Info-Abend der NAK - Das Selbstbild der NAK

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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agape
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Info-Abend der NAK - Das Selbstbild der NAK

#1 Beitrag von agape » 11.12.2007, 12:03

Das Selbstbild der Neuapostolischen Kirche

Der von Jesus Christus gelegte Weg zum Heil in unserer Zeit

1. Die Neuapostolische Kirche ist von Jesus Christus durch lebende
Apostel geleitet. Ihre Lehre basiert auf der Heiligen Schrift.

2. Das Apostelamt ist das von Jesus Christus bevollmächtigte Amt
zur Heilsvermittlung.

3. Apostel sind unerlässlich, um seine Kirche auf die von ihm
verheißene Wiederkunft vorzubereiten.

4. Die Neuapostolische Kirche kennt die drei Sakramente Heilige
Wassertaufe, Heilige Versiegelung und Heiliges Abendmahl.

5. Die Spendung der Sakramente Heilige Versiegelung und Heiliges
Abendmahl sowie die Vergebung der Sünden sind an das
Apostelamt gebunden.

6. Neuapostolische Christen haben durch die Heilige Versiegelung
die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

7. Jesus Christus, von dem die Heilige Schrift zeugt, steht im
Mittelpunkt des Glaubenslebens der neuapostolischen Christen. Er
wirkt heute in seiner Kirche und wird wiederkommen. Das
Glaubensziel der neuapostolischen Christen ist, mit Christus bei
seiner Wiederkunft vereint zu werden.

Zürich, 15.10.2007


Quelle: nak.org
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Dieter

#2 Beitrag von Dieter » 11.12.2007, 12:07

Eine Stimme aus der EZW:

Sehr geehrter Herr ,

[..]

In der Tat entspricht das "Selbstbild der NAK", wie es der Pressemitteilung aus Zürich vom 15.10.2007 zu entnehmen ist, nicht der Richtung, den der Veränderungsprozeß der NAK in den letzten Jahren genommen hat. In dem "Selbstbild" wird insbesondere die Position und Bedeutung der Apostel unterstrichen. Dies steht im Gegensatz zu dem von manchen Kräften forcierten Anliegen ökumenischer Kirchenanerkennung.

Nachdem schon im letzten Jahr eine neuapostolische Kirchengemeinde in eine örtliche Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) der bayrischen Landeskirche aufgenommen war, geschah dies im Oktober auch in einer weiteren bayrischen Region, der ACK Aschaffenburg. Die ökumenischen Bestrebungen der NAK sind unübersehbar und können den Eindruck erwecken, dass der Schritt von der Sondergemeinschaft zur Freikirche unmittelbar bevor stehe. Nachdem im Januar 2006 der Stammapostel Leber in seiner Ulster-Erklärung die Taufe in einer anderen christlichen Kirche gänzlich anerkannt hat, wurde der Weg in die Ökumene erleichtert. Trinitarisch vollzogene Taufen anderer Kirchen werden heute ohne Bestätigung durch einen Apostel anerkannt.

Dennoch darf nicht übersehen werden, dass die meisten Landeskirchen und die EKD zunächst die Klärung einiger zentraler theologischer Differenzen erwarten (Apostelamt, Versiegelung, Naherwartung), bevor hier ein weiterer gemeinsamer Weg möglich wird. Hier scheint innerhalb der NAK nicht in allen Fragen Übereinstimmung zu bestehen. Auf die grundsätzlich überarbeitete Fassung der Glaubensgrundlagen, die für 2008 angekündigt ist, darf man sehr gespannt sein. Die Lehrkorrekturen in der vergangenen Jahrzehnten haben immer wieder zu Abspaltungen geführt. Um das nicht zu verstärken, ist der NAK zu wünschen, dass sie sich auf dem langen Weg in die Ökumene genügend Zeit lässt.

Freundliche Grüße,
__________________________________________________

Dr. Michael Utsch
Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)

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agape
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Abendmahl und Sündenvergebung

#3 Beitrag von agape » 11.12.2007, 12:09

5. Die Spendung der Sakramente Heilige Versiegelung und Heiliges
Abendmahl sowie die Vergebung der Sünden sind an das
Apostelamt gebunden.


Damit das mal ganz klar ist:
Aus Sicht der NAK hat selbst der frömmste nicht neuapostolische Christ noch nie eine Vergebung der Sünden erlebt!

Und das soll Ap Wend im Auftrage seines Stammapostels und Senders einmal jedem Christen ins Gesicht sagen!
Halleluja!

agape
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organa

#4 Beitrag von organa » 11.12.2007, 12:36

Liebe agape,
gerade stieß ich auf folgende Predigt - sie scheint mir gut zum Thema zu passen:

-----------------------------------------
aus der Predigt im Gottesdienst zum 10. Sonntag nach Trinitatis am 12.August 2007 in der Frauenkirche zu Dresden
gehalten von Landesbischof Dr. Friedrich Weber, Braunschweig-Wolfenbüttel

Liebe Gemeinde,

(...)„Wir haben uns die Hände gereicht und lassen uns nicht mehr los“. Mit diesenWorten reagiert der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Kirchen -Kardinal Kasper - vor wenigen Tagen in einem ökumenischen Gottesdienst in derChristuskirche in Rom auf die Irritationen, die ein Dokument der vatikanischenGlaubenskongregation ausgelöst hat. In ihm war den Kirchen der Reformation wieder einmal mitgeteilt worden, sie können nicht „Kirchen“ im eigentlichen Sinn genanntwerden. Ihnen fehle die historische Kontinuität im Bischofsamt und damit einanerkennungswürdiges Pfarramt, heißt es. Deshalb könnten die evangelischenKirchen auch kein gültiges Abendmahl feiern.Ich habe mich gefragt, warum diese Äußerung immer wieder und gerade jetztveröffentlicht wurde. Ob katholische Theologen, die im Blick auf die reformatorischenKirchen von „Kirchen anderen Typs“ reden, zur Ordnung gerufen werden sollen?Weitergebracht hat uns das Signal aus Rom im ökumenischen Dialog allerdingsnicht. Nun es sei, wie es wolle, vielleicht ist es sogar ganz gut so, denn Klarheit überdie Position des anderen gehört zu jedem Dialog, der ehrlich geführt sein will.

Und es gilt ja immer noch: „Wer zur Quelle gehen kann, der gehe nicht zum Krug“.Martin Luther ist zur Quelle gegangen, zum Wort Gottes, der Bibel alten und neuenTestaments. Und von hier her fasst er zusammen, was Kirche ist: „„Es weiß, gottlob,ein Kind von sieben Jahren, was die Kirche sei, nämlich die heiligen Gläubigen unddie Schäflein, die ihres Hirten stimme hören“ (Joh 10,3). (M. Luther, Schmalkald.Artikel III,12, BSLK 460)Das reicht uns Christen der reformatorischen Kirchen. Und so ganz verstehe ichdenn auch nicht die Aufregung, denn wir wollten uns doch nicht nach römisch-katholischer Lehre sagen lassen, was die evangelische Kirche ist. Nach unseremVerständnis ist Kirche dort, wo das Evangelium rein gepredigt und die Sakrament inrechter Weise verwaltet werden. Daraus folgt alles andere. Und daraus folgt auch,dass die Kirche in ihrer Gestalt auf Erden nie vollkommen ist, dass sie fehlerhaft istund dass sie – auch das kann Luther sagen – eine große Sünderin sein kann. (Widerdie Antinomer, WA 50,468-477, 1539)Gewiss wir leben nicht mehr in der Zeit Martin Luthers und Johannes Calvins, auchnicht eines Eck oder Cajetan. Und es geht auch nicht mehr darum, ob Rom oderWittenberg die Orte der besonderen geistlichen Erkenntnisse sind. Denn wir haben uns ja tatsächlich die Hände gereicht und wir wollen uns auch nicht mehr loslassen,wir Christen und Christinnen in den reformatorischen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche. Wir haben sie uns gereicht, als am 31. Oktober 1999 dieGemeinsame Erklärung zur Rechtfertigung in Augsburg unterzeichnet wurde, wirhaben sie uns am 29. April dieses Jahres im Magdeburger Dom gereicht, als 16Kirchen die Taufanerkennung unterzeichneten und wir reichen sie uns täglich in denGemeinden, im ökumenischen Miteinander vor Ort, in der „Ökumene des Lebens“.Das wird so bleiben, denn zur gelebten Ökumene gibt es keine Alternative. Aber Orte sind nötig, an denen Menschen den Dialog leben können. (...)
------------------------------------------------

ganze Predigt: klick

Engelchen

Re: Abendmahl und Sündenvergebung

#5 Beitrag von Engelchen » 11.12.2007, 14:06

agape hat geschrieben:5. Die Spendung der Sakramente Heilige Versiegelung und Heiliges
Abendmahl sowie die Vergebung der Sünden sind an das
Apostelamt gebunden.


Damit das mal ganz klar ist:
Aus Sicht der NAK hat selbst der frömmste nicht neuapostolische Christ noch nie eine Vergebung der Sünden erlebt!

Und das soll Ap Wend im Auftrage seines Stammapostels und Senders einmal jedem Christen ins Gesicht sagen!
Halleluja!

agape

Öhhhm.....
Wie war das noch einmal? Wir erkennen die Taufe der christlichen Gemeinschaften an, wenn sie trinitatisch vollzogen wurden.
Was bedeutet denn die Taufe?

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agape
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#6 Beitrag von agape » 11.12.2007, 14:09

... zur gelebten Ökumene gibt es keine Alternative.

Denn wir haben uns ja tatsächlich die Hände gereicht und wir wollen uns auch nicht mehr loslassen, wir Christen und Christinnen in den reformatorischen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche. Wir haben sie uns gereicht, als am 31. Oktober 1999 dieGemeinsame Erklärung zur Rechtfertigung in Augsburg unterzeichnet wurde, wir haben sie uns am 29. April dieses Jahres im Magdeburger Dom gereicht, als 16 Kirchen die Taufanerkennung unterzeichneten und wir reichen sie uns täglich in den Gemeinden, im ökumenischen Miteinander vor Ort, in der „Ökumene des Lebens“. Das wird so bleiben, denn zur gelebten Ökumene gibt es keine Alternative.
Aber Orte sind nötig, an denen Menschen den Dialog leben können. (...)

Sehr schön. Sehr schön!
Danke, organa.
agape
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#7 Beitrag von tosamasi » 11.12.2007, 14:17

Wie war das noch einmal? Wir erkennen die Taufe der christlichen Gemeinschaften an, wenn sie trinitatisch vollzogen wurden.
Was bedeutet denn die Taufe?

Engelchen, mit der Dreieinigkeit habe ich auch ein Problem. Denn, reichen Elemente des Heiligen Geistes zur Spendung dieses Sakramentes bzw. der Anerkennung in Vollgültigkeit?
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

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Re: Abendmahl und Sündenvergebung

#8 Beitrag von agape » 11.12.2007, 14:19

Wie war das noch einmal? Wir erkennen die Taufe der christlichen Gemeinschaften an, wenn sie trinitatisch vollzogen wurden.
Was bedeutet denn die Taufe?
Die NAK kann rein fomal an keinem Taufgedächtnisgottesdienst teilnehmen, weil sie ein anderes Verständnis von "Taufe" hat, als die (anderen) christlichen Kirchen.
Wer heutzutage in der NAK sagt, dass die Versiegelung ja nur eine Art "Konfirmation" sei, hätte zwar vom theologischen Verständnis her recht, aber aus Sicht des NAK-Sakramentsverständnisses liegt er damit völlig *draußen* und könnte sich mit manch anderen einen Platz jenseits der Altarbank suchen!

Was die Taufe bedeutet?
Antworte selbst!

agape
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shalom
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Re: Abendmahl und Sündenvergebung

#9 Beitrag von shalom » 11.12.2007, 17:45

agape hat geschrieben:5. Die Spendung der Sakramente Heilige Versiegelung und Heiliges
Abendmahl sowie die Vergebung der Sünden sind an das
Apostelamt gebunden.


Damit das mal ganz klar ist:
Aus Sicht der NAK hat selbst der frömmste nicht neuapostolische Christ noch nie eine Vergebung der Sünden erlebt!

Und das soll Ap Wend im Auftrage seines Stammapostels und Senders einmal jedem Christen ins Gesicht sagen!
Halleluja!

agape
…welch eine Vision von der Mission eines treu nachfolgenden Bezirksapostels, der persönlich zu allen Menschen hingeht um sie unmissverständlich exakt dieses neue apostolische Evangelium zu lehren…

shalom

tvmovie

#10 Beitrag von tvmovie » 11.12.2007, 20:40

Abendmahl

Denn der HERR Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm das Brot,
dankte und brach's und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; solches tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis.
Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des HERRN Tod verkündigen, bis dass er kommt.


1. Korinther 11, 23 - 26

War das ein Auftrag an Apostel, oder doch eher an seine gläubigen Jünger???

tvmovie

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