Ist die die NAK reformfähig und reformwillig?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tergram

Ist die die NAK reformfähig und reformwillig?

#1 Beitrag von tergram » 19.08.2010, 09:10

Die Frage nach der Reformfähigkeit/-willigkeit (in) der NAK ergab sich ursprünglich aus dieser Diskussion:

http://www.forum.glaubensforum24.de/pos ... =19&t=1322

Hier ist nun Platz für die neue Diskussion.

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Loreley 61
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Re: Ist die die NAK reformfähig und reformwillig?

#2 Beitrag von Loreley 61 » 19.08.2010, 10:15

Danke tergram! Vielleicht kannst du auch noch etliche Beiträge nach hier verschieben, die im anderen Thread (wegen offtopic) eigentlich nichts zu suchen haben?


Hallo Cemper,

ich lese gerade, dass wir uns in einem Punkt wohl vollkommen einig sind: Die ZJ dürften niemals das "Prädikat" KdöR erhalten - wenn auch unsere Begründungen unterschiedlich sind. Ob man dies noch rückgängig machen kann? Vielleicht stimmen Sie mir auch zu, wenn ich behaupte, dass eine Verleihung dieser Bezeichnung an die ZJ, dieses "Gütesiegel" nur noch weiter nach unten negiert. Wertloser macht.(?)

Das die NAK dieses "Prädikat" trägt, ist sicherlich für die letzten 15 Jahre o.k.. Boy verstehe ich so, dass er meint, dass diese Bezeichnung in Hinblick auf die Kinderrechte/Kinderwohl vor 20, 30 oder 40 Jahren nicht hätte verliehen werden dürfen.(?) Hätten sich Staatsvertreter mal den Jugendfreund oder den "guten Hirten" angeschaut, sie wären dabei auf ähnliche Aussagen wie in "Erwachet" gestossen. Ich weiß leider nicht, seit wann die NAK dieses Prädikat besitzt. Anscheinend ist es mittlerweile ja so, dass es die Verbötlein in der NAK heutzutage nicht mehr gibt. Gut so - wenn mir dazu auch die notwendigen Erklärungen fehlen, wieso früher fast alles Sünde gewesen sein soll. Mit der Staatloyalität hatte die NAK auch nie Probleme. Sie passte sich immer der jeweiligen Regierung an, manchmal auch zu ihrem (späteren) Leidwesen. Mangelnde Kooperationsbereitschaft mit dem Staat, wie bei den ZJ, kann man ihr nun wirklich nicht vorwerfen.

Ich ahne langsam was Sie mir mit den neuap. RA und den Sektkorken zu vermitteln versuchten. Es sei Ihnen gesagt, dass ich noch nie in Erwägung gezogen habe, in irgendeiner Art gerichtlich gegen die NAK vorzugehen. Sicherlich gab es diese vielen, vielen "Einzelfälle" von Geschädigten der NAK-Lehre und sicherlich trat ich schon immer dafür ein, dass man dafür Erklärungen abliefert und sich entschuldigt. Das man die damaligen Geschehnisse aufarbeitet (auch die Botschaft) und nicht als harmlos abtut und sie einfach unter den Teppich kehrt. Jedoch sehe ich damalige, einfache AT`s nicht nur als "Täter". Sie waren ebenfalls Opfer - und Opfer verklagt man nicht. Dann müßte ich ja auch meine altvordere Verwandtschaft verklagen, die mir die kirchl. Lehre voll und ganz aufs Auge drückten. Nein - sie wußten es eben nicht besser, konnten sich nicht so umfassend informieren, wie wir es heute können. Klar, die Führung damals hat vieles verheimlicht und sie sind moralisch verantwortlich zu machen, aber damalige Eltern und "kleine" AT`s sehe ich da nicht so in der Verantwortung, zumal auch der Bildungsstand damals etwas niedriger anzusiedeln ist, als heute. Im Gegensatz zu ihren Einlassungen verbinden mich (seit ich Internet habe), viele lockere Freundschaften u.a. mit Nak`lern und AT`s - auch Rechtsanwälten.;-) Ich würde diese Verbindungen so beschreiben: Was sich liebt, dass neckt sich auch ab und zu.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
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Philippus

Re: Ist die die NAK reformfähig und reformwillig?

#3 Beitrag von Philippus » 19.08.2010, 10:24

Na, du bist aber lustig. Stellst eine Frage an den Anfang vom Fred und wartest, was passiert. Keine Einleitung, kein weiterer Kommentar, nur der Verweis auf eine bereits vorhandene Diskusssion im Nachbarthread. Und ich soll die jetzt lesen? - Nee, kenn ich doch schon alles. ...

Aber Spaß beiseite: Die NAK ist, wie sie ist, und sie wird auch immer so bleiben; jedenfalls solange es die NAK in dieser Form gibt, in der sie heute besteht. Manchmal glaube ich, die NAK würde in Stücke fliegen, wenn die KL wirklich an einer ökumenischen Zusammenarbeit mit anderen christlichen Kirchen interessiert wäre. Warum? Ich glaube, daß es in anderen Gebietskirchen, und nicht nur auf anderen Kontinenten, sehr viele sture und verstockte Herzen und vor allem leitende Amtsträger - um nicht zu sagen Apostel - gibt, die nach wie vor einzig die NAK als das wahre Volk Gottes, als Erstlinge und Überwinder sehen (wollen) - vom Sehen können gar nicht zu reden.

"Als Überwinder, als siegreiche Streiter ..." Der neuapostolische Gläubige hat zum Ziel, die Welt zu überwinden und dereinst erlöst bei Gott zu landen. Wie das aussehen soll, wann das sein darf und so weiter, weiß kein Mensch. Aber alle erwarten es sehnlichst. So sagt man.
(Manche nennen so was auch Avantgardismus) :wink:

Spricht man mit den betreffenden Menschen und beobachtet sie ein wenig, so bekomme ich den Eindruck, man fühle sich in der Wohlfühlgemeinschaft und Mitmachkirche recht gut aufgehoben; jeder hat so seine Aufgaben und tut was er/sie kann - oder auch nicht. Ein wenig Predigt , ein bißchen Singen, ein mehr oder minder langes Gebet und ein bißchen Kircheputzen, und hin und wieder ein Gemeindefest. Ach ja, wir sind zwar die Erlösten des Herrn, aber weil wir ja nun mal ökumenisch sein müssen und unsere AT das so wollen, ist natürlich jeder bei uns herzlich willkommen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann kann das ewig so weitergehen.
Wirklich Gedanken machen oder eine bzw. die Wahrheit suchen, um dieselbe kämpfen tun auch die wenigsten. Wofür auch? Wir haben doch Apostel, wir hören doch nur Gottes Wort. Unsere Brüder reden nur durch den Geist, und nächstens besucht uns der AP persönlich - welch ein Fest.
Ökumene? Ja, haben wir von gehört, aber ob das sein muß? Wir wollen doch eigentlich nur alle dabei sein, wenn der Herr kommt. Wofür sollen wir also etwas ändern an unserer Kirche? Wir folgen doch den Amtsträgern nach. Und wenn es sein muß, müssen wir noch nicht mal selber glauben.

Sehe ich alles zu negativ? Mag sein. - Ich bin nun auch seit Mitte des Monats (also eben erst) Mitglied der evangelischen Kirche. Im Zuge dieser Veränderung hatte ich mehrere Begegnungen mit Geistlichen, die mir sehr freundliche begegneten, aber in Bezug auf die NAK eher freundlich zurückhaltend waren: "NAK? Naja!!" - Die wissen auch Bescheid über die katholische Herkunft und die Exklusivität dieser Kirche, das Stammapostelamt, den Heilsanspruch des Apostelamtes, das Entschlafenenwesen, die Versiegelung und manches mehr. Und die wissen auch, wie sehr die NAK daran festhält und sich darauf versteift. Und warum sie das tut.

Wird die NAK jemals in der Lage sein, auf andere Glaubensgemeinschaften zuzugehen, Zugeständnisse zu machen? - Wird die NAK jemals fähig sein, apostolischen Gemeinden partnerschaftlich, chrlistlichen Gemeinschaften geschwisterlich zu begegnen (oder umgekehrt)?

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich sehe es nicht, kann es mir auch nicht vorstellen.

Liebe Grüße in die Runde

Frank

PS: Okayokay, Lory war dann doch schneller 8)

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Loreley 61
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Re: Ist die die NAK reformfähig und reformwillig?

#4 Beitrag von Loreley 61 » 19.08.2010, 11:03

Hallo Philippus,

theologisch sehe ich es wie du. Da wird sie kaum reformfähig sein und hat in der ACK folgerichtig auch (noch) nichts zu suchen. Geändert hat sich höchstens, was ich weiter oben beschrieb. Aber auch nicht ganz freiwillig, denn die Kritiker und Aussteiger haben enormen Druck verursacht. Man mußte die Zügel einfach etwas lockern, den Überdruck ablassen. Die neuen GA sprechen nicht gerade für Ökumenefähigkeit. Wenn sich Menschen mit Eintrittsgedanken beschäftigen, könnte ich einen Eintritt in die NAK nach wie vor bestimmt nicht empfehlen.

LG, Lory
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Knodel

Re: Ist die die NAK reformfähig und reformwillig?

#5 Beitrag von Knodel » 19.08.2010, 11:34

Gedanken zu Reform und Umkehr.

Mal aus katholischer Sicht.....

http://www.kath.net/detail.php?id=27810

tergram

Re: Ist die die NAK reformfähig und reformwillig?

#6 Beitrag von tergram » 19.08.2010, 12:40

Och nö, Knodel *grummel* - lass uns hier bitte bei der NAK bleiben. Wir können nicht auch noch die Reform-Themen der RKK abarbeiten. Für die RKK gibt's übrigens einen eigenen Thread.

Bitte hier nur zum Thema NAK, o.k.?

Knodel

Re: Ist die die NAK reformfähig und reformwillig?

#7 Beitrag von Knodel » 19.08.2010, 14:43

:P
Ooch komm.
Du weißt sicherlich in mir keinen speziellen Freund der RKK dazu ist mein Backround einfach nicht geeignet.
Dennoch passt jener Artikel aber ganz gut zum Thema und ersparte mir langes Schreiben um auch einmal eine gegenteilige Meinung anzubringen.
Vorab aber eine Frage. Um welche Reformen soll es detailliert gehen und wer möchte sie?
Reformen? Wenn sie Sinn machen aber immer doch.

tergram

Re: Ist die die NAK reformfähig und reformwillig?

#8 Beitrag von tergram » 19.08.2010, 14:51

Wir waren ja im Parallelthread von dem Brief der Hannoveraner an Herrn Dr. Leber ausgegangen. Der Antwortbrief ist wenig bis gar nicht befriedigend. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wie nun weiter? Auf nach Blankenese, zurück zu den Mauern von Osnabrück?

Viele haben die NAK inzwischen verlassen, weil sie davon überzeugt waren, dass alle Veränderungsbemühungen zum Scheitern verurteilt sind, weil sie auf Ebene der KL nicht wirklich gewollt sind. Andere leben (noch?) in der Hoffnung, mit genügend Engagement die Dinge positiv in Bewegung bringen zu können.

Darüber habe ich zur Diskussion eingeladen. Feel free.

Heinrich

Re: Ist die die NAK reformfähig und reformwillig?

#9 Beitrag von Heinrich » 19.08.2010, 15:14

Andere leben (noch?) in der Hoffnung, mit genügend Engagement die Dinge positiv in Bewegung bringen zu können.
Bon jour, tergram.

Das (noch?) kann man getrost ohne Klammern und Fragezeichen schreiben - denn es gibt sie tatsächlich noch, die engagierten neuapostolischen Christinnen und Christen.

Fakt ist aber auch, dass diese Spezies damit zu kämpfen haben, dass ihr Engagement auf Gemeinde- und vielleicht auch noch auf Bezirksebene immer schwieriger wird.

Und so kenne ich einige und ich zähle auch mich selbst dazu, die mehr und mehr die Lust an der NAK des Jahres 2010 verlieren…….

Gruss aus dem Süden,
Heinrich

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Andreas Ponto
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Re: Ist die die NAK reformfähig und reformwillig?

#10 Beitrag von Andreas Ponto » 19.08.2010, 15:22

Und bevor das so weiter geht, bin ich für eine bundes- wenn nicht gar europaweite Initiative:

"Vision 2010/2014 - JETZT!"

Diese Vision kommt von einem Bezirksapostel, wurde erfolgreich in Hannover/Niedersachsen eingeführt, wird im Moment in Mitteldeutschland eingeführt, bewirkt nachhaltige und durchweg positive Reformen und darf jetzt nicht ausgebremst werden.

Also muss diese umfassend von innen und aussen gepuscht werden.

Meine Meinung.

centaurea

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