Liturgiefortentwicklung Agende 2010

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
Nachricht
Autor
shalom
Beiträge: 4295
Registriert: 11.12.2007, 16:41

Liturgiefortentwicklung Agende 2010

#1 Beitrag von shalom » 30.06.2010, 12:05

Werte DiskursteilnehmerInnen,

jetzt ist es raus. Die saure Liedurkenzeit der Apostel ist eingeleitet worden. Mit nakademischer Klippschulpädagogik soll der geschrumpfte deutsche Amtsköroer der Apostel bis zum Advent liturgisch fit gemacht werden.

Wichtiges Element bilden dabei z. B. die von oben verordneten „Sprechpausen“. Außer der Textwortlesung aus der Bibel hinter dem Altar, sollen die subalternen Bibellesungen (trotzdem auch leitgedanklich/leitgednaklich anbefohlen) klar vor rsp. neben den Altar verortet sein, damit auch völlig Unordinierte oder gar Frauen der Zugang zur Lesung nicht verwehrt werden muss. Was für eine Lesungs-Lösung!

Da die na-amtliche „Freisprache“ mit dem Wortlaut „Im Auftrag meines Senders, des Apostels…“ anhebt, stellt sich schon die Frage, wie der einfache Apostelamtskörper oder gar der Stammapostel korrekt freispricht?

Im Auftrag meines Senders des NaKi-Dachverbandsvereins? Im Auftrag meines Selbstbildes von mir selber (Selbstsendung)? Auch rangabhängige Freisprachelevels könnten noch in der Apostelpipeline der Neuapostolismen schlummern.

Unabhängig vom Dienstrang soll demnächst auch eine Verlesung des na-amtlichen Freisprachetextes statthaft sein (na-türlich hinter dem Altar), wobei die Augen des Verkündigenden dabei auch geschlossen bleiben dürfen :wink: .

Bzgl. der Ouvertüre zum Heiligen Abendmahl schreibt die Choreografie vor, dass die Gemeinde bei diesem Vorgang stehend solange passiv-andächtig zuzuschauen hat, bis der Dienstmann die erlösenden Worte spricht: “Jetzt ist der Tisch des Herrn bereitet“. Doch das ist noch längst nicht alles! Aaachtung!

Die Gemeinde hat weiterhin so lange das Stehen zu behalten, bis die verbeamteten Neuapostolismen am Altar die ausgesonderten Hostien durch den Dienstleiter würdig in Empfang genommen haben.

Das nunmehr auch währenddessen ein musikalischer Vortrag erfolgen kann steht außer Frage und ist nur deshalb erwähnenswert, da der Organist / die Organistin zum Spielen Platz nehmen darf :mrgreen: .

Liturgisch wertvoll sollen Teile des neuen neuapostolischen Procederes sogar von sogenannten „Bußliedern“ begleitet werden dürfen. Eine apostelgenehme Auswahl geeigneten Liedgutes wird demnächst noch vorgegeben werden (was denn sonst?). Neben Kirchenmusik könnten sogar auch andere Stücke aus urneuapostolischem Repertoire zum liedschurkischen Einsatz kommen, wie zum Beispiel: "Fluch der Karibik"(EJT2009), „Starwars“(HJT2010) oder „Highwy to hell“(NJT-2010) ( Hessisches Repertoire / Kühnles Highway ).

Und die Gemeinde schaut mit weit offen stehenden Mündern zu…der Laie staunt und der Neuapostolisman wundert sich… .

Die Gemeinde darf sich jetzt wieder setzen.

shalöm
Zuletzt geändert von shalom am 18.07.2010, 17:55, insgesamt 3-mal geändert.

Benutzeravatar
agape
Beiträge: 1040
Registriert: 30.11.2007, 08:39
Wohnort: Bei Fischen mit Brot und Wein

Re: Liturgiemodifikation 2010

#2 Beitrag von agape » 30.06.2010, 12:15

;) :- D
"Da die na-amtliche „Freisprache“ mit dem Wortlaut „Im Auftrag meines Senders, des Apostels…“ anhebt, stellt sich schon die Frage, wie der einfache Apostelamtskörper oder gar der Stammapostel korrekt freispricht?"
Diese werden dann (H)ausgesonderten Hostien ;)
und das alles im Namen Jesu. Scharf. ;)

Lets-Opa - Apo-stel, mal rückwärts ;-))

let take me down ;)

verbindlich

Re: Liturgiemodifikation 2010

#3 Beitrag von verbindlich » 30.06.2010, 12:21

Die Aussonderung der Hostien beginnt immer mit den Worten: Im Auftrag meines Senders u n d Apostels.... das war noch nie anders, bitte besser zuhören...!!!!

Apostel sagen: In dem Namen Jesu sondere ich aus...

Benutzeravatar
agape
Beiträge: 1040
Registriert: 30.11.2007, 08:39
Wohnort: Bei Fischen mit Brot und Wein

Re: Liturgiemodifikation 2010

#4 Beitrag von agape » 30.06.2010, 12:23

verbindlich hat geschrieben:Die Aussonderung der Hostien beginnt immer mit den Worten: Im Auftrag meines Senders u n d Apostels.... das war noch nie anders, bitte besser zuhören...!!!!
FALSCH.

ich habe jahrelang sehr, sehr genau hingehört - ganz, ganz sicher genauer als meine MithörerInnen -
was am Altar gesagt wurde.
Und es wurde stets gesagt "Im Auftrag meines Senders, des Apostels..."

Für liturgische Formen und Formeln - überhaupt ein liturgisches Gespür hat/te) in der NAKI niemand.
Selbst segnend mal die Hände zu erheben, was eigentlich von innen herauskäme - war dort jedem völlig fremd.
Zuletzt geändert von agape am 30.06.2010, 12:33, insgesamt 1-mal geändert.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

verbindlich

Re: Liturgiemodifikation 2010

#5 Beitrag von verbindlich » 30.06.2010, 12:24

Es geht hier ja um die Sündenvergebung, da sage ich immer: Im Auftrag meines Senders und Apostels verkündige ich die Frohe Botschaft: In dem Namen Jesu, des Sohnes des lebendigen Gottes sind euch die Sünden vergeben. Was ist da nicht richtig?

Dieter

Re: Liturgiemodifikation 2010

#6 Beitrag von Dieter » 30.06.2010, 12:40

Weil es schon immer "Im Auftrag meines Senders, des Apostels" geheißen hat. Ich weiß es sicher. Ich habe es jahrelang auch so gesagt.

Der Auftraggeber ist nach NAK-Auffassung nämlich für ein priesterliches Amt nicht Jesus, sondern der Apostel. Und nach der jetzigen "Verschärfung" durch die neuen Glaubensartikel wird dies wieder einmal mehr deutlich gemacht.
Darum.

verbindlich, dann sagst Du es nach NAK-Lehre falsch. Ganz unverbindlich, dieser Hinweis. Für mich. :lol:

verbindlich

Re: Liturgiemodifikation 2010

#7 Beitrag von verbindlich » 30.06.2010, 12:42

@ Dieter: kann solch ein Wiederholungsfehler eigentlich vergeben werden? :lol:

Dieter

Re: Liturgiemodifikation 2010

#8 Beitrag von Dieter » 30.06.2010, 12:43

Ich bin mir sicher. Jesus ist für uns alle gestorben. Und seiner Gnade bin ich mir gewiß! :D

Benutzeravatar
agape
Beiträge: 1040
Registriert: 30.11.2007, 08:39
Wohnort: Bei Fischen mit Brot und Wein

Re: Liturgiemodifikation 2010

#9 Beitrag von agape » 30.06.2010, 12:45

"Im Auftrag meines Senders und Apostel", was daran nicht richtig ist, fragt verbindlich. ;)

:lol:

zwing mich bitte nicht zu einer Grundsatzdiskussion. :mrgreen:

holytux
Beiträge: 196
Registriert: 23.02.2010, 13:32

Re: Liturgiemodifikation 2010

#10 Beitrag von holytux » 30.06.2010, 12:46

Und es wurde stets gesagt "Im Auftrag meines Senders, des Apostels..."
Das ist zwar entgegen den "Richtlinien für Amtsträger", (dort stet eindeutig "und") ist aber letztlich egal.
Ich habe mich dazu andernorts schon kurz geäußert:

Der "neue" Text ist mitnichten falsch.
Vielmehr klärt er eine Unschärfe, die immer wieder zu Fehlinterpretationen geführt hat. nämlich die Beziehung zwischen den Begriffen "Sender" und "Apostel".
Beide Begriffe meinen dasselbe!
Gerade die Neufassung des fünften Glaubensartikels könnte jetzt wieder verstärkt zur Annahme führen, der "Sender" sei Gott. Das Amtsverständnis der NAK ist diesbezüglich aber eindeutig, wie der zweite Teil des betreffenden Glaubensartikels kundtut:
"...und dass aus dem Apostelamt Vollmacht, Segnung
und Heiligung zu ihrem Dienst hervorgehen."

»„Im Auftrag meines Senders, des Apostels, verkündige ich euch die frohe Botschaft: In dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, sind euch die Sünden vergeben. Der Friede des Auferstandenen sei mit euch! Amen.“


Der Text spricht richtig von der "Verkündigung". Das ist der Auftrag. Falsch wäre, die "Verkündigung" wegzulassen, sondern zu sagen: Im Auftrag meines Senders und Apostels sind euch die Sünden vergeben.
Die Verhältnisbestimmung von "Sender" und "Apostel" allerdings ist völlig richtig mit dem "des".
(Auch der Apostel vergibt nicht die Sünden, sondern "verkündigt" die Vergebung - im Namen Jesu.)

Die theologische Bewertung des neuapostolischen Amtsverständnisses ist eine andere Frage, hier aber nicht relevant.

Grüße in die Runde
"Wenn alle Liebe Ewigkeit will - Gottes Liebe will sie nicht nur, sondern wirkt und ist sie."
Joseph Ratzinger

Zurück zu „NAK - Neuapostolische Kirche“