Wir haben eine Verabredung mit Euch

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tergram

Re: Wir haben eine Verabredung mit Euch

#11 Beitrag von tergram » 14.07.2010, 10:15

Ja Hannes, als Erwachsener kann man darüber lachen - oder von mir aus auch innig daran glauben. Hier geht es aber um Kinder. Um Kinder!

Möglich, dass gleich jemand um die Ecke biegt, der mir erklärt, dass die Kids heutzutage keine Unschuldslämmer mehr sind und sich auf dem Schulhof per Handy Videos angucken, bei denen mir die Spucke wegbliebe. Das mag sein. Aber der Jenseits-Geistesmüll der NAK wird von Seelsorgern (nochmals ganz langsam: Seel - sorgern) verbreitet, die in der NAK als Verkünder des Wortes Gottes verstanden werden. Das ist kein Spaß.

Hieß es nicht anläßlich der BezAp-Konferenz in Nizza, dass alle Aussagen und Lehren der NAK ihren konkreten Rückhalt in der Bibel haben müssen? Schön. Man zeige mir die Stelle, in der das Entschlafenen(un)wesen der NAK beschrieben wird.

"Wenn ich nicht durch Zeugnisse der Schrift ... überzeugt werde..." Martin Luther

Cerebron

Re: Wir haben eine Verabredung mit Euch

#12 Beitrag von Cerebron » 14.07.2010, 11:17

Werte Tergram,

schreiben Sie das mal Benedikt XVI als Replik auf seine Enzyklika Spe Salvi:
Spe Salvi hat geschrieben:48. Noch ein Motiv muß hier Erwähnung finden, weil es für die Praxis christlichen Hoffens Bedeutung hat. Wiederum schon im Frühjudentum gibt es den Gedanken, daß man den Verstorbenen in ihrem Zwischenzustand durch Gebet zu Hilfe kommen kann (z.B. 2 Makk 12, 38- 45; 1. Jahrhundert v. Chr.). Die entsprechende Praxis ist ganz selbstverständlich von den Christen übernommen worden, und sie ist der Ost- und Westkirche gemeinsam. Der Osten kennt kein reinigendes und sühnendes Leiden der Seelen im "Jenseits", wohl aber verschiedene Stufen der Seligkeit oder auch des Leidens im Zwischenzustand. Den Seelen der Verstorbenen kann aber durch Eucharistie, Gebet und Almosen "Erholung und Erfrischung" geschenkt werden. Daß Liebe ins Jenseits hinüberreichen kann, daß ein beiderseitiges Geben und Nehmen möglich ist, in dem wir einander über die Grenze des Todes hinweg zugetan bleiben, ist eine Grundüberzeugung der Christenheit durch alle Jahrhunderte hindurch gewesen und bleibt eine tröstliche Erfahrung auch heute.
Gruß
C.E.

Dieter

Re: Wir haben eine Verabredung mit Euch

#13 Beitrag von Dieter » 14.07.2010, 11:46

"Wenn ich nicht durch Zeugnisse der Schrift ... überzeugt werde..." Martin Luther
Brauchtum und religiöse Übungen sind nicht gleichbedeutend mit dem Evangelium. So als Randnotiz bemerkt.

shalom
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Registriert: 11.12.2007, 16:41

Re: Wir haben eine Verabredung mit Euch

#14 Beitrag von shalom » 14.07.2010, 12:30

Werte DiskursteilnehmerInnen,

da machen also Kinder unter der Anleitung des neuapostolischen Lehrkörpers „Blind Dates:wink: . Mit wem hatten sie sich denn wo verabredet und wie waren sie auf überhaupt diese schaurige Idee verfallen? Eine Brücke macht doch keine Verabredung. Alles sehr zeugenumwölkt.

Wenn der Apostelamtskörper schon von seiner eigenen Botschaft vorgibt keine Ahnung zu haben, dann beunruhigt es mich schon, wenn dieser Kindern einimpfen lässt, dass sie „Blind dates“ mit Toten machen sollen.

shalöm

tergram

Re: Wir haben eine Verabredung mit Euch

#15 Beitrag von tergram » 14.07.2010, 13:36

„Lasst uns stille werden!“, rief Stammapostel Leber im Vorbereitungsgottedienst den Gläubigen zu, „damit wir die Stimmen und das Rufen aus der jenseitigen Welt auch hören.“

Sollte ich je Stimmen und Rufe aus dem Jenseits hören... :roll: Ich bin für das Diesseits in meinem kleinen Leben verantwortlich und habe damit - weiß Gott! - genug Mühe. Das Jenseits überlasse ich herzlich gern und zuständigkeitshalber Gott.

"Rufe aus dem Jenseits..." Werter Herr Dr. Leber, ich bitte um weniger religiöse Hysterie, mehr gesunden Menschenverstand und nüchterne Betrachtung. Wenn man von etwas keine Ahnung hat, was bei diesem Thema in der Natur der Sache liegt, schadet es nicht, klar zu sagen "wir wissen es nicht". So weit waren wir doch schon einmal, oder?

James Butler S.

Re: Wir haben eine Verabredung mit Euch

#16 Beitrag von James Butler S. » 14.07.2010, 13:57

tergram hat geschrieben:„Lasst uns stille werden!“, rief Stammapostel Leber im Vorbereitungsgottedienst den Gläubigen zu, „damit wir die Stimmen und das Rufen aus der jenseitigen Welt auch hören.“
Das ist nichts als Anleitung zum puren Spiritismus.

tergram

Re: Wir haben eine Verabredung mit Euch

#17 Beitrag von tergram » 14.07.2010, 14:11

Ja. Nur ohne Tischrücken. :evil:

James Butler S.

Re: Wir haben eine Verabredung mit Euch

#18 Beitrag von James Butler S. » 14.07.2010, 14:13

tergram hat geschrieben:Ja. Nur ohne Tischrücken. :evil:
Darum aber nicht weniger gefährlich, weniger schädlich (nicht nur für "junge Seelen"), weniger unbiblisch, weniger anti-christlich ....

simpel

Re: Wir haben eine Verabredung mit Euch

#19 Beitrag von simpel » 14.07.2010, 14:41

Über den "Tellerrand" geschaut:
Fast alle Bücher zeigen, wie wichtig beim "Umgang" mit dem Thema Tod die vertrauensvolle Beziehung zu anderen Menschen ist. Kinder in fiktiven Geschichten mit dem Thema Tod zu konfrontieren, bedeutet in jedem Falle, ihre Fragen zu provozieren und dabei u.U. auch Angst und Unsicherheit auszulösen.
(Fettung durch mich)
Quelle

Nur mal so...

Cerebron

Re: Wir haben eine Verabredung mit Euch

#20 Beitrag von Cerebron » 14.07.2010, 15:34

@Dieter:

Was ist "die Schrift"? Was steht darin? Warum? Was steht nicht darin? Warum?

Beispiel: Ist die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin Teil dessen, was Sie "das Evangelium" nennen? Warum? Immerhin enthalten die frühesten Belege des Johannesevangeliums gerade diese Geschichte nicht, und in späteren Belegen wird sie mit "Ungewissheitsmarkierungen" versehen. Klick Heutzutage gilt sie als integraler Bestandteil des Johannesevangeliums, vielleicht weil sie so zu Herzen gehend ist. Aber ist sie deshalb authentisch?

Wir können hier doch nicht so tun, als sei "die Bibel" oder "das Evangelium" gleichsam in Stein gemeißelt vom Himmel gefallen. Nur weil etwas in der jetzigen gedruckten Bibel steht oder nicht steht, ist daraus doch nicht zu folgern, dass es zu glauben oder nicht zu glauben wäre. Jeder Text bedarf der Würdigung, der Auslegung, der Analyse.

Auch nur mal so, als Randnotiz.

Gruß
C.E.

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