Christentum - Religion für alle oder nur Teil einer universellen

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Heidewolf
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Re: Ostergrüsse 2010

#11 Beitrag von Heidewolf » 06.04.2010, 08:29

Ja, liebe tergram.
Der allmächtige Gott scheint nun aber diesen Weg gegangen zu sein, das ein Teil seiner Gottheit zu den Menschen gekommen ist.
Und die, die an ihn, den Gottessohn glauben, sollen errettet werden. Nicht nur von den mancherlei Qualen dieser Erde. Sondern auf ewig bei Gott zu sein.
Es scheint ein Treppenwitz der apostolischen Geschichte zu sein, das die, die Totengräber des apostolischen Gedankens sind, genau dort an die Macht gekommen sind. Und dann wieder nach den Gesetzen des AT ihre Gemeinschaft aufmischen.

Denn der apostolische Gedanke liegt doch in dem Gebot, alle Völker zu lehren und zu taufen. Und damit zu CHRISTEN zu machen. Zu Menschen, die an Christus glauben, die ihm vertrauen!!!
Darin waren sich die ersten Apostel einig, eben auch geführt durch den heiligen Geist.
Auch die Männer, die Anfang des 19ten Jahrhunderts an die Sache herangingen und sich als Apostel beauftragt fühlten, versuchten in diesem Sinne zu arbeiten.

Da jetzt eine Gemeinschaft zu gründen, die nur ihren eigenen Anhängern ewiges Heil verspricht!?, macht in diesem apostolischen Gedanken und eben in diesem christlichen Umfeld keinen Sinn.

Das scheint mir nun wirklich genau so verengt gedacht, wie schon die Denke der Pharisäer zu Jesu Zeiten war.
Irgendwie nichts dazugelernt. Schade, aber so ist es wohl. Es wird nur sich selber gepredigt, wie da jetzt auch woanders in Leserbriefen geschrieben. Der Bräutigam bekommt die Rolle eines notwendigen Statisten zugeordnet.
Dabei ist doch die Beziehung Mensch-Christus das ganz Entscheidende.

Die großen Christlichen Festtage Weihnachten, Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten erinnern eben an die Eckpunkte des christlichen Glaubens.
Ich denke, daraus kann jeder Gläubige eine Menge Kraft ziehen.
In dem Sinne weitere gesegnete Wochen.
Heidewolf
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

tergram

Re: Ostergrüsse 2010

#12 Beitrag von tergram » 06.04.2010, 09:28

Heidewolf hat geschrieben:Denn der apostolische Gedanke liegt doch in dem Gebot, alle Völker zu lehren und zu taufen. Und damit zu CHRISTEN zu machen.
Tja, das scheint in den letzten 2000 Jahren aber nicht funktioniert zu haben... Schauen wir uns mal die Zahlen an:

(Quelle wikipedia; Stand 2007)

Christentum (2,1 Milliarden)

Islam (1,5 Milliarden)
Säkulare, Nichtreligiöse (1,1 Milliarden)
Hinduismus (900 Millionen)
Traditionelle chinesische Religionen (394 Millionen)
Buddhismus (376 Millionen)
Nichtafrikanische indigene Religionen (300 Millionen)
Traditionell Afrikanische Religionen (100 Millionen)
Sikhismus (23 Millionen)
Spiritismus (15 Millionen)
Judentum (14 Millionen)
Bahai (7 Millionen)
Jainismus (4,2 Millionen)
Shintoismus (4 Millionen)
Caodaismus (4 Millionen)
Zoroastrismus (2,6 Millionen)
Tenrikyō (2 Millionen)
Neopaganismus (1 Millionen)
universalistischer Unitarismus (800.000)
Rastafari (600.000)
Scientology (500.000)


Von den geschätzt knapp 7 Milliaren Menschen auf Erden bekennen sich gerade mal rd. 30% zum Christentum. 70% aller menschlichen Geschöpfe Gottes sind also verloren? Das soll ich ernsthaft glauben? Das soll Gottes Wille sein? Wille des Gottes, von dem gesagt wird, dass er allen Menschen helfen will? Diesen Gott soll ich anbeten, ja sogar lieben?

Nein Heidewolf, da stimmt etwas nicht. Ganz und gar nicht. ... (Ich mag mir nicht vorstellen, dass der Fehler in dieser gedanklichen Vorstellung bei Gott liegt. Eher scheint es so zu sein, dass wir Menschen einem großen Irrtum aufsitzen.)

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Heidewolf
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Re: Ostergrüsse 2010

#13 Beitrag von Heidewolf » 06.04.2010, 11:07

Liebe tergram,
mit Sicherheit unterliegen wir Menschen Irrtümern.
Das hat es unter den ersten Aposteln schon gegeben, siehe, als es darum ging, zu den Heiden zu gehen.
Das gibt es bei den letzten Aposteln noch viel mehr.
Wenn ich mal so betrachte, wie es uns überliefert ist. Jesus suchte immer wieder die Verbindung zu seinem Vater. Von da bekam er Weisheit und Kraft.

Wieviel mehr ist das heute nötig!

In Johannes 1,12-13 steht, das, die ihn aufnahmen, Gottes Kinder heißen.

Die Zahlen zu den Religionen sagen zumindest aus, dass es sehr viele Menschen gibt, also in allen Teilen der Erde, die sich zu Christus bekennen. Wie fest dieser Glaube ist, ist dann aber widerum noch eine andere Sache. Insofern hat sich doch dieser Sendungsauftrag schon erfüllt.

Wie ich schon sagte, es geht darum, IHN aufzunehmen. Und es ist doch meines Wissens nirgendwo verzeichnet, dass ihn alle aufnehmen. Aber es sollen alle die Möglichkeit bekommen.

Meine These ist eben auch, das durch Jesus die besondere Liebe gottes in die Welt gekommen ist, und der Weg Gottes mit seinem auserwählten Volk damit abgelöst wurde.

Es erfüllt mich aber auch mit Schrecken, was alles so nach Jesu Himmelfahrt im Namen Gottes und im Namen Jesu so getan wurde. Zwangschristianisierung, Hexenverfolgung, Irrlehren usw.

Darauf weiss ich auch keine Antwort. Selbst der freie, den Menschen gegebene Wille scheint das nicht alles erklären zu können.

Mir bleibt da auch nur der Weg, durch den Glauben an Jesus und sein Opfer das Glaubensziel zu erreichen.

Du kennst das Lied ja noch: Auf ewig bei dem Herrn, soll meine Losung sein....

Ich bin mir dessen meistens bewusst, es ist noch ein hartes Stück Arbeit. Und ohne Gnade ist es nicht zu schaffen.

Apropo Schaffen, ich muss jetzt gehen.

LG, Heidewolf

PS: Die Aussage, in meines Vaters Haus sind viele Wohnungen, hat m.E. eine hohe Bedeutung.
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tosamasi
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Re: Ostergrüsse 2010

#14 Beitrag von tosamasi » 06.04.2010, 11:50

Heidewolf schrieb:
PS: Die Aussage, in meines Vaters Haus sind viele Wohnungen, hat m.E. eine hohe Bedeutung.
Da besteht die innerliche Gefahr der Klassifizierung.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

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Re: Ostergrüsse 2010

#15 Beitrag von Heidewolf » 06.04.2010, 11:55

Die Gefahr ist in der Tat in der ganzen Bibel zu finden.

Ich sehe darin aber eher die Hoffnung,
ein Plätzchen abzubekommen.
Immerhin sind die Messlatten hoch aufgehängt. Und in meinem Alter habe ich schon eine gewisse Bodenhaftung.
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Re: Ostergrüsse 2010

#16 Beitrag von shalom » 06.04.2010, 12:46

Werte DiskurstelnehmerInnen,

welche Stilblüten in einer Wortkirche mitunter vorkommen können, mag folgendes Glaubenserlebnis vor Augen führen. In der vorösterlichen Zeit berichtete nak-nrw, dass (News) kostenfrei herunterladbar wären. Die Rede war von Eifon und auch von Eipott.

Die Vorzeigegemeinde Pulheim war es wieder einmal mehr, die Geschäftsidee nach dem Hörensagen selbstbildhaft umzusetzen (Eialtar). Weitere Stufen von der Eileiter zeigt die na-amtliche (Eiergalerie). Die Botschaft war ja auch so ein Kuckucksei, was der Amtskörper da auf dem Altar ausgebrütet hatte und von dem es unisono heute schriftgelehrt heißt: "Wir wissen' s nicht".

Shalei shalöm

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Re: Ostergrüsse 2010

#17 Beitrag von evah pirazzi » 06.04.2010, 22:01

Fröhliches Eierpulen in Pulheim - wie schön!!

Für den nächsten OsterfEIer-Gottesdienst der PulhEImer hätte ich noch ein paar HEIlEITt-Ideen, wenn schon die Predigt so schwach ist, dass sie zu keiner näheren Berichterstattung taugt.

Wie wäre es mit einem fröhlichen Wetteifern beim "Eisprung"?

Passend zum Thema "Neuer Glaube" könnte ich mir auch gut einen "Eiertanz" vorstellen.

Ja, muss denn eine Osterpredigt zukünftig überhaupt noch sein, fragt da das unbedarfte Ostereier-Altarschmückerherz, welches schon das "Osterei 2011" im Sinn hat, das den Altar überdimensional schmücken soll: "Osterei Amtsträgerfrisur" - aus naheliegenden Gründen...

:wink:
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

Dieter

Re: Christentum - Religion für alle oder nur Teil einer univ

#18 Beitrag von Dieter » 07.04.2010, 08:40

Liebe evah,

was willst Du erwarten? Die Ei-Form ist doch schon im Emblem dieser Kirche enthalten. Da ist es doch naheliegend, Eier auch auf dem Altar zu deponieren. Eieiei aber auch.

Aber im Ernst. Eier und Kücken auf dem Altar halte ich auch an Ostern für etwas deplaziert. Fehlt nur noch, daß der Osterhase über die grüne (Altar-)Wiese hoppelt. Ich denke, wenn schon irgendein Tier an Ostern auf dem Altar zur Dekoration hätte herhalten sollen, so wäre es wohl am besten gewesen, ein Lamm zu nehmen. Das hat wenigstens noch einen christlichen Bezug und passt zu dem Ostergedanken. Jedoch nicht bei einer oberflächlichen Betrachtung, wie ich sie früher oft erlebt habe. An Karfreitag wird von Ostern gepredigt und an Ostern bleibt man nicht beim leeren Grab stehen sondern hält sich irgendwo zwischen Apostelsendung und Wiederkunft Jesu auf. Aber ich will jetzt nicht am Alten stehen bleiben.

Übrigens sollte der Vorsteher von Pulheim sorgsam acht geben. Wegen der Verwendung solcher Kreuze hat es in anderen Gemeinden schon erhebliche Unruhe gegeben. Und dort waren sie nur in Nebenräumen aufgestellt. Und hier sogar hinter dem Altar! Eieiei :D

Liebe Grüße
Dieter

reh

Re: Christentum - Religion für alle oder nur Teil einer univ

#19 Beitrag von reh » 07.04.2010, 13:38

wie ich hörte, gehörte die Sache mit den Eiern wohl zu uralten Riten (?), das Färben diente zur Kennzeichnung, und Suchen? Jesus musste auch gesucht werden, nachdem er aus dem Grab verschwunden war.
Bedeuten Eier nicht Kraft und Neubeginn?

Am Altar hatten wir nur Blumen, und da gehört m.M. auch nichts anderes hin, aber hinten wurden auch bunte Eier verteilt (und unten gabs Kaffee). Ein Osterfrühstück gehört dazu, finde ich.

Dieter

Re: Christentum - Religion für alle oder nur Teil einer univ

#20 Beitrag von Dieter » 07.04.2010, 13:42

Das Suchen hat wohl mit Ostern zu tun, und zwar aus dem Grund, wie Du, Reh, es gesagt hast. Aber Eier sind ein uraltes Fruchtbarkeitssymbol und haben mit dem christlichen Glauben eigentlich nichts zu tun. Daher gehören sie meiner Ansicht nach nicht an den Altar. Daß es beim anschließenden Osterfrühstück auch in der Kirche Eier geben kann und man sie die Kinder vielleicht auch suchen lässt, finden ich hingegen eine schöne Sache.
Man sollte eben halt darauf achten, daß nichts miteinander vermengt wird, was nichts miteinander zu tun hat.

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