Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

Nachricht
Autor
Matula
Beiträge: 1574
Registriert: 16.11.2007, 09:48

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#81 Beitrag von Matula » 11.09.2010, 17:12

Cemper hat geschrieben:Werter Maximin -

Sie werden mir bitte erlauben, dass mir die korrekte Schreibung eines Namens in der hier diskutierten Angelegenheit wichtig ist und dass ich Ihnen sage, dass mein Hinweis zum korrekten Namen nichts mit Überheblichkeit zu tun hat. Präzision und Korrektheit ist hier eher Zeichen einer gewissen Bescheidenheit.

C.

Cemper, jetzt schreiben Sie bitte nicht so einen Stuss.

Sie wussten doch genau wer gemeint war und trotz unkorrekter Schreibweise hätten Sie doch sicherlich überhaupt keine Probleme gehabt, weiter zu diskutieren.

Sowas nennt man nicht Präzision und Korrektheit, sondern sowas nennt man einen Korinthenkacker.

Bedenkenträger

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#82 Beitrag von Bedenkenträger » 11.09.2010, 17:18

Cemper hat geschrieben:[...] gerade bei solchen Themen hat das „Gegenüber“ von Laien und Experten eine gewisse Bedeutung. [...]
Jaaa, Watson, und gerade bei solchen Themen haben die Laien den Experten oft etwas voraus: Sie haben Erfahrungen, die Experten oft nur Wissen! :wink:

Comment
Beiträge: 1073
Registriert: 19.08.2010, 21:54

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#83 Beitrag von Comment » 11.09.2010, 18:30

Wobei die Erfahrungen der Laien sehr unterschiedlich sein können, meist mehr als das Wissen der Experten. :)
Com.

Bedenkenträger

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#84 Beitrag von Bedenkenträger » 11.09.2010, 18:39

Nein, nein!! Das Wissen der Experten ist ein wahrer Dschungel - die Listen theologischer Fachliteraturen geben ein kleines Zeichen hierfür ... :wink:

Die Erfahrungen der Laien sind trotz komplexer Mannigfaltigkeiten aufgrund von Individualität im Grunde recht ähnlich! Fragen Sie "Cemper" mal! :mrgreen:

Bedenkenträger

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#85 Beitrag von Bedenkenträger » 11.09.2010, 20:04

Cemper hat geschrieben:[...] Wovon ist denn im christlichen Glaubensbekenntnis die Rede?

[...]
Nun, alter Freund, ich würde sagen, dort ist eigentlich nur die Rede von Erfahrungen, die Menschen mit der Höchsten Macht gemacht haben, die der Christ "Gott" nennt, die Nicht-Christen haben andere Namen dafür.

Wovon ist denn dort Ihrer bescheidenen Meinung nach die Rede?

Cemper

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#86 Beitrag von Cemper » 11.09.2010, 20:41

Bedenkenträger - im Glaubensbekenntnis ist von vielerlei Angelegenheiten die Rede. Wir haben es mit einer in die Glaubensartikel gepackten Glaubensvielfalt zu tun. Jeder - fast jeder - stopft das rein, was er gern rausholen möchte. Ein riesig großer Teil ist - vermute ich - brühwarmer Seelenquark. Eben deshalb ist die Lektüre der von mir eingestellten Bücher sinnvoll. Man erfährt dann, wovon die Rede ist und sinnvoll sein kann.

Hier ist exklusiv für Sie ein Beispiel für die Befassung mit dem Credo. Ein Text von Karl May.

http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg ... ie/674.htm

Zu Ihrem Hinweis oben, dass die Laien den Experten oft etwas voraus haben, nämlich Erfahrungen, während die Experten oft nur Wissen haben, erlaube ich mir zu sagen, dass der Laie Erfahrungen als Normalbürger und ein oft beschränktes Wissen hat, während der Experte ebenfalls Erfahrungen als Normalbürger und zusätzlich das Expertenwissen hat. Stellen Sie sich nur einmal einen Wasserrohrbruch im Haus eines Laien und einen Wasserrohrbruch im Haus eines Experten für Sanitärinstallationen vor. Die Erfahrungsunterschiede sind da gar nicht so groß ...

Das für heute.
Cemper

Matula
Beiträge: 1574
Registriert: 16.11.2007, 09:48

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#87 Beitrag von Matula » 12.09.2010, 07:06

[quote="Cemper"]Bedenkenträger - im Glaubensbekenntnis ist von vielerlei Angelegenheiten die Rede. Wir haben es mit einer in die Glaubensartikel gepackten Glaubensvielfalt zu tun. Jeder - fast jeder - stopft das rein, was er gern rausholen möchte. Ein riesig großer Teil ist - vermute ich - brühwarmer Seelenquark. Eben deshalb ist die Lektüre der von mir eingestellten Bücher sinnvoll. Man erfährt dann, wovon die Rede ist und sinnvoll sein kann.

Hier ist exklusiv für Sie ein Beispiel für die Befassung mit dem Credo. Ein Text von Karl May.

http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg ... ie/674.htm

Zu Ihrem Hinweis oben, dass die Laien den Experten oft etwas voraus haben, nämlich Erfahrungen, während die Experten oft nur Wissen haben, erlaube ich mir zu sagen, dass der Laie Erfahrungen als Normalbürger und ein oft beschränktes Wissen hat, während der Experte ebenfalls Erfahrungen als Normalbürger und zusätzlich das Expertenwissen hat. Stellen Sie sich nur einmal einen Wasserrohrbruch im Haus eines Laien und einen Wasserrohrbruch im Haus eines Experten für Sanitärinstallationen vor. Die Erfahrungsunterschiede sind da gar nicht so groß ...



Und da wären die Experten, die Eheberatungen und Paartherapien durchführen und bereits selber eine Scheidung hinter sich haben.

Da wären die Experten, die am Richtertisch einen Autofahrer verurteilen und selber keinen Führerschein besitzen.

Und da wären die Experten, die mit anderer Leute Geld spekulieren und wenn die Blase platzt, dann stehen sie nicht mit ihrem privaten Vermögen dafür gerade, sondern es wird Oma`s klein Häuschen versteigert.

Bedenkenträger

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#88 Beitrag von Bedenkenträger » 12.09.2010, 09:28

Cemper hat geschrieben:Bedenkenträger - im Glaubensbekenntnis ist von vielerlei Angelegenheiten die Rede. Wir haben es mit einer in die Glaubensartikel gepackten Glaubensvielfalt zu tun. Jeder - fast jeder - stopft das rein, was er gern rausholen möchte. Ein riesig großer Teil ist - vermute ich - brühwarmer Seelenquark. Eben deshalb ist die Lektüre der von mir eingestellten Bücher sinnvoll. Man erfährt dann, wovon die Rede ist und sinnvoll sein kann.

Hier ist exklusiv für Sie ein Beispiel für die Befassung mit dem Credo. Ein Text von Karl May.

http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg ... ie/674.htm

Zu Ihrem Hinweis oben, dass die Laien den Experten oft etwas voraus haben, nämlich Erfahrungen, während die Experten oft nur Wissen haben, erlaube ich mir zu sagen, dass der Laie Erfahrungen als Normalbürger und ein oft beschränktes Wissen hat, während der Experte ebenfalls Erfahrungen als Normalbürger und zusätzlich das Expertenwissen hat. Stellen Sie sich nur einmal einen Wasserrohrbruch im Haus eines Laien und einen Wasserrohrbruch im Haus eines Experten für Sanitärinstallationen vor. Die Erfahrungsunterschiede sind da gar nicht so groß ...

Das für heute.
Cemper
Watson, alter Freund - das Glaubensbekenntnis bringt m. E. die ganzen grundlegenden Glaubensüberzeugungen des Christentums auf den Punkt, Überzeugungen, die sich über längere Zeit aus vielerlei Erfahrungen heraus gebildet haben und die alle zu einer klaren Linie führten, die einen Zielpunkt hat, nämlich Gott. Selbstverständlich kommt man dann recht schnell, schon zwangsläufig zu der Frage, was man unter "Gott" versteht. Solche Fragen sind auch berechtigt. Inwieweit hier nun Fachliteratur hilfreich ist oder vielleicht sogar den Weg versperren kann, ist aber so eine Sache - jedenfalls Literatur alleine hilft nicht, man braucht auch einen Gedankenaustausch, einen Diskurs, und vor allen Dingen auch Erlebnisse, an denen man reift, wächst, gedeiht. Sonst bleibt einem nur der Elfenbeinturm, was schade wäre.

Und sicherlich, die Gedanken Anderer, vor allem kluger Köpfe, sind anregend, hilf- und lehrreich, sie können mir Impulse geben, ich muß aber selbst Erfahrungen machen und selbst zu Erkenntnissen gelangen, kein anderer kann dies für mich tun. Es ist sozusagen ein Abenteuer, mein Abenteuer ...

Ach so, was Laien und Experten in puncto Glauben angeht, nur noch folgendes: Ich finde, die Experten verlassen sich da zu sehr auf ihr Wissen, denn es gibt ihnen - so meinen sie - Sicherheit, somit Halt, aber oft tappen sie dabei im Nebel und drehen sich dabei noch ständig im Kreise, die Laien denken und diskutieren nicht so viel, sie handeln, quasi intuitiv, sie glauben, hoffen, lieben … und machen so ihre Erfahrungen mit Gott, wo die Experten noch debattieren, was man unter "Gott" zu verstehen hat. Ist dem nicht so?

Dies für den Augenblick ... Ihr Holmes

Comment
Beiträge: 1073
Registriert: 19.08.2010, 21:54

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#89 Beitrag von Comment » 12.09.2010, 12:02

Bedenkenträger,

Cemper hat doch zu Recht darauf hingewiesen, dass Experten, ob sie über viel oder wenig Wissen verfügen, in jedem Fall zusätzlich Erfahrungen in allen Lebensbereichen, in denen sie sich selbstverständlich wie alle anderen Menschen aufhalten, sammeln. Demgemäß ist ihr gesamter Fundus, den sie besitzen und aus dem sie schöpfen können, wesentlich größer als der von Nicht-Experten. Ich denke, den Nicht-Experten erscheint es manchmal so, als würden die Experten vornehmlich ihr Wissen einsetzen - wahrscheinlich aber ist, dass sie eher abgewogen urteilen.

Gruß
Com.

Maximin

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#90 Beitrag von Maximin » 12.09.2010, 12:35

:) Mein lieber Bedenkenträger M.,
tut gut Dich in diesen Tagen hier wiederzutreffen. Die Annahme, dass das uns umgebende und für uns Menschlein unüberschaubare Universum keinen Schöpfergott nötig hat, die beinhaltet konsequenterweise auch die Annahme, dass wir Menschen ebenfalls keinen Gott brauchen. Jedenfalls keinen von der Sorte, den uns unsere Väter mit den hl. jüdisch-christlichen Schriften vorgestellt haben.

Zwar bin ich kein Mann irgendwelcher Wissenschaften, nicht besonders belesen und auch nicht hoch gebildet. Was ich in meinem Leben allerdings entwickelt habe, das ist ein ausgeprägtes Feingefühl für die Sehnsucht vieler meiner Mitmenschen nach Geborgenheit, Herzenswärme und mitmenschlicher Nähe.

Wenn denn die ganze Bibel "Unsinn" wäre, so müssen wir doch einen Satz unangetastet lassen: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.“ Schriftstelle gefällig…?

Nach meinen bisherigen Lebenserfahrungen, übrigens nicht nur den seelsorgerischen, sind die 60, 70 und wenn es hoch kommt die 80 Jahre unseres Zusammenlebens mit unseren Nächsten im Wissen um einen waltenden Gott überwiegend erträglicher als ohne diese vertrauende Gewissheit. Mit einem Gott über uns lebt es sich etwas leichter und das irgendwann uns selbst loslassen können übrigens auch.
Herzlichst, Ihr alter Maximin :wink:

Zurück zu „Theologie“