DIE SACHE MIT DEN ENGELN...

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Maximin

DIE SACHE MIT DEN ENGELN...

#1 Beitrag von Maximin » 14.12.2007, 11:52

:) Lieben Freunde,
vor mir liegt die neueste Ausgabe von „WIR – gemeinsam unterwegs“. Beim ersten Blick fällt mir sofort eine Artikelüberschrift ins Auge: MANCHMAL BRAUCHST DU EINEN ENGEL. Hier ein kleiner Auszug:

Sie verkörpern heilsame Botschaften. Dabei geht es um Schutz, um das Gefühl, bei Kummer und Sorgen wahrgenommen zu werden. Wenn wir an eine Grenze kommen, ist da eine Kraft, die uns berührt und neue Hoffnung schenkt. Da sind Engel wie ein Kanal, durch den göttliche Energie fließen kann. Und in allem sind sie stille Agenten. Sie wollen und sollen gar nicht auf sich selbst aufmerksam machen. Durch sie hindurch strahlt der heilige Gott, der in seinem Sohn Jesus Christus nicht in der Engelswelt stehen geblieben ist, sondern Mensch wurde.
Quelle: http://www.gnadauer.de/wir/wir_05.htm

Engel als göttliche Kanäle, gar als stille Agenten Gottes. Das klingt für mich nach verdeckten Ermittlern, operativ tätigen informellen Mitarbeitern einer göttlichen Sicherheitsbehörde. Alles falsch, beruhigen mich die verschiedenen Artikelschreiber und verweisen darauf, dass:
- die Engelgestalten in der Bibel oft Furchterregendes an sich haben,
- sie ihre Mitteilungen stets so beginnen: „Fürchtet euch nicht“,
- sie Boten, Nachrichtenüberbringer Gottes sind,
- sie die Menschen trösten und stärken,
- Schutzengel ab 130 km/h abspringen, usw., usw....

Auffällig ist, das die Engel im Neuen Testament offensichtlich mehr und mehr aus der Mode kommen, während das Alte Testament voll von Engelbegegnungen ist (z. B.: 2. Samuel 14,17. 20; 2.Samuel 19, 28; 4. Mose 22, 22; 2. Mose 23, 20; Hiob 5,1; 15,15,Hiob 38,7; Hiob 33, 22+23; Daniel 10,13+21; Daniel 12,1; Daniel 8,15 usw.).

Was ist da passiert? Sitzen die himmlischen Heerscharen derweilen in den Fluren der Arbeitsagenturen? Vielleicht, denn dort gäbe es viel für sie zu tun. Und während ich noch an diesem kleinen Beitrag schrieb, klingelte das Telefon. Warum? Jemand brauchte Hilfe, einen Rat, eben einen (echten) Freund, bei dem er sich seinen Kummer von der Seele reden kann.

Mit lieben Grüßen, landauf und landab von
Eurem Micha :wink:

Manchmal brauchst du einen Engel,
der dich schützt und dich führt.
Gott schickt manchmal einen Engel,
wenn er deine Sorgen spürt.

Hast du Kummer tief im Herzen,
tut dir wahrer Zuspruch gut.
Denn mit großen Seelenschmerzen
fehlt dir jeder Lebensmut.

Wähnst du dich total am Ende
Und denkst, du hätt’st dich verirrt,
bringt ein stiller Schub die Wende,
dass dein Herz nicht mehr erfriert.

Hab Vertrauen in die Kräfte,
die Gott selbst als Lotsen schickt.
Ihre heilsamen Geschäfte
Haben dich sehr schnell erquickt.

Gott ist stets an deiner Seite,
auch wenn du ihn gar nicht siehst,
mit behutsamen Geleite,
damit neue Hoffnung sprießt.


(Hermann Schulze-Berndt)

Steppenwolf

#2 Beitrag von Steppenwolf » 12.09.2008, 15:19

Gottes Stimme hören

Ein junger Mann war am Mittwochabend in der Bibelstunde gewesen.
Der Pastor hatte über das Horchen auf die Stimme Gottes und dem Gehorsam gesprochen. Der junge Mann fragte sich immer noch: "Spricht Gott wirklich heute noch zu Menschen?" Nach dem Gottesdienst ging er mit einigen Freunden auf einen Kaffee und Kuchen, und sie diskutierten über die Predigt. Einige erzählten, wie Gott sie auf verschiedene Weise geführt hatte. Es war etwa zehn Uhr abends, als der junge Mann sich auf den Heimweg machte. Im Auto betete er: "Gott … Wenn du noch immer zu Menschen sprichst, dann sprich zu mir. Ich will horchen. Und ich will mein Bestes geben, zu gehorchen."
Während er auf der Hauptstraße war, hatte er das starke Gefühl, er solle eine Packung Milch kaufen. Er schüttelte den Kopf unf fragte laut: "Gott, bist das du?" Er bekam keine Antwort und fuhr weiter heim. Doch wieder dachte er, er solle eine Packung Milch kaufen. Dem jungen Mann fiel Samuel ein, der auch Gottes Stimme nicht erkannte, und wie der kleine Samuel zu Eli lief.
"Okay, Gott, für den Fall, dass das du bist, werde ich jetzt die Milch kaufen." Die Prüfung des Gehorsams schien nicht allzu schwer zu sein. Die Milch könnte er immer gebrauchen. Er hielt an, kaufte die Packung Milch und fuhr weiter heim. Als zur Seventh Street vorbeikam, fühlte er, er solle sie hinunterfahren. "Verrückt!" dachte er und querte die Kreuzung. Doch wieder fühlte er, er solle die Seventh Street hinunter fahren. An der nächsten Kreuzung wendete er und fuhr dann in die Seventh Street. Halb im Scherz sagte er laut: "Okay, Gott, ich tu's."
Er fuhr mehrere Blocks, als er spürte, er solle anhalten. Er fuhr an den Straßenrand und sah sich um. Es gab etliche Gewerbebetriebe hier. Es war nicht die beste aber auch nicht die schlechteste Lage: Die Betriebe hatten nachts geschlossen und hinter den meisten Fenstern waren die Lichter bereits verloschen; die Leute waren schon zu Bett gegangen. Wieder spürte er einen Impuls: "Geh und gib die Milch den Leuten im Haus über der Straße." Der junge Mann betrachtete das Haus. Es war dunkel und die Bewohner waren entweder ausgegangen oder schliefen. Er öffnete die Autotür und lehnte sich dann wieder zurück in den Sitz. "Herr, das ist verrückt! Diese Leute schlafen schon, und wenn ich sie aufwecke, sind sie böse auf mich,und außerdem stehe ich blöd da."
Wieder fühlte er, er solle gehen und die Milch abgeben. Schließlich öffnete er die Tür. "Okay, Gott, falls du das bist, gehe ich jetzt an die Tür und gebe ihnen die Milch. Wenn Du mich verrückt aussehen lassen willst, okay. Ich möchte gehorsam sein. Ich schätze, es hat was zu bedeuten, doch wenn mir niemand aufmacht, bin ich aus der Sache heraus."
Er überquerte die Straße und läutete. Er konnte Lärm drinnen hören. Eine Männerstimme rief laut:
"Wer ist da? Was wollen Sie?"
Dann ging die Tür auf, bevor der junge Mann umdrehen konnte. Der Mann stand da in seinen Jeans und T-Shirt. Er sah aus, als wäre er gerade aus dem Bett gekommen. Er schaute befremdet und war offensichtlich nicht gerade begeistert, einen Fremden an seiner Türschwelle zu haben.
"Was ist?"
Der junge Mann streckte ihm die Milchpackung entgegen.
"Da, ich habe Ihnen das gebracht."
Der Mann nahm die Milch und eilte den Flur hinunter, laut auf spanisch redend. Dann kam eine Frau den Flur herauf und trug die Milch in die Küche. Der Mann folgte ihr und trug ein Baby auf dem Arm. Das Baby schrie. Dem Mann liefen Tränen über das Gesicht. Er begann zu sprechen:
"Wir beteten gerade. Wir hatten diesen Monat große Rechnungen zu bezahlen, und so ist uns das Geld ausgegangen. Wir hatten keine Milch für unser Baby. Ich habe gerade gebetet, dass Gott mir zeigt, wie ich zu Milch komme."
Seine Frau rief aus der Küche:
"Ich habe ihn gebeten, einen Engel zu schicken. Sind Sie ein Engel?"
Der junge Mann griff in seine Brieftasche, holte alles Geld heraus und drückte es dem Mann in die Hand. Er drehte sich um, und als er zu seinem Auto ging, liefen ihm Tränen über die Wangen.
Er wusste, dass Gott immer noch Gebete erhört.

Hier gefunden.

Bild
Maria Bosin/PIXELIO
Quelle

Anne

#3 Beitrag von Anne » 12.09.2008, 16:04

Also nein. Ich war am Mittwochabend bei einem Gesprächsabend (Gruß an Steppi) und das Thema war: "Engel" (Gruß an Micha).

Im ersten Moment dachte ich: Hauerha..., als ich einen dicken Engel mit Kerze auf einem Tisch thronen sah ( :wink: ) und um ihn herum zig Bücher zum Thema.
Alle Fluchtgedanken beiseite geschoben, harrte ich der Dinge, die da kommen sollten ... und wurde angenehm überrascht: Den einleitenden Vortrag zum Thema hielt ein Mann (der ganz normal aussah :mrgreen:), und er begann mit den Worten: "Ich habe dieses Thema gewählt, weil ich eigentlich nichts damit anfangen kann. Gerade deshalb habe ich beschlossen, mich ihm zu stellen und es vorzubereiten."

Und dann wurde es echt interessant. Zwischen nüchternen Betrachtungsweisen und dem Wunsch, "auf dem Teppich zu bleiben" (was auch einigen der Teilnehmer sehr wichtig war), biblischen Hintergründen, die mir völlig neu waren, und einigen persönlichen Berichten, die zum Teil von Krisensituationen berichteten und sehr tiefgehend waren, entstand ein Gesamteindruck, den ich nicht gut beschreiben kann. Aber er war gut. Gar nicht "abgehoben" und vielleicht deshalb ... wohltuend.

Gutes Thema eigentlich. :wink:

Tatyana

#4 Beitrag von Tatyana » 12.09.2008, 19:36

"...
Viele Kulturen kennen Engel. Einige davon sind die jüdischen Malaak und die islamischen Malaika, die iranischen Amesha Spentas und Fravashi, die akkadischen Anunnaku und Igigu, die germanischen Fylgjen, die aztekischen Nagual, der römische Genius (für den Mann) und Juno (für die Frau).
..."

Quelle(Engel)

nikodemus

#5 Beitrag von nikodemus » 13.09.2008, 11:34

Hallo ihr Lieben.... :)

ich für mein Teil brauche keinen Engel, da ich täglich mit meinem Heiland und Erlöser Jesus Christus komuniziere.
Ich weiss, dass ER für mich sorgt, täglich aufs neu, und ob ER jedesmal dafür Engel benötigt, entzieht sich meiner Erkenntnis...aber das ist mir auch egal welche Hilfsmittel Gott braucht, ich weiss mich aufjedenfall geborgen in IHM.

LG
in IHM
der Niko

abendstern_
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Registriert: 25.11.2007, 13:44

#6 Beitrag von abendstern_ » 13.09.2008, 11:42

Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein,
die Engel.
Sie gehen leise, sie müssen nicht schrein,
oft sind sie alt und hässlich und klein,
die Engel.

Sie haben kein Schwert, kein weißes Gewand,
die Engel.
Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand,
oder er wohnt neben dir, Wand an Wand,
der Engel.

Dem Hungernden hat er das Brot gebracht,
der Engel.
Dem Kranken hat er das Bett gemacht,
und hört, wenn du ihn rufst, in der Nacht,
der Engel.

Er steht im Weg und er sagt: Nein,
der Engel.
Groß wie ein Pfahl und hart wie ein Stein –
Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein,
die Engel.

Rudolf Otto Wiemer


Engelchen

#8 Beitrag von Engelchen » 13.09.2008, 20:56

Eine wunderschöne Oper.

Hier einmal ein kleiner Ausschnitt. Es gibt gewiß noch bessere Aufnahmen.

http://www.youtube.com/watch?v=pDpK0WAP ... re=related

Hannes

#9 Beitrag von Hannes » 14.09.2008, 16:25

Vor etwa 20 Jahren war ich in einem Konzert von André Heller ... an diesem bemerkenswerten Abend sang er manche Lieder - eines davon, eine Vertonung eines Rilke-Gedichtes, hat mich tief "getroffen" ...


Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.

Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, -
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt…


Rainer Maria Rilke

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