Hannover: NAK-Mitteldeutschland - Gemeinden im Umbruch?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Knodel

Re: Hannover: NAK-Mitteldeutschland - Gemeinden im Umbruch?

#61 Beitrag von Knodel » 18.08.2010, 07:40

Gaby hat geschrieben:Knodel, woran machst Du es fest, ob ein Psychotherapeut vernünftig und kompetent arbeitet oder nicht?
In dem Artikel wird sich unter anderem auf Ausarbeitungen von Professor Dr. Sebastian Murken (Leiter der Arbeitsgruppe Religionspsychologie des FPP der Universitaet Trier, Bad Kreuznach), ter Horst Karl W., Alfred Kirchmayr u. Erwin Ringel, Eugen Drewermann, Moser Tilman bezogen ... ihres Zeichen alles Psychotherapeuten.
Sie arbeiten also Deiner Meinung nach alle nicht vernünftig und kompetent?
a
Da ich denke, Tilmann Moser ist für Dich der Stein des Anstosses in dem Artikel
noch ein Link ...
http://www.elke-endrass.de/pdf/interview_moser.pdf

Liebe Gaby,
nur ein paar kurze Worte, denn mein Terminplan ist voll.
Wenn ein Therapeut einem kranken Menschen helfen möchte, muß er zunächst erst einmal selbst mit sich und einem Problem (in diesem Fall sein ureigenstes religiöses Problem) im Reinen sein. Ist er das nicht, projeziert er sein eigenes Problem auf den Patienten. Durch die intensive Bindung an den Therapeuten während der Therapie werden dann diese ureigensten Probleme an den Patienten weitergegeben.
Eine solche Therapie kann durchaus über mehrere Jahre dauern und hängt auch von der Auslastung der Praxis ab. Am Dauertropf der Psychologen zu hängen ist heute keine Seltenheit mehr.
Einen Slapstick dazu gefällig?
Kleine Szene einer Büroehe
Mein ehemaliger Oberboss ist Psychologe in einer Klinik. Eines Tages lümmelte er wieder mal auf den Stühlen vor meinem Schreibtisch und trank seinen Kaffee.
Unvermittelt fragte ich ihn, ob ich nicht endlich wie alle anderen auch eine Therapie machen sollte.
Echtes Entsetzen entstellte sein Gesicht und er meinte: "Untersteh dich, ich komme sonst keinen Kaffee mehr trinken. Ich bin froh nach vielen Jahren im Beruf umgeben von Psychotikern und Neurotikern noch nicht ebenso krank zu sein. Dabei hilft mir der Kaffee bei dir."

Dir einen wunderschönen Tag wünschend
Knodel

Gaby

Re: Hannover: NAK-Mitteldeutschland - Gemeinden im Umbruch?

#62 Beitrag von Gaby » 18.08.2010, 08:59

>>Alle Kinder sind normal begabt; sie wachsen zumeist liebevoll betreut auf, werden früh zur Eigenständigkeit angeleitet, mit etwas Zwang in das kirchengemeindliche Leben integriert und zu einer positiven Sicht von Religion und Kirche angehalten.<<

Werter Cemper ... um bei Ihrem Beispiel mit dem Pastorenhaushalt zu bleiben. Religiöse Sozialisation geschieht ja wohl definitiv sehr unterschiedlich. Ich nehme an, der Pastorenhaushalt von dem sie schreiben gehört der Landeskirche an ... ist nicht evangelikal angehaucht oder sonst irgendwie fundamentalistisch ausgerichtet. Weiterhin zeigen die rot gefärbten Stellen in ihrem Satz, wo der Unterschied zu mancher neuapostolischen Erziehung liegt.
Die Kinder werden zur Eigenständigkeit angeleitet ... sie lernen von Anfang an, dass sie für sich selbst verantwortlich sind, ihren Neigungen und Bedürfnissen entsprechend ihr Leben gestalten können. Sicherlich gibt es in jeder christlichen Erziehung Moralitäten, die es zumindest als Kind gilt einzuhalten ... das deutet die Stelle "mit etwas Zwang in das kirchengemeindliche Leben integriert" an.
Dies etwas hört sich nicht nach psychischem Druck an.
In streng religiösen NAK Familien, in denen die Kirche den 1. Platz einnimmt im Leben, haben Kinder (zumindest früher) keine eigene Meinung vertreten dürfen. Sie hatten zu gehorchen ... nett, lieb, brav und angepasst ... das wurde erwartet. Ansonsten hatte man schon als Kind schlechte Karten ... das Schuldbewusstsein war ständig präsent mit dem Damokleschwert über sich "schlecht" und "sündig" zu sein und dem "himmlischen Vater" mit all seinen "Fehlern" die einem deutlich gemacht werden nicht zu genügen.
Und wie man sieht bei Ihrem Beispiel, trotz der sehr unterschiedlichen Entwicklung der Kinder (unter denen inzwischen zwei sind, die mit Gott nichts anfangen können) finden Familientreffen statt, auch wenn es immer wieder zu Streitereien, Diskussionen kommt (die wie Sie wissen in NAK geprägten Familien nicht unbedingt selbstverständlich sind, da man um des lieben Frieden willens lieber alles mit dem "Mantel der Liebe zudeckt" oder aber für die Zukunft den Kontakt mit sogenannten "Abtrünnigen" lieber generell meidet), die Familie hat sich nicht voneinander losgesagt ... sie sind und bleiben trotz allem eine Familie.
Man verliert sein soziales Umfeld nicht, nur weil man "anders" ist und seinen "Kinderglauben" abgelegt hat, als Erwachsener seinen eigenen Weg gefunden hat.

Außerdem habe ich den Eindruck, es soll "rüberkommen", aus sogenannten "Aussteigern" wäre "nichts geworden", sie sonnen sich in ihrer "Opferrolle" ... was immer man darunter versteht ...
Ich habe bei Quo Vadis nicht den Eindruck, dass diese Aussteiger mittlerweile nicht ihren Mann/ihre Frau stehen im Leben ... aber sie werden nicht müde auf die Mechanismen die teils in der NAK wirken hinzuweisen, darauf hinzuweisen, dass destruktive Religion den Menschen allgemein, besonders aber den Kindern schaden kann. Sie werden nicht müde zu erzählen, wie sich diese destruktive Religion auf sie ausgewirkt hat. Und sie werden nicht müde darauf hinzuweisen, dass es diese Mechanismen und diese Art der destruktiven Wortverkündigung auch heute noch gibt. Zusammengefasst ... sie versuchen die Menschen über Mißstände AUFZUKLÄREN ... nicht mehr und nicht weniger. Ohne dieses "anprangern" wäre die NAK nicht da wo sie heute ist. Jugendliche heute haben es in der Regel (sofern sie nicht Amtsträgerfamilien oder sonstigen 100% igen angehören und Vorbildfunktion haben) wesentlich leichter als damals ihren eigenen Weg zu gehen. Wie man heute oft nach der Konfirmation sehen kann ... früher hat man in der Regel früh geheiratet um wenigstens etwas sein eigenes Leben leben zu können.
Eine Möglichkeit alles etwas lockerer angehen lassen zu können ... der "Gruppenzwang" blieb aber trotzdem ... zumindest mit neuapostolischem Partner.

Zu den beiden NAK-Fällen die sie schilderten.
Ein schlechtes Elternhaus (prügelnder Vater) bedeutet ja nicht unbedingt, dass man der Kirche die Schuld dafür gibt. Hat man mit der Kirche und mit seinem Glauben an sich keine Probleme (die kommen ja oft erst , wenn man anfängt zu zweifeln, seinen Glauben hinterfragt ... weil man eventuell dem Ideal das in der Kirche vermittelt wird nicht entsprechen kann, dadurch ständig unter Druck lebt).
Als Sohn eines Bischofs hat man es als Jugendlicher schon einmal ungleich schwerer, ständig unter Beobachtung als Vorzeigefamilie, die Erwartungen an den Jugendlichen sind in der Regel hoch was das Engagement für die Kirche betrifft ... fängt man da an, an seinem Glauben zu verzweifeln, nützt auch das "ordentliche" familiäre Umfeld nichts. Vielleicht noch Sensibilität mit in die Wiege gelegt bekommen, nicht gelernt Probleme auszudiskutieren ... religiöse schon mal gar nicht ... schließlich hinterfragt man nicht was ein AT sagt), Schuldgefühle, die dann vielleicht in Depressionen enden ... man sieht keinen Ausweg mehr ...

Noch einmal zum Spiegel ... das Gegenüber ist nicht DIE NAK ... das Gegenüber ist in den Foren der Leser, der die Beiträge liest ... sich Gedanken darüber macht und vielleicht als einzelner weil er eben über den Tellerrand seines kirchlichen Alltags einmal hinausgeschaut hat manche Mechanismen erkennt, seine Lehren daraus zieht und gegensteuert ... sein eigenes Verhalten, seine eigene Sicht zu manchen Dingen ändert, immer mehr hinterfragt. Je mehr das werden umso besser ...

Vielen Kritikern, Aussteigern wird es vielleicht nicht leicht fallen die NAK NAK sein zu lassen, weil er/sie innerhalb der Familie immer wieder damit konfrontiert sein wird. Aus den Augen aus den Sinn gestaltet sich somit sehr schwierig ... einige schaffen es, andere nicht ... ganz vergessen wird man die Zeit in der NAK wohl nie können, denn man ist nun einmal geprägt von dieser Zeit ... sie hat einen mit zu dem gemacht, der/die man geworden ist ... sie hat einen mit "geformt" ... nun kann man diese Form mit den Jahren etwas verändern, trotzdem bleibt ein Teil dieser "Form" immer erhalten.

So und jetzt ist mein Bedarf an NAK Gedanken erst einmal wieder gedeckt ... sie sagten schon, es bringt nichts endlos zu diskutieren ... irgendwann dreht man sich nur noch im Kreis ...

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Loreley 61
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Re: Hannover: NAK-Mitteldeutschland - Gemeinden im Umbruch?

#63 Beitrag von Loreley 61 » 18.08.2010, 09:11

@Cemper,

ich habe mir gerade mal die UN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut kurz durchgelesen. Ein wirklich gutes Papier.


http://www.spiritproject.de/theday/kinderrechte.html
Dort lese ich:

Artikel 19 [Schutz vor Gewaltanwendung, Mißhandlung, Verwahrlosung]

Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs-, Sozial- und Bildungsmaßnahmen, um das Kind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung, Schadenszufügung oder Mißhandlung, vor Verwahrlosung Oder Vernachlässigung, vor schlechter Behandlung oder Ausbeutung einschließlich des sexuellen Mißbrauchs zu schützen, solange es sich in der Obhut der Eltern oder eines Elternteils, eines Vormunds oder anderen gesetzlichen Vertreters oder einer anderen Person befindet, die das Kind betreut.

Nun möchte ich Ihnen kurz davon berichten, was ich vor einiger Zeit an der Haustüre von den Zeugen Jehovas in die Hand gedrückt bekam. Es war nicht der Wachturm, sondern ein anderes Heft dieser Gemeinschaft. Ich schau mal, ob ich es noch habe. Jedenfalls war dort zu lesen, dass man Kinder bei Ungehorsam körperlich zu züchtigen habe. Man bezog sich dabei auf diverse Bibelstellen.

Meine Frage an Sie: Müßte der Staat nicht, sofern er von solch religiösem Schrifttum Kenntnis gewinnt und die Kinderrechte ernst nimmt, sofort regelnd eingreifen? Sprich: Solches Schriftgut einziehen, einstampfen und unter Androhung von Bußgeld den Verantwortlichen auf die Finger schauen und für die Zukunft solche Aussagen verbieten???

Würden Sie, wenn sie so ein Heftchen in die Hand bekommen, die Behörden informieren? Wären wir Bürger nicht sogar dazu verpflichtet - zum Wohle der Kinder?

Falls ich dazu komme, möchte ich später noch auf andere Punkte der Kinderrechte - und wie sie leider in der Praxis von rel. Gem. oft umgangen werden - eingehen.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Gaby

Re: Hannover: NAK-Mitteldeutschland - Gemeinden im Umbruch?

#64 Beitrag von Gaby » 18.08.2010, 09:14

Knodel ... nur kurz ... ich muss jetzt los ...

http://www.elke-endrass.de/pdf/interview_moser.pdf

diesem Interview entnehme ich, dass Moser bezüglich seines Gottesbildes durchaus im Reinen ist.
Er glaubt mittlerweile nicht mehr, dass es Gott überhaupt gibt ... aus dem Grund spielt Gott in seinem Leben keine Rolle mehr.
Er versucht aber als Therapeut nicht anderen seine Sicht überzustülpen, sondern versucht sie ein "erträgliches" Gottesbild für sich selbst finden zu lassen, gibt vielleicht Denkanstösse dazu. Schliesslich kennt er sich mit der Materie ja bestens aus ;-) und wird als Psychiater auch wissen, dass es nicht gut ist, jemandem seinen Glauben gänzlich auszureden.
Nun, ich habe keine Erfahrungen mit Psychiatern und hoffe auch niemals welche in Anspruch nehmen zu müssen ... aber für manchen ist der Beruf des Psychiaters wohl eine segensreiche Tätigkeit ;-)

Liebe Grüße

Gaby

Cemper

Re: Hannover: NAK-Mitteldeutschland - Gemeinden im Umbruch?

#65 Beitrag von Cemper » 18.08.2010, 11:40

@ Gaby

Sie haben angedeutet, dass wir nicht endlos diskutieren sollten. Ich stimme Ihnen zu und sage abschließend: Nach meinem Eindruck ist es auf dem hier diskutierten Gebiet so, wie es im Leben oft ist. Die Verhältnisse sind nicht nur so oder nur so - also nicht nur schwarz oder weiß. Selbstverständlich gibt es schwierige Fälle und Leidensdruck mit ursächlichen Bezügen zu einer Kirche (hier der NAK). Ich bleibe aber bei dieser Ansicht: Es muss immer der Einzelfall geprüft werden. Dabei kann sich zeigen, dass wir es mit inakzeptablen Verhaltensweisen von Vertretern einer Kirche zu tun haben. Es kann sich ferner zeigen, dass solche Verhaltensweisen in bestimmten kirchlich-institutionellen Umgebungen besonders "gedeihen". Bei der Prüfung der Einzelfälle kann sich aber auch zeigen, dass aus mehr oder weniger alltäglichen Problemlagen ein Riesenbrimborium gemacht wird. Es ist doch offensichtlich so, dass es Menschen gibt, die ein Leben lang darüber klagen, dass in der Kindheit oder Jugendzeit dies und das und jenes nicht richtig war und zu Schäden geführt hat, die doch nun bitte von der großen weiten Welt zur Kenntnis genommen werden sollen. Und schließlich wird sich auch zeigen, dass es Menschen gibt, von denen umgangssprachlich gesagt wird, dass sie "einen Knall" haben - und das zeigt sich dann in endlosem Anklagen und "Vorführen" einer Religionsgemeinschaft oder irgendeiner anderen Institution. Diese Leute brauchen Hilfe. Es ist - wie gesagt - alles differenziert zu betrachten. Ich habe vor einiger Zeit zwei Mails bekommen. In der einen Mail schimpfte und fluchte jemand über die NAK, dass ich etwas besorgt um den Gesundheitszustand dieses Menschen war. In einer anderen Mail schrieb mir ein neuap. Hochschullehrer (Naturwissenschaftler), dass er gern mit Herz, Seele und Verstand neuapostolisch sei und sich an den Forumsdiskussionen wegen der Schimpfereien nicht mehr beteiligen würde.

Vielleicht interessiert sie das:

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_ ... _2958.html
http://www.glaubenskultur.de/artikel-151.html
http://www.confessio.de/cms/website.php ... ebnis.html

Der Autor des Artikels (erster Link) - Hemminger - ist der Mann, der in Süddeutschland Gespräche ACK-NAK geführt hat.

@ Loreley

Zu Ihrer Frage, ob der Staat, sofern er von solch religiösem Schrifttum (der Zeugen Jehovas) Kenntnis gewinnt und die Kinderrechte ernst nimmt, sofort regelnd eingreifen und solches Schriftgut einziehen, einstampfen und unter Androhung von Bußgeld den Verantwortlichen auf die Finger schauen und für die Zukunft solche Aussagen verbieten müsse, kann ich Ihnen keine "abschließende Antwort" geben.

Nach § 1631 BGB ist die körperliche Züchtigung von Kindern verboten (in Frankreich ist es übrigens anders).

Ohne Kenntnis der erwähnten Schrift kann ich Ihnen nicht sagen, wie das, was Sie andeuten, rechtlich zu bewerten ist. Ich schlage Ihnen vor, dass Sie sich in dieser Angelegenheit an einen neuap. Rechtsanwalt wenden und mit ihm die Frage erörtern, ob Sie bei einer Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten. Ich würde Ihnen eine Staatsanwaltschaft empfehlen, an der neuap. Staatsanwälte tätig sind. Die Dienst- und Privatadressen einiger neuap. Rechts- und Staatsanwälte kann ich Ihnen geben.

Mit diesen neuap. Juristen könnten Sie dann auch gleich die Frage diskutieren, wie die von sog. Aussteigern und Kritikern beklagten schrecklichen Vorfälle strafrechtlich verfolgt werden können. Vielleicht ist es ja möglich, einige Amtsträger der Neuap. Kirche ins Gefängnis zu verfrachten. Dann wäre endlich Ruhe im Karton und in dem Forum Quo Vadis könnten zunächst die Sektkorken knallen - und dann könnte für die Finanzierung von Resozialisierungsmaßnahmen der Übeltäter nach der Strafverbüßung gesammelt werden. Vielleicht finden Sie auch einen Bildzeitungsreporter, der für eine Schlagzeile sorgt: "Apostel im Gefängnis. Greift der Himmel ein?"

Ich wünsche Ihnen guten Erfolg und bin mit besten Empfehlungen
Ihr Heinrich Cemper

Gaby

Re: Hannover: NAK-Mitteldeutschland - Gemeinden im Umbruch?

#66 Beitrag von Gaby » 18.08.2010, 12:42

Ja danke für die Links, besonders für den Hemminger ... er zeigt ganz deutlich auf wo die "Gefahren" liegen können ...

>>Die Lage für "Sektenkinder" ist also keineswegs hoffnungslos. Wenn wir das Problem weder verharmlosen noch aufbauschen, und wenn wir den Integrations- und Vermittlungskräften unserer Gesellschaft etwas zutrauen, werden sie ihre Wirkung entfalten.<<

Für Integration und Vermittelung sollte sich die Gesellschaft als Ganzes verantwortlich fühlen ... nicht nur in Bezug auf christliche Sondergruppierungen, sondern auch in Bezug auf andere Religionen.
Etwas weniger Berührungsängste wären da wohl generell wünschenswert.

P.S. Etwas ganz anderes ... haben wir centaurea und tergram in die Flucht geschlagen :shock: :?: Irgendwie habe ich beim Hemminger etwas davon gelesen, dass man sich in neuapostolischen Kreisen dringend die Konfliktfähigkeit erarbeiten soll :wink: ... Handtuch werfen gilt nicht ...

Cemper

Re: Hannover: NAK-Mitteldeutschland - Gemeinden im Umbruch?

#67 Beitrag von Cemper » 18.08.2010, 13:32

Gaby hat geschrieben:Ja danke für die Links, besonders für den Hemminger ... er zeigt ganz deutlich auf wo die "Gefahren" liegen können ... Für Integration und Vermittelung sollte sich die Gesellschaft als Ganzes verantwortlich fühlen ...
Bitte sehr. Schreiben Sie der Gesellschaft mal einen Brief und fordern Sie die Gesellschaft auf, sich verantwortlich zu fühlen. Die Adresse kennen Sie ja. Harz. Postfach.
Gaby hat geschrieben: Etwas ganz anderes ... haben wir centaurea und tergram in die Flucht geschlagen :shock: :?
Das weiß ich nicht. Ich war an keiner Schlägerei beteiligt; so etwas liegt mir fern. Vielleicht sind die beiden am Mittelmeer oder im Rheinland - keine Ahnung. Wahrscheinlich sind sie irgendwann wieder da. Vielleicht im Advent oder Ostern oder Pfingsten.

Cemper

PS: Wo ist eigentlich Randnotiz? Der ist doch hier registriert - und man hört nichts.

Matula
Beiträge: 1574
Registriert: 16.11.2007, 09:48

Re: Hannover: NAK-Mitteldeutschland - Gemeinden im Umbruch?

#68 Beitrag von Matula » 18.08.2010, 13:43

Cemper hat geschrieben:@ Gaby

Sie haben angedeutet, dass wir nicht endlos diskutieren sollten. Ich stimme Ihnen zu und sage abschließend: Nach meinem Eindruck ist es auf dem hier diskutierten Gebiet so, wie es im Leben oft ist. Die Verhältnisse sind nicht nur so oder nur so - also nicht nur schwarz oder weiß. Selbstverständlich gibt es schwierige Fälle und Leidensdruck mit ursächlichen Bezügen zu einer Kirche (hier der NAK). Ich bleibe aber bei dieser Ansicht: Es muss immer der Einzelfall geprüft werden. Dabei kann sich zeigen, dass wir es mit inakzeptablen Verhaltensweisen von Vertretern einer Kirche zu tun haben. Es kann sich ferner zeigen, dass solche Verhaltensweisen in bestimmten kirchlich-institutionellen Umgebungen besonders "gedeihen". Bei der Prüfung der Einzelfälle kann sich aber auch zeigen, dass aus mehr oder weniger alltäglichen Problemlagen ein Riesenbrimborium gemacht wird. Es ist doch offensichtlich so, dass es Menschen gibt, die ein Leben lang darüber klagen, dass in der Kindheit oder Jugendzeit dies und das und jenes nicht richtig war und zu Schäden geführt hat, die doch nun bitte von der großen weiten Welt zur Kenntnis genommen werden sollen. Und schließlich wird sich auch zeigen, dass es Menschen gibt, von denen umgangssprachlich gesagt wird, dass sie "einen Knall" haben - und das zeigt sich dann in endlosem Anklagen und "Vorführen" einer Religionsgemeinschaft oder irgendeiner anderen Institution. Diese Leute brauchen Hilfe. Es ist - wie gesagt - alles differenziert zu betrachten. Ich habe vor einiger Zeit zwei Mails bekommen. In der einen Mail schimpfte und fluchte jemand über die NAK, dass ich etwas besorgt um den Gesundheitszustand dieses Menschen war. In einer anderen Mail schrieb mir ein neuap. Hochschullehrer (Naturwissenschaftler), dass er gern mit Herz, Seele und Verstand neuapostolisch sei und sich an den Forumsdiskussionen wegen der Schimpfereien nicht mehr beteiligen würde.

Vielleicht interessiert sie das:

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_ ... _2958.html
http://www.glaubenskultur.de/artikel-151.html
http://www.confessio.de/cms/website.php ... ebnis.html

Der Autor des Artikels (erster Link) - Hemminger - ist der Mann, der in Süddeutschland Gespräche ACK-NAK geführt hat.

@ Loreley

Zu Ihrer Frage, ob der Staat, sofern er von solch religiösem Schrifttum (der Zeugen Jehovas) Kenntnis gewinnt und die Kinderrechte ernst nimmt, sofort regelnd eingreifen und solches Schriftgut einziehen, einstampfen und unter Androhung von Bußgeld den Verantwortlichen auf die Finger schauen und für die Zukunft solche Aussagen verbieten müsse, kann ich Ihnen keine "abschließende Antwort" geben.

Nach § 1631 BGB ist die körperliche Züchtigung von Kindern verboten (in Frankreich ist es übrigens anders).

Ohne Kenntnis der erwähnten Schrift kann ich Ihnen nicht sagen, wie das, was Sie andeuten, rechtlich zu bewerten ist. Ich schlage Ihnen vor, dass Sie sich in dieser Angelegenheit an einen neuap. Rechtsanwalt wenden und mit ihm die Frage erörtern, ob Sie bei einer Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten. Ich würde Ihnen eine Staatsanwaltschaft empfehlen, an der neuap. Staatsanwälte tätig sind. Die Dienst- und Privatadressen einiger neuap. Rechts- und Staatsanwälte kann ich Ihnen geben.

Mit diesen neuap. Juristen könnten Sie dann auch gleich die Frage diskutieren, wie die von sog. Aussteigern und Kritikern beklagten schrecklichen Vorfälle strafrechtlich verfolgt werden können. Vielleicht ist es ja möglich, einige Amtsträger der Neuap. Kirche ins Gefängnis zu verfrachten. Dann wäre endlich Ruhe im Karton und in dem Forum Quo Vadis könnten zunächst die Sektkorken knallen - und dann könnte für die Finanzierung von Resozialisierungsmaßnahmen der Übeltäter nach der Strafverbüßung gesammelt werden. Vielleicht finden Sie auch einen Bildzeitungsreporter, der für eine Schlagzeile sorgt: "Apostel im Gefängnis. Greift der Himmel ein?"

Ich wünsche Ihnen guten Erfolg und bin mit besten Empfehlungen
Ihr Heinrich Cemper



Cemper, nichts für ungut, Sie schreiben einmal wieder ausgemachten Blödsinn !

Tut mir leid mein Freund, wenn ich das mal so salopp zum Ausruck bringen muss.

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Loreley 61
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Re: Hannover: NAK-Mitteldeutschland - Gemeinden im Umbruch?

#69 Beitrag von Loreley 61 » 18.08.2010, 13:46

Cemper, habe ich jetzt irgendwie einen empfindlichen Nerv bei Ihnen getroffen, oder erscheint mir ihr Beitrag ungerechterweise nur etwas "seltsam"? Ich verstehe Ihren plötzlichen Einwand mit neuap. Rechtsanwälten usw. nicht wirklich, denn darum ging es in meinem letzten Beitrag überhaupt nicht. Sehr wohl kenne ich einige recht gut. Vielleicht reicht ja auch meine ansonsten recht gute Auffassungsgabe nicht, um Ihrer Polemik zu folgen? Oder war es eher so als Ablenkungsmanöver gedacht? Wie Gaby schon andeutete, wir drehen uns nur im Kreis und von daher widme ich mich jetzt lieber meiner völlig unakademischen Hausfrauenarbeit, die ja auch erledigt sein will. Fühlen Sie sich also durch mich nicht weiter gestört, oder genervt. :roll: :wink:

Und bleiben Sie gesund und munter
Hochachtungsvoll, Ihre Loreley (die Unechte) :D
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Cemper

Re: Hannover: NAK-Mitteldeutschland - Gemeinden im Umbruch?

#70 Beitrag von Cemper » 18.08.2010, 13:53

@ Loreley - sehr schön, gehen Sie in die Küche. Und wenn Sie Zeit und Lust haben, denken Sie über das nach, was ich Ihnen geschrieben habe. Vielleicht kapieren Sie es. Ich bin zuversichtlich.

@ Matula - ich weiß, ich schreibe Blödsinn. Aber trotzdem vielen Dank für Ihre Aufklärung. Schreiben Sie doch mal was Gescheites. Ansonsten eine ganz andere Frage: Wie reden Sie eigentlich mit mir? Hatten Sie keine gute Kinderstube?

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