Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

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Loreley 61
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Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#131 Beitrag von Loreley 61 » 23.09.2010, 06:25

gel.
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Cemper

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#132 Beitrag von Cemper » 23.09.2010, 08:25

Werte Fories -

ich verweise noch einmal auf die auf dieser Seite

viewtopic.php?f=5&t=1336&start=70

geführte Diskussion und frage, warum sich niemand zu den von mir eingestellten Verlinkungen äußert. Sind meine Empfehlungen evtl. unter dem erwarteten Niveau?

C.

Gaby

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#133 Beitrag von Gaby » 23.09.2010, 08:51

Ich würde eher sagen sehr umfangreich, mit "unter Niveau" hat das sicherlich nichts zu tun ... solche Texte und Vorträge benötigen Zeit und läßt sich nicht mal so nebenbei erledigen ;-) ... habe einen Link angeklickt um ihn anzuhören aber gemerkt, dass man sich da wirklich konzentrieren muss wenn man wirklich verstehen will, was dort gesagt wird (z. Bsp. bügeln usw. nebenbei ist da nicht angesagt ;-) ) zumindest wenn man kein Akademiker ist und man sich mit dieser Materie noch gar nicht beschäftigt hat. Für Sie, die Sie wohl Ihr ganzes Leben lang mit Fachliteratur zu tun hatten läßt sich so etwas sicherlich mit "links" erledigen ;-) aber ich verschiebe so etwas lieber in die Wintermonate wenn ich mehr Zeit habe und grabe diesen Link dann eventuell wieder aus ;-)

Maximin

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#134 Beitrag von Maximin » 23.09.2010, 12:55

:) Liebe Gaby,
der frühere Vorsitzende der SPD und Bundeskanzler Willy Brandt habe gesagt: "Der Weg zu höherer Gelehrsamkeit besteht im Einschränken der Informationsaufnahme." Also neuapostolisch oder Mitglied bei irgendwelchen evangelikalen Gruppen war der nicht. Und dümmlich auch nicht.

Der Mann hatte jedoch den Mut selber zu denken und das Ergebnis seines Denkens auch für andere aufzuschreiben. Nicht nur das. Brandt musste als Kanzler auch entscheiden und demgemäß handeln. Seine besondere Klugheit bestand wohl insbesondere darin, dass er sich mit vielen klugen Leuten umgab.

Man kann sich mit vielen aufgeschriebenen Denkmodellen auseinandersetzen und sich darum bemühen sie zu ergründen. Am Ende wird man sich jedoch zu bestimmten Fragen entscheiden müssen, um weise handeln zu können. Sich ent-scheiden ist ein schmerzhafter Prozess, wenn man sich nur mal an den Geburtsvorgang erinnert. Der CDU-Altkanzler H. Kohl kam für sein politisches Handeln zu dem Schluß "Es kommt darauf an, was hinten herauskommt."

Die Frage, ob ein Gott für die Erschaffung unseres denkbaren Universums entbehrlich ist, bleibt m. E. vorerst unbeantwortet. Wir werden es erleben. Übrigens auch Herr Cemper...! :mrgreen:
Liebe Grüße ins harzige Mittelgebrige vom Micha :wink:

Cemper

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#135 Beitrag von Cemper » 23.09.2010, 21:27

Maximin hat geschrieben:Die Frage, ob ein Gott für die Erschaffung unseres denkbaren Universums entbehrlich ist, bleibt m. E. vorerst unbeantwortet. Wir werden es erleben.:
Maximin -

über diese Aussagen können Theologen, Philosophen und Physiker - beachten Sie die Reihenfolge, sie ist bereits ein Problem - monate- oder gar jahrelang nachdenken. Es wäre zu klären, was mit "Gott" gemeint ist. Es wäre zu klären, ob Gott als "Erschaffer" oder Schöpfer "unseres denkbaren Universums" zu verstehen ist und ob er bzw. ein solches Verständnis evtl. entbehrlich ist. Dabei wäre dann auch zu klären, was eigentlich "unseres denkbaren Universums" heißt. Gibt es mehrere Universen - also noch andere neben dem von uns denkbaren? Und: Können wir unser Universum überhaupt denken? Am Rande: Ich kann es nicht. Sodann wäre zu bedenken: Das christliche Gottesverständnis "begreift" Gott als den Allmächtigen. Wenn wir nun Gott "nur" als Schöpfer "unseres denkbaren Universums" verstehen, dann stellt sich doch die Frage, ob er evtl. andere Universen auch bzw. nicht geschaffen hat - und das führt dann zur Frage nach seiner Allmacht. Ist sie vielleicht nur relativ? Kann es relative Allmacht geben?

Sehr gewagt ist Ihre Behauptung "Wir werden es erleben". Was heißt denn hier "es"? Werden wir Gott im Schöpfungsprozess "unseres denkbaren Universums" erleben?

Sie sehen - die Fragerei hört nicht auf. Deshalb sollten wir uns an den Schluss des Buches "Prediger" halten:

"Und über dem allen, mein Sohn, lass dich warnen; denn des vielen Büchermachens ist kein Ende, und viel Studieren macht den Leib müde. Lasst uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen. Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder böse."

Cemper

Gaby

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#136 Beitrag von Gaby » 24.09.2010, 07:58

>> Deshalb sollten wir uns an den Schluss des Buches "Prediger" halten:<<

Wie kommt es nur, dass ich nicht glauben kann, dass Sie sich selbst an diesen Rat halten werden ;-) ... erinnern Sie sich noch an die Geschichte
>>Der Fluß und der Wüstensand?<< http://www.glaubeundkirche.de/viewtopic ... &start=210
und, dass ich als ich die Geschichte las an Sie denken mußte und Ihnen dies per PN auch mitteilte?
Der Fluß als Symbol für "unseren" Foren-Cemper mit seinen vielen Fragen und Bedenken, die Wüste als Symbol für die vielen Bücher ....
letztlich bleibt uns nur zu vertrauen ... nicht mehr und nicht weniger ... da helfen auch noch so viele Bücher die wir studieren nicht ...

Cemper

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#137 Beitrag von Cemper » 24.09.2010, 08:10

Ja - ich erinnere mich. Ich stimme Ihnen auch zu, wenn Sie sagen: "Letztlich bleibt uns nur zu vertrauen." Ich darf Sie aber bitte darauf aufmerksam machen, dass Sie "letztlich" sagen und damit andeuten, dass es etwas vor dem Letztlichen gibt. Und in dieser Sphäre bewegen wir uns ... Übrigens geht es auch in diesem "Vorletzten" nicht ohne Vertrauen.

Gaby

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#138 Beitrag von Gaby » 24.09.2010, 08:47

>>Übrigens geht es auch in diesem "Vorletzten" nicht ohne Vertrauen.<<

Genauso ist es ... und das erspart einem viel Grübelei und eventuelle schlaflose Nächte ;-)

Maximin

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#139 Beitrag von Maximin » 24.09.2010, 09:03

:) Mein lieber Cemper,
darf ich Sie auf die allererste Frage aufmerksam machen die in der „biblischen“ Menschheitsgeschichte gestellt wird? Sie lautet gemäß 1. Mose, 3,1 so:„Ja sollte Gott gesagt haben….?“ Lassen wir mal offen wer diese allererste Frage gestellt hat. Für mich ist höchst interessant, dass überhaupt gefragt und eine Antwort gleich mitgeliefert wurde. Leider eine verhängnisvoll falsche Antwort. Frage und Antwort bedeuteten in diesem Fall, dass die vorherige sichere Geborgenheit aufgegeben wurde.

Bereits in der Sesamstraße heißt es: „Wer nicht fragt bleibt dumm.“ Wie soll ein kleines Kind erwachsen werden, wenn es nicht lernt Fragen zu stellen? Wie will ich Mensch Wissen ohne Zweifel und Erfahrungen erlangen? Hawking versucht auf wichtige Menschheitsfragen Antworten zu finden. Nur das muss man mir schon auch zugestehen: „Meine Fragen zu stellen und meine Antworten zu finden.“ Was tut´s, dass mir zur Beantwortung der „Gottesfrage“ die Bibel ausreicht.
Freundliche Morgengrüße vom Maximin :wink:
Zuletzt geändert von Maximin am 24.09.2010, 09:13, insgesamt 1-mal geändert.

Gaby

Re: Stephen Hawking: Kein Gott für das Universum nötig

#140 Beitrag von Gaby » 24.09.2010, 09:07

Übrigens eine etwas andere Geschichte zum "Vertrauen" ...

vielleicht könnte man hier die "Pfähle" als Symbol für die Bücher nehmen
... ein Pfahl, der einem dabei hilft seinen Glauben zu festigen ... kann wie man in der Geschichte sieht ganz praktisch sein ;-) ... sollte man trotzdem untergehen, hat uns Gott hoffentlich das Talent mitgegeben schwimmen zu können ;-)

Gottvertrauen

Drei Mönche sitzen in einem Boot und angeln.

Nach einer Weile gehen dem einen Mönch die Würmer aus. Er legt seine Angel zur Seite, schaut kurz zum Himmel und dann aufs Wasser. Er zieht seine Kutte etwas hoch, steigt aus dem Boot, läuft über das Wasser zum Ufer, wo er sich einige Würmer holt, um dann zurück über das Wasser zum Boot zu laufen und weiterzuangeln.

Nach einer Weile gehen dem nächsten Mönch die Würmer aus. Auch er legt seine Angel zur Seite, schaut kurz zum Himmel, dann aufs Wasser, zieht seine Kutte etwas hoch, steigt aus dem Boot, läuft übers Wasser zum Ufer, holt einige Würmer, läuft über das Wasser zum Boot zurück und angelt weiter.

Nach einer Weile gehen auch dem dritten Mönch die Würmer aus. Er legt seine Angel zur Seite, schaut kurz zum Himmel, dann aufs Wasser, zieht seine Kutte etwas hoch, steigt aus dem Boot und versinkt wie ein Stein.

Meint der erste Mönch zum anderen: "Gottvertrauen hat er ja ..."

"Ja, das hat er", meint der andere Mönch, "aber er weiß leider nicht, wo die Pfähle stehen."

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