Keiner will es rechtfertigen

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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42

Keiner will es rechtfertigen

#1 Beitrag von 42 » 01.07.2010, 16:36

GK Kommentar http://www.glaubenskultur.de/artikel-1306.html (lesbar fuer alle).

Wuenschet Jerusalem Glueck ... vielleicht werden die Stimmen unueberhoerbar. Dass sich die BAV auf den status quo ante zurueckzieht, erfordert viel Beten :mrgreen:
Zuletzt geändert von 42 am 01.07.2010, 17:03, insgesamt 1-mal geändert.

Adler

Re: Keiner will es rechtfertigen

#2 Beitrag von Adler » 01.07.2010, 16:52

Das ist die NAK-Schildkröten-Taktik.

Das Ei wird im Sand verbuddelt und sich dann selbst überlassen.

Die Erzeuger setzen ihr Produkt in die Welt, ziehen sich zurück und überlassen den Rest der Natur ... :cry:

LG Adler

P.S. Man kann das ganze auch etwas drastischer und pragmatischer ausdrücken: Was da von der NAK-KL im Umgang mit den geänderten GA praktiziert wird ist im Grunde nichts anderes als sog. "Feigheit vor dem Feind"!
Man verschanzt sich hinter einer E-Mail-Adresse, über welche die aufkommenden Fragen eingesandt werden sollen. Somit muss man sich nicht in persönlichen Gesprächen, möglichen unbequemen Fragen stellen, auf die man keine Antworten geben kann. Die eingesandten Fragen können in aller Ruhe selektiert werden und die passenden Antworten werden dann im "Partei-Organ" >UF< publiziert, ohne den "Betroffenen" die Möglichkeit zu einer offenen Diskussion zu geben. :evil:

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Heidewolf
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Re: Keiner will es rechtfertigen

#3 Beitrag von Heidewolf » 01.07.2010, 17:47

Naja, die 10 Eier, zumindest aber die letzten 7 haben irgendwie einen Geburtsfehler. Und zwar den gleichen, wie die F&A.

Sie sind nämlich in Form einer Rechtfertigungsschrift geschrieben. Haben irgendwie nicht die Form eines Glaubensbekenntnisses.
Die KL meint immer noch, ihre Sonderlehre rechtfertigen zu müssen.
Was der Gläubige braucht, ist aber doch mehr Anleitung, mit dem Glauben richtig umzugehen. ML hat das damals schon bedeutend besser hinbekommen.
Der Bibel eine besondere Auslegung zu verpassen ist eben doch ein sehr heikles Thema. Eigentlich immer zum Scheitern verurteilt.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

_
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Re: Keiner will es rechtfertigen

#4 Beitrag von _ » 02.07.2010, 11:16

42 hat geschrieben:GK Kommentar http://www.glaubenskultur.de/artikel-1306.html (lesbar fuer alle).

Wuenschet Jerusalem Glueck ... vielleicht werden die Stimmen unueberhoerbar. Dass sich die BAV auf den status quo ante zurueckzieht, erfordert viel Beten :mrgreen:
und der status quo ante war in welcher hinsicht besser?! die glaubensartikel haben sich ja schließlich kaum geändert...

immerhin zeigt die veröffentlichung der neuen glaubensartikel, dass man nicht auf änderungen zu hoffen braucht (zumindest in der nahen zukunft der nächsten 20 jahre), weil die alte denke immer noch herrscht und die kirchenleitung immer noch nicht verstanden hat.

mfg, _

tergram

Re: Keiner will es rechtfertigen

#5 Beitrag von tergram » 02.07.2010, 11:34

_ hat geschrieben:...dass man nicht auf änderungen zu hoffen braucht ... weil ... die kirchenleitung immer noch nicht verstanden hat.
Ich wage es, eine andere Theorie zu vertreten:

Die immer deutlicher werdenden (Ver)Schärfungen via Predigten, Glaubensartikel, (irgendwann kommender) Katechismus etc. sind allesamt wohlüberlegt und pure Absicht. Was wie ungeschickte Kommunikation und hilfloses Herumgehampel daherkommt, ist temporär Taktik.

Man versucht einerseits und nach außen, sich moderat zu zeigen und das wirtschaftliche Überleben kurz- bis mittelfristig zu sichern. Andererseits lautet die klare "Botschaft" nach innen: Es ändert sich nichts und wer sich da Illusionen gemacht hat, den schwitzen wir aus. Aus der 'kleinen Herde' wird eine noch kleinere, die aber 100%ig hinter dem Exklusivitätsdenken des NAK-Apsotelamtes steht und bereit ist, dies weiter zu tragen und zu finanzieren.

Wer "nicht verstanden" hat, das sind die, die immer noch glauben, in der NAK würde sich in absehbarer Zeit Entscheidendes ändern. Wer sich solcherart täuscht, wird enttäuscht werden.

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Re: Keiner will es rechtfertigen

#6 Beitrag von agape » 02.07.2010, 11:44

_ hat geschrieben: und die kirchenleitung immer noch nicht verstanden hat.

mfg, _
geistlich betrachtet hast Du mE recht, wenn Du das so schreibst, dass sie es nicht verstanden hätte.
Aber was erheblich schwerer wiegt, ist doch die Tatsache, dass die Glaubensartikelproduzenten sehr wohl alles ganz genau verstanden haben.
Das "Unternehmen NAK" lässt sich doch nur noch so aufrecht (er)halten.
Einige (um nicht zu sagen "Etliche" ) sind mittlerweile auf den Trichter gekommen in der NAk längst nicht mehr eine Kirche zu erkennen (geschweige "Christliche Kirche"), sondern ein "Unternehmen besonderer Art".
Und in diesem global geführten Unternehmen herrschen nun einmal ganz eigene Gesetze.
Mehr möchte man hierzu bald nicht mehr schreiben (!).
Es ist einfach nur grausam und manchmal fällt mir ein Wort aus Lukas 16,9 ff oder Matth 6,24einfach so ein....

Lieben Gruß an Alle ins schöne Wochenende,
agape
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

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Re: Keiner will es rechtfertigen

#7 Beitrag von agape » 02.07.2010, 11:46

Aaaaahhhhh, ich seh gerade, tergram war 10min schneller ;)

PS: zu Heidewolfs "Schildkröten" kann man nur wünschen und hoffen, dass die KL auch wirklich diesen Panzer angelegt hat...! Den brauchen sie wahrscheinlich wirklich, der Stress ist untereinander in vollem Gange...

womit Heidewolf Herrn shalom wohl eine Steilvorlage mit dem Begriff "Schild + Kröten" geliefert haben dürfte. :mrgreen:

Cerebron

Re: Keiner will es rechtfertigen

#8 Beitrag von Cerebron » 02.07.2010, 12:04

tergram hat geschrieben:Aus der 'kleinen Herde' wird eine noch kleinere, die aber 100%ig hinter dem Exklusivitätsdenken des NAK-Apsotelamtes steht und bereit ist, dies weiter zu tragen und zu finanzieren.
Werte Tergram,

wenn weiter so rumapsotelt wird, dann wird es noch viel roadkill geben. :-?

Ein Gedanke noch zu "Schrumpfsakramenten": Rosinen isst man auch nicht vollgesogen mit Wasser, sondern in geschrumpfter, aufs Gehaltvolle konzentrierten Form. So, und jetzt übertragen Sie das mal auf's Geistige.

Gruß
C.E.

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Re: Keiner will es rechtfertigen

#9 Beitrag von Heidewolf » 02.07.2010, 12:11

Liebe agape,
zuviel der Ehre. Es war unser Freund Adler, der diesen treffenden intelektuellen Einwurf machte.
Ich habe nur meinen Senf dazugegeben.
Ich muss auch zugeben, dass solche plastischen Beispiele bei mir das Nachdenken erst anregen.
Liegt es an der Hitze?
So, ich muss jetzt Wasser pumpen, die Natur leidet.
LG, H.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

tergram

Re: Keiner will es rechtfertigen

#10 Beitrag von tergram » 02.07.2010, 12:20

Ihr Lieben hier und an den Geräten zuhause,

wir sind auch in dieser Mittagsstunde wieder recht dankbar, dass uns unser lieber Bruder Cerebron das Wort so wunderbar aufgeschlossen hat.

Ihr Lieben, wir wollen doch nicht nur Hörer (Leser) des geistgeirkten Wortes sein, sondern auch Täter! Wir wollen das gereichte Brot, die süße Seelenspeise, nicht achtlos zurückweisen wie ein Linsengericht, sondern es gern auf- und annehmen, wie schon der alte Gottesmann sagte.
So wollen wir gestärkt mit recht trockenen Rosinen des Geistes - welche köstliche Gabe, wie schon der alte Liederdichter sagte - unseren schmalen Pilgerweg weitergehen. An der Hand der uns gesandten Vorangänger im Glaubensgehorsam geht es vorwärts, aufwärts, himmelan. Bis wir das schöne Ziel unseres herrlichen Glaubens... ähhh... das herrliche Ziel unseres schönen Glaubens... äähhh.... Nachfolge... Apostel... Auserwählte... Kronenträger... Brautseelen... Öllämpchen... Herzensglocken.... *)

Chor bitte: "Heiß war der Tag, die Kraft ist mir gesunken..."
Bild

Für alle, die ebenfalls der Erschöpfung nahe sind: Bild


*) Bei Bedarf kann ich das stundenlang weiterführen. Ohne etwas zu sagen.

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