Zeitzeugenwolken

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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Re: Zeitzeugenwolken

#61 Beitrag von shalom » 15.07.2010, 23:09

42 hat geschrieben:Aber Herr Shalom, was haben Sie denn da = > U F O – ONLINE / Zum Geleit Ausgabe 14, 20. Juli 2010 fuer einen Verweis angegeben?

Oder reagiert "man" beim Verlach so schnell auf Ihre Beitraege? :mrgreen:
Werter 42,

keine Sorge. Beim Verlach – ein Tendenzbetrieb (schrumpfende Tendenz) mit Tendenzliteratur zur tendenziösen Apostelberichterstattung – wird das Ding unter dem neuen Geschäftsführer, Hirte Jürgen Kramer, durchgezogen. Schon die bisherigen Einschnitte machen deutlich, dass der Hirte nicht umhin kommen wird, „Kosten“ zu reduzieren (sozial verträglicher Personalabbau innerhalb der nächsten 5 Jahre, auch "Stammherdenschrumpfung" genannt).

Bezüglich des Linkes bitte ich noch eine kleine Weile um Geduld. UFO-Online modelt die Adressen kurz nach dem Erscheinen nochmals um. Spätestens dann müsste der link auch funktionieren. Bis dahin können Sie sich aber damit trösten (mit der Bitte um Versöhnung) :wink: .

shalöm

shalom
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Re: Zeitzeugenwolken

#62 Beitrag von shalom » 15.07.2010, 23:16

Werte DiskursteilnehmerInnen,

Stammapostel Dr. Leber scheint nach dem neuapostolischen Schmidt-Dogma „wir schweigen“ urplötzlich eine neue Passion entdeckt zu haben, „dass es eine Forderung des Evangeliums ist, miteinander zu reden“. „ Jesus sagt im Matthäus-Evangelium: »Sündigt aber dein Bruder an dir, so gehe hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein ...« Oder an anderer Stelle: »Darum: Wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass dort vor dem Altar deine Gabe und gehe zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder ...« Ich leite daraus ab, dass es notwendig ist, in Konflikten das Gespräch zu suchen. Das darf man auch nicht auf die lange Bank schieben. Als Apostel Kuhlen und andere einen Brief verfassten, in welchem sie ihre Sicht darlegten und dabei gleichzeitig an die Öffentlichkeit gingen, war es für eine sachliche Klärung zu spät. „Zu spät“ – ein gottesdienstlich berühmt gewordenes Wort.

Spiegelt man die Lebersche Ableitung seiner „Gedanken zur Versöhnung“ am Text stellt man folgendes fest:
Matthäus 18, 15ff überliefert das Verhalten gegen sündigende Brüder - Gemeinschaft in Jesu Namen : „15.) Sündigt aber dein Bruder an dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Hört er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16.)Hört er dich nicht, so nimm noch einen oder zwei zu dir, auf dass alle Sache bestehe auf zweier oder dreier Zeugen Mund. 17.) Hört er die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Zöllner oder Heiden. 18.) Wahrlich ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein“.

Gerade in diesem Text erkenne ich den Schritt an die Öffentlichkeit, von dem Stammapostel Dr. Leber meint schreiben zu müssen, dass dann eine sachliche Klärung zu spät wäre. Wie jetzt? Bleibt Kuhlen und mit ihm all die damals Ausgeschlossenen gemäß stammapostolischer Bindegewalt ewig gebunden?

In Matthäus 5,23 wird vom Umgang mit dem Opferkult und den Widersachern berichtet: „23.) Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und wirst allda eingedenk, dass dein Bruder etwas wider dich habe, 24.) so lass allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm und opfere deine Gabe. 25.) Sei willfährig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf dass dich der Widersacher nicht dermaleinst überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und wirst in den Kerker geworfen. 26.) Ich sage dir wahrlich: Du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest“.

Wenn ich nun versuche, Stammapostel Dr. Lebers „Ableitung“ :mrgreen: geistlich zu folgen, dann dürften er und seine Vorgängerstammapostels zumindest die letzten 50 Jahre dem na-amtlichen Opferkult nicht korrekt vorgestanden haben :wink: . Das könnte die Schrumpfung erklären. Und all die bisherigen Dialogbemühungen der damals Ausgeschlossenen sind bislang an der steinernen Mauer des Dogmas „wir schweigen“ abgeprallt, am na-amtlichen Nichtwissen chancenlos gescheitert und am 4.12.2007 war über den Ausgeschlossenen nochmals ein Kübel von Anzüglichkeiten ausgegossen worden.

Welche Rolle glaubt denn Stammapostel Dr. Leber selber einzunehmen (im Spiegel des Wortes)? :mrgreen:

shalöm

42

Re: Zeitzeugenwolken

#63 Beitrag von 42 » 15.07.2010, 23:33

Wenn ich nun versuche, Stammapostel Dr. Lebers „Ableitung“ :mrgreen: geistlich zu folgen, ...
Das muessen Sie differenziert betrachten, shalom.

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evah pirazzi
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Re: Zeitzeugenwolken

#64 Beitrag von evah pirazzi » 15.07.2010, 23:40

shalom hat geschrieben: ...Spätestens dann müsste der link auch funktionieren. Bis dahin können Sie sich aber damit trösten ...
Mir ist noch etwas anderes aufgefallen, der Stap schreibt unter anderem:

...Ich komme zurück auf die Frage: Welche Fehler sind dabei gemacht worden? Darauf gibt es eine einfache Antwort: Man hat zu wenig miteinander geredet! Allen Dokumenten und Berichten ist zu entnehmen, dass ein intensiver Gedankenaustausch über die unterschiedlichen Auffassungen nicht stattfand. Man hat rückblickend eher den Eindruck, dass sich beide Seiten aus dem Weg gegangen sind. Dadurch kam es zu einer Parteienbildung innerhalb der Kirche und dieser Graben wurde immer tiefer. Welche Seite dabei möglicherweise die größere Schuld trifft, will ich gar nicht untersuchen. Von diesem Freund-Feind-Denken sollten wir Abstand nehmen...

Es ist ja grundsätzlich gut, dass er sich überhaupt dem Thema nähert, aber mich dünkt, er hat die Dokumente nicht wirklich genau studiert, sonst müsste er zu einem anderen persönlichen Eindruck kommen, als dass sich beide Seiten aus dem Weg gegangen sind und somit "quasi" beide Schuld an dem Dilemma trifft (die aber gar nicht untersucht werden soll).

Möge er noch einmal genau nachlesen, denn Ap Kuhlen hat - so wie ich es in Erinnerung habe - das Gespräch mehrfach gesucht, allerdings ohne nachhaltigen Erfolg. Und - man weiß ja auch um die nervlich- und altersbedingten "Ausbrüche" J.G. Bischoffs - die sogar der treue Adlatus Ap Drave im Infoabend 2007 hochoffiziell dokumentiert hat.

Also, immer schön bei den Fakten bleiben - gilt auch für der Baps ihren Staps.

:wink:
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Re: Zeitzeugenwolken

#65 Beitrag von agape » 16.07.2010, 09:14

evah pirazzi hat geschrieben:....aber mich dünkt, er hat die Dokumente nicht wirklich genau studiert, sonst müsste er zu einem anderen persönlichen Eindruck kommen,....
Hallo Evchen ;) ,

Du möchtest aber jetzt nicht wirklich der interessierten, liebreizenden Forengemeinde mitteilen,
dass Du tatsächlich davon ausgehst, dass "er" (Leber) oder sie (Baps) nicht Bescheid wüssten. ;)

Mit terchram antworte ich wahrscheinlich wie immer,
dieses :arrow: hier

Es möge doch bitte hier niemand so naiv sein, davon auszugehen, dass "da" irgend jemand "etwas nur nicht geschnallt" oder "nicht besser gewusst haben" könnte!
Das war Kinderglaube von dereinst.
Bei der KL (und diverse (Unter)Gruppen zu "Strategie, Kommunikation, Finanzen, Organisation", etc)
passiert so gut wie nichts zufällig.

Im Forum sind Mediziner, Mathematiker, Musiker, Forscher, Physiker und Programmierer, höhere Verwaltungsbeamte, Menschen mit div. Sozial- und Heilberufen und, und, und. (das nur wirklich am Rande!).
Aber deswegen auch: Nur weil man selbst nicht so "seltsam bis tragisch" drauf ist, heißt das eben nicht, dass andere es nicht trotzdem sind. Auch wenn dieser Gedanke in Bezug auf eine Glaubensgemeinschaft schwer auszuhalten ist. Besonders wenn diese immer wieder von sich behauptet das "Werk Gottes" zu sein.
Pardon an alle, aber das musste unbedingt noch mal sein. :- )

Lieben Gruß,
agape

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Re: Zeitzeugenwolken

#66 Beitrag von evah pirazzi » 17.07.2010, 00:22

agape hat geschrieben: Hallo Evchen ;) ,

Du möchtest aber jetzt nicht wirklich der interessierten, liebreizenden Forengemeinde mitteilen,
dass Du tatsächlich davon ausgehst, dass "er" (Leber) oder sie (Baps) nicht Bescheid wüssten. ;)
aga-pepe,

nein, das wollte ich der interessierten(?), liebreizenden(!) Forengemeinde so nicht mitteilen. Ich wollte nur ganz bescheiden auf eine subversiv eingeschobene Verdrehung der Tatsachen aufmerksam machen.

Du hast natürlich Recht, "sie wissen Bescheid" - jedoch speziell beim Stap habe ich immer wieder den Eindruck, dass er sehr erfolgreich für sich selber Tatsachen so zurechtbiegen und -drehen kann, bis er diese sich selber glaubt und dann relativ überzeugend in der Öffentlichkeit vorträgt. Er hat sich diese Fähigkeit irgendwie angewöhnt - so scheint es - wie sollte er auch sonst vor sich selber bestehen können? Er würde doch irre werden.

Nichtsdestotrotz kann man wohl immer wieder - zwar erfolglos, wie du schon ganz richtig bemerkt hast - aber unverändert optimistisch auf diverse Missstände hinweisen. Es bereitet ja auch - bei aller offensichtlicher Sinnlosigkeit - ein wenig Vergnügen, gell?

:wink:
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Re: Zeitzeugenwolken

#67 Beitrag von agape » 17.07.2010, 08:41

evah pirazzi hat geschrieben:
.... "sie wissen Bescheid" - jedoch speziell beim Stap habe ich immer wieder den Eindruck, dass er sehr erfolgreich für sich selber Tatsachen so zurechtbiegen und -drehen kann, bis er diese sich selber glaubt und dann relativ überzeugend in der Öffentlichkeit vorträgt. Er hat sich diese Fähigkeit irgendwie angewöhnt - so scheint es - ...
Ja, ;) das gehört ganz sicher zu den Kernkompetenzen, wenn man als Kirchenpräsident unterwegs ist.
....wie sollte er auch sonst vor sich selber bestehen können? Er würde doch irre werden.
Das ist eben ein ganz tragisches menschliches Kapitel, was das ALLES mit einem (konkret mit ihm) selbst macht. Und im Zuge der Nächstenliebe, und das "sich-sorgen-um-andere" ist es natürlich auch ganz schrecklich, zu beobachten, wie ver-rückt manche dabei auch werden, weil sie sich stets ver-rücken und somit verrückt machen.
Aber allen - und besonders ihnen gilt: Nur die Wahrheit macht euch frei. Da gibt es keinen Weg drum herum.
Nichtsdestotrotz kann man wohl immer wieder - zwar erfolglos, wie du schon ganz richtig bemerkt hast - aber unverändert optimistisch auf diverse Missstände hinweisen. Es bereitet ja auch - bei aller offensichtlicher Sinnlosigkeit - ein wenig Vergnügen, gell?
[/quote]

Ganz allgemein meine ich,
Aufklärung ist notwendig und ist die EINE Sache -
pers. Vergnügen ist eine andere,
und der Umgang mit einer permanenten offensichtlichen Sinnlosigkeit macht auch vielen schwer zu schaffen, wie mir scheint.
Im Grunde hoffe und wünsche ich, dass sich keiner dabei zerreibt und seine gute Hoffnung da hinein investiert, wo diese nichts bewirken kann. Ein System hat seine eigenen Gesetze und es macht mit Menschen, die sich diesem unterwerfen im besten und im schlimmsten Falle "Systemopfer" und "Systemtäter".

Ich sehe das Problem auch glasklar in der RKK. Da hoffen Tausende Menschen auf eine Reform:
- ach wenn jetzt der Kurt Koch den Walter Kasper ablöst... der könnte doch.....
- ach, wenn es bald einen neuen Papst gäbe, der könnte doch...
- ach, wenn wir demnächst die Kommunion im GD verweigern, dann müssten sie doch...

usw.

ALLES QUARTSCH MIT SOßE!
pardon.




Liebes Wochendgrüßchen,
agape

:wink:
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

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Re: Zeitzeugenwolken

#68 Beitrag von evah pirazzi » 18.07.2010, 17:42

[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
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Re: Zeitzeugenwolken

#69 Beitrag von agape » 18.07.2010, 17:47

evah pirazzi hat geschrieben:Quatsch mit Soße?

:wink:
da haste aber ein Bild ausgegraben... :lol:

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Re: Zeitzeugenwolken

#70 Beitrag von shalom » 24.07.2011, 22:00

Werte Zeitzeugenumwölkte, liebe Zeitzeugenzeugende 8),

bereits am 12.7.2008 hatten sich Stammapostel Leber und Bezirksapostel Brinkmann auf eigenen Wunsch mit den Zeitzeugen der VAG in Düsseldorf zu vereinsgeschichtlichen Sondierungen getroffen (= > CID) :wink: .

shalöm

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