Massen-Chöre

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agape
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Massen-Chöre

#1 Beitrag von agape » 07.06.2010, 14:18

Das Steigerlied beim "Day of Song"

"Deutschland hat nach den NS-Erfahrungen das öffentliche Singen verlernt.
Das wollen wir wiederentdecken», sagte Ruhr.2010-Geschäftsführer Oliver Scheytt.
Das Gesangsfest sollte die Menschen im Ruhrgebiet verbinden -
auch über von ihnen empfundene Gräben hinweg. [...]"

Quelle

NAK-NRW-Chorbeteiligte sich

Wer denkt da nicht manches Mal an Le Bon´s "Masenpsychologie" ?!

Ebenso hier EJT 2009

und auch hier ZJ-Treffen.

Vor der Krise ist nach der Krise-
nach der Krise ist vor der Krise


Lieben Gruß in die Runde,
agape

read u later ;)
Zuletzt geändert von agape am 07.06.2010, 14:35, insgesamt 1-mal geändert.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

verbindlich

Re: Massen-Chöre

#2 Beitrag von verbindlich » 07.06.2010, 14:34

vor allem, weil im Steigerlied der Schnaps besungen wurde, und sowas von obszön der Arsch fallera, das einem hören und sehen verging.
Sodom und Kammorra sind da gar nix gegen...
Seit Samstag singen die Menschen auf den Strassen im Ruhrgebiet nur noch solche Lieder: seit dem haben sie das Bayernland völlig vergessen, was für ein Geist!!!!

tergram

Re: Massen-Chöre

#3 Beitrag von tergram » 07.06.2010, 14:37

Aber, aber, aber... :shock: ...

...es gab doch auch "Hallelujah" von Händel, "Komm zur Ruhr" vom Gröli-Gröni, ein bißchen hüftwackelnde, tonsichere "Wise Guys", eine schauerlich knödelnde "Carmen" (im weissen Hosenanzug - ja, geht's noch?) und sogar die alten Hämmer aus der Mundorgel like "Am Brunnen vor dem Tore...". Das Volk durfte lauthals mitsingen, mitschmettern, mitgröhlen. Herrlich, sowatt! 8)

Watt willste also, Schwesther? War doch schön (fast allet). Spaß hammse gehabt. Und Stimmung war.Und so schön bunt waret auf Schaaaalke. Schalke iss ehm wie Kirche. Oder isset umgekehrt? :shock: :wink:

Egal. Mach ma noch'n Pilsken und 'n Kurzen. Mit'ne Körriwurst. Und getz alle: "Blau-und-weiss-wie-lieb-ich-dich..."

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agape
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Re: Massen-Chöre

#4 Beitrag von agape » 07.06.2010, 14:43

nee, is nich schön. nee.
Pseudosacrales in Massenhysterie ist im negativsten Sinne gänsehautverdächtig.

Du weißt doch, das Ruhrgebiet war Hort und Ort der damaligen neuen Heimatsucher - damit entstand so manches sondergemeinschaftliche Problem - das sich in den typischen Liedern widerspiegelte. So nicht immer wieder -und so besser auch nicht weiter....
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
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verbindlich

Re: Massen-Chöre

#5 Beitrag von verbindlich » 07.06.2010, 14:49

solln wir gar nicht mehr singen, oder nur noch das jallagellalle der Lena anhören, der mittlerweile Mio. von Bürgern anhängen? :mrgreen:

tergram

Re: Massen-Chöre

#6 Beitrag von tergram » 07.06.2010, 14:52

Klar sollst'e singen. Nur auf höherem Niehwo. Und nicht so laut. :mrgreen:

"Satellite..." *summ-Lena-summ*


Und falls du glaubst, das sei simple Unterhaltungsmusik - von wegen:

"Das Lied steht in der Tonart h-Moll, wobei in der Kadenz (h - e - Fis) die Dominante überwiegend durch A-Dur ersetzt wird. Bemerkenswert ist der chromatische Verlauf der Basslinie im letzten Teil der Strophe: Aus der Molltonika h wird ein Molltonika-Septakkord mit großer Septe (Ais), die im Bass gespielt wird, worauf A-Dur folgt. So entsteht eine Lineprogression. Im Refrain wird erstmals die Mollsubdominate e verwendet. [10] In der Bridge gibt zu den Basisakkorden noch G (Durparallele der Subdominante) und Fis (Dominante), zudem weicht diese Melodie in der Gestaltung stark von der der Strophe ab." Sagt wikipedia.

Siehste! Wenn datt kein Niehwo iss! :wink:

verbindlich

Re: Massen-Chöre

#7 Beitrag von verbindlich » 07.06.2010, 15:00

türlich, abba wern se nich alle durch moll versaut?
die Massen?, die hysterischen`? ich habe viele Fragen, nur ich weis nich welche....

simpel

Re: Massen-Chöre

#8 Beitrag von simpel » 07.06.2010, 16:04

ich hab früher im kinderchor gesungen: "Ich bin ein Gotteskind, das macht mich froh" - seitdem weiß ich, dass ich was besonderes bin und nicht mehr mit der masse schwimmen brauche.
und meine mutti hatte dann immer feuchte augen.
Bild

shalom
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Re: Massen-Chöre

#9 Beitrag von shalom » 07.06.2010, 16:59

[urlex=http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb/pages/de/family/news/100607dayofsong.html][ = > MYBISCHOFF ][/urlex] hat geschrieben: …Einmütig überschlagen sich evangelische, neuapostolische und profane Berichterstattung mit Lob des musikalischen Großevents »auf Schalke« am 5. Juni 2010.

Angesichts des Erfolgs der Veranstaltung soll Ex-WDR-Intendant Fritz Pleitgen die Arena im Ruhpott als Austragungsstätte für den Eurovision Song Contest 2011 ins Spiel gebracht haben – nicht ohne die Lena der Nation.

Werte Ruhr- Ruh- und Harrypotterfans,

“einmütig“ – was für ein Signalwort. Einmütig war vermutlich auch die überschlagende Abstimmung der BaVi über ihre neuen Glaubensartikel und einmütig wird wohl auch die unterschlagend topgeheime Abstimmung über die Satzungsänderung des Apostelvereins NaKi auf Kapstadt über die Bühne gebracht worden sein. MYBISCHOFF als das weltliche Zentralorgan des NaKi-Vereins zählt übrigens auch unter die sekundär-profane Berichterstattung im Gegensatz zu der geistlichen Klatschpresse :wink: .

Mit Über – und Austragungen sowie Satelliten haben Apostel Erfahrung :wink: . Der neue neuapostolische Glauben soll übrigens von dem geschwängerten Apostelamtskörper noch 2 Jahre länger ausgetragen werden (Wiedergeburt frühestens 2012).

shalöm

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Re: Massen-Chöre

#10 Beitrag von agape » 07.06.2010, 17:16

eben. ;)

Im Grunde geht es mir bei dem Thema eben auch nicht um Niewoh in f-dur oder h-moll,
sondern, wie - allerdings nur stichwortartig dargestellt - um die problematische Seite
der sozialen Anbindung(en) über euphorische "Wir-Gefühle in Zeiten der Krisen".
Wie schnell das ganze kippen kann, ist bekannt.
Ein lautes uniformes Staccato "ob wild sich Krieg erhebet...ich fürchte mich nicht"
macht die Gesamtsituation nie einfacher - suggeriert aber Sicherheit und vereinsmäßige Selbstvergewisserung.
Dieses führt oft zur Abhängigkeit und Unterwerfung (Sektenproblematik). Am Beispiel "Masse, Musik" lässt sich das gut darstellen, wenn auch hier von mir nur sehr verkürzt.

Die Vereinsmeiereien gaukeln etwas vor - was nie halten können.
"Schalke als Sondergemeinschaft" wäre da durchaus mal ein interessantes Thema.
Wirklich. ;)

Wie dem auch sei - die Zeitansage für heute muss anders aussehen.
Probleme rufen nach Lösungen und nicht nach Tranquilizern....
Abhängigkeit und Versklavung rufen nach Befreiung.
:- )

Schnell mal so am Rande ;)
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
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