Zeitzeugenwolken

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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Zeitzeugenwolken

#1 Beitrag von shalom » 01.07.2010, 23:03

[urlex=http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitzeuge][ = > Wikipedia ][/urlex] hat geschrieben: Zeitzeuge

Als Zeitzeugen bezeichnet man eine Person, die einen historischen Vorgang selbst miterlebt hat.

Die Geschichtswissenschaft sieht Zeitzeugen als eine Art von historischen Quellen an, die ebenso kritisch wie andere Quellen und nur im Zusammenhang mit anderen Quellen auszuwerten sind. Eine bestimmte Methode, die Oral History, betont die Bedeutung gerade von weniger prominenten Zeitzeugen.

Die Glaubwürdigkeit eines Zeitzeugen ist – wie bei Zeugen allgemein – abhängig von der zeitlichen und räumlichen Nähe vom Vorgang (unmittelbare Anwesenheit am Tatort oder nur vermittelte Kenntnis), von seinem sachlichen Verständnis des Vorgangs (z. B. bei juristischen Verhandlungen) und vom Interesse an einer bestimmten Interpretation des Vorgangs… .

Lutz Niethammer und Harald Welzer haben auf die Schwierigkeiten der Methode mündlicher autobiografischer Erzählungen für die historische Rekonstruktion besonders hingewiesen.

Das Selbstbild älterer Zeitzeugen beeinflusst die Erinnerung so stark, dass sie objektiv Falsches selbst glauben.

Zeitzeugen nutzen die Kommunikationsmöglichkeit eines Gespräches gerne für Nebenabsichten aus, geschickte Zeitzeugen bauen ihren einstudierten Text zu einer Botschaft für die Späteren um.
Werte DiskursteilnehmerInnen,

sich selbsterfüllende Prophezeiungen und Selbstbilder sind ja durchaus nichts ungewöhnliches, zumal die heutigen Apostel von Jesus persönlich auch nichts Schriftliches vorzuweisen haben. Stattdessen gibt es zum einen die Urevangelien, die Urapostelbriefe, die Uroffenbarung sowie die Urapostelgeschichte und zum anderen die neuapostolische „Fortschreibung des Evangeliums“, die neuapostolische Botschaftsoffenbarung, die Briefe der „neuapostolischen Kirchenväter“ und sogar die „Apostelgeschichte 38-55“ (inzwischen vom Dachverband zumindest aus dem virtuellen Glaubensverkehr gezogen) . So munter kann es mitunter unter lauter Neuapostolismen zugehen, wenn diese an der Glaubensverkehrserziehung durch neuapostolische Apostel mit Hilfe von Apostelgeschichten und sonstigen Botschaften rumwerkeln.

Zeuge vom Hörensagen ist, wer dasjenige berichtet, was ein anderer ihm aufgrund seiner Wahrnehmung kundtat.

Ein Sonderfall der Ohrenzeugen sind Knallzeugen, die einen (Verkehrs-)Unfall nicht beobachtet haben, sondern sich erst in dem Moment umgedreht haben, als es „geknallt“ hat. Sie behaupten aber oft im Nachhinein, den Unfall gesehen zu haben. Ihre Aussage ist dabei in der Regel nicht nur wertlos, sondern kann das erkennende Gericht sogar bei der Wahrheitsfindung behindern.
In Deutschland erfolgt die Vernehmung des Zeugen in der Regel durch den Richter und nicht durch die Parteien…
(Wikipedia).

Kommen wir zum Thema: Die Heilige Schrift sagt aus, dass die Erde in sechs Tagen geschaffen wurde. Würde man diese Angabe wörtlich verstehen…“ - (Ergänzende Ausführungen zu unserem Verständnis der heiligen Schrift) -, so könnte man glauben, dass all die menschenähnlichen Vorformen (Prototypen Gottes), die es zuvor gegeben haben mag, also nicht mit einer unsterblichen Seele ausgestattet waren. Daher brauchen neuapostolische Brüder und Geschwister am kommenden Entschlafenengottesdienst zumindest an diese „Zeugen der Vergangenheit“ auch keine Regung verschwenden (der Stammapostel im „Kreuzverhör“ :mrgreen: ) .

Zeugen nach dem Hörensagen“ sind auch all die vielen subalternen neuapostolischen Amtskörper hinter den Altären, die als sprechende Münder im Auftrage ihres Senders, des gerade jeweils amtierenden Apostels, Gott ihre Stimme leihen.

Und selbst über das Niveau von „Knallzeugen“ dürften viele der, von der Apostelpresse vorgeführten „Zeitzeugen“ nicht hinauskommen. Schon in der „Urkirche“ hatte es öfters geknallt. Geknallt hatte es auch bei der Botschaft, dem Gottesurteil, dem Schweigedogma - und dessen Entdogmatisierung sowie dem Usterabend. Als einen Knaller schlechthin entpuppen sich die jüngst veröffentlichten Stammapostelmemoiren aus der Feder Fehrs, Vers für Vers, Kapitel für Kapitel.

In einer reinen Apostelkratie (wie sie im NaKi-Dachverband par excellence herrscht), wo nur die Apostel als kirchenrechtlich selbständig definiert sind, ist „Gewaltenteilung“ ohnehin nicht vorgesehen. Befangenheitsanträge laufen da ins Leere der Apostelglaubenslehre und die Wahrheitsfindung durch Zeitzeugenbefragung bleibt alleinige Sache der Medien der Apostelpartei und deren Selbstjustizapostel.

Über die Länge der Zeit ist unter den Händen der BaVi-Apostel schon ein regelrechtes Zeitzeugendurcheinander entstanden.

Jetzt taucht noch eine weitere Frage an die Zeugen der neuapostolischen Epochen auf: Wie sind die na-amtlichen Berichte über das erste Menschenpaar, über die Urkirche, über die neuapostolische Apostelgeschichte (fortgeschriebenes Evangelium) im Ratschlussplan einzuordnen? Meine Antwort: Die Heilige Schrift sieht heute den Menschen grundsätzlich als ein mit einer unsterblichen Seele ausgestattetes Wesen an. Der Zeitpunkt, wann die ersten mit Selbstkritik ausgestatteten Amtskörper auftraten, lässt sich wissenschaftlich nicht bestimmen, denn die Apostel als das von Gott gegebene wiederaufgerichtete Amt (das Gnade schafft), ist wissenschaftlicher Forschung nicht zugänglich.

Auch dieser Bericht mag selbstbildhafte Elemente von Amtskörpern enthalten, ich rate aber dazu, nicht zu sehr zu analysieren, was apostelwortwörtlich und was apostelselbstbildhaft zu verstehen ist. Das führt in der Apostelnachfolge nicht weiter.

Noch eine abschließende Bemerkung: Der Zeitzeugenkomplex, den ich hier angeschnitten habe, ist für die Erreichung des Glaubensziels der Apostel nicht entscheidend. Aber die Apostel wollen von ihren Nakademikern einen klaren Standpunkt vertreten haben. Es ist nicht nötig und auch nicht sinnvoll, Apostel in Widerspruch zu unwissenschaftlichen Zeitzeugenerlebnissen zu bringen.

Empfangt dies mit herzlichen Grüßen

Euer, Euch zeitzeugender shalom

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Re: Zeitzeugenwolken

#2 Beitrag von shalom » 03.07.2010, 08:34

[urlex=http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16810/][ = > N A K I – D A C H V E R B A N D ][/urlex] hat geschrieben:
Geschichtspapier wird aus dem Internet entfernt (14.06.2010)

Zürich. Die Ausarbeitung „Die Neuapostolische Kirche in der Zeit von 1938-1955. Entwicklungen und Probleme“ nimmt die Neuapostolische Kirche vom Netz. Stammapostel Wilhelm Leber begründet das mit seinem Willen, ein „weiteres Zeichen der Versöhnung“ zu setzen.

Auch dem Vorwurf, er hätte Zeitzeugen zu wenig Raum für ihre Aussagen eingeräumt, war das Kirchenoberhaupt durch zwei ausführliche Zeitzeugenbefragungen entgegen getreten.

Hintergrund: Zu Weihnachten 1951 verkündete der damalige Stammapostel Johann Gottfried Bischoff, dass Jesus Christus zu seiner Lebenszeit wiederkommen werde. Diese Verkündigung ist unter dem Begriff „Botschaft“ geläufig. Der Stammapostel führte sie auf eine persönliche Offenbarung Jesu Christi zurück. Damit erhielt sie eine besondere Autorität und Verbindlichkeit. Stammapostel Bischoff starb am 6. Juli 1960.

In Verbindung stehende Nachrichten:
- Zeitzeugen schildern ihre Sicht über die Jahre 1938 bis 1955 (21-10-08 10:51)

- Neuapostolische Zeitzeugen der Jahre 1948-1955 befragt (10-06-09 17:00)

Werte Versöhner, liebe „zu Versöhnende“ 8),

als Zeitzeuge bemühe ich mich, den Apostelamtskörper dort abzuholen, wo er jeweils stehen geblieben ist:

Die von der AG Geschichte ausgearbeitete Gesamtschau über die Jahre 1938-1955 bleibt für den Auftraggeber (NaKi) nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der eigenen Geschichtsaufarbeitung und daher wird das Geschichtspapier – vom Stammapostel nonchalant griechisch-mythologisch als „Zankapfel“ bezeichnet – aus dem Internetverkehr gezogen (öffentliche Krokodilstränen) .

Im konkreten Fall sind durch das Oberhaupt des Dachverbandes also selbst "Zeitzeugen" mit „zwei ausführlichen Zeitzeugenbefragungen“ ausreichend gewürdigt worden. Als Zeitzeuge der Gegenwart kann ich mich noch gut an die Züricher Informationssendung über die Epoche 1938- 1955 erinnern, die aus dem Naki-Kommunikationscenter per Satellit an die Konsumenten ausgestrahlt worden war. Noch am 04.12.2007 war darin unter dem Punkt 2 des Stammapostelmenüs verlautbart worden, dass die Arbeitsgruppe (die den Auftrag der NaKi ergattert hatte), in ihrer aufwändigen „Dokumentation“ zum Themenbereich "Abspaltungen“ auf die Befragung von Zeitzeugen vorerst verzichtet hatte (Informationsabend am 04.12.2007: Eine Dokumentation) .

In dem o. a. Link Zeitzeugen schildern ihre Sicht über die Jahre 1938 bis 1955] (21-10-08 10:51) lässt die Redaktion Zeitzeugen der VAG zu Wort kommen. Für die VAG zeichneten Apostel Armin Groß sowie als Zeitzeugen Werner und Gerda Kuhlen, Reinhard Petzold und Manfred Keller (Amtsträger der AG im Ruhestand) verantwortlich. Sie hatten sich bereits schon im Juli 2008 (!) mit Stammapostel Wilhelm Leber, internationaler Kirchenleiter, und Bezirksapostel Armin Brinkmann aus Nordrhein-Westfalen in der Wohnung von Werner Kuhlen getroffen.

In dem zweiten o.a. Link Neuapostolische Zeitzeugen der Jahre 1948-1955 befragt] (10-06-09 17:00) wird deutlich, dass Wirtschaftsapostel Brinkmann seinen NaKi-Dachverbandsvorsitzenden Stammapostel Dr. Leber sowie mehrere Zeitzeugen aus neuapostolischen Gemeinden aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland zu einem Zeitzeugengspräch nach Dortmund vorgeladen hatte, um deren Sicht der Dinge bzgl. eines anderen Zeitraumes zu erfragen (Zeitzeugenbefragung durch die eigene Partei :wink: ). „Auch das Gespräch am gestrigen Dienstag, 9. Juni 2009, stand ganz im Zeichen der Ereignisse in der Neuapostolischen Kirche in den Jahren 1948 bis 1955 (!). Stammapostel Dr. Leber sagte zu, dass die Ergebnisse der Befragung werden nun zusammengetragen und in Kürze veröffentlicht werden würden… .

Das na-amtliche Endergebnis der Vorladung und Befragung soll wohl durch den Bericht über das Gespräch mit neuapostolischen Zeitzeugen (21. September 2009, 09.00 Uhr) wiedergegeben werden (Dortmund. Am Dienstag, dem 9. Juni 2009 fand in der Verwaltung der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen eine Zusammenkunft mit zeitzeugen statt, die die Zeit zwischen 1938 und 1955 im Rheinland als Kinder, Jugendliche oder Seelsorger miterlebt hatten (wir berichteten)“. Da geht es dann plötzlich wieder um die Epoche 1938 – 1955, die jedoch für die Mitglieder des Dachverbandes wenig neue Erkenntnisse brachte.

Am 12. Juni 2010 wird dann plötzlich von Karlsruhe aus etwas über den 50. Todestag Johann Gottfried Bischoff medial verbreitet (MYBISCHOFFS ZEITZEUGEN) . Lt. UFO lässt zwei Generationen nach dem Ableben des Stammapostels dessen Zentarlorgan »Unsere Familie« Nummer 12/2010 vom 20. Juni 22 Zeitzeugen zu Wort kommen, die sich an die Tage nach dem 6. Juli 1960 erinnern :mrgreen: .

Wenn unter neuapostolisch-mathematischer Leitung nakademisch-medial Zankäpfel mit Zankbirnen verglichen werden und NaKi-Dachverbandsapostel sowohl die eigenen als auch die anderen Zeitzeugen befragen, dann kann man sich schon vorstellen, was mit der Veraschungsaktion von Spuren , so wie sich sich jetzt allmählich abzuzeichnen beginnt, unter der Ägide Lebers wohl bezweckt werden soll :wink: .

Inmitten des angerichteten neuapostolischen Zeitzeugendurcheinanders und unter dem Eindruck der Zeitzeugenwolke rate ich zur Besonnenheit im Schatten (»Ich rate zur Besonnenheit – unser Maßstab ist unser Herr Jesus Christus!«) .

Zum damaligen Düsseldorfer Zeitzeugentreffen hatte Pater Johanning, Dachverbandssprecher des Stammapostels extra einige Fragen an seinen rechts gescheitelten Stammapostel zu stellen gehabt, deren die Öffentlichkeit am 02.09.2008 teilhaftig werden durfte (Stammapostel Wilhelm Leber im Interview (Foto: UF, 2006)) .

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Re: Zeitzeugenwolken

#3 Beitrag von shalom » 04.07.2010, 08:08

Werte vorgeladene und auch liebe sonstigen Zeitzeugen 8),

ursprünglich war von den Handlangern des NaKi-Dachverbandes auf die Befragung von Zeitzeugen innerhalb der sehr aufwändigen „Dokumentation“ zum Themenbereich „Abspaltungen“ verzichtet worden (Informationsabend am 04.12.2007: Eine Dokumentation) .

Im Juli 2008 (veröffentlicht am 21.10.2008) war es dann zu der Heimbesuchung Stammapostel Dr. Lebers mit seinem Zeugen Wirtschaftsapostel Brinkmann in der Wohnung von „Werner Kuhlen“ zu einem Treffen mit 4 (!) VAG-Zeitzeugen (Werner und Gerda Kuhlen, Reinhard Petzold, Manfred Keller) gekommen (Zeitzeugen schildern ihre Sicht über die Jahre 1938 bis 1955) .

Im Juni 2009 (veröffentlich am 10.06.2009) folgte dann die Vernehmung der vorgeladenen Bischoff-Zeitzeugen. Dies geschah nicht durch die VAG und auch nicht durch die Ersteller der Dokumentation als Zusatzauftrag, sondern en passant durch neuapostolischen Witschafts- und Stammapostel (Neuapostolische Zeitzeugen der Jahre 1948-1955 befragt) .

Am 12. Juni 2010 werden dann plötzlich von Karlsruhe 22 Zeitzeugenerinnerungen zum Besten geben, die sich noch an die Tage nach dem 6. Juli 1960 erinnern (MYBISCHOFFS ZEITZEUGEN) .

Auch eine theatralisch gut rüberkommende Methode, die Hand der Versöhnung auszustrecken (wenn denn wenigstens die Richtung gestimmt hätte). War der Klaps von Babs etwa gar zu heftig ausgefallen? Das nakademische Vergleichen von Zankäpfeln mit Zankbirnen unterschedlicher Epochen durch den großen NaKi-Dachverbandsvorsitzenden und seinem Adlatus wirkt irgendwie nur noch peinlich.
    • HINTERGRUND zur Zeitzeugensuche
      - Die Suchfunktion von UFO liefert 9 Treffer
      - Der NaKi-Dachverband kommt bei dem Suchwort „Zeitzeugen“ auf 37 Findings (Lupe) .
      - Die Suchfunktion der NaK-NRW teilt mit: „Ihre Suche nach Zeitzeugen ergab folgende Treffer: 4 Berichte und 1 Nachricht.
      - CID weist für die Zeitzeugensuche 24 Ergebnisse aus.


Mit diesem Hintergrundwissen ist es amüsant, sich den 22 strapazierten Zeitzeugenerinnerungen des Apostelrevolverblattes vom 12. Juni 2010 einmal näher zuzuwenden.

Bereits einen Tag nach dem Gottesurteil im Fall der Botschaft Bischoffs hatten 27 Apostel (!) ein Rundschreiben entworfen (heute würde das Jahre dauern und die Apostel bräuchten einen esraelitischen Kommunikationsfahrplan) das folgendermaßen anhub: „Wir […] haben die überaus schmerzliche Aufgabe zu erfüllen, Euch von dem für uns alle unfassbaren und unerwarteten Heimgang unseres Stammapostels Mitteilung zu machen. Er ist in den Abendstunden des 6. Juli 1960 in Karlsruhe […] verschieden“.

50 Jahre später hatte die UF-Redaktion des Stammapostels dann plötzlich die Idee, 22 auserwählte Zeitzeugen mit 2 Fragen zu konfrontieren:
1.) „Wie haben Sie auf diese Nachricht reagiert?
2.) „Mit welchen Gefühlen erlebten Sie den Gottesdienst am 10. Juli 1960 aus Frankfurt am Main, in dem Bezirksapostel Walter Schmidt das Stammapostelamt und somit die Leitung der Neuapostolischen Kirche übernahm?

Einem VFB-Redakteur ist offensichtlich nichts zu schwer :wink: .

shalöm

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Re: Zeitzeugenwolken

#4 Beitrag von shalom » 04.07.2010, 16:24

Werte Zeitzeugen, liebe Zeitbezeugte,

von den 22 strapazierten VFB-Zeitzeugen (»Unsere Familie« 12/2010 vom 20. Juni) hatten relativ viele das Zeug zum Amt. Na-türlich hatten die drei befragten Quotenschwestern von gestern dazu nicht das Zeug. Aber die 16 angetretenen neuapostolischen Mannsbilder – allesamt gestandene Amtsträger. Ist das nicht überzeugend und für den VFB zugleich bezeichnend?

Schaut man heute in die geschrumpften neuapostolischen Gemeinden (Schwesternüberschuss), dann entspricht das Verhältnis 3:16 nicht unbedingt der Frauenquote, welche die heutigen Senioren schlechthin durch Anwesenheit "bezeugen" (mittlerweile hatten sich sogar die heute beim Dachverband in Brot stehenden Apostel genötigt gesehen, ihre Mitgliederzahlen den weltlichen Sterbequoten doch etwas anpassen zu müssen (neuapostolische Sterbequoten) .

Also eine Frauenquote von insgesamt knapp 14% erscheint im Zusammenhang mit der VFB-Zeitzeugenbefragungsaktion als extrem gering und in keiner Weise repräsentativ (weder damals und erst recht nicht heute). Die, von den Apostel-Repräsentanten ausgewiesene Zeitzeugen-Frauenquote von insgesamt knapp 14 % macht weniger einen repräsentativen, als vielmehr ein präservativen Eindruck :wink: .

Die 16 männlich-neuapostolischen Zeitzeugen bringen es demgegenüber auf eine Ämterquote von satten 100%! :mrgreen: Dieser Eindruck deckt sich mit meinen Beobachtungen, dass unter den Neuapostolismen der AT-Anteil in den Gemeinden mit zunehmenden Alterskoeffizient der Gemeinde immer weiter ansteigt.

Die Zeitzeugen-Bezirksapostel (4 Stück) bringen es unter den ausgewählten und befragten neuapostolisch-verbeamteten Zeitzeugen auf eine Quote von sage und schreibe 25%!

Weitere 4 Zeitzeugen hatten es bis zu ihrer Pension bloß zum Apostel gebracht (auch 25%) und 8 Zeitzeugen (50%) waren halt als Ämter ihres Senders, des Apostels mit mittlerer neuapostolischer Amtslaufbahn in den Ruhestand gegangen.

Ämter mit unterer neuapostolischer Amtslaufbahn oder gar unordinierte männliche Geschwister sind bei der Zeitzeugenaktion des VFB offensichtlich gänzlich hinten runter gefallen.

Zwei der drei VAG-Zeitzeugen kennt der geneigte Leser schon aus der Heimbesuchung des Stammapostels Dr. Leber in der Wohnung Kuhlens (Zeitzeugen schildern ihre Sicht über die Jahre 1938 bis 1955) . Zusätzlich zu Reinhard Petzold (VAG-Evangelist i.R.) und Manfred Keller (VAG-Bezirksältester i.R.) war neuerdings noch Rudolf Gaßmeyer (VAG-Apostel i.R.) vom VFB zeitzeugenbefragt worden.

15 der 22 befragten VFB-Zeitzeugen kamen aus dem NRW-Bezirksapostelbereich Brinkmanns und inwieweit bei den restlichen 7 evtl. auch ein NaK-NRW-Migrationshintergrund vorliegt oder nach welchen Kriterien die VFB-Auswahl erfolgte, ist nicht ersichtlich (Magdeburg, Schweiz, Heidelberg, Berlin, Taucha, Heidenheim und einer unbekannt). Zeitzeugen aus der Schaltzentrale der neuapostolischen Macht, aus Frankfurt, rsp. aus dem VFB-Verlagsimperium – Fehlanzeige.

Wenn man in dem VFB-Ämterkaleidoskop so berühmte Segensliniennamen wie z. B. Friz Brinkmannn, Franz Opdenplatz, Marlies Fox oder auch Hermann Magney liest, dann kann man wirklich versucht sein, den VFB-Zeitzeugen rückhaltlos zu glauben, dass man „in der damaligen Situation an nichts Besseres tun konnte, als zu bleiben“ weil sie an „ Gottes Werk stehen und es weiter dem Ziele zugeht“, denn „ Stammapostel Bischoff war vertrauenswürdig, man konnte dem Mann rückhaltlos vertrauen“… .

Apropos Vertrauen in na-amtliche Kaufhauskrabbeltischstabilität (Preisstabilität...): [ = > VFB-Kauhauskrabbeltischangebote im Juli 2010 ] ... :wink:

Ihr Zeitzeugenzeuge shalöm

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Re: Zeitzeugenwolken

#5 Beitrag von shalom » 04.07.2010, 22:21

Werte Zeitzeugenzeugen, hohes VFB-Gerücht,

bereits einen Tag nach dem Gottesurteil im Fall der Botschaft Bischoffs hatten 27 Apostel (!) ein Rundschreiben entworfen (heute würde das Jahre dauern und die Apostel bräuchten einen esraelitischen Kommunikationsfahrplan) das folgendermaßen anhub: „Wir […] haben die überaus schmerzliche Aufgabe zu erfüllen, Euch von dem für uns alle unfassbaren und unerwarteten Heimgang unseres Stammapostels Mitteilung zu machen. Er ist in den Abendstunden des 6. Juli 1960 in Karlsruhe […] verschieden“.

50 Jahre später hatte die UF-Redaktion vom Revolverblatt des Stammapostels dann plötzlich die Idee, 22 auserwählte Zeitzeugen mit 2 Fragen zu konfrontieren:
1.) „Wie haben Sie auf diese Nachricht [Gottesurteil im Fall Bischoff] reagiert?
2.) „Mit welchen Gefühlen erlebten Sie den Gottesdienst am 10. Juli 1960 aus Frankfurt am Main, in dem Bezirksapostel Walter Schmidt das Stammapostelamt und somit die Leitung der Neuapostolischen Kirche übernahm?

1.) Zeitzeuge Siegfried Karnick bitte:
Bezirksapostel Oberländer hatte am Donnerstag, den 7. Juli 1960 Herrn Karnick (den späteren Bezirksapostel) angerufen und ihn zu einem konspirativen Treffen an das Saaleufer bestellt, wo er ihm von dem Gottesurteil im Fall Bischoff in Kenntnis setzte. Gemäß vorliegendem VFB-Protokoll dürfte der vernommene Zeitzeuge Karnick persönlich eigentlich gar nicht auf die Nachricht reagiert haben, sondern diese „schweigsam“, mit „großer Betroffenheit“ zur Kenntnis genommen haben. Er „konnte eine gewisse Zeit nichts sagen“. Bereits am Freitag, den 8. Juli 1960 ließ er sich schon von Bezirksapostel Oberländer nach Berlin schicken, wo er dann quasi über Nacht schon wieder „sehr glücklich über seinen neuen Stammapostel“ war.

Blicke ich heute auf die Erlebnisse jener Zeit zurück, so wird in mir das Wort aus Römer 8,31 lebendig: Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein!“ (Bezirksapostel i.R. Siegfried Karnick, Magdeburg).

Lebbe geht weiter. Der Stammapostel ist tot – es lebe der Stammapostel.

shalöm
Ps.: Als nächstes wird der Zeitzeuge Erich Kraus in den Zeitzeugenstand des VFB gerufen... .

Knodel

Re: Zeitzeugenwolken

#6 Beitrag von Knodel » 05.07.2010, 07:33

hatte die UF-Redaktion vom Revolverblatt des Stammapostels


Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild

Für diesen öffentlichen Lachanfall kann ich mich zwar für die nächste Zeit auf Tauchstation begeben, aber das ist es mir wert.

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Re: Zeitzeugenwolken

#7 Beitrag von shalom » 05.07.2010, 12:01

Werte Zeitzeugenzeugen, hohes VFB-Gerücht,

bzgl. des VFB-Zeitzeugen Karnick lässt die VFB-Redaktion diffus, welchen Dienstrang ihr Zeitzeuge Karnick am 7. Juli 1960 bekleidet hatte. Welches Geschwist ist damals so en passant von seinem Bezirksapostel schon vormittags angerufen worden? Welche Sorte von Brüder und Geschwister hat unter der Woche Zeit, sich von seinem Bezirksapostel aus dem Stegreif in einem PKW abholen zu lassen? Welche Brüder und Geschwister werden von ihrem Bezirksapostel zur donnerstäglichen Bezirksvorsteherversammlung chauffiert? Wenn der Bezirksälteste Gadke aus der Altmark sagt: „Lieber Apostel, was auch kommen mag, wir bleiben bei dir!“ – und das dem Zeitzeugen Karnick so vorkam, „als wiche eine schwere Last von seinen Schultern“, dann könnte es so gewesen sein, dass es sich bei dem VFB-Zeitzeugen Karnick damals schon um einen gesetzten Apostel gehandelt hatte (vom der Amateur – in die Profiliga gewechselt. Apostel mit Tagesfreizeit. Arbeitgeber Bezirksapostel Oberländer).

Wo der Ausspruch „Lieber Apostel, was auch kommen mag, wir bleiben bei dir!“ einen Apostel deuchtet, „als wiche eine schwere Last von den Schultern“ – und das unmittelbar nach der Sackgasse wo jemand nicht beim Herrn geblieben war und erst mit dem finalen Gottesurteil gestoppt werden konnte(!) -, ja dann würde ich untertänigst schon geringe Zweifel an der Unbefangenheit des VFB-Zeitzeugen anmelden wollen :wink: .

Keine weiteren Fragen mehr an den Zeitzeugen der Bischoff-VFB-Partei.

Ihr Zeitzeugenzeuge shalöm

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Re: Zeitzeugenwolken

#8 Beitrag von shalom » 05.07.2010, 15:06

Werte Zeitzeugenzeugen, hohes VFB-Gerücht,

bereits einen Tag nach dem Gottesurteil im Fall der Botschaft Bischoffs hatten 27 Apostel (!) ein Rundschreiben entworfen (heute würde das Jahre dauern und die Apostel bräuchten einen esraelitischen Kommunikationsfahrplan) das folgendermaßen anhub: „Wir […] haben die überaus schmerzliche Aufgabe zu erfüllen, Euch von dem für uns alle unfassbaren und unerwarteten Heimgang unseres Stammapostels Mitteilung zu machen. Er ist in den Abendstunden des 6. Juli 1960 in Karlsruhe […] verschieden“.

50 Jahre später hatte die UF-Redaktion des Stammapostels dann plötzlich die Idee, 22 auserwählte Zeitzeugen mit 2 Fragen zu konfrontieren:
1.) „Wie haben Sie auf diese Nachricht [Gottesurteil im Fall Bischoff] reagiert?
2.) „Mit welchen Gefühlen erlebten Sie den Gottesdienst am 10. Juli 1960 aus Frankfurt am Main, in dem Bezirksapostel Walter Schmidt das Stammapostelamt und somit die Leitung der Neuapostolischen Kirche übernahm?

2.) Zeitzeuge Erich Kraus bitte:
Nach Bekanntgabe (im Gottesdienst(!)) des außerplanmäßigen Botschaftstodes war der VFB-Zeitzeuge wie erstarrt und weinte bitterlich weil er glaubte: „Ich bin nicht dabei“. Im Gespräch mit der Familie kam der Zeuge dann schnell zu dem Ergebnis: „ „Es ist Gottes Werk! Der Herr wird uns zeigen, wie es weitergeht“ (Priester i.R. Erich Kraus, Köln).

…und so zeigte und zeigt der Herr („Gott will es und sein Stammapostel bestimmt es“) den dies- und jenseitigen Seelen der Menschheit (nicht jedoch den seelenlosen Urmenschen) bis heute, wie es weiterzugehen hat. Und es geht weiter, wie es der Zeitzeuge selbstüberzeugend bezeugt. Übrigens soll bereits schon wieder 2012 der NaKi-Dachverband mit einer noch neuer neuapostolischen Glaubensversion (DNG-Katechismus) hochgerüstet werden.

Keine weiteren Fragen mehr an den Zeitzeugen der Bischoff-VFB-Partei.

shalöm

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Re: Zeitzeugenwolken

#9 Beitrag von hans » 05.07.2010, 16:10

Der treue und liebe Bezap. Karnick war im Wonnemonat Juli 1960 im Bischofsamt im vermutlich großen Segen und unerschütterlichem Vertrauen tätig.Deshalb konnte er sich auch am Tage mit seinem Chef konspirativ treffen.
Seine Komposition " Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser ", so schrie auch seine Seele: Wir haben wieder einen neuen Stammap.. Der hatte aber nur stilles Wasser-wir schweigen und gehen unseren Weg weiter.

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Re: Zeitzeugenwolken

#10 Beitrag von shalom » 05.07.2010, 16:58

Werte Zeitzeugenzeugen, hohes VFB-Gerücht,

bereits einen Tag nach dem Gottesurteil im Fall der Botschaft Bischoffs hatten 27 Apostel (!) ein Rundschreiben entworfen (heute würde das Jahre dauern und die Apostel bräuchten einen esraelitischen Kommunikationsfahrplan) das folgendermaßen anhub: „Wir […] haben die überaus schmerzliche Aufgabe zu erfüllen, Euch von dem für uns alle unfassbaren und unerwarteten Heimgang unseres Stammapostels Mitteilung zu machen. Er ist in den Abendstunden des 6. Juli 1960 in Karlsruhe […] verschieden“.

50 Jahre später hatte die UF-Redaktion des Stammapostels dann plötzlich die Idee, 22 auserwählte Zeitzeugen mit 2 Fragen zu konfrontieren:
1.) „Wie haben Sie auf diese Nachricht [Gottesurteil im Fall Bischoff] reagiert?
2.) „Mit welchen Gefühlen erlebten Sie den Gottesdienst am 10. Juli 1960 aus Frankfurt am Main, in dem Bezirksapostel Walter Schmidt das Stammapostelamt und somit die Leitung der Neuapostolischen Kirche übernahm?


3.) Zeitzeugin Marlies Fox bitte in den unvereidigten VFB-Zeitzeugenstand:
Als der Bezirkspriester sie aus dem Bett schellte war es für die junge Familie „wie der Weltuntergang“ „So fassungslos waren wir wohl seitdem nie wieder“ (Marlies Fox, Duisburg).

Fix und Foxi. Wwie waren die Fragen gleich noch mal? Seitdem ist wieder aaaaalles klar… auf der Wilhelm Gloria… .

Keine weiteren Fragen mehr an die Zeitzeugin der Bischoff-VFB-Partei.

shalöm

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