Wächteramt: politische Arbeit

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Maximin

Re: Wächteramt: politische Arbeit

#11 Beitrag von Maximin » 13.06.2010, 08:06

:) Lieben Freunde,
seit sich der scheibenwischende Dieter Hildebrandt (ehemals Münchner Lach- und Schießgesellschaft) in die Bank gesetzt hat, fehlt mir was. Na gut, da sind noch Urban Priol und Georg Schramm in ihrer irren Anstalt sowie der XXL-Otti in seinem urgemütlichen Schlachthof. Aber sonst...?

Obwohl West-Berliner, ist mir das politische Raumschiff der Hauptstadt ein Gräuel. Da rennen mir zu viele Hysteriker rum; schwarze, rote, grüne, gelbe und inzwischen sogar kommunistenrote.

Nicht dass mir süffisante Satire in meiner pietistisch-apostolischen Sozialisation entrissen wurde. Nö! Nur ödet mich der Politikzirkus im Berliner Reichstagsgebäude an. Warum? Na ich erwarte von den dort agierenden Protagonisten eigentlich anderes als dümmlichen Klamauk, inhaltlose Worthülsendrescherei und durchsichtig verlogenes Taktieren.

Was tun? Wohin fliehen? In den bewahrenden Schoß einer heiligen Mutter Kirche? Ich habe es mit dem Münchner Bayernkurier versucht und las dort dieser Tage: „Es plapperten die Plapperschlangen, bis ihr Plappern schlapper klang!“

Freundlichst Maximin :wink:

Brombär
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Re: Wächteramt: politische Arbeit

#12 Beitrag von Brombär » 13.06.2010, 09:58

Lobo hat geschrieben:Muss eine Kirche sich nicht auch immer politisch verstehen, wie z. B. die Evangelische Kirche es praktiziert. Die NAK lehnt laut eigener Aussage alles Politische ab. Aber ist sie wirklich unpolitisch? Wäre es nicht zeitgemäß die Stimme bei sozialen Ungerechtigkeiten, bei Kriegseinsätzen etc. zu erheben? Ich meine, ja.
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Werte/r Lobo,

m.M. nach sollte die NAK zu allererst ihre Hausaufgaben innerhalb des eigenen Hauses erledigen, bevor sie Gedanken an politische Entwicklungen produziert.

Im Tiefstinneren weiß ihre KL, dass die NAK in Deutschland einer unsicheren Entwicklung unterliegt. Politische Standpunkte zu publizieren, wäre wie die Ameisen, welche nachstehend beschrieben sind :

Ein Pferd tritt in einen Ameisenhaufen. Die Ameisen beschließen, sich zu rächen und stürzen sich allesamt auf das Pferd. Dieses schüttelt sich einmal kräftig und wirft dabei alle Ameisen ab - alle bis auf eine.
Die Ameisen feuern diese eine nunmehr von unten herauf an : " Karl-Heinz !! Würg es, mach es fertig !! "

Bb.
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

Gaby

Re: Wächteramt: politische Arbeit

#13 Beitrag von Gaby » 14.06.2010, 08:11

>>Was tun? Wohin fliehen?<<

Lieber Micha,

nun ich habe an anderer Stelle ( in einem Forum) schon meinen Mund aufgetan und mir diesen schon des öfteren verbrannt ;-) ... auch viel Gegenwind bekommen ;-) ... das ist halt so, wenn man nicht mit dem Strom schwimmt.
Fliehen bringt nichts denke ich ... Mutter Kirche wäre zumindest für mich gar keine Option mehr ... die denkt auch nur darüber nach, wie sie selbst am Besten aus der Krise herauskommt bzw. "ihr Schäfchen ins Trockene bringt" ;-)
Sich einen kritischen Blick bewahren bei all dem Polit-Zirkus und ansonsten folgendes nicht aus den Augen verlieren:

Röm 2,12-16: 12 Welche nämlich ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz zugrunde gehen; und welche unter [dem] Gesetz gesündigt haben, werden durch [das] Gesetz gerichtet werden. 13 Denn nicht die Hörer des Gesetzes sind gerecht bei Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerecht gesprochen. 14 Wenn nämlich Heiden, die [das] Gesetz nicht haben, von Natur aus die [Forderungen] des Gesetzes tun, dann sind die, die [das] Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz. 15 Sie zeigen ja, dass das Werk des Gesetzes in ihren Herzen aufgeschrieben ist, weil ihr Gewissen mit Zeugnis ablegt und die Gedanken sich gegenseitig anklagen und verteidigen, 16 an jenem Tag, an dem (der) Gott das Verborgene der Menschen richten wird nach meinem Evangelium durch Christus Jesus.

Hören wir auf unser Herz und handeln danach ... unabhängig davon, was uns die Politik weiß machen will ....
Zuletzt geändert von Gaby am 14.06.2010, 09:16, insgesamt 1-mal geändert.

Gaby

Re: Wächteramt: politische Arbeit

#14 Beitrag von Gaby » 14.06.2010, 09:16

Zwar kein Dieter Hildebrandt und Satiriker ...

aber er bringt es m.E. gut auf den Punkt ....

http://www.gert-heidenreich.com/41317/41555.html

>>Demokraten bedürfen der Phantasie. Sie müssen nämlich in der Lage sein, Alternativen zum augenblicklichen Zustand zu erdenken, zu gestalten oder zu verwerfen. Von dieser Bewegung lebt Demokratie. Andernfalls verfällt sie zu einem bloßen Wettstreit um Besitzstands-Wahrung.<<

Unsere Politiker haben m.E. keine Phantasie, ihnen liegt lediglich an der Besitzstands-Wahrung .... aber nur die der eigenen ... zumindest nach meinem Empfinden. Wie es der "normalen" Bevölkerung geht??? Welchen Politiker interessiert das wirklich noch? Gibt es wirklich einmal jemanden, dauert es nicht lange, bis dieser seine Ideale verliert, entweder aus Frust aus dem Politzirkus wieder aussteigt weil er nichts bewirken kann, oder aber sich dem allgemeinen mainstream der Politik anpasst und den Weg des geringsten Widerstand geht.

Maximin

Re: Wächteramt: politische Arbeit

#15 Beitrag von Maximin » 14.06.2010, 10:40

:) Liebe Gaby,
Deine Beiträge lassen mich herzhaft schmunzeln. Warum? Sie bezeichnen die beklagenswerten Verhältnisse sowohl im Politzirkus wie auch in den Kirchenbetrieben. Das kommt m. E. vom zunehmenden Vertrauensverlust. Die Leute hatten ja und geben gerne Vertrauen. Nur die, denen Vertrauen geschenkt wird, die verspielen es. Schade...!. :roll:
Liebe Grüße vom Micha :wink:

Gaby

Re: Wächteramt: politische Arbeit

#16 Beitrag von Gaby » 14.06.2010, 12:53

Bundesregierung-genehmigt-sich-Gehaltserhoehung

Micha, wie soll man denn da noch Vertrauen in die Politik haben?

Dem gegenüber stehen die angeblich sozial gerecht beschlossenen Sparmaßnahmen ...

Sparpaket

>>Mehrwertsteuer, Einkommenssteuer und der Soli-Zuschlag bleiben unangetastet. Genau wie der Spitzensteuersatz, was für Zündstoff sorgen dürfte, da wie es bisher scheint, nur die Ärmeren die Einsparungen zu tragen haben.<<

Aber diesbezüglich tut sich anscheinend was ....

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0 ... 78,00.html

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) schließt einen höheren Spitzensteuersatz inzwischen nicht mehr aus. Er hält es für möglich, dass der Bundestag eine solche Entscheidung trifft. "Es ist gutes Recht der Abgeordneten, Maßnahmen der Regierung durch andere zu ersetzen", sagte er dem SPIEGEL. Dies könne auch für einen höheren Spitzentarif in der Einkommensteuer gelten. Zuvor hatte Schäuble gesagt, er halte von einem höheren Spitzensteuersatz rein gar nichts.

Vielleicht haben die Politiker den Unmut der Bürger nun doch einmal mitbekommen ....

http://www.youtube.com/watch?v=s4HvbiBJd-g

http://www.youtube.com/watch?v=r9IkElMwmg0

tergram

Re: Wächteramt: politische Arbeit

#17 Beitrag von tergram » 14.06.2010, 13:05

Wartet ab, was uns unsere Fürsten und Gewaltigen noch alles servieren - während der Fußball-WM natürlich.

Das hat schon 2006 prima geklappt: Das Volk war im Torrausch und hat fröhlich Fähnchen geschwenkt - schwupps, war die Pendlerpauschale weg und keiner hat's gemerkt. Schaun wir mal, was sie uns dieses Jahr - schwupps - duch die Hintertür wegnehmen. Aber so lange der Durchschnittsdeutsche sein Bier, seine Grillwurst und einen funktionierenden (Großbild)Fernseher mit 3 x täglich Fußball hat, ist die Welt für ihn in Ordnung.

Brot und Spiele... :roll: Schwupps.

Maximin

Re: Wächteramt: politische Arbeit

#18 Beitrag von Maximin » 14.06.2010, 13:31

:) So isses wohl. Nur im Reichstagsgebäude hausen rd. 700 Volksvertreter. Draußen malochen oder dämmern rd. 80 Mio. Volksgenossen vor sich hin. Die drinnen reden und streiten sich täglich um Kopf und Kragen und wir draußen wenden uns zunehmend angewiedert ab. Warum eigentlich? Sollten wir denen nicht so langsam mal auf die Bude rücken? Etwa so wie es Tergram, in Bezug auf eine gewisse beratungsresistente Sonderkirche, immer wieder anregt ? Ich meine, wer auf "Ohne mich" abfährt, der sollte nicht meckern, wenn ohne ihn, wo auch immer, angekommen wird. :mrgreen:
LG vom Maximin :wink:

tergram

Re: Wächteramt: politische Arbeit

#19 Beitrag von tergram » 14.06.2010, 13:36

Im Unterschied zur beratungsresistenten Laienkirche kann ich bei den Reichstagsinsassen zumindest gegentlich einen Stimmzettel abgeben, der für mich auch immer ein Denkzettel ist. Irgendwie scheint den aber niemand zur Kenntnis zu nehmen.

Ich sollte dem Beispiel meines Großvaters folgen, der auf einen Wahlzettel mal "Matthäus 23, 33" geschrieben hat. :mrgreen:

Lobo

Re: Wächteramt: politische Arbeit

#20 Beitrag von Lobo » 14.06.2010, 13:49

Brombär hat geschrieben:...m.M. nach sollte die NAK zu allererst ihre Hausaufgaben innerhalb des eigenen Hauses erledigen, bevor sie Gedanken an politische Entwicklungen produziert...
Hallo Brombär,
wobei das Eine ja das Andere nicht ausschließen muss.
Den Bundespräsidenten zum Europa-Jugendtag einzuladen ist allerdings zu wenig.
Gruß
Lobo

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