und Diakone - alles ehrenamtliche Laien
Jedem Priester ist ein Diakon beigestellt. Beide bekommen zusammen einen Teil der Geschwister zugeteilt, den diese seelsorgerisch betreuen sollen.
Über die seelsorgerische Arbeit ist ein Nachweis zu führen (Termine).
In der Gemeinde werden verschiedene Untergruppierungen vorgenommen (Vorsonntagsschule, Sonntagsschule, Religionsschüler, Konfirmanden, Jugend, Senioren, Ruheständler). Diese Sondergruppen werden durch Priester mit Einzelbeauftragung geführt.
Weitere Gruppen sind Chor, Musik- und Instrumentalgruppen, Orgelspieler, Blumendienst, Reinigungsdienst.

Insgesamt ist zu sagen, dass die Kirchenorganisation komplett aus ehrenamtlichen Mitarbeitern aufgebaut ist. Alle Leitungspositionen werden durch Laien besetzt, die im Laufe der Zeit in der Hierarchie steigen. Ab Bischof sind die Positionen bezahlte Vollzeitstellen. Dafür wird durch die jeweilige Person im Regelfall der Hauptberuf aufgegeben. Die Person hat aber selbst dann keine kirchliche Ausbildung oder Schulung zu durchlaufen. Dies ist derzeit wohl auch nicht vorgesehen.

Lediglich in der Verwaltung werden die operativen Stellen durch ausgebildete Facharbeiter besetzt. Leitungsfunktionen sind sehr oft durch Bezirksevangelisten oder Älteste besetzt. Die Gesamtleitung der Gebietskirchenverwaltung ist durch den jeweiligen Bezirksapostel (Gebietskirchenpräsident) und die Verwaltungsleitung der Kirche International durch den Stammapostel (Kirchenpräsident) besetzt.

In allen entscheidenden Positionen sind weder Theologen, ausgebildete Seelsorger, Sozialwissenschaftler, Politologen, Gesellschaftswissenschaftler, Verwaltungsfachwirte, Fachkräfte mit MBA-Abschluss, noch Manager angestellt.

Es gibt Beispiele, in denen durch Zufall (oder bewusste Auswahl?) doch entsprechende Fähigkeiten aus dem originären Beruf mitgebracht werden. Dies bleibt aber die Ausnahme und trifft lediglich auf einen Aspekt und hier fast ausschliesslich auf den verwaltungs-/managementrelevanten Bereich des jeweiligen Jobs zu.

Weder in Gemeinde, Bezirk, Bezirksapostelbereich, noch in der Gesamtkirche gibt es eine Struktur des Gemeinderates, bzw. der Mitgliederbeteiligung. Von der Alibi-Einrichtung in der Gebietskirche Süddeutschland einmal abgesehen. Alle verwaltungstechnischen, gemeindlichen, seelsorgerischen, kirchlichen und religiösen Regeln, Verordnungen und Bestimmungen werden durch die Leitung der Kirche International in Zusammenarbeit mit der Bezirksapostelverammlung oder durch den Leiter der jeweiligen Gebietskirche selbst geregelt und getroffen.


Aktuelle Ablauforganisation

- Mitgliederverwaltung
Die Mitgliederverwaltung erfolgt zentral in der jeweiligen Gebietskirche. Süddeutschland hat dazu das Programm MDV entwickelt. Dieses wird mittlerweile auch in anderen Gebietskirchen eingesetzt. In den Gemeinden wird jeweils ein Amtsträger mit der Stammdatenpflege ehrenamtlich beauftragt.

- Seelsorge
Die Seelsorge wird von den Priestern der Gemeinde durchgeführt. Als Anleitung gibt es eine von der kircheneigenen Verwaltung herausgegebene Broschüre "Dienen und Führen".

- Gottesdienst
Der Gottesdienst wird von einem Dienstleiter (i.d.R. der Vorsteher) durchgeführt. Dieser spricht die Gebete, führt durch die Liturgie, spendet Sakramente und Segen und hält die Predigt. Weitere anwesende Priester können zum „Mitdienen“ (Copredigt von ca. 5 Min) hinzugezogen werden.

Chor und soweit vorhanden Instrumentalgruppen gestalten den Gottesdienst durch Liedbeiträge mit. Der Orgelspieler stimmt durch Vorträge auf den Gottesdienst ein, begleitet den Gemeindegesang zu Beginn und während des Abendmahls. Gelegentlich wird durch die Gemeinde auch während des Gottesdienstes noch ein Lied gesungen.

Besondere Gottesdienste sind u.a. Tauf-, Versiegelungs-, Konfirmations-, Entschlafenengottesdienste (Totengedenkgottesdienste mit Spendung der Sakramente für Verstorbene), Bischofs-, Apostel-, Bezirksapostel- und Stammapostelgottesdienste. Durch Satellitenübertragungen in möglichst viele sogenannte Übertragungsgemeinden wird bei den 3 letztgenannten versucht eine höhere Effizienz und Verbreitung zu erreichen.

Darüber hinaus gibt es verschiedene zusätzliche Zielgruppen-Gottesdienste, wie Kinder-, Jugend-, Senioren- und Ämtergottesdienste

- Veranstaltungen
Chroproben, Seniorentreffen, Gemeindeabend werden aus der Gemeinde heraus organisiert und durchgeführt.

- Gemeindeleben
Gemeindebrunch, Adventssingen, etc. werden in den Gemeinden je nach Gemeinde vom Vorsteher und/oder den Geschwistern organisiert und durchgeführt.

- Unterrichte
Vor- und Sonntagsschule, Religions- und Konfirmandenunterrichte werden von Frauen und Männern aus der Gemeinde ehrenamtlich durchgeführt. In der Regel wird ein Priester als Leiter eingesetzt.

- Verwaltung Immobilien
Dies wird zentral in der Verwaltung der jeweiligen Gebietskirche vorgenommen

- Verwaltung Bezirk
Dies wird ehrenamtlich durch den Bezirksältesten und seinen Bezirksevangelisten durchgeführt

- Verwaltung Gebietskirche
Zentrale Verwaltung mit festangestellten Mitarbeitern

- Theologie
Die NAK hat weder Aufbau- noch Ablauforganisation für den Bereich Theologie

- Kirchenlehre, Dogmatik
Die Bezirksapostelversammlung unter Vorsitz des Stammapostels befindet zentral über alle Belange der Kirchenlehre und Dogmatik

- Mission
Die Mission wird von den jeweiligen Gebietskirchen zentral organisiert. Durchgeführt wird diese durch Amtsträger, die sich ehrenamtlich einbringen

- Verkündigung
Die Verkündigung wir von den Vorstehern und Priestern in den Gottesdiensten durchgeführt. Als Vorlage dient ein monatlich erscheinendes Amtsblatt, in dem von der NAK international für jeden Gottesdienst das Schriftwort vorgegeben wird und ein paar wenige grundsätzliche Gedanken dazu geäussert werden. Die Predigt selbst wird in freier Rede gehalten.

- gesellschaftspolitische Fragen
Die NAK äussert sich eher selten bis fast überhaupt nicht zu gesellschaftspolitischen Fragen. Eine institutionelle Einrichtung gibt es in Form einer Projektgruppe bei der NAK International.

- Diakonie
Der Bereich Diakonie liegt bei der NAK brach. Es gibt in den Gemeinden vor Ort keinerlei Strukturen.

- Verwaltung International
Die Verwaltung NAK International in der Schweiz besteht aus angestelltem Verwaltungspersonal.

- Schulung / Fortbildung
Schulung und Fortbildung liegen bei der NAK weitgehend brach. In einzelnen Gebietskirchen gibt es erste zaghafte Gehversuche.


Denkanstösse zur Reform der NAK

Bewertung / Kritik:

Die Gesamtkirche mit über 10 Millionen Mitgliedern und Verbreitung über alle Kontinente wird von ein paar wenigen Männern, die Laien sind, geleitet und bestimmt.

Dies betrifft die internationale Struktur, die Verwaltung und Verwendung der Spendengelder, die Immobilienverwaltung, Mission, Personalpolitik, Aus- und Fortbildung, Auf- und Ablauforganisation von den einzelnen Gebietskirchen bis hin zur kleinsten Gemeinde.

Mit diesen beiden Sätzen ist die Gesamtheit der Kirche und deren inhaltliche Problematik voll erfasst. Also - Theologie, Dogmatik, Seelsorge, Geistes-, Politik- und Gesellschaftswissenschaft, Diakonie, Mission, Gemeindeleben und der gesamte Bereich der Verwaltung (Aufbau- und Ablauforganisation).

Die Kirchenleitung genügt in keiner Form den an sie gestellten Anforderungen.

Was ist aus meiner Sicht zu tun? Ich beleuchte dies mit folgenden Punkten:

1. Verwaltung (Aufbau- und Ablauforganisation)
2. Theologie, Dogmatik Seelsorge
3. Ökumene und NAK?
4. Die NAK in Politik und Gesellschaft
5. Die NAK und ihr schwieriges Verhältnis zur Diakonie


1. Verwaltung (Aufbau- und Ablauforganisation)

Weder ein Apostel noch irgendein anderer Geistlicher der Kirche übernimmt Aufgaben oder gar Verantwortung in der Verwaltung der Organisation. Die primäre Aufgabe von Geistlichen und Seelsorgern ist es, sich um die Lehre in Bezug auf das Evangelium, deren Verkündigung, den Unterricht, der Seelsorge und der Spendung der Sakramente zu kümmern. Also im reinen Dienst Jesu Christi zu stehen.

Hier ein Vorschlag, wie so eine Organisation aussehen könnte:

In Gemeinde, Kirchenbezirk, Gebietskirche und Internationaler Kirche werden von den Gläubigen auf Zeit gewählte Gremien gebildet, die die Gesamtleitung und - verwaltung der Kirche übernehmen.

Die Beschränkung auf Männer für den geistlichen Dienst ist aufgehoben. Frauen sind vollwertige Mitglieder der Gemeinde. Sie können und sollen auch alle geistlichen Ämter übernehmen. Soweit dies in der jeweiligen gesellschaftlichen Ordnung möglich ist, ist dies in jedem Fall umzusetzen. Wo dies (noch) nicht gegeben ist, ist es im Einklang mit den gesellschaftlichen Kräften anzustreben und aktiv zu fördern.

Eine ausgewogene Besetzung der Ämter ist dringend zu empfehlen. Zwischen weiblichen und männlichen Amtsträgern sollte höchstens eine Verhältnisdifferenz von 20% sein. Idealerweise ist das Verhältnis 50 zu 50. Dies gilt auch für die Unterrichtsfächer, wo heute mehrheitlich Frauen anzutreffen sind. Hier besteht Bedarf an Männern. Ehrenamtliche Amtsträger sollten, wenn sie, um in der Gemeinde mehr präsent sein zu können in ihrem Beruf auf Teilzeit gehen, z.B. auf 400,- Basis vergütet werden können.

Gemeinde
Die Gemeinde wählt befähigte Gemeindemitglieder in die Gemeindeverwaltung.
Je nach Gemeindegrösse zwischen 3 und 7 Personen. Als beratende Mitglieder werden 1-3 Geistliche der Gemeinde dem Gremium beigestellt. Der 1. Geistliche ist generell beratendes Mitglied.

Des Weiteren wird von der Gemeinde ein Gemeinderat gewählt, der aus 5-20 Mitgliedern besteht. In Gemeinden kleiner 50 Mitglieder können Aufgaben in Personalunion vergeben werden. Das geistliche Amt ist hiervon ausgenommen.

Alle Geistlichen müssen eine 2-stufiges Predigtseminar, ähnlich des der Prädikanten in der evangelischen Kirche, durchlaufen. Alle 10 Jahre ist dieses Seminar erneut zu absolvieren. Entsprechendes gilt für Seelsorger und Lehrer.

Die Personen werden aus der Gemeinde heraus vorgeschlagen, können sich, auch über Gemeindegrenzen hinweg, selbst bewerben und werden von Gemeinderat, erweitert um die Gemeindeverwaltung, gewählt. Jede Wahl muss nach 2 Jahren bestätigt werden.

Jede Gemeinde mit über 500 Mitglieder stellt einen hauptamtlichen Geistlichen an.

Das Kirchengebäude wird von der Gemeinde aus den Spendengeldern der Gemeinde finanziert.

Ein vorher festgelegter Prozentsatz wird an einen Bezirksfond abgeführt.

Kirchenbezirk
Die Bezirksverwaltung wird von den Gemeindeverwaltungen gewählt. Sie wird hauptamtlich angestellt und muss einem zu definierenden Bewerbungs- und Ausbildungsprofil für verwaltungstechnische Aufgaben entsprechen.

Je nach Grösse und Finanzkraft des Bezirkes werden zwischen 2 und 4 Personen in der Verwaltung beschäftigt.

Die Finanzierung erfolgt über die Umlagen aus den Gemeinden.

Gebietskirche
Bischof und Apostel werden von der Vollversammlung der Gemeinderäte gewählt.

Apostel und Bischof sind hauptamtlich Angestellte der Gebietskörperschaft. Sie sind reine Geistliche mit einem Mindestalter von 40 Jahren, einer umfangreichen Erfahrung im kirchlichen Dienst und sind in Verkündung, Predigt, Seelsorge, Theologie und Kirchendogmatik bewandert.

Die Verwaltung besteht aus 5-10 Mitarbeitern die von der Gebietskirche angestellt werden, davon 1 Verwaltungsleiter.

Die Finanzierung erfolgt über Umlagen aus dem Bezirksfond.

2. Theologie, Dogmatik, Lehre
- (wie) passt das zu einer Laien-, Wort- und Sendungskirche?
- Welchen Anspruch kann der Gläubige an die Kirchenleitung und Apostel stellen?
- Welchen Anspruch kann der Gläubige an den Seelsorger vor Ort stellen?
- Was kann der Gläubige von seiner Kirche und Gemeinde erwarten?

Vor noch nicht allzu langer Zeit, wurde Theologie oder ein Studium der Theologie in der NAK abgelehnt. Der Heilige Geist sollte es sein, der in die Wahrheit führt.

Seit geraumer Zeit unterstützt ein Priester, der u.a. evangelische Theologie studiert hat, die NAK bzw. die Apostel in der Auslegung der Schrift.

Die Frage ist, warum diese, in ihrem Anspruch als NAK-Apostel exklusiv die Schrift auszulegen, unterstützt werden müssen durch einen studierten Theologen. Und warum durch diesen Theologen? Wer die Theologie und die Theologen kennt, weiss, dass es in der Theologie sehr viele unterschiedliche Richtungen gibt. Selbst in jeder Richtung gibt es sehr viele verschiedene Aussagen. Was befähigt nun diesen in evangelischer Theologie bewanderten Theologen? Wo ist die gebotene Vielzahl von Theologen? Wo ist die neuapostolische Theologie?

Ist nicht das Selbstverständnis der Apostel dieses, dass gerade sie selbst eine apostolische Theologie begründen müssten, wenn es nun notwendig geworden zu sein scheint? Und dies ausschliesslich durch Studium der Schriften und Originaltexte?

Wo sind die eine neuapostolische Theologie begründenden und studierenden Apostel? Hat der neuapostolische Gläubige nicht Anspruch darauf?

Jede Gemeinde hat Anspruch auf eine fundierte in sich schlüssige Glaubenslehre, Dogmatik und Katechismus auf Basis des Evangeliums. Diesen Anspruch haben die Apostel an sich, aber auch die Gläubigen an die Apostel! Dies ist aber ohne Theologie und Studium der Schriften schlichtweg nicht zu leisten.

Jeder Gläubige hat Anspruch auf eine gehaltvolle und in Evangelium und Lehre Jesu fussende Predigt. Wo sind die durch Apostel gelehrten und geschulten Prediger und Seelsorger vor Ort? Wo sind Schulung, Prüfung, Nachweis und Qualitätskontrolle?

Jeder Gläubige hat Anspruch auf fundierte Seelsorge. Dazu sind ausgebildete Seelsorger unabdingbar. Dies können auch Laien sein, keine Frage. Aber sie müssen umso mehr durch Fachleute geschult und angeleitet werden in ihrem Dienst. Wo ist hier der Lehrnachweis der Kirchenleitung? Wo ist der organisatorische Aufbau, um dies leisten zu können?

Es ist nichts gegen Laien-, Wort-, und Sendungskirche zu sagen, solange das Fundament stimmt. Im Gegenteil es ist zu begrüssen! Dass so viele ehrenamtliche Mitarbeiter die Kirche tragen und Laien in der Kirche predigen ist ohne Zweifel das eigentliche Markenzeichen das nicht hoch genug geschätzt werden sollte.

Leute, die die Sprache des einfachen Gläubigen verstehen und selbst sprechen können. Es ist aber umso mehr erforderlich, dass die hauptamtlichen Apostel ihrem geistigen Auftrag verantwortlich und umfassend nachkommen. Aus ihrem eigenen Anspruch und eigener Autorität heraus können sie es sich überhaupt nicht leisten die Arbeit, die sie selbst leisten müssten, auf Theologen fremder Fakultäten zu verlagern. Selbst wenn diese Priester in der eigenen Kirche sind.

Das Profil des Apostelamtes und das Anforderungsprofil an den der dieses Amt begleitet, muss grundsätzlich überarbeitet werden. Dieses Amt darf nicht in der Management-Funktion einer Organisation verkommen. Und Gottesdienste abhalten ist das was alle ehrenamtlichen Priester auch tun. Als Apostel eine organisatorische Führungsfunktion inne zu haben und Gottesdienste zu halten ist definitiv nicht mal mehr mit der Note genügend zu bewerten.

Dieses Amt muss frei von allem kirchlich-organisatorischem Ballast seinem eigentlichen Sendungsauftrag nachkommen.

3. Ökumene und NAK?
- Könnte die NAK eine Bereicherung für das christliche Miteinander sein?
- Wie kommt die NAK aus der Sektenecke, ohne sich selbst aufzulösen?

Könnte die NAK eine Bereicherung für das christliche miteinander sein? Und umgekehrt?

Ja, ein unbedingtes ja. Die NAK ist eine Kirche, die den apostolischen Gedanken verinnerlicht hat, die Laienpriesterschaft praktiziert, sich aus freiwilligen Opfern selbst finanziert, vom hohen Engagement der Gläubigen lebt und die Mission intensiv praktiziert. Die Erwartung an die Wiederkunft Jesu Christi ist als ein zentrales Element des christlichen Glaubens unverrückbar im Zentrum eingebaut.

Geschickt kombiniert und kooperiert, könnten die Kirchen sich gegenseitig fördern und in den Städten und Gemeinden christliche Angebote und Dienste aufrecht erhalten und sogar ausbauen. Die Kirchen insgesamt starren nur auf ihre eigene Struktur und sparen sich sukzessive zu Tode. Stattdessen sollten alle Gemeinschaften sich an einen Tisch setzen und statt über vertikale Zusammenlegungen über horizontale Verknüpfungen nachdenken.

Nicht die Schliessung vor Ort und das sonntägliche Pilgern in andere Nachbargemeinden wird die Kirchen am Leben erhalten. Das Angebot vor Ort in den Kommunen ist notwendig. Die Einbindung der Kirche und des Gottesdienstes in die Ortsgemeinde ist wichtig. Daher ist die horizontale Verknüpfung so notwendig.

Dies könnte der praktizierten Ökumene einen ungemeinen Lauf geben und die Kirchen wieder füllen.

Wie kommt die NAK aus der Sektenecke, ohne sich selbst aufzulösen?

Breite Einigkeit herrscht darüber, dass die NAK sich nicht als heilsexklusiv verkaufen darf. Sie muss aber auch den anderen Kirchen nicht gleich oder ähnlich werden. Weder der evangelischen noch der katholischen Seite. Das Einzige, was nötig ist, ist dass sie die anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften, wie sich selbst, in ihrem Bemühen nach dem Evangelium Christi zu leben anerkennt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Weder die einen noch die anderen haben Recht. Keiner weiss, schlussendlich was wie sein wird. Auch wird keine Kirche verwandelt oder selig werden. Die einzelne gläubige und begnadete Seele wird es sein, die das Heil in Christo erfährt.

Nach welcher Lehre sie auf der ihr bekannten und erkannten Basis des Evangeliums Christi gelebt hat wird nicht den Ausschlag geben. Es kamen die verschiedensten Gesinnungsgenossen zu Jesu. Immer wieder sagte er zu dem einzelnen: Dein Glaube hat dir geholfen.
Ist dadurch alles relativ? Keineswegs. Es muss das Bestreben einer jeden christlichen Kirche sein, im Sinn und Geist Jesu den Gläubigen zu dienen, zu verkünden und die Sakramente zu spenden. Aber keine darf sich über die andere erheben. Der Gläubige entscheidet für sich, was für ihn zugänglich ist und welchen Weg er gehen will bzw. kann. Die Kirchen sind ein Angebot an den Gläubigen, aber niemals eine Beschränkung des Gläubigen.

4. Die NAK in Politik und Gesellschaft

Der Kirche selbst würde ich empfehlen, sich aus der Politik heraus zu halten und losgelöst vom politischen Alltagsgetriebe zu Grundsatzfragen Stellung zu beziehen. Dies muss aber unabhängig und unparteiisch erfolgen. Christliche Normen und Werte sind von der Kirche in die Gesellschaft einzubringen und vom Staat bei der Gesetzgebung und im politisch-gesellschaftlichen Ordnungsrahmen einzufordern.

Der Gläubige selbst sollte von der Kirche aufgefordert und ermutigt werden, sich auf der Basis des Evangeliums und seines Glaubens in Politik, Staat und Gemeinwesen einzubringen. Nur so kann Gesellschaft und Politik im christlichen Sinn gestaltet werden.

Dass dies leider immer noch nicht so ist, ist sträflich.

Weder aus der eigenen Geschichte im Dritten Reich, noch aus der eigenen Geschichte in der DDR wurden Lehren gezogen. Es fehlt schlichtweg an jeglicher Aufarbeitung der eigenen Geschichte. Dieser Missstand ist unbedingt zu beheben.

Eine Kirche, die weltweit vertreten ist und in manchen Staaten des afrikanischen Kontinents eine starke Verbreitung hat, ist moralisch verpflichtet auf diesem Gebiet als moralische Instanz tätig zu sein und eine Kultur der Geschichtsaufarbeitung und der politischen – gesellschaftlichen Betätigung zu entwickeln. Ansonsten macht sie sich selbst zum Mittäter und schuldig am Evangelium Jesu Christi.

5. Die NAK und ihr schwieriges Verhältnis zur Diakonie
- praktizierte Nächstenliebe
- soziale Verantwortung und Gerechtigkeit

Die Kirche, die Gemeinde und der Gläubige selbst werden nicht zur Diakonie, zum Dienst am Nächsten, angehalten. Gutes tun ist Gutes tun am Werk des Herrn und Werk des Herrn ist die NAK, ist bestenfalls noch Gutes tun an Bruder und Schwester in der Gemeinde, was sich aber darauf beschränkt, dass man diesen in der Fürbitte gedenken kann. Auf diese kurze Formel könnte man es bringen.

Mit Werk des Herrn wird ausschliesslich die Neuapostolische Kirche definiert. NAK-Karitativ ist hier ein institutionalisiertes Feigenblatt, das im Wesentlichen auf NAK-Mitglieder in der Dritten Welt wirkt und im politischen Umfeld der Entwicklungsländer punkten will. In Europa wird mit dieser Organisation die Möglichkeit geschaffen, das Geld der Gläubigen über eine eigene Organisation laufen lassen zu können. Es wurde hiermit das zunehmende Bedürfnis der Gläubigen zu spenden von den karitativen Organisationen abgeholt und in die eigenen Strukturen integriert. Zudem bietet es jedem Gläubigen die Möglichkeit bei Nachfragen durch Dritte zu sagen: „Seht unsere Kirche ist doch jetzt auch sozial engagiert!“

Es ist aber nicht Lehrinhalt, dass der persönliche Dienst am Nächsten, Dienst am Herrn ist. Beispiel Leitgedanken 05/2010. Gutes tun wird reduziert auf Gottesdienst, Fürbitte, Opfer in Form von Geldspende an die Kirche und Mitarbeit in Kirchengemeinde und Bezirk. Insofern wir der Dienst am Nächsten sogar negiert. Er ist nicht Gegenstand der Verkündung und der Heilslehre.

Was ist also zu fordern?

Nächstenliebe und Diakonie ist Teil des Evangeliums Jesu Christi und muss als solches Eingang in Lehre und Verkündigung haben. Kirche, Gemeinde und jeder einzelne Gläubige müssen es als Teil ihres christlichen Lebens verstehen und lernen ohne Vorbehalte und Grenzen im Dienst und Auftrag Jesu zu helfen. Und dies auch und gerade im persönlichen Lebensumfeld und im praktischen Leben. Das hat uns Jesu vorgelebt und gelehrt. Wo dieses christliche Bedürfnis und die Tat fehlen, fehlt ein zentrales Stück des Evangeliums Jesu Christi.


Schlussbemerkung

Die Ausführungen sind meine sehr persönlichen Gedanken. Der Anspruch auf Vollständigkeit oder Vollgültigkeit wird nicht erhoben. Es ist das was mich bewegt und was ich zur Thematik NAK und deren Entwicklung zu sagen habe. Ich möchte mich damit mitteilen und wenn möglich, eine Diskussion an der Basis der NAK anstossen. Es ist auch mein kleiner Beitrag dazu, der aktuellen und aus meiner Sicht fatalen Entwicklung in der NAK etwas entgegen zu setzen.

Adler

Re: NAK am Scheideweg?!

#2 Beitrag von Adler » 11.12.2010, 22:59

Centaurea,

aus meiner langjährigen Erfahrung mit der NAK darf ich sagen: "Alles wird wieder gut bleiben! "

Du schreibst u.a.:

Zitat:

Die NAK wird mit diesem Kurs die letzten reformerischen Kräfte verlieren oder mindestens zum Schweigen bringen.

Mancher wird sagen, dass damit endlich Ruhe einkehren wird. Richtig, aber sehr wahrscheinlich nicht so, wie sich die NAK das wünscht.


Zitat Ende

Auch in einer völlig leeren Kirche herrscht Ruhe ... 8)

LG Adler

Maximin

Re: NAK am Scheideweg?!

#3 Beitrag von Maximin » 12.12.2010, 16:23

:) Mein lieber Andreas,
da hast Du ein dickes Brett hingelegt. Ich werde es in den nächsten Tagen und Wochen von allen Seiten sorgfältig betrachten, hin- und herwenden. Zu befürchten ist in meinem Fall allerdings , dass ich es nie und nimmer "zersägen" will. :roll: Warum auch? Mit einem dicken Brett kann man vieles Vernünftige anfangen. Beispiele gefällig...? Nee? Na siehste...!

Es wird gesagt, dass Krieg die Fortführung der Diplomatie mit anderen Mitteln sei. Andere behaupten, dass der Krieg Vater neuer Entwicklungen ist. Beides überzeugt mich übrigens nicht. Was ich glaube? Ich will es Dir, aufgrund meines gegenwärtigen Erkenntnisstand, so sagen:

"Alle einigermaßen ernst zu nehmenden christlichen Kirchen können, m. E. abschließend, nicht von Menschen abgeurteilt und ggf. auch verworfen werden. Einzelne können sich, da wo sie "daheim" sind und Redlichkeit vorsausgesetzt, um dringend notwendige Reformationen bemühen, sich dafür sogar auf einem berennenden Scheiterhaufen abfackeln lassen, oder hinnehmen, dass ihre Vorschläge unbeantwortet in staubigenen Regalen abgelegt werden."

Ich habe über die Verbrennung der historischern Bibliothek in Alexandria getrauert ohne sie je besucht zu haben. Was würde es bedeuten, wenn die Archive des Vatikan demnächst ein ähnliches Schicksal ereilte? Verbrannte dann nicht auch nur mit Tinte beschriebenes Papier...?

Resignation? Nö! Berührung ist alles. Begegnungen braucht es. Wer sich aber am Ende nicht berühren lassen will, sich für unberührbar hält, was soll das für eine Begegnung werden - hm...?

Soweit vorerst mal meine erste Rückmeldung, sowie mit friedlichen Adventgrüßen vom Michael aus Berlin :wink:

shalom
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Re: NAK am Scheideweg?!

#4 Beitrag von shalom » 13.12.2010, 12:20


tergram

Re: NAK am Scheideweg?!

#5 Beitrag von tergram » 13.12.2010, 13:11

Danke shalom, für den schönen Hinweis auf die Prolle'sche Prophetie aus dem Jahr 2008. Man möchte mit Jeremia 1,12 antworten:"Du hast recht gesehen."

Was hat sich seither geändert, gar verbessert? Nur dies:

Es hat inzwischen eine natürliche Zeitverkürzung gegeben. Bis zum präfinalen Abschluss im Jahr 2045 n.Chr. ist's nicht mehr gar so lange hin. Ob es da noch Sinn macht, sich für die paar Jahre einen Katechismus herauszuquälen? Es ging doch bisher auch "ohne". Ein naktives Schäfelein braucht ohnehin weder Katechismus noch Glaubensbekenntnis, sondern nur glaubensgehorsame Nachfolge. So isses.

_
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Registriert: 03.12.2007, 22:04

Re: NAK am Scheideweg?!

#6 Beitrag von _ » 13.12.2010, 14:30

tergram hat geschrieben:Was hat sich seither geändert, gar verbessert? Nur dies:

Es hat inzwischen eine natürliche Zeitverkürzung gegeben. Bis zum präfinalen Abschluss im Jahr 2045 n.Chr. ist's nicht mehr gar so lange hin.
:arrow: auch dieser wurde hier schon vorausgesehen.

Philippus
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Re: NAK am Scheideweg?!

#7 Beitrag von Philippus » 13.12.2010, 15:13

Naja, um fünf Jahre früher oder später wollen wir uns dann auch nicht mehr streiten.
Trotzdem mag ich weder auf das eine noch das andere wetten.

Maximin

Re: NAK am Scheideweg?!

#8 Beitrag von Maximin » 13.12.2010, 15:29

:) Philippus, Du liebenswerte Zauderer,
im Jahre 2045 könnte ich meinen 100 Geburtstag begehen. Angesichts meines aktuellen Gesundheitszustandes ist das höchst unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist hingegen, dass ich vor diesem Datum das Zeitliche gesegnet haben und neuere Einsichten erhalten haben werde.

In diesem Zusammenhang ist von erheblicher Bedeutung, wonbach die Mitgliedschaft in der NAK mit dem Tode endet. :mrgreen:

Grüße vom alten Maximin :wink:

Adler

Re: NAK am Scheideweg?!

#9 Beitrag von Adler » 13.12.2010, 15:43

Zitat:

In diesem Zusammenhang ist von erheblicher Bedeutung, wonbach die Mitgliedschaft in der NAK mit dem Tode endet.


Zitat Ende

Womit dann wieder einmal bewiesen wäre, dass das NAK-Entschlafenenwerk völliger Mummpitz ist; oder warum sollte ein Toter noch zur NAK konvertieren, wo doch eine Mitgliedschaft, gem. NAK-Statuten, für ihn gar nicht mehr möglich ist :shock: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

LG Adler

P.S. Sorry, Maxi, aber diese Steilvorlage musste einfach ins Tor :mrgreen:

Maximin

Re: NAK am Scheideweg?!

#10 Beitrag von Maximin » 13.12.2010, 16:08

:) Mein lieber Adler,
gern geschehen. Bildhaft etwa so darstellbar: http://www.wkofoto.at/bilddb/data/media ... schuss.jpg
Nur sind die Dinge nicht ganz so einfach wie wir das so gerne hätten. Frage mal den uns leider abhandengekommenen Bruder Bedenkenträger. :D

Nach NAK-Glaubenslehre wird man mit der Wassertaufe und der hl. Versiegelung durch einen leibhaftigen Apostel ein Gotteskind. Das Ende der Mitgliedschaft in der NAK, etwa durch Tot, beendet lediglich die Vereinszugehörigkeit zur NAK. Ob damit auch die Gotteskindschaft endet überlasse ich vorsichtshalber lieber meinem Heiland.

Zum Bild nur so viel: "Da hat einer den Ball mit Wucht reingehauen. Tor...! Na und? Der Ball ist doch damit nicht für den Rest der "Begegnung" in den Netzen gefangen - hm?" :mrgreen:
Brüderlich Maxi :wink:
Zuletzt geändert von Maximin am 13.12.2010, 22:50, insgesamt 1-mal geändert.

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