Entschlafenengottesdienst

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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Entschlafenengottesdienst

#1 Beitrag von shalom » 06.11.2010, 08:43

Sonntag, 07. November: Knecht der Hilfsbedürftigen

Denn obwohl ich frei bin von jedermann, habe ich
doch mich selbst jedermann zum Knecht
gemacht, damit ich möglichst viele gewinne.
1. Korinther 9,19
Werte Jedermänner, liebe Jederfrauen 8),

die Uraufführung des Drama Hugo von Hoffmannsthals (Zirkus Schumann Berlin) hat am 1.Dezember 2011 100jähriges Jubiläum (Wikipedia) . Auch auf den Bühnen der heutigen neuapostolischen Altäre sind Personifikationen von Arche- und Urtypen anzutreffen. Stammapostel Wilhelm I – ein hohes Talent - will in Berlin im November 2010 den Jenseitskult zelebrieren.

Als Knecht der Botschaft und des Opferkultes – also der BaVi -, gilt sein Hauptaugenmerk den Hilfsbedürftigen nur innerhalb der Scheuklappen eines unausgegorenen Kirchenverständnisses (Apostelselbstbildnisses) sowie den Zielgruppen im Rahmen der selbstinszenierenden NaKi-Werbung. Überlieferte Jesulehre: „Barmherzigkeit will ich, keine Opfer“ wird an den Altären ins Gegenteil verkehrt („gib mir zuerst“) - und so quasi der Mammon personifiziert (die Vergeldlichung Gottes / die Vergöttlichung des Geldes). „Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing“ klingt auch bei der neuapostolischen Aufführung von „Fluch der Karibik“ an.

Das Flaggschiff des glaubenskommerzialisierten Urinstinktes von vielen neuapostolischen Unternehmen, Vereinen, GmbH’s und Aktiengesellschaften ist allerdings die Apostelfirma MYBISCHOFF, wo z. B. die Sparte „BISCHOFF-REISEN“ mittlerweile sogar neuapostolische Wellnessreisen für jedermann ins Urapostelsortiment aufgenommen hat (Jürgen Kramer) .

Selbst auf ausgedehnten Jenseitsreisen gehören die gemeinsamen Besuche neuapostolischer Gottesdienste im Diesseits dazu (Transfer im Preis inbegriffen). Teilnahme am superliturgischen Abendmahl an einem Apostelaltar ihrer Wahl inklusive! Um gegen Unannehmlichkeiten gewappnet zu sein, empfiehlt der VFB seit dem Botschaftsdrama allerdings den Abschluss einer Reiseabbruchversicherung, einer Reiserücktrittsversicherung sowie einer Glaubenslebensversicherung (der Stammapostel war in seinem früheren Berufsleben bei einer Hamburger Versicherung tätig und dürfte sich daher mit Sterbetafeln und Kundenprofilen gut auskennen).

Dienstreisen verbindet. Es sollen ja noch möglichst viele Hilfsbedürftige gewonnen werden.

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Re: Entschlafenengottesdienst

#2 Beitrag von shalom » 06.11.2010, 17:07

Comment in der Rubrik 'Glaubensfragen' / Etikettenschwindel der NaK-Nord hat geschrieben:Der Etikettenschwindel ist außerhalb der NAK erkannt. Siehe dazu einen Leserbrief auf CiD.
Brief des Pfarrers Gandow

Com.
Vielen Dank für den Hinweis auf den Leserbrief. Der Text über den „postmortalen Kult“ hat schon was :wink: .

Das dieser postmortale Kult (Spendung und Empfängnis der neuapostolischen Sakramente an einem diesseitigen Apostelaltar auch für die Entschlafenen) „heilsnotwendig“ ist, begründet sich in der Einsicht der neuapostolischen BaVi-Apostel in den Ratschlussplan Gottes und dessen Botschaften („FlyerTrostD 08.10.2010 10:33 Uhr“) .

Alle Nichtneuapostolischen sind hilfsbedürftig (Jedermann, Jedefrau!). Zum Glück gibt es heute die heilsnotwendigen Apostel ("Knechte der Hilfsbedürftigen"), die im Dies- und im Jenseits endlich mit echten Sakramenten für nachhaltigen Trost zu sorgen haben (ante- und postmortem).

Schöne Aussichten bei solchen trostgeflyerten apostelamtlichen (krausen?) Einsichten… .

shalom

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Re: Entschlafenengottesdienst

#3 Beitrag von Andreas Ponto » 07.11.2010, 16:26

Nun bin ich schon lange neuapostolisch und suche immer noch den Ritus der "Wasser- und Geistestaufe" an Entschlafenen. 2 Männer stehen am Altar und erhalten das Abendmahl stellvertretend für die Entschlafenen. Taufe und Versiegelung werden nicht vollzogen. Ist es der NAK dann doch zu peinlich dies konsequent durchzuziehen? Oder hab ich etwas nicht mitbekommen?

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Re: Entschlafenengottesdienst

#4 Beitrag von shalom » 07.11.2010, 18:33

[urlex=http://www.nak-berlin-brandenburg.de/index.php?id=31&tx_ttnews%5btt_news%5d=579&cHash=b5e01ddba7][ = NaK-BBB ][/urlex] hat geschrieben: Stammapostel Leber feiert Entschlafenengottesdienst in Berlin (07.11.2010)

…"Das muss alles über den Sohn Gottes gehen, ohne ihn kommt niemand zum ewigen, zum wahren Leben. Sein Opfer, sein Verdienst, das ist das Lebenselixier"… .

Die Sakramentsspendungen – Heilige Wassertaufe, Versiegelung und Abendmahl – vollzog der Stammapostel stellvertretend für die Entschlafenen an den Berliner Aposteln Hans-Jürgen Berndt und Klaus Katens.

Werte „ („versammelte Festgemeinde“) , liebe Dies- und Jenseitigen 8),

Jesus das Lebenselixier – ohne die heilsnotwendigen Apostel geht nix (sowohl diesseitig-persönlich als auch jenseitig-stellvertretend).

shalom

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Re: Entschlafenengottesdienst

#5 Beitrag von Andreas Ponto » 07.11.2010, 19:04

shalom hat geschrieben:
[urlex=http://www.nak-berlin-brandenburg.de/index.php?id=31&tx_ttnews%5btt_news%5d=579&cHash=b5e01ddba7][ = NaK-BBB ][/urlex] hat geschrieben: Stammapostel Leber feiert Entschlafenengottesdienst in Berlin (07.11.2010)

Die Sakramentsspendungen – Heilige Wassertaufe, Versiegelung und Abendmahl – vollzog der Stammapostel stellvertretend für die Entschlafenen an den Berliner Aposteln Hans-Jürgen Berndt und Klaus Katens.

...
Wurde tatsächlich eine Wassertaufe und eine Geistestaufe im in der NAK üblich Ritus an den beiden Aposteln vorgenommen?

Oder wurde den beiden lediglich die Abendmahls-Hostie gereicht.

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Re: Entschlafenengottesdienst

#6 Beitrag von hans » 07.11.2010, 19:25

Es wurden alle 3 Sakramente gespendet und deutlich sichtbar gezeigt, mit Kurzerklärung zwischen den Handlungen.

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Re: Entschlafenengottesdienst

#7 Beitrag von Andreas Ponto » 07.11.2010, 19:33

Ist das neu oder war das schon immer so?

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Re: Entschlafenengottesdienst

#8 Beitrag von hans » 07.11.2010, 20:09

Die Sakramentsspendung war schon immer so.

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Re: Entschlafenengottesdienst

#9 Beitrag von shalom » 08.11.2010, 06:20

centaurea hat geschrieben:Wurde tatsächlich eine Wassertaufe und eine Geistestaufe im in der NAK üblich Ritus an den beiden Aposteln vorgenommen?
Werter centaurea,

unter (NaKi / Kennenlernen / Sakramente) sind die Sakramente erläutert. Die neuapostolische Taufe hat selbstverständlich „rite“ zu erfolgen und ich gehe davon aus, dass sowohl Wilhelm der Täufer als auch seine beiden Apostel als Transsubstantiatierende (Wesensverwandelnde) den Taufakt selbstbildgerecht „rite“ durchgeführt haben, sonst wären es ja keine anerkennenswerten Massentaufen von Namenlosen gewesen. Auch diese stellvertretenden Glaubensakte jenseits der Kirchenbücher sind in der Wortkirche 'in dem Wort angelegt; stellvertretend an Stellvertretern ausgeführt und daher nur in Ansätzen erkennbar' (wie übrigens der gesamte Jenseitskult streng gemäß 1. Petrus 4,6). Auch für unseren Stp. Dr. Wilhelm I. gilt: "Wo eine Verkündigung ist, da muss auch die Änderung eines Zustandes möglich sein, sonst hat das Verkündigen keinen Zweck". Das war übrigens schon bei der Botschaft so gewesen. Die Wirksamkeit (Zweck) der Verkündigung (die mögliche Änderung des Zustandes) ist bei neuapostolischen Aposteln sogar im kirchlichen Vollsinn ausgeprägt. Dies erklärt auch die gewaltige Dimension der apostelamtlichen Heilsnotwendigkeit in Relation zu allen anderen Religionen und Zeitaltern, wo halt keine richtige Verkündigung und es somit auch keine nachhaltige Änderung der Zustände gibt (Seelsorger / Zeitalter zweiter Klasse).

Solange die stellvertretende Jenseitstaufe „rite“ durchgeführt wird, ist sie natürlich durch die anderen christlichen Schrumpfsakramentskirchen anzuerkennen. Die anderen Seelsorger werden unterhalb apostelamtlicher Augenhöhe froh sein, wenn ihre Unzulänglichkeiten wenigstens noch im Jenseits – Kraft Apostelamtes – rechtzeitig kompensiert werden können.

Mit der Ausgießung des neuen Glaubens auf die Apostel 2012 soll übrigens der 3. Glaubensartikel nochmals dahingehend erweitert werden, dass darin nicht nur an die Auferstehung der Toten sondern auch an Konvertierung der Toten, stellvertretende Sakramentierung der Toten und Sündenvergebung der Toten geglaubt wird. Auch der 4. Glaubensartikel soll in Kürze noch einmal dahingehend reformiert werden, dass in das Leistungsheft der Apostel das Abendmahlssakrament nachträglich aufzunehmen ist (Glaubenspartikel) .

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Re: Entschlafenengottesdienst

#10 Beitrag von shalom » 08.11.2010, 13:06

Werte DiskursteilnehmerInnen,

da finden täglich zig nichtneuapostolische Trauerfeiern statt und haben schon unzählige stattgefunden.

Und dann kommt die Webseite der Gebietskirche NaK-BBB und berichtet über den Berliner Festgottesdienst Stp. Dr. Wilhelm I vom 07.11.2010:
  • In seiner Predigt warb der oberste Geistliche darum, den "unerlösten Seelen in der Ewigkeit" mit bedingungsloser Liebe entgegenzutreten und fürbittend für sie einzutreten. Beispielhaft nannte er [Wilhelm I.] unter anderem diejenigen, die in den vergangenen Monaten bei Naturkatastrophen [ u. v. a. Überschwemmung in Nakistan / Vulkanausbruch bei Hebeisen] ums Leben kamen. Auf die Frage, warum Gott dies zulasse – "das ist ja nicht Verschulden eines Menschen" –, habe auch er keine Antwort. "Aber unser Vertrauen in den Herrn sagt uns, dass er letztlich doch Gedanken des Friedens hat." Dies zu erkennen, sei für jene, die so aus dem Leben gerissen würden, aber sehr schwer (Entschlafenengottesdienst in Berlin) .
Es ist schon toll, was für den BaVi-Führungszirkel als Wortkirche alles "in dem Wort angelegt; nicht ausgeführt, aber in Ansätzen erkennbar“ ist, soweit, dass den Führungsverantwortlichen der Gedanke nahe liegt – "auch wenn er hier nicht aufgeführt ist" – dass die Apostel-Sakramente auch jenen in der jenseitigen Welt zugute kommen sollen, die von ihren Seelsorgern ordentlich beerdigt worden sind. Offensichtlich hält Stammapostel Wilhelm I. sämtliche nichtneuapostolischen Trauerfeiern für derart defizitär, dass im Anschluss daran noch eklatante Defizite bestehen. Und hier setzt der (Finger Gottes) durch den Stammapostel an, der durch sein „spiritistisches Gegrabsche“ an stellvertrenden Medien dann die Folgen sämtlicher defizitärer Trauerfeiern zu kompensieren hat („Berührt von Jesus“) .

In diesem Sinn treten die neuapostolischen Gottesknechte als „Knechte der Hilfsbedürftigen im Jenseits“ dann in den abgrundtiefen Riss. Stammapostelwort zeigt: „Wo keine Verkündigung ist, da kann auch keine Änderung eines Zustandes möglich sein, sonst hätte das Verkündigen der Apostel für die Jenseitigen ja keinen Grund". Diese "Zustandsänderung", hin zum ewigen Leben, führe durch Apostel über Jesus Christus zum ewigen, zum wahren Leben. Jesus Opfer, sein Verdienst, das ist das Glaubenslebenselixier der heilsnotwendigen Gottesknechte im Dienste des ersten beseelten Urmenschen bis heute.

Der Stammapostel hat ein Herz für das Heer der „unerlösten Seelen in der Ewigkeit“, wie z. B. all jene Schrumpfsakramentschristen, die der Fürbitte der NaKi-Knechte und deren Knechtesknechte bedürfen. Stammapostel Dr. Wilhelm I. predigt aber auch von all jenen Jenseitigen, die durch eine Naturkatastrophe aus dem Leben gerissen worden sind, dass es ihnen sehr schwer wäre zu erkennen, dass der Herr letztlich doch Gedanken seiner Friedensboten hätte.

Gleichzeitig taucht da aber auch noch eine weitere Frage auf: Wie ist der biblische Bericht über Adam und Eva als dem ersten Menschenpaar in diese Zusammenhänge einzuordnen? Stp. Dr. Lebers Antwort: „Die Heilige Schrift sieht den Menschen grundsätzlich als ein mit einer unsterblichen Seele ausgestattetes Wesen an. Der Zeitpunkt, wann die ersten mit einer Seele ausgestatteten Menschen auftraten, lässt sich wissenschaftlich nicht bestimmen, denn die Seele als das von Gott gegebene unsterbliche Leben ist wissenschaftlicher Forschung nicht zugänglich. Die menschenähnlichen Vorformen, die es zuvor gegeben haben mag, waren also nicht mit einer unsterblichen Seele ausgestattet“.

Die neuapostolischen Varianten (einzelne Teile des alten neuapostolischen Glaubens sind mittlerweile verascht, versteinert oder aber petrifiziert) erhalten viele selbstbildhafte Elemente. Es ist aber nicht ratsam zu sehr zu analysieren, was wortkirchenwörtlich und was selbstbildhaft zu verstehen ist. Das führt im zukünftigen neuapostolischen Glauben nicht weiter.

Noch eine abschließende Bemerkung: Die hier als heilsnotwenig angeschnittenen Jenseitstaufen, Jenseitssündenvergebungen, Jenseitsabendmähler, Jenseitsversiegelungen – allesamt stellvertretend im Diesseits durch Ämterkrippen -, sind für die Erreichung des Glaubenszieles noch nicht einmal entscheidend, denn der Stammapostel hat unlängst die Souveränität Gottes entdeckt.

Aber die Apostel müssen als Wortkirche einen jenseitigen Standpunkt vertreten. Apostel halten es nicht für nötig und auch nicht als sinnvoll, sich in Widerspruch zu unwissenschaftlichen Erlebnissen zu bringen (Ergänzende Ausführungen zum stammapostolischen Schriftverständnis) .

shalom

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