Liturgiefortentwicklung Agende 2010

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Philippus

Re: Liturgiefortentwicklung Agende 2010

#21 Beitrag von Philippus » 19.07.2010, 10:18

Hannes hat geschrieben: "christus sagt: gott, mein vater, vergibt dir deine sünden. glaube daran."
Sehe ich ähnlich. - Verkündigen sie, was sie wollen; meine Sünden vergibt mir mein Gott, sehr direkt und ganz persönlich - mehr oder minder.
Menschen müssen sich da nun wirklich nicht und keine dazwischen drängeln. Ob Apostel oder sonstwie Gerufene ist ganz egal. :|

Liebe Grüße in die sonnige Runde

Frank

*wird wieder warm heute*

shalom
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Re: Liturgiefortentwicklung Agende 2010

#22 Beitrag von shalom » 20.08.2010, 19:36

NaK-NRW-Monatsrundschreiben für August 2010 hat geschrieben: 2.2 Fermate und Pause

…Ich empfehle euch, liebe Brüder, es auch mal aus dieser Sicht zu lesen. Die Zeilen enthalten interessante Hinweise zu unserer Predigtpraxis.

Politische Reden enthalten, wenn sie gut sind, Pausen und deklamatorische Fermaten, wie eine musikalische Partitur.
…Wir Musiker wissen um die wohltuende Wirkung von Beruhigungen nach leidenschaftlichen Höhepunkten.

Übereifrige Politiker, die ihren schwallenden Redefluss nicht in den Griff bekommen, sollten sich wie die Musiker in meditativer Ruhe üben, um eine ruhigere Ausstrahlung zu erlangen.

Wenn ein Politiker dauernd leidenschaftlich redet, verkraftet das Publikum ihn nicht, weil es selbst auch Spannungs- und Entspannungskurven im Wechsel benötigt.

…in Asien (japanisches Theater, chinesische Oper, koreanische Frühgesänge) zählen gleichbleibende Gefühlsplattformen,
ausgedehnte, für uns spannungslose Repetitionen, unerwartete, unangekündigte ‚subito‘ Ausbrüche der Temperamente und Rituale wie bei den Kampfsportarten …

R. P., K.

Werte Apostelpolitiker, liebe Fermaten und Pausen 8),

das NaK-NRW-MRS August 2010 gibt in der Tat interessante Hinweise zur neuapostolischen, rein wortkirchlichen Predigtpraxis mit leidenschaftlichen Höhepunkten (Botschaften, Stammapostelbesuchen, Heimbesuchungen…).

Was das MRS heute für semiprofessionelle Prediger (Politiker) in einer international tätige Gebietskirche mit Latifundien von Angola über indische Provinzen bis nach Ost-Timor bedeutet, wird zum Glück von Fermate und Pause in fürnehmes Schweigen gehüllt.

shalöm – ein Apostelfan aus der neuapostolischen Entspannungskurve.

shalom
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Re: Liturgiefortentwicklung Agende 2010

#23 Beitrag von shalom » 21.08.2010, 07:48

Konzertmeister hat geschrieben:Was ist denn das für ein seltsames Monatsrundschreiben???

Konzertmeister *Kopfschüttel*
…das ist die Nr. 8 vom August 2010 (6. Jahrgang)…auf 9 Seiten...
Der Titel lautet:
„Monatsrundschreiben für alle Amtsträger
Bezirksapostelbereich
Nordrhein-Westfalen
Inhaltsverzeichnis: hat geschrieben: 1. Leitartikel
2. Seelsorge
2.1 Hinweise zum Seelsorgebesuch
2.2 Fermate und Pause
3. Dienen und Führen
4. Richtlinien und Hinweise
4.1 Kirchenleitung
4.1.1 Ämtergottesdienst mit unserem Stammapostel am 12. September 2010
4.1.2 Auswahl von Beauftragten
4.1.3 Anmeldung von Seelsorgebesuchen
4.1.4 Überarbeitung des Schülerheftes für den Konfirmandenunterricht
4.1.5 Instrumentalmusik im Gottesdienst
4.2 Verwaltung
4.2.1 Auf Plakatflächen wird für Erntedank geworben
5. Informationen
5.1 Krankenbedienung per Telefon
5.2 Gottesdienstplan August 2010
5.3 Änderungen in Bezirks- und Gemeindeleitung
Unter dem Leitartikel prangt die Unterschrift von Armin Brinkmann. Der Leitartikel des Wirtschaftsapostels hat das Thema: „Liebe – Freude – Begeisterung“ und hebt an mit: “Liebe Brüder“. Das ist für Geschwister nichts Ungewöhnliches, da der Herr durch seinen Apostelamtskörper nur Brüder und keine Schwestern ordentlich ordinieren lässt.

Der Leitartikel vermittelt einen „schönen Gedankenaustausch“ aus einer Hotelversammlung mit Stammapostel Dr. Leber. Der Stammapostel hatte dort den Begriff „Begeisterung“ in den Mittelpunkt gestellt. Im Gedankenaustausch ist bewusst geworden, dass eine Voraussetzung zur Begeisterung die Freude ist und eine Voraussetzung zur Freude die Liebe. Bzgl. der Freude wurde der Gedanke ausgetauscht, dass wenn die neuapostolisch-seelsorgerische Arbeit der Amtskörper aus der Liebe zu Gott und der Liebe zum Nächsten heraus durchgeführt wird, das der Freude des Nächsten und der eigenen Freude dienen würde. Die Geschwister würden merken, ob Liebe das Grundelement der amtskörperlichen Handlungen ist oder nicht.

Noch ein Gedanke wurde ausgetauscht, nämlich dass neben der Freude, die aus der Liebe resultiert, es gilt, sich einen unverstellten Blick auf Gott zu bewahren. Im 34. Psalm hieße es: „Die auf den Herrn sehen, werden strahlen vor Freude“. Die Gedanken betonten die Wichtigkeit, dass die Amtskörper sich darin üben, Lasten und Sorgen abzulegen, denn auch das würden die Geschwister der Brüder merken. Wenn die neuapostolischen Amtskörper belastet oder sorgenvoll an den Altar treten, machen sie einen anderen Eindruck, als wenn sie unbelastet dienen. Daher gilt es, das Grußwort von Pfingsten 2010 zu beherzigen: „Lasst uns ablegen … was uns beschwert“ (Hebräer 12,1). Wenn dann die Predigt – mit Fermaten und Pausen - dann glaubwürdig ist und die dienenden Amtskörper in enger Verbindung mit den Anvertrauten und den Segensträgern stehen, können sie segensreich (=opferreich) wirken.

Und so ist Liebe und Freude Voraussetzung zur neuapostolischen Begeisterung. Der Stammapostel hatte im Hotel auch noch ein Wortkirchenwort aus 1. Korinther 2,1-5 erwähnt. Aus diesem Wort entnehmen die neuapostolischen Amtskörper die Begeisterung des Paulus für die Sache des Herrn. Auch an anderer Stelle würde Bezirksapostel Paulus so begeistert das Evangelium verkünden, dass es hieß: „Es fehlt nicht viel, so wirst du mich noch überreden und einen Christen aus mir machen“ (König Agrippa in Apostelgeschichte 26,28). Der Apostelamtskörper stellte sich selbst die Frage: „Steht in uns noch die Begeisterung für den Herrn und ist diese ansteckend?“. Der Gedankenaustausch im Hotel machte deutlich, dass es für einen jeden gilt, sich einer Selbstbildprüfung zu unterziehen. Der Stammapostel fragt, worüber die Kopien des Selbstbildes begeistert sein könnten.

Der Stammapostel fragt:
- ob das großartige Opfer Jesu Christi noch begeistert, das – sofern ungeschrumpft - die völlige Versöhnung mit Gott ist?
- ob die Gnade Gottes noch begeistert, die immer wieder in neuapostolischen Gottesdiensten angeboten wird?
- ob die Gegenwart des Heiligen Geistes noch begeistert, der den Apostelamtskörper inspiriert, lenkt und leitet?
- ob das Ziel des neuapostolischen Glaubens noch begeistert, denn der Stammapostel berichtete von einem Bezirksältesten im Ruhestand, dessen erste Frage bei jeder Begegnung gelautet hätte: „Wann kommt der Herr?“ (Was für eine Botschaft).
- ob die Gemeinschaft mit den Brüdern oder auch den einfachen Geschwistern noch begeistert, sodass diese Gemeinschaft gesucht und gepflegt wird?
- ob es die Amtskörper noch begeistert, dass sie ordentlich ordinierte Knechte Gottes sein können?
- ob die Amtskörper ihr Amt als Erwählung und Gnade oder nur als eine Last empfinden, unter der sie stöhnen, oder gar gleichgültig ausführen?

Der Bericht vom Hotelgedankenaustausch mit dem Stammapostel macht deutlich, dass die neuapostolischen Gebietskirchen auf die Wiederkunft Christi warten, dass die Apostel immer noch wie weiland schon Stp. Bischoff „in der letzten Zeit leben“. Gemäß dieses stammapostolischen Hotelgedankenaustausches ist diese letzte neuapostolische Zeit „sicherlich schwierig und wird sie bleiben“. Die im Hotel gemeinsam ausgetauschten Gedanken bringen unmissverständlich zum Ausdruck: „Jesus Christus kehrt nicht zurück zu einer strahlenden und glorreichen Kirche“. Daher stellt sich die Frage Jesu, ob er bei seiner Rückkehr Glauben finden werde auf Erden, dem Apostelamtskörper immer drängender! Und so sollen die neuapostolischen Amtskörper in dieser Zeit ein Zeichen setzen, den neuen neuapostolischen Glauben mit Begeisterung leben und das Glaubensbekenntnis bekennen und das von Gott empfangene Amt mit Begeisterung ausfüllen.

Unser Armin Brinkmann grüßt seine NaK-NRW-Brüder sehr herzlich.

Ps.:
- Essen. Am 27. Juni 2010 hielt Bischof Manfred Bruns den letzten Gottesdienst im Standort Essen-Werden. Die Geschwister und Amtsträger schließen sich den umliegenden Gemeinden an.
- Dortmund-Ost. Am 1. Juli 2010 führte Bischof Roland Eckhardt in einem Gottesdienst die Gemeinde Dortmund-Brackel mit der Gemeinde Dortmund-Wambel zusammen… .
- Ruhr-Emscher. Am 1. Juli 2010 hielt Bischof Manfred Bruns den letzten Gottesdienst in unserer Kirche Oberhausen-West. Die Geschwister und Amtsträger schließen sich den umliegenden Gemeinden an… .
– Herford. Am Mittwoch, 14. Juli 2010, hielt Apostel Walter Schorr den letzten Gottesdienst in dem alten Kirchengebäude Bad Oeynhausen (bis zur Fertigstellung des Kirchenneubaus an demselben Ort in 2011 und der Zusammenlegung der Gemeinden Bad Oeynhausen, -Oberbecksen, -Rehme und Löhne…).
          • NaK-NRW - Gemeinden im Abbruch.
Sabbat shalom

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Re: Liturgiefortentwicklung Agende 2010

#24 Beitrag von shalom » 23.11.2010, 13:10

[urlex=http://www.nak-nrw.de/aktuelles/kurznotiert/101123_gottesdienst-fuer-vorsteher-mit-erweiterter-liturgie/][ = > Glaubensweltwirtschaftsapostel Brinkmann lässt bekanntmachen ][/urlex] hat geschrieben: Gottesdienst für Vorsteher mit erweiterter Liturgie (23. November 2010)

…Bezirksapostel Armin Brinkmann hatte die Vorsteher der Gemeinden und Bezirke anlässlich des Vorstehertags hierzu eingeladen.

Der richtige Maßstab
Bezirksapostel Armin Brinkmann legte dem Gottesdienst das Wort aus Offenbarung 11,1 zugrunde: „Und es wurde mir ein Rohr gegeben, einem Messstab gleich, und mir wurde gesagt: Steh auf und miss den Tempel Gottes und den Altar und die dort anbeten“.

Lasst uns in den Gemeinden den göttlichen Maßstab anwenden, nicht die eigenen“, forderte der Bezirksapostel die Zuhörer auf. Der göttliche Maßstab sei das Evangelium Jesu Christi und sein Wesen.

Den im Bibelvers genannten Tempel bezog er in der Predigt auf die Gemeinden… .

Den im Bibelwort genannten Altar bezog er auf die Amtsträger… .

Wenn wir den göttlichen Maßstab anwenden, dann messen und bewerten wir richtig“, so der Bezirksapostel… .

…Mit Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent tritt in der Neuapostolischen Kirche eine Reform der Liturgie in Kraft. Insbesondere die Feier des Heiligen Abendmahls soll mit angereicherten Liturgie-Elementen noch würdiger gestaltet werden.

Werte „Vorsteher mit erweiterter Liturgie“ (Altäre), liebe spätere Liturgiekonsumenten (Tempel) 8),

beim Anblick dieses Schnapsschusses vom liedurgisch hoch angereicherten und damit noch würdigeren Selbstbild des im richtigen Maßstab maßstabsgetreu wiederaufgerichteten Apostelaltars war ich eher geneigt, die Story für eine Reportage eines Seniorengottesdienstes alter Schule zu halten. Schon bei der Botschaft war deutlich geworden, dass die neuapostolischen Amtskörper es mit dem richtigen Maßstab nicht genau nahmen. „Und der HERR sprach zu mir: Die Propheten weissagen falsch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen und nichts mit ihnen geredet. Sie predigen euch falsche Gesichte, Deutungen, Abgötterei und ihres Herzens Trügerei (Jeremia 14,14) . Das Rohr als Maßstab ist zum na-amtlichen Rohrkrepierer geworden und selbst Stp. Wilhelm I. war am großen Botschaftserntedankopfergottesdienst in Ffm.-West am 03.10.2010 noch so vermessen, sich davon nicht entschieden zu distanzieren. Und auf diesem Sand stehen heute immer noch Aposteltempel und Apostelaltar (rechtlich unselbständige Gemeinden und Amtsträger mit erweiterter Liturgie).

Überhaupt sind die, durch die hoch angereicherten Liturgieelemente Heiligen Geistes noch würdiger auftretenden Amtskörper „Ausdruck der Präsenz des Apostels durch die von ihm beauftragten Amtsträger“ (Broschüre: "Liturgie der Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche" - Seite .23 -). Darin wird „die heilsvermittelnde Funktion des Amtskörpers" in ihrer Heilsnotwendigkeit besonders deutlich gewürdigt.

Beim Vorstehertag ohne Frauen, ohne Gehülfinnen und ohne Konkubinen dürfte es für alle Anwesenden und partizipierenden Entschlafenen ein hoch angereichertes Glaubenserlebnis gewesen sein, dass nach neuer, noch würdigerer Broschüren-Liturgie die Amtskörper beim Abendmahl einfach stehen gelassen wurden („ Die Gemeinde steht so lange, bis die Amtsträger am Altar das Heilige Abendmahl durch den Dienstleiter empfangen haben. Das betrifft auch jene, die nicht dort ihren Platz haben “). Lt. dem allesmetaphorisierenden Glaubensweltwirtschaftsapostel Brinkmann – „Den im Bibelwort genannten Altar bezog er auf die Amtsträger…“ -, sind die Amtskörper der Altar und das betrifft auch jene, die nicht dort ihren Platz haben. Wer sind Amtskörper – und wenn wie viele?

Liturgisch wertvoll zu wissen: Ab dem 1. Advent 2010 sind NaKi-Apostel quasi omnipräsent. Chor bitte ACM 299: „Noch würdiger ist das Lamm…“ .

shalöm

John

Re: Liturgiefortentwicklung Agende 2010

#25 Beitrag von John » 23.11.2010, 22:44

Liturgisch wertvoll zu wissen: Ab dem 1. Advent 2010 sind NaKi-Apostel quasi omnipräsent. Chor bitte ACM 299: „Noch würdiger ist das Lamm…“ .
Würdig ist das Lamm CM 299....
tstststststststs :|

Adler

Re: Liturgiefortentwicklung Agende 2010

#26 Beitrag von Adler » 26.11.2010, 18:59

Würde, hat m.M. nach sehrt viel mit der inneren Einstellung -der Würde des Herzens- zu tun.

Wo diese nicht vorhanden ist, würden solche in "Würde" gehaltenen GD`s, sehr schnell zu hohlen Zeremonien verkommen und wären damit das genaue Gegenteil dessen, was sie eigentlich sein sollten!
Daran ändert auch eine erweiterte Liturgie nichts.

LG Adler

shalom
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Re: Liturgiefortentwicklung Agende 2010

#27 Beitrag von shalom » 29.11.2010, 13:32

Werte neue neuapostolische Liturgiewürdiger, liebe Liturgiegewürdigte und all ihr Liturgie(r)igen 8),

typisch NaK könnte man bei der Liturgie(r) denken. Da bekamen Vorsteher und darüber hinaus auch noch weitere Führungspersönlichkeiten auf der Karriereleiter nach oben schon vor dem 1. Advent eine Lektion in neuer Liturgie. Viele aktive Bezirksapostel scherten sich nämlich einen Kehricht um den Stichtag und erteilten hie und da schon mal Vorhilfe. Wahrscheinlich setzten sie in ihrem Profil als Nachahmerkirche („NaK“) auf typisches Nachahmen incl. nach Amen.

Nach ihrer Studienfahrt in den Vatikan – die offizielle neuapostolische Delegation hatte für dort eine Messe einstudiert – soll für die „Kirche im Wandel“ (also für das Apostelselbstbild) auch die Wandlung demnächst noch würdiger vonstatten gehen (eine Wandelanleihe wurde gezeichnet). Eine Ämterkrippe soll den na-amtlichen Transsubstantiationsnakt (ähnlich wie beim Entschlafenenakt) dann durch ein kurzes und zu allem entschlossenes Bimmeln noch mehr Heiligkeit verleihen. Chormitglieder, speziell Grabchormitglieder könnten zwischen Gemeinde und dem Altar (out of area) den exakten Zeitpunkt einläuten.

Glaubenskommerziell im Windschatten der Apostel agierende Musiker sollen sogar schon dem VFB eine Komposition „A la Liturca“ ® angeboten haben (Blemblemgeschützt). Das Tempo beim Vortrag wäre ähnlich wie beim agierenden Liturgen ruhig gehalten und bis auf kurze, mit forte unterschriebene Stellen, die eher wie Nakzente wirken, ergeht es der Dynakmik ebenso. Auch die Harmonik ist einfach gestaltet, da sie kaum die apostelamtlichen Hauptfunktionen verlässt (da capo von der Band BAP gilt nur für die Cosolisten). Liturgisch noch wertvoller kann es immer dann werden, wenn der Liturg modulierend zur Dominante Apostel "in einer d(o)ur" wechselt und keinerlei Kontraste zu vorherigen Stammapostelmotiven (Botschaften) zeigt.

Doch auch für all die kirchenrechtlich unselbständigen Subdominanten bieten sich begleitende Würdigkeitshuldigen an, insbesondere durch gleichmäßige Kopfbewegungen geprägte Teilnahme ist allerhöchst erwünscht. Das Formschema ähnelt dem des Sakristeimusters und stellt bis zur Abschaffung der plötzlich als überzählig erfundenen Bezirksfunktionen für die temporären Apostel ohnehin nur noch eine Übergangslösung dar.

Mit einem lieben Mahlzeitgrüßchen an alle mit mehr oder weniger Liturgie(r) - shalöm

shalom
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Re: Liturgiefortentwicklung Agende 2010

#28 Beitrag von shalom » 01.02.2011, 16:51

...

(„Lesen bildet!“) – Liturgische Abende der Wohlfüllgemeinden mit Bibellesungen...

s.

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Re: Liturgiefortentwicklung Agende 2010

#29 Beitrag von shalom » 27.02.2011, 08:42

Monatsrundschreiben für alle Amtsträger im Bezirksapostelreich Nordrhein-Westfalen 7. Jahrgang März 2011 Nr. 3/ Referat Seelsorge hat geschrieben:
Anhang 2

Liturgie der Neuapostolischen Kirche
(Stand 24.02.2011)

Chronologische Darstellung – nicht am Altar zu verwenden

Allgemeiner Hinweis

Zu den gemeinsamen Gebeten erhebt sich die Gemeinde
und alle Gottesdienstteilnehmer schließen die Augen.
Während der anderen liturgischen Stücke (Freisprache,
Sakramentsspendung, Aussonderung der Hostien, Segen etc.)
können die Augen geöffnet bleiben.

Auf jedes „Amen“ des Dienstleiters antwortet die Gemeinde mit „Amen“.

Werte Liturgen und Dienstleiter, liebe dies- und jenseitige Geschwister und ebensolche Gäste 8),

die apostelamtliche neue Liturgie findet sich in Brinkmanns Monatsrundschreiben März 2011 in übersichtlicher Form – nicht als Altarauflage zu verwenden -, auf 5(!) Seiten im Anhang zu den regulären 10 Seiten incl. 5 Seiten Einssein. Amen.

In der Fußnote ist ein „Referat Seelsorge“ erwähnt. Dabei scheint es sich um eine Art Unterreferat zu handeln, denn unter dem Referendar Brinkmann ist im neuen Organigramm keine Seelsorge aufgehängt (vergl. Referatsmatrix) . Wahrscheinlich handelt es sich bei der NaK-NRW-Liturgieausarbeitung um eine seelsorgerisch wertvolle Dienstleistung aus der Provinz, um der globalen Kirche Jesu Christi (dem Werk des Herrn) gemäß neuem Apostelverständnis von Kirche etwas mehr Struktur zu geben.

Üblicherweise besucht man die im Auftrag der Apostel stattfindenden neuapostolischen Gottesdienste in einer Emblemkirche (im Besitz des rechtlich selbständigen Gebietskirchenpräsidenten). Vorbei an den Panikschlössern / Rotlichtmilieu (Türen am Kirchenaus- und Eingang) fühlt man sich von netten schwarz-weißen Tür- und OrdnungshüterInnen (ordiniert oder beauftragt) solange beaufsichtigend begleitet, bis der eigentliche Gottesdienst beginnt. Dann beginnt nahtlos die erweiterte Apostelliturgie zu wirken.

Gemäß dem NaK-NRW-Referat „Seelsorge“ gliedert sich der reguläre Fest- oder auch der Hochfestgottesdienst dann in folgende liturgische Hauptabschnitte (noch würdiger als früher):
  • 1. Der Gottesdienstbeginn (Seite 1 von 5)
    2 Predigteil Seite (Seite 2 von 5)
    3 Sakramentsteil (Seite 2 von 5)
    3.1 Die Sündenvergebung (Seite 2 von 5)
    3.2 Ggf. weitere Sakramente und Handlungen (Seite 3 von 5)
    3.3 Heiliges Abendmahl (Seite 3 von 5)
    3.3 Heiliges Abendmahl (Seite 4 von 5)
    3.4 Gottesdienst für Entschlafene (Seite 5 von 5)
    4. Abschluss des Gottesdienstes“(Seite 5 von 5)
Die erweiterte Liturgie gewährt dem apostelamtlichen Opferkult („10…mehr!“) allerdings nicht den Raum, den dieser im kirchlichen Leben einnimmt (Mehrwert).

Die sichtbare sowie auch die verborgene Gemeinde dürfen nach dem offiziellen Gottesdienstende, das von Panikschlössern /Rotlichtmilieu gesicherte Gebäude (hoffentlich bestandssicher) auf dem gleichen Weg verlassen, wie sie gekommen waren. In Katastrophenfällen (Botschaft / Kirchenverständnisimplosion) oder auch bei persönlichem Unwohlsein (durch Schrumpfsakramentslehre etc.) in so einer „Wohlfühlgemeinde“ kann die Apostelimmobilie auch vor dem offiziell einzuläutenden Gottesdienstende verlassen werden.

Weshalb ich das hier überhaupt erwähne? Nun Brinkmanns Referat Seelsorge (nicht Liturgie!) richtet sich mit seinem Exzerpt der „Litugischen Stücke“ (liturgisches Stückwerk Gottes?) mit seiner Vielzahl von „Hinweisen“ an folgende nakinternen Zielgruppen: „Dienstleiter“ und „Dienstgeleitete“ (GottesdienstbesucherInnen).

shalom

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Re: Liturgiefortentwicklung Agende 2010

#30 Beitrag von shalom » 27.02.2011, 08:45

Monatsrundschreiben für alle Amtsträger im Bezirksapostelreich Nordrhein-Westfalen 7. Jahrgang März 2011 Nr. 3/ Referat Seelsorge hat geschrieben:
Anhang 2

Liturgie der Neuapostolischen Kirche
(Stand 24.02.2011)

Chronologische Darstellung – nicht am Altar zu verwenden

Liturgisches Stück: 1. Der Gottesdienstbeginn:
(Seite 1 von 5)

Hinweise für die Gemeinde
Die Gemeinde erhebt sich.
Die Gemeinde steht.
Die Gemeinde steht.
Danach setzt sich die Gemeinde.
Bei Gemeindegesang erhebt sich die Gemeinde wieder.
Die Gemeinde sitzt.
Bei Gemeindegesang erhebt sich die Gemeinde.


Werte Liturgen und Dienstleiter, liebe dies- und jenseitige Geschwister und ebensolche Gäste 8),

schon oft habe ich liturgische Verunnsicherheiten in neuapostolischen Gottesdiensten mit glaubenserlebt. Zum einen ist es mir ein Herzensanliegen die Hinweise für die Gemeinde nicht nur auf dem Dienstweg der Gefahr des Versickerns ausgesetzt zu sehen, sondern die noch wertvollere Apostelliturgie allen LeserInnen aus der offenbaren und der verborgenen Welt zur Kenntnis zu bringen.

Zum anderen hat mich das vorliegende Liturgieelaborat wie ein Plagiat aus meiner Sonntagsschulzeit erinnert. Der kleine shalom hatte bei seinem Sonntagsschullehrer (Frauen waren damals noch verboten und das Verbot noch nicht freigegrast) plötzlich und überraschend einen Gottesdienstbericht von einem Gottesdienst schriftlich abzuliefern, der schon in der Vergangenheit lag. Inwieweit es sich hierbei um eine „Strafarbeit“ (wg. Stören des Gottesdienstes etc.) gehandelt hatte, kann ich heute nicht mehr sagen. Ohne Vorankündigung war ich natürlich über das Ansinnen „not very amused“. Jahre später fiel mir mein Sontagschulschulhausaufgabenheftchen von damals in die Hände und ich musste herzhaft lachen. Detailliert hatte ich damals die Liturgie zeilenfüllend zu Papier gebracht und auch die Beiträge des Chores (hinsetzen aufstehen…) entsprechend gewürdigt. Im Nachhinein las sich der damalige Gottesdienst wie ein normaler Tag auf einem x-beliebigen Exerzierplatz. Und dann im Monatsrundschreiben NaK-NRW März 2011 so ein Dechavueglaubenserlebnis. Na-türlich war meine damalige Liturgienotation nur ein Abglanz der heute gültigen Variante auf 5 Seiten :wink: !

Der nun folgende Liturgieaspekt beschränkt sich nur auf die Liturgiekonsumenten, welche die Dienstleitung ihres Dienstleiters nachzuvollziehen haben.

shalom

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