Wenn Wege sich trennen

Hier bitte keine Beiträge mehr einstellen.
Gesperrt
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
agape
Beiträge: 1040
Registriert: 30.11.2007, 08:39
Wohnort: Bei Fischen mit Brot und Wein

Wenn Wege sich trennen

#1 Beitrag von agape » 23.04.2010, 22:54

ÖKT: Ökumenische Gottesdienstwerkstatt, Donnerstag, 14.00-15.00, Wenn Wege sich trennen

Wenn Wege sich trennen

Ökumenischer Gottesdienst für Menschen in Trennung
Wir bedenken verschiedene Aspekte von Trennung vor Gott. Mit Gottes Segen wollen wir Hoffnung und Zuversicht für den weiteren persönlichen Lebensweg schöpfen.


Die Trennung von einer Kirchengemeinde / Konfession ist vergleichbar mit einer Trennung vom Partner.
Um diesen Aspekt wäre bei diesem seelsorgerischem Ökum. GD-Angebot eine thematische Erweiterung durchaus erfreulich...
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Philippus

Re: Wenn Wege sich trennen

#2 Beitrag von Philippus » 24.04.2010, 14:24

agape hat geschrieben:Die Trennung von einer Kirchengemeinde / Konfession ist vergleichbar ...
Auch wenn das jetzt vielleicht etwas 'nebenher' ist:
In diesem Fall finde ich es bemerkenswert, wenn die Partnerin unaufgefordert sagt: "Ich gehe mit dir (in die EKD)" - einer aus der NAK, die andere aus der (christl.) Nachbarschaft.

In der Bibel wird ja schon berichtet, daß eine gewisse Frau Ester gesagt haben soll: "Wo Du hingehst, da geh ich auch hin." - Sicher wurde das in anderem Zusammenhang gesagt, aber es soll doch Wege geben, die geht frau/man ungern allein.
Viel Freude im Gottesdienst ... oder doch zumindest die eine oder andere positive Überraschung.

LG Frank

42

Re: Wenn Wege sich trennen

#3 Beitrag von 42 » 24.04.2010, 14:45

Vielleicht kann agape noch einmal erklaeren, welche Art der Trennung die Veranstalter meinen.
agape hat geschrieben:Die Trennung von einer Kirchengemeinde / Konfession ist vergleichbar mit einer Trennung vom Partner.
Um diesen Aspekt wäre bei diesem seelsorgerischem Ökum. GD-Angebot eine thematische Erweiterung durchaus erfreulich...
Diese Erweiterung des seelsorgerischen Angebots gibt es in der NAK bereits, agape. "Heute ist es notwendig, um jede einzelne Seele zu kaempfen!" (StAp Leber am 12.3.2006 in einem Aemtergottesdienst in WI, ==> Quelle)

Weiter fuehrte er aus:
:"Heute ist es notwendig, um jede einzelne Seele zu kämpfen! [...] Und wenn es manchmal aussichtslos erscheinen mag, lasst uns kämpfen. Wir wollen mit aller Liebe, allem Verständnis an diese Aufgabe herangehen." Stammapostel Leber zeigte dann einige Gruppen auf, wo ein besonderer Kampf erforderlich ist. "Wir kämpfen erstens um jeden Jugendlichen, ich betone: Um jeden Jugendlichen!", so der Stammapostel. Als weitere Gruppe erwähnte er die Kritischen (nicht als abwertende Bezeichnung gemeint), "...wir kämpfen um solche, wir schreiben sie nicht ab... ". Der Stammapostel erwähnte auch die Gruppe der "Komplizierten", die immer wieder viele Probleme sehen, die nicht zurecht kommen mit diesem und jenem "... wir kämpfen darum, sie zu behalten, sie zu gewinnen, mit ihnen dem Ziele entgegen zu streben.", er sprach die Gruppe der Kreuzesträger an, die manches Mal vielleicht an der Grenze stehen, die nicht mehr ein noch aus wissen sowie auch die, die in Problemsituation und schwierigen Verhältnissen leben wie zum Beispiel solche, bei denen die Ehen auseinander gehen. "Wir kämpfen um solche und lassen sie nicht einfach gehen ..."

tergram

Re: Wenn Wege sich trennen

#4 Beitrag von tergram » 24.04.2010, 17:54

Ja.
Es macht aber einen Unterschied, ob Kirche um Menschen "kämpft" (wie auch immer man sich das konkret vorzustellen hat), oder ob Kirche ein Angebot zur Begleitung in schwierigen Lebenssituationen macht... Bei Ersterem steht die Kirche im Fokus. Bei Letzerem der Hilfesuchende.

Soweit ich agape verstanden habe, sieht sie Parallelen zwischen der Trennung von einem (Ehe)Partner und der Trennung von einer Kirche, was den emotionalen Part angeht.

Von der NAK eine "Ausstiegsbegleitung" zu erwarten, wäre wohl zuviel des Guten... :wink:

42

Re: Wenn Wege sich trennen

#5 Beitrag von 42 » 24.04.2010, 19:35

tergram hat geschrieben:Es macht aber einen Unterschied, ob Kirche um Menschen "kämpft" (wie auch immer man sich das konkret vorzustellen hat), ...
Da fehlt auch mir das Vorstellungsvermoegen, was Leber eigentlich meint.
tergram hat geschrieben: .. oder ob Kirche ein Angebot zur Begleitung in schwierigen Lebenssituationen macht...Bei Letzterem steht der Hilfesuchende im Fokus.
Da muss ich eine Lanze fuer die NAK brechen. Ich glaube, dass auch andere Leser entsprechende Erfahrungen gemacht haben.
tergram hat geschrieben:Von der NAK eine "Ausstiegsbegleitung" zu erwarten, wäre wohl zuviel des Guten...
Ach ja? Warum waere das zu viel verlangt? "Die NAK", zumindest Herr Leber, will doch sogar "um die Seelen kaempfen". Da waere doch (nur beispielsweise) ein Gespraech, warum jemand sich zum Ausstieg entschlossen hat, eine der Moeglichkeiten. Irgend etwas passt nicht so ganz. Ich fuerchte, dass bei Lebers Gottesdienstaussage eine gute Absichtserklaerung - lies Dir den Text doch noch einmal in Ruhe durch - und die Empfindungen der Ausgetretenen nicht uebereinstimmen.

Dass eine Art "Ausstiegsbegleitung" doch geht, wenn auch nach dem Ausstieg, zeigt Bischof Fuerst (Rottenburg/Stuttgart, kath.): er laedt Ausgetretene zu Gespraechen ein; ich glaube mich an die Zeitungsmeldung so zu erinnern, dass er drei Termine vorgesehen hat, um diese kuerzlich Ausgetretenen einzuladen. Ob jemand eine solche Einladung annehmen will, bleibt immer noch jedem selbst ueberlassen.

Im Grunde genommen stimme ich Dir jedoch zu tergram: So viel Aufmerksamkeit wie Bischof Fuerst sie seinen kritischen Kirchenmitgliedern gegenueber an den Tag legt, ist fuer mich als Neuapostolischen von hoeherer Stelle tatsaechlich ungewohnt.

Gesperrt

Zurück zu „Ökumene“