Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Lobo

Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#111 Beitrag von Lobo » 25.06.2010, 16:02

Cemper hat geschrieben:...Wenn das nicht so wäre, dann müssten die Aussagen von etwa 250.000 Amtsträgern der Neuap. Kirche incl. des Kirchenpräsidenten jeweils wichtiger sein als die amtlichen Erklärungen. Viel Spaß bei diesem Tohuwabohu...
C. -
Es ist aber in den meisten Fällen so. In der NAK gilt das Prinzip "Abrahams-Bart",
d.h., der Segen(Erklärungen/Auslegungen etc. des StAp) ergießt sich von oben(StAp) nach unten(Bartspitze=Amtsträger).
Das ist wirklich oftmals ein Tohuwabohu!
Zumal sich die NAK als "Wort-Kirche" und nicht als "Schrift-Kirche" versteht.
Darum ist es nicht ungewöhnlich, dass die wenigsten Amtsträger amtliche Erklärungen
im Detail nicht kennen bzw. nicht daran interessiert sind, sie kennen zu lernen.

L.

Hannes

Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#112 Beitrag von Hannes » 25.06.2010, 16:08

verbindlich hat geschrieben:Ich weiss nur, das Opfer Segen bringt. Und das nicht nur in Euro oder Dollar. Ist auch nicht wichtig, jedenfalls für mich.
hallo verbindlich,

wie misst du/wie misst man 'segen'? du sprichst in diesem zusammenhang von 'wissen'. gibt es indikatoren für segen?

beispiel: ich, hannes, lege den zehnten in den opferstock - und habe dazu eine haltung. und dann geschieht etwas (wie ja immer etwas geschieht). und dann kommt meine interpretation der geschehnisse/veränderungen. warum sage ich dann: es war/ist segen! und: wäre dasselbe ohne mein opfer auch geschehen?

weisst du, was ich meine?

es geht in meinem gottesbild nicht um einen opfer-segen-zusammenhang. es geht um vertrauen auf eine kraft, die trägt, wenn meine kraft nicht (mehr) reicht, um eine hand, die hält, um ein wort, das verändert ... braucht es dazu 'den zehnten'?

dinge, die wir heute 'segen' nennen, könnten wir vielleicht morgen 'fluch' nennen. wer weiss das?

ich nicht ...

lg - hannes

Cemper

Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#113 Beitrag von Cemper » 25.06.2010, 16:13

Lobo hat geschrieben:
Cemper hat geschrieben:...Wenn das nicht so wäre, dann müssten die Aussagen von etwa 250.000 Amtsträgern der Neuap. Kirche incl. des Kirchenpräsidenten jeweils wichtiger sein als die amtlichen Erklärungen. Viel Spaß bei diesem Tohuwabohu...
C. -
Es ist aber in den meisten Fällen so. In der NAK gilt das Prinzip "Abrahams-Bart",
d.h., der Segen(Erklärungen/Auslegungen etc. des StAp) ergießt sich von oben(StAp) nach unten(Bartspitze=Amtsträger).
Das ist wirklich oftmals ein Tohuwabohu!
Zumal sich die NAK als "Wort-Kirche" und nicht als "Schrift-Kirche" versteht.
Darum ist es nicht ungewöhnlich, dass die wenigsten Amtsträger amtliche Erklärungen
im Detail nicht kennen bzw. nicht daran interessiert sind, sie kennen zu lernen.

L.
Lobo - es ist vielleicht in den Köpfen vieler neuap. Christen incl. Amtstsräger so. Aber das ist für die Klärung der Sache nicht relevant. Die NAK ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Ihre Statuten/Verfassungen sind verbindlich - da kann nicht jeder Hausmeister erklären, was gilt und was nicht gilt. Und das Desinteresse und die Unkenntnis der Amtsträger zählen auch nicht. Die Geltung des Kirchenrechts und offizieller Erklärungen ist nicht davon abhängig, dass sich die Leute dafür interessieren.

_

Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#114 Beitrag von _ » 25.06.2010, 16:17

Hannes hat geschrieben:weisst du, was ich meine?
ja: confirmation bias (s.a. wikipedia, zu deutsch bestätigungsfehler - hat also nix mit der konfirmation zu tun.)

Lobo

Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#115 Beitrag von Lobo » 25.06.2010, 16:21

Cemper hat geschrieben:...Ihre Statuten/Verfassungen sind verbindlich - da kann nicht jeder Hausmeister erklären, was gilt und was nicht gilt. Und das Desinteresse und die Unkenntnis der Amtsträger zählen auch nicht. Die Geltung des Kirchenrechts und offizieller Erklärungen ist nicht davon abhängig, dass sich die Leute dafür interessieren...
C. -
Ihre Argumente sind leider nur trockene Theorie, reines Wunschdenken.
Daran zeigt sich aber auch eindeutig, dass Sie die NAK wirklich nicht kennen.

L.

_

Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#116 Beitrag von _ » 25.06.2010, 16:24

nun, cemper,

stehen wir aber vor dem problem, dass die statuten keine aussagen zu theologischen themen (wie der evtl. bedeutung des geldopfers für das seelenheil des gläubigen) enthalten, und andererseits die gottesdienste, die amtsträger und geschwister 2x wöchentlich hören (müssen), keine aussagen zu den statuten, aber dafür vielfältige appelle in richtung opferbereitschaft - was dazu führt, dass weder amtsträger noch geschwister die statuten kennen, doch aussagen wie "opfer bringt segen" in aller munde bzw. ohren bzw. köpfen sind.

mfg, _

Matula
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Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#117 Beitrag von Matula » 25.06.2010, 16:35

Cemper hat geschrieben:Werter Cerebron!

Zu Ihrem Eintrag oben über Loreley: Ich bin ratlos. Ich danke Ihnen für Ihre Mühe - aber ich bin ratlos. Bei der kritischen Durchsicht der verlinkten Texte komme ich zu dem Ergebnis, dass meine Argumentation in sich stimmig ist. Das Ergebnis der Argumentation mag manchem nicht gefallen. Das beweist aber nicht die mangelnde Tragfähigkeit meiner Argumente. Ich kann auch nicht erkennen, wie Sie aufgrund meiner Darlegungen zu Ihren zusammenfassenden Thesen kommen (eine Seite zuvor, Eintrag 10:06).

Wir können das Problem vielleicht später grundsätzlicher betrachten. Ich muss ja in dem anderen Forum (GuK) noch Bert und dem verehrten Herrn Zwischenrufer antworten; bei der Gelegenheit kann vielleicht einiges klarer werden.

Jetzt sei nur gesagt: Mir wird vielfach vorgehalten, ich würde a) akademisch-nebulös schreiben und b) die NAK "in Schutz" nehmen. Beides ist mir unverständlich. Ich bemühe mich erstens um sachliche Beiträge und meine, dass ich dieses Ziel manchmal - also nicht immer - erreiche. Zweitens stelle ich auch Ansprüche an Kritik; das heißt konkret, dass ich Kritik an der Neuap. Kirche nicht von vornherein als richtig und gut wahrnehme, weil es sich um Kritik handelt. Nein - auch der Kritiker kann gut oder schlecht sein oder sogar absurden Unsinn erzählen. Wenn jemand beispielsweise eine umfängliche Sammlung mit allerlei Nonsens und Widersprüchlichkeiten aus neuap. Schrifttum undd neuap. Gottesdiensten vorlegt, dann hat der doch keine Kritik geleistet, sondern lediglich Nonsens und Widersprüchlichkeiten gesammelt. Damit kann ich auch dienen. Was glauben Sie wohl, was ich in der evangelischen Kirche alles erlebt habe! Da biegen sich die Balken. Was glauben Sie wohl, was ich in Parteien und in Gewerkschaften und in Behörden erlebt habe! Da biegen sich auch die Balken. Und die Wissenschaft? Ach du liebe Zeit ... Da gibt es auch einiges zu erzählen. Und: Was glauben Sie wohl, was ich Ihnen als teilnehmender Beobachter aus der Neuap. Kirche erzählen könnte! Auch da würden sich einige Balken biegen.

Mit einer Sammlung negativer Geschichten wird man aber nicht zum Kritiker. Man leistet keine wirkliche Auseinandersetzung. Mancher dieser Sammler wird lediglich Lumpensammler mit (.....) Freude an seinem Tun.

Cemper, ich finde es schon sehr anmaßend, die durchweg berechtigte und in der Regel moderat vorgetragene Kritik einzelner Fories mit (.....) Freude am Tun abzutun.

Was können Sie denn schon als teilnehmender Beobachter aus der Neuap. Kirche erzählen !?





Das für heute. Nächste Woche geht es dann weiter. Bleiben Sie heiter.

Ihr Cemper

Cerebron

Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#118 Beitrag von Cerebron » 25.06.2010, 16:45

Werter Cemper!
Cemper hat geschrieben:Werter Cerebron!

Zu Ihrem Eintrag oben über Loreley: Ich bin ratlos. Ich danke Ihnen für Ihre Mühe - aber ich bin ratlos. Bei der kritischen Durchsicht der verlinkten Texte komme ich zu dem Ergebnis, dass meine Argumentation in sich stimmig ist. Das Ergebnis der Argumentation mag manchem nicht gefallen. Das beweist aber nicht die mangelnde Tragfähigkeit meiner Argumente. Ich kann auch nicht erkennen, wie Sie aufgrund meiner Darlegungen zu Ihren zusammenfassenden Thesen kommen (eine Seite zuvor, Eintrag 10:06).

Wir können das Problem vielleicht später grundsätzlicher betrachten.
Danke für Ihr Angebot, aber danach steht mir nicht der Sinn. Wir sind bereits jetzt sehr grundsätzlich, und trotzdem kommen wir nicht zu einem Ergebnis. Was soll erst werden, wenn wir noch grundsätzlich werden. Sollen wir dann "vor die Tür gehen"?
Cemper hat geschrieben:Ich bemühe mich erstens um sachliche Beiträge und meine, dass ich dieses Ziel manchmal - also nicht immer - erreiche. Zweitens stelle ich auch Ansprüche an Kritik; das heißt konkret, dass ich Kritik an der Neuap. Kirche nicht von vornherein als richtig und gut wahrnehme, weil es sich um Kritik handelt. Nein - auch der Kritiker kann gut oder schlecht sein oder sogar absurden Unsinn erzählen. Wenn jemand beispielsweise eine umfängliche Sammlung mit allerlei Nonsens und Widersprüchlichkeiten aus neuap. Schrifttum undd neuap. Gottesdiensten vorlegt, dann hat der doch keine Kritik geleistet, sondern lediglich Nonsens und Widersprüchlichkeiten gesammelt.
Aha. Aber was hat das mit diesem Thread zu tun? Loreley stellt eine Frage, ob sich etwas so oder anders verhalten habe. Diese Frage kann man beantworten. Das hat doch zunächst einmal nichts mit Kirchenkritik zu tun. Dass solche Threads - gerade wenn es um Opfer geht - immer wieder in gefühlsschwangere Rundumschläge ausarten ist eine bedauerliche Erscheinung auch dieses Forums. Aber diese Erscheinung rechtfertigt doch nicht, die Frage unbeantwortet zu lassen oder sie mit dem Hinweis abzuweisen, dass sie nicht den Kriterien für eine Kritik genüge. Ich sehe nicht, dass Loreley die Neuapostolische Kirche mit ihrer Frage kritisiert hätte. Und ich sehe keine Anhaltspunkte dafür, eine solche Kritikabsicht in Loreleys Eingangsbeitrag hineinzulesen - gerade weil die bloße Darstellung eines Widerspruchs in neuapostolischem Schrifttum keine Kritik ist. Übrigens bezweifle ich auch, dass ein von StAp Fehr geschriebenes Buch qua "Amtes im Ruhestand" zum neuapostolischen Schrifttum zählt.

Gruß,
C.E.

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Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#119 Beitrag von Loreley 61 » 25.06.2010, 17:07

Was soll`s Cerebron - er könnte verstehen, aber ich denke fast, er will nicht. :wink: Da die Statuten ja nichts über Segen und Fluch aussagen, habe ich mich lediglich auf das Buchzitat bezogen und ich glaube, ich habe den Gegenbeweis mehrfach angetreten. Vielleicht könnte einiges noch klar werden, wenn "man" mal lesen würde was PeterMustermann geschrieben hat, aber offenbar möchte "man" das nicht. :wink: Es ging im Buchzitat zudem ums "Predigen". Ergibt sich aus dem Satz: Er hätte das jedenfalls nicht gepredigt........

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Cemper

Re: Widersprüchliches im neuen Fehr-Buch

#120 Beitrag von Cemper » 25.06.2010, 21:04

Matula hat geschrieben:Cemper, ich finde es schon sehr anmaßend, die durchweg berechtigte und in der Regel moderat vorgetragene Kritik einzelner Fories mit (...) Freude am Tun abzutun.

Was können Sie denn schon als teilnehmender Beobachter aus der Neuap. Kirche erzählen !?
Ich finde das gar nicht anmaßend. Im Gegenteil. Manchen Kritikern sollte mal gezeigt werden, dass sie erstens die Mindestanforderungen an Kritik nicht erfüllen - im Klartext: dass sie oft nur Gerede produzieren - und dass sie zweitens ihre persönlichen Probleme an anderen Orten lösen lassen sollten: zum Beispiel in einer Therapie. Falls Sie nicht richtig gelesen haben: Ich schrieb "Manchen Kritikern" - es sind also nicht alle gemeint.

Und zu dem anderen Punkt: Als teilnehmender Beobachter könnte ich allein über Sie schon viel erzählen.

Machen Sie's gut.

Cemper

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