NAK NRW: Der neuapostolische Bauchladen

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tergram

NAK NRW: Der neuapostolische Bauchladen

#1 Beitrag von tergram » 21.08.2010, 13:19

Die Mitglieder in NRW wurden kürzlich per Flyer - der Hinweis auf die Auslage desselben am Informationstisch im Foyer wurde nach dem GD gemacht - auf die saisonalen Sonderangebote des Verlag F. Bischoff und das SuBW-NRW aufmerksam gemacht:

Neben kleidsamen Basecaps, Anoraks und ähnlichen Überflüssigkeiten mit NAK-Logo in NAKblau wurde auf einen langen Schal hingewiesen, der (O-Ton) "sich insbesondere auf einem dunklen Anzug getragen sehr gut macht". Na ja, ob NAK-blau oder Schalke04-königsblau macht ja nur einen marginalen Unterschied, hier im Revier. Ist ja wohl inzwischen auch alles irgendwie dasselbe... Hauptsache, man ist Fan von irgendwas.

Ich erwarte daher mit großer Vorfreude das erste Foto eines NAK-ATs am Altar im schwarzem Anzug unter hübsch drapiertem NAK-Schal. Für den Ersteinsender lobe ich hiermit einen Preis aus - in NAK-blau, selbstverständlich.

Bild Chor bitte: Herr hilf mir, dass ich nicht verlier', was ich aus Gnad' empfangen...


Ergänzend wurde auf das Angebot des "Neuapostolischen Sozial- und Bildungswerks" hingewiesen. Das macht den apostelamtskörpergetriebenen Bauchladen erst so richtig komplett. Wer's nicht glauben kann, kommt hier mit großen Glaubensaugen zum Schauen:

http://www.nak-sbw.de/site/startseite/t ... r-2010.htm

Das fürsorgliche Angebot des Herrn Gebietskirchenpräsidenten und obersten Seelenhirten für Nordrhein-Westfalen, Armin Brinkmann, umfasst beispielsweise:
  • Progressive Muskelentspannung
    Beratungscafè
    Haushaltsführerschein
    Beratung in sozialen Fragen
    Schuldnerberatung, Verbraucherinsolvenz und Restschuldbefreiung - eine Einführung
    PC-Training für Senioren
    Progressive Muskelentspannung
    Nutze deine Fähigkeiten optimal für die berufliche Entwicklung!
    Bewerbertraining Modul 1 - die schriftliche Bewerbung
    Beratung in sozialen Fragen
    Fit für den Eignungstest?
    Bewerbertraining Modul 2 - Das Vorstellungsgespräch und der Eignungstest
Was daherkomt, wie das Sommerprogramm einer mittelmäßigen Volkshochschule in Kombination mit Peter Zwegat und der Arbeitsagentur dient - so hoffe ich innig - der Zubereitung der Brautgemeinde für's baldige Kommen des Herrn. Wenn ER dann zeitverkürzt erscheint, wird ER mich gewiss fragen, ob ich schon den Brinkmann'schen Haushaltsführerschein... und ob die progressive Muskelentspannung mit Armin...

Bild Chor bitte: "Wird das nicht Freude sein?"

tergram meint: Himmel, wo seid ihr Neuapostolischen hingekommen?

tergram

Re: NAK NRW: Der neuapostolische Bauchladen

#2 Beitrag von tergram » 21.08.2010, 16:14

Ja, die Fülle des Segensangebotes überrascht. Im üppigen Angebot fehlen nur die Tische der Geldwechsler und der Taubenhändler (Mt.21,12ff). Aber das kommt vielleicht noch. Im Rahmen der weiteren Voll-Endung.

Wem es noch am passenden Brett (vorm Kopf?) mangelt, kann sich hier bedienen: https://www.nak-nrw-shop.de/sonstiges/ Warum haben die keine Öllämpchen & Lampenöl, weiße Kleider und Augensalbe im Angebot? Na sowas! *kopfschüttel*

Es ist halt Sommerschlussverkauf am glaubenskommerziellen Wühltisch: Ökonomie statt Ökumene. Bild

shalom
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Re: NAK NRW: Der neuapostolische Bauchladen

#3 Beitrag von shalom » 04.09.2010, 20:38

Monatsrundschreiben für alle Amtsträger im Bezirksapostelreich Nordrhein-Westfalen hat geschrieben:
Neuapostolisches Profil (September 2010)

Liebe Brüder,
kürzlich wurde mir von einem Gespräch berichtet, in dem ein Amtsträger sich beklagte, dass unsere Kirche ihr Profil verlöre… .

Bekanntlich ist das Profil eines Autoreifens verantwortlich dafür, dass bei unterschiedlichen Straßenverhältnissen genügend Haftung, Kurvenstabilität und Sicherheit vorhanden ist.

Neuapostolisches Profil beschreibt, wer wir sind, welche Inhalte unsere Kirche hat, was wir wollen und was unser Ziel ist.
Merkmale unseres Profils sind:
- die Vermittlung und Wirksamkeit der Gabe des Heiligen Geistes,
- das Apostelamt und die damit verbundene Heilsvermittlung und Sündenvergebung,
- die Vorbereitung einer würdigen Braut Christi auf die Wiederkunft des Herrn,
- ein aktives Entschlafenenwesen.

[…]

Werte Monatsrundgeschriebene Amtskörper, liebe Konsumenten (AufnehmerInnen) und Profiln€tiker 8),

für Wirtschaftsapostel Brinkmann gehören zum Standardprofil auch noch die zu Pfingsten 2010 vom NaKi-Verein herausgegebenen zehn runderneuerten Glaubenspartikel . Aus ihnen geht unmissverständlich das Profil des runderneuerten Glaubens der kommandierenden Apostel hervor.

Wirtschaftsapostel Brinkmann hat außer dem allgemeingültigen NaK-NRW-Apostelimage („Kirchenprofil“) aber auch das persönliche Profil eines jeglichen Amtskörpers angesprochen:

Wie steht es, lieber Gottesknecht, mit deinem Profil:
- in der Mitarbeit und im Dienen?
- in der Nachfolge?
- im Opfer (Gebt Gott, was Gottes ist )?
- im Glauben?
- in der Aufnahme der Gesandten Jesu („Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf“)?
- im Hören des Wortes Gottes („Wer euch hört, der hört mich“)?
- in der Liebe („Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen“)?

Der nordrheinneuapostolische Amtskörper weiß aus dem StVO, dass es verboten ist, mit Reifen unterhalb einer vorgeschriebenen
Profiltiefe unterwegs zu sein und überträgt den StVO-Paragrafen auf das Glaubensleben der Brüder und Geschwister. Wer nicht genügend neuapostolisches Profil aufweist ist im Glaubensverkehr ein Sicherheitsrisiko wo Gott keine Sicherheit für na-amtliche Balanceakte gibt. Mit dick profilierten Wanderstiefeln ist schlecht balancieren :wink: .

In Folge mangelnder Profiltiefe ermahnt der Wirtschaftsapostel seinen verbeamteten Kirchenstaatsapparat, das von oben verordnete Apostelselbstbild zu beachten. Es ist das Sollprofil des Selbstprofis („Der von Jesus Christus gelegte Weg zum Heil in unserer Zeit“) !

Wenn Wirtschaftsapostel Brinkmann meint, dass sich sein Amtskörper heute nicht mehr um Gebötlein wie Kircheputzen, Karneval, Brunch, Discothek, Chor, Kino oder Theater kümmern soll und sich auch nicht mehr in die Glaubenslebensweisen der anvertrauten Geschwister einmischen soll (war die Botschaft des Teufels?), dann dürften die Heimbesucher in den Gemeinden so ziemlich wortkarg werden, da ihnen die eigenverantwortliche Sachkompetenz offiziell auch noch ganz schön beschnitten ist (rechtlich unselbständige Gemeinden). Die meisten subalternen Amtskörper unter Wirtschaftsapostel Brinkmann haben – trotz Selbstbildprofil - nicht den Status eines offiziellen Kirchensprechers, der befugt ist, Verlautbarungen des kirchenleitenden Amtes mitzuteilen“(MRS NaK-NRW September 2010).

Als Heimbesucher sind sie dafür umso mehr prädestiniert für glaubenskommerzielle VFB-Produkte auf dem apostelamtlichen Kaufhauskrabbeltisch zu werben oder auch EJT-Ladenhüter wie z. B. Schirme oder neue Glaubensproduktlinien wie z.B. den NaK-NRW-Onlineshop noch an das Geschwist zu bringen. Darüber hinaus können Heimbesucher die Produktlinie des aposteleigenen SBW-Vereins anpreisen, wo sogar der Haushaltsführerschein abgelegt werden kann. Das Sahnehäubchen der Heimbesucher neuer Glaubensschule dürften Optionsscheine an Seniorenresidenzen der aposteleigenen Service&Immobilien-Naktiengesellschaft darstellen. Auch könnten Jobs in der Mission ein dankbares Heimbesuchungsthema sein, vom Opfer, Erntedankopfer, Seniorenopfer, Kinderopfer, Sakristeiopfer sowie den nächsten Events und deren Sponsoring gar nicht zu reden… . Neuerdings macht der Solidarpakt für Apostelimmobilien von sich reden. Bei so einem Sortiment in der Produktpipeline des Wirtschaftsapostels dürfte die mangelnde Sachkompetenz des subalternen Amtskörpers (als Vertreter) den Konsumenten gar nicht auffallen.

Apropos Sachkompetenz der Amtsträger. Die Botschaftsblase war doch nicht wegen mangelnden amtskörperlichen Profils geplatzt. Wenn es nur danach gegangen wäre, wäre Jesus schon längst da gewesen. Vielmehr war die Bereifung von innen her (Karkasse) marode und hielt dem apostelamtlich überhöhten Druck nicht stand. Puff. Bischoff war quasi über Nacht ein Fall fürs „aktive Entschlafenenwesen:wink: . Und was nützt seitdem dem Gemeindwagen das tollste Profil, wenn die Reifen wegen Berstens immer noch platt sind. Viele Geschwister sind von der Art der Botschaftsaufarbeitung auch geplättet und die Kirchenleitenden Angestellten Gottes machen in Deutschland in etwa jede Woche eine Gemeinde platt (von der VFB-Druckerei gar nicht zu reden).

shalöm

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Re: NAK NRW: Der neuapostolische Bauchladen

#4 Beitrag von shalom » 08.09.2010, 11:53

[urlex=http://www.nak-nrw.de/aktuelles/berichte/100902_verwaltungsleiter-wechselt-in-ruhestand/][ = > Glaubensweltwirtschaftsapostel Brinkmann ][/urlex] hat geschrieben: Verwaltungsleiter wechselt in Ruhestand (02. September 2010)

Dortmund. Nach mehr als 17 Jahren an der Spitze der Kirchenverwaltung ist Horst Krebs nun aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden.

Maßgeblich beteiligt war Horst Krebs auch an der Gründung des Fördervereins der Neuapostolischen Kirche NRW, dem heutigen Hilfswerk „NAK-karitativ“.

Er ist Vorstandsmitglied der NAK Service Aktiengesellschaft sowie Geschäftsführer des Neuapostolischen Seniorenzentrums in Fröndenberg und Geschäftsführer des Neuapostolischen Seniorenzentrums in Oberhausen. Beide Geschäftsführer-Tätigkeiten wird der Bischof auch über seinen beruflichen Ruhestand hinaus wahrnehmen und der Kirche somit nicht nur als Bischof weiterhin erhalten bleiben.

[urlex=http://www.nak-nrw.de/aktuelles/kurznotiert/100908_neuer-verwaltungsleiter-in-dortmund/][ = > Glaubensweltwirtschaftsapostel Brinkmann ][/urlex] hat geschrieben: Neuer Verwaltungsleiter in Dortmund (08. September 2010)

Dortmund. Eberhard Dodt hat zum 1. September 2010 die Leitung der Verwaltung der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen übernommen. …Der Diplom-Kaufmann und Diplom-Ökonom ist seit 1984 für die Neuapostolische Kirche tätig und arbeitet in mehreren Projektgruppen der Neuapostolischen Kirche mit, beispielsweise in der Gruppe „Finanzstrategie International“.

Als Hauptabteilungsleiter in der Kirchenverwaltung war er seit 1993 verantwortlich für das Finanz- und Rechnungswesen der Kirche. Tätigkeitsschwerpunkte waren die Zusammenarbeit mit Banken und Versicherungen, Kapitalanlagen und Finanzplanung sowie Sonderprojekte im Sozialbereich. So ist er seit 2001 Vorstandsmitglied im Hilfswerk „NAK karitativ“. Seit Januar 2008 ist Eberhard Dodt außerdem Vorstandsmitglied der „NAK Service Aktiengesellschaft“.

Werte glaubenskommerziell tätige Präsidenten, Verwaltungsleiter, Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer sowie Doppelgeschäftsführer incl. Multi-Seelsorger 8),

bei soviel Segen aus dem internaktional strategisch finanzgeplanten Opfer kann ja alles nur wieder gut bleiben und Geschwister können es gut bleiben lassen… .

shalöm

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Re: NAK NRW: Der neuapostolische Bauchladen

#5 Beitrag von shalom » 10.09.2010, 20:44

[urlex=http://www.nak-koeln-ost.de/site/startseite/aktuelles/view-details-id-521.htm][ = > Unselbständiger Gebietskirchenunterbezirk Köln-Ost ][/urlex] hat geschrieben: Gemeinde im Leben – Ergebnisse (06.09.2010)

Für den Bezirk Köln-Ost ergeben sich folgende Veränderungen.
• Gemeinde Köln-Kalk, Köln-Poll und Köln-Mülheim fusionieren zur neuen Gemeinde Köln-Ost..

• Ein Teil der Geschwister aus der Gemeinde Köln-Poll werden auch mit in die Gemeinde Köln-Porz-Urbach integriert.

• Die Gemeinde Bergneustadt wird in die Gemeinde Gummersbach integriert

• Die Gemeinde Engelskirchen wird in die Gemeinde Wiehl-Bielstein integriert

Werte Fusionsvisionäre, liebe Fusionsleidtragende 8),

Gemeinde im Ergeben – Erlebnisse:mrgreen: .

Inwieweit die Erlöse aus den Immobilien der Apostel-Service-Aktiengesellschaft als rechtlich selbständige Eigentümerin für Pakistan geopfert werden oder ob sie dem Solidaritätspakt für Sakralimmobilienneubauten in glaubensstrukturschwachen Apostelzonenrandgebieten zugute kommen oder gar für Barmherzigkeit, SBW-Haushaltsführerscheine bzw. Billardtische für neuapostolisch Lettland herhalten müssen, bleibt diffus. Sicherlich wird von dem Immobilienerlös auch ein Teil selbstsegensreich in NaK-NRW-Seniorenwohnresidenzen investiert werden. Das apostelamtliche Glaubenswirtschaftswachstum mit Pep durch clevere Umschichtungen des Kapitals :wink: .

shalöm

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Re: NAK NRW: Der neuapostolische Bauchladen

#6 Beitrag von shalom » 11.10.2010, 16:55

Werte DiskursteilnehmerInnen,

die Opfertendenz ist in der NaK-NRW auch 2009 rückläufig. Die Landesversammlung hat am 21.06.2010 den Jahresabschluss 2009 formal „genehmigt“. Das Minus von 3,5% entspricht in etwa der Amtkörperabnahme von 3,8% (NaK-NRW-Info IV/2010 mit Opferbilanz 2009). Da die Anzahl der Glaubensfilialen („Gemeinden“) im gleichen Zeitraum sogar um 5,9% geschrumpft sind, fragt man sich schon, in welchen Kassen die Immobilienerlöse geopfert werden :wink: ? Und 2010 soll das Erntedankopfer an überreifen Gemeinden sogar noch größer ausfallen. So ein Segen aber auch.

533.000 € Opferfehlbetrag für 2009 hat Wirtschaftsapostel Brinkmann sterkrade aus den Opferrücklagen (Opfergeldspeicher Gottes) entnehmen lassen. Die Rücklagen Gottes mussten hierzu lediglich etwas "umgeschichtet" :mrgreen: werden, damit der Deal der Service-Aktiengesellschaft mit der privaten Gastronomie, dem öffentlichen Kindergarten und den Parkplätzen Gottes denn auch ins florieren kommt (neuer glaubenskommerzmaximierter Apostelmehrwertglaube) .

Wie gerade der brandaktuelle Bericht Gemeindefusion und Erntedank zeigt, hat die neu synthetisierte Kombigemeinde NaK-Bergheim buchaltärlich zwar zwei Evangelisten, vier Priester, sieben Diakone sowie knapp 290 Gemeindemitglieder, jedoch vermittelt das Galeriebild Nr. 24 von 79 schon den Eindruck, dass in der "Mehrzweckhalle Gottes" nur Platz für weitaus weniger Geschwister ist (dafür für einen „Jim Beamer“ zum „Wer wird Billionärspiel“ :mrgreen: ).

Prösterchen und Wohlfühlen

shalöm

Rene

Re: NAK NRW: Der neuapostolische Bauchladen

#7 Beitrag von Rene » 14.10.2010, 07:50

Hallo!

Opfereinnahmen und Mitgliederzahlen gehen zurück, der Gottesdienstbesuch ist rückläufig.

Und die Gehälter steigen.....
Personalkosten 2006: 3.46 Mio €
Personalkosten 2007: 3.4 Mio €
Personalkosten 2008: 3.26 Mio €
Personalkosten 2009: 3.7 Mio € (!!)

Runde 440.000€ mehr als 2008. Da weiss man wo der größte Teil der negativen 533.000€ geblieben sind.

Mal abgesehen davon das 3.700.000€ für eine 63-köpfige Verwaltung und einer Hand voll bezahlter Vollzeit-Seelsorger recht happig ist.

Naja, was solls. Mein Geld ist es ja nicht (mehr).

Gruß,
Rene'
Zuletzt geändert von Rene am 14.10.2010, 19:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: NAK NRW: Der neuapostolische Bauchladen

#8 Beitrag von Comment » 14.10.2010, 13:33

Wunsch - Wirklichkeit
Die Neuapostolische Kirche finanziert sich durch freiwillige und anonyme Spenden ihrer Mitglieder. Sie erhebt keine Kirchensteuern oder sonstigen Pflichtbeiträge. Ob oder wie viel jemand spendet, wird nicht kontrolliert. Die Mitglieder können sich entsprechend der biblischen Grundlage (Maleachi 3,10) am "Zehnten" orientieren.
schreibt die NAK-NRW in ihrem Bericht zum Jahresabschluß 2009

Bei näherem Hinsehen entpuppt sich die Opfer-Orientierungsmarke aus Maleachi (konkret: 10 % vom Einkommen) doch eher als Wunsch der Kirchenleitung an ihre Mitglieder.
Denn die Opfermarke, die sich für den Anteil derjenigen Mitglieder überschlägig errechnen läßt, die zu den 'treuen Gottesdienstbesuchern' zählen, ist doch weit davon entfernt; so um die 3,8 % (bzw. unter Einrechnung des Sonderopfers 4 %) ist wohl die durchschnittliche Wirklichkeit in der NAK-NRW-Welt!

Das zeigt die folgende Rechnung: Zum 31.12.2009 zählte die NAk NRW 86.320 Mitglieder lt. ihrer Homepage. Die Bezirksapostelversammlung Mitte 2010 in Do stellte fest, dass 30 % der Mitglieder die NAK-Gottesdienste regelmäßig besuchen. Gehen wir mal davon aus, dass diese es sind, die das Opfer einbringen, also in NRW 25.896 Mitglieder. Für diese Mitglieder errechnet sich unter Zugrundelegung der von den Erhebungsstellen für NRW mitgeteilten durchschnittlichen Einkommensgröße je Einwohner in 2008 - = 19.837 € verfügbares (!) Einkommen (Klick; für 2009 liegt noch keine Zahl vor! Sie dürfte aber höher sein.) - ein solches von insgesamt 513.698.952,00 €. Die NAK vereinnahmte 2009 an Opfergeldern lt. eigenen Angaben 19.300.938,00 €; das sind 3,76 % des Einkommens !!
Das SONDERopfer (das die NAK-Leitung als zusätzliches Opfer erwartet) ergibt noch zusätzlich 0,23 % - zusammen ergibt sich noch lange nicht die NAK-Leitungs-Erwartung!

Wohlgemerkt: hier wird von einem verfügbaren Einkommen der Menschen ausgegangen, s. dazu unten stehende Begriffsdefinition.

Unter diesen Umständen erscheint es doch verwunderlich (und mutig), dass die NAK-NRW im Zusammenhang mit ihrem Jahresabschluß ihre lehrmäßig vertretene Opfer-Marke (Maleachi 3,10) bekanntgibt.

Com.

Zum Begriff 'verfügbares Einkommen':

Vom verfügbaren Einkommen der Gesamtwirtschaft ist das privat verfügbare Einkommen der privaten Haushalte zu unterscheiden, das als Teil des Haushaltseinkommens nach Abzug von direkten Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen verbleibt.

shalom
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Re: NAK NRW: Der neuapostolische Bauchladen

#9 Beitrag von shalom » 23.10.2010, 08:13

[urlex=http://www.nak-bochum.de/site/startseite/berichte/view-details-rss-called-id-134.htm][ = > Unselbständiger NaK-NRW-Unterbezirk Bochum / ehemalige Gemeinde Kornhapen ][/urlex] hat geschrieben: Letzter Gottesdienst in Kornharpen (13.10.2010)

Mittwoch, den 29.09.2010 erlebten rund 196 Teilnehmer den letzten Gottesdienst in der Gemeinde

[urlex=http://muenster.nak-hp.de/site/startseite/berichte/rss-called-view-details-id-39.htm][ = > Unselbständiger NaK-NRW-Unterbezirk Bochum / ehemalige Gemeinde Emsdetten ][/urlex] hat geschrieben: „Zusammengehen auf Augenhöhe“(21.10.2010)

Emsdetten. Am Mittwochabend, 20. Oktober 2010, hielt Apostel Walter Schorr den letzten Gottesdienst im Kirchengebäude am Eisengraben in Emsdetten. Gleichzeitig erfolgte die Fusion mit der Gemeinde Greven-Reckenfeld. Dies ist ein Zwischenschritt im Hinblick auf die weitere Fusion mit der Kirchengemeinde Greven.

Loben und Danken / Letzter Gottesdienst in Emsdetten
Im Hinblick auf den letzten Gottesdienst brachte Apostel Schorr zum Ausdruck, dass Gott sich nun n i c h t mit seinem Segen von Emsdetten abwende und sich auch nicht aus dieser Stadt verabschiede. […] „Unsere Kinder und Jugendlichen erwarten eine verantwortungsvolle Betreuung durch die ehrenamtlichen Seelsorger“, sagte er.

Von den Emsdettenern sagte er, sie brächten nicht die Asche mit, sondern das Feuer der Begeisterung für Gott und sein Werk.

[urlex=http://www.emsdettenervolkszeitung.de/lokales/emsdetten/Entweihung-der-Neuapostolischen-Kirche;art954,1070007][ = > Emsdettener Volkszeitung ][/urlex] hat geschrieben: Zukunft ungewiss: Entweihung der Neuapostolischen Kirche (21.10.2010)

…In einem letzten Gottesdienst wurde die Kirche am Mittwoch entweiht. Auch wenn nun aus der Kirche wieder ein ganz normales Gebäude wird, "wird Gott aus diesem Gebäude nie ausziehen", war sich Walter Schorr in seinem Gottesdienst sicher.

Verkauf nicht ausgeschlossen
Vielleicht bleibt es sogar im Besitz der Neuapostolischen Gemeinde. Diese haben jedenfalls schon viele mögliche Ideen für die Räumlichkeiten. "So könnten die Musiker die Räume für Proben benutzen, Jugendliche sie zu Aufenthaltsräumen umbauen", erklärt Frank Thiel.

Sicher ist da allerdings nichts: "Auch einen Verkauf können wir leider nicht ausschließen."
Werte Entweiher und Profi-Profanierer, liebe Gotteshausverkäufer und all ihr lieben Verkauften 8),

Das „Aus drei mach eins“ (ein Vers von Stp. Wilhelm Lebers „Kauft I“) aus dem Munde der Vollzugsapostel klingt ähnlich wie das berühmte „Hexenaufeinmalkeins“ eines großen Dichters. Man fühlt sich von den Wortkirchenaposteln wie in eine Hexenküche geführt („Zusammengehen auf Augenhöhe“):
              • „Du musst versteh’n!
                Aus Drei mach Eins,
                Und Zwei lass geh’n,
                Und Eins mach gleich,
                So wirst Du reich.
                Verlier die Vier!
                Aus Fünf und Sechs,
                So sagt die Hex’,
                Mach Sieben und Gute Nacht,
                So ist's vollbracht:
                Und Neun ist in der Scheun,
                Und Zehn ist meins
                Das ist das Apostel-Aufeinmalkeins!“
Mich dünkt die Apostel sprechen im hohen Fusionsfieber und eine Stimme sagt: „Das ist noch lange nicht vorüber“ (da geht noch etwas ... zusammen) :wink: .

Eventuell sind die Fusionskollektoren nur weitere „Zwischenschritte im Hinblick auf die weitere Fusionierungen“ (Loben und Danken / Letzter Gottesdienst in xyz). Apostel Hacker Schorr (von der berühmten Privatglauberei) bringt zum Ausdruck, dass Gott sich nun nicht mit seinem Segen verabschiede, sondern dass die Fusion der Segen sei. Das dürfte Glaubensweltwirtschaftsapostel Brinkmann und seine Service-Aktiengesellschaft (wo die Immobilien Gottes gemanagt werden) übrigens ganz genau so sehen. Toller Service :mrgreen: .

Da predigt (oder war’s beim Profanieren) der Lichtausknipser: „Unsere Kinder und Jugendlichen erwarten eine verantwortungsvolle Betreuung durch die ehrenamtlichen Seelsorger“. Fusion vom Apostel geliefert wie von den Kindern und Jugendlichen bestellt (erwartet) :wink: .

Lieber Apostel, die Emsdettener haben nicht die Asche mitgebracht – das haben schon die Apostel erledigt, die den neuapostolischen Glauben „Fragen & Antworten“ so erfolgreich verascht hatten und nun vor Begeisterung von den Fusionierungen für Gott und seine werktätigen Apostel Feuer und Flamme sind. „…In unserer Kirche zeigt sich eine starke Überalterung. Die Gemeinden schrumpfen. Die Senioren haben eine hohe Verantwortung für die Atmosphäre in ihrer Gemeinde. Sie bestimmen wesentlich mit, welcher „Wind“ in der Gemeinde weht (Leipziger Allerlei aufgewärmt) .

Auch wenn nun aus der Kirche wieder ein ganz normales Gebäude wird, "wird Gott aus diesem Gebäude nie ausziehen", war sich Apostel Schorr in seinem Gottesdienst sicher (späterer Verkauf nicht ausgeschlossen). Das erinnert mich schon irgendwie an die Volkskomödie: „Der verkaufte Großvater:mrgreen: .

Aber vielleicht bleiben die Immobilen sogar im Besitz der Service-Aktiengesellschaft mit tollen Ideen für profanierte Räumlichkeiten wo Gott als Hausbesetzter noch irgendwo rumgeistert. So könnten Musiker die Räume für Proben mieten oder Jugendliche nunmehr ohne verantwortungsvolle Betreuung durch ehernamtliche neuapostolische Seelsorger zu ganz neuen Gotteserfahrungen gelangen :wink: .

Sicher ist da allerdings nichts: "Auch einen Verkauf können wir leider nicht ausschließen". Das ist der Stand der Dinge und eigentlich auch kein Wunder, denn die Immobile gehört nicht der rechtlich unselbständigen - und mitlerweile aufgelösten - Gemeinde, sondern der Service-Aktiengesellschaft :wink: . Vielleicht hat das Frank Thiel auch gewusst. Sicher ist sicher.

Den Leidtragenden mein Mitgefühl - shalom

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Re: NAK NRW: Der neuapostolische Bauchladen

#10 Beitrag von shalom » 05.11.2010, 21:10

[urlex=http://www.nak-nrw.de/aktuelles/berichte/101102_25-jahre-neuapostolische-schule-in-lissabon/][ = > Glaubensweltwirtschaftsapostel Brinkmann gibt bekannt ][/urlex] hat geschrieben: 25 Jahre neuapostolische Schule in Lissabon (02. November 2010)

Portugal/Dortmund. …Bezirksapostel Armin Brinkmann, Leiter der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen, nahm an den Feierlichkeiten als Gast teil.

Das Motto der "Escola Nova Apostolica" (Neuapostolische Schule) lautet: "Hier lernt man mit Freude, da man mit Liebe gelehrt wird".

Nachdem die Kirche zu Beginn finanzielle Unterstützung geleistet hat, trägt sich die Schule heute durch das Schulgeld der Kinder selbst.

          • Lissabonner Schule trägt sich selbst durch Schulgeld :wink:

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