Auferstehung

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Knodel

Re: Auferstehung

#161 Beitrag von Knodel » 25.04.2011, 09:47

Die trompetende Narzisse ist hübsch.

Frohe Ostern übrigens. :)

John

Re: Auferstehung

#162 Beitrag von John » 25.04.2011, 12:41

http://www.bible-only.org/german/handbu ... ehung.html

Intressanter Beitrag.

Einen schönen Ostermontag wünscht

John

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agape
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Re: Auferstehung

#163 Beitrag von agape » 25.04.2011, 21:06

"So spricht Jahwe, der Herr, zu diesen Knochen: Passt auf, ich bringe Atem und Geist in euch, dass ihr lebt! (Psalm 104.30) 6 Ich lege Sehnen an euch, lasse Fleisch über euch wachsen und überziehe euch mit Haut. Dann gebe ich meinen Geist in euch, dass ihr lebt. Ihr sollt erkennen, dass ich bin, der ich bin - Jahwe!'"

Hesekiel - Kapitel 37

Wie gefällt euch der ganze Text?
Was sagt er euch?

Das ist eine der maximal 12 (!) (alt-)testamentlichen Lesungen, die mitunter in der Osternacht verlesen werden können.

;)

@ John

"Das leere Grab" zählt theologisch u.a. zu den narrativen Darstellungen in der Bibel zur Ostergeschichte.
So gesehen ist das "leere Grab" eine nachträgliche erzählerische Konstruktion (Lyrik-Komponente) um das Besondere (Auferstehung, Weiterleben nach dem Tod, etc) deutlich werden zu lassen.

Ich verbürge für nichts. ;)
Auch nicht für das Gegenteil. ;- ))))

Geheimnis des Glaubens:
"Deinen Tod verkünden wir,
Deine Auferstehung preisen wir."


Es gilt: Wir alle wissen de facto über das Ostergeschehen NICHTS.

Als Christen hoffen wir, dass wir mit dem Beispiel, das uns Jesus zu seinen Lebzeiten gegeben hat (wir denken da beispielsweise an die Bergpredigt), ein Gott wohlgefälliges Leben führen zu können.

Alles Liebe,
agape
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Gaby

Re: Auferstehung

#164 Beitrag von Gaby » 26.04.2011, 10:14

Stelle den Link hier auch noch einmal ein ...

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13686917.html

Ganz gleich, ob man den dogmatischen Lehren der Kirchen folgt oder nicht, letztlich kommt es doch nur darauf an, dass Christus für einen selbst im Leben gegenwärtig ist, also "auferstanden" ist ....

Bedenkenträger

Re: Auferstehung

#165 Beitrag von Bedenkenträger » 30.04.2011, 14:12

Cemper hat geschrieben:Dazu auch: KLICK

Freilich stellt sich die Frage, ob das Evangelium, auf das hier verwiesen wird, so klar ist ...

[...]
Alter Freund, was ist schon ganz klar, mhm? :wink:

Allerdings gibt es wohl doch so etwas wie einen Grundkonsens darüber, was man als im Kern christlich und evangeliumsgemäß erachten kann (da fällt mir gleich der Auferstehungsglaube ein), und dem gegenüber ist eigentlich auch klar, was man wohl eher in die Rubrik der zeitgeistigen Strömungen einordnen kann, z.B. etliche Ideologien, die durch selektive Bibellesung und individuelle Interpretation und Applikation entstehen (und da fällt mir die feministische Theologie ein, die Hans Apel auch erwähnte).

Oder wie sehen Sie dies?

Bedenkenträger

Re: Auferstehung

#166 Beitrag von Bedenkenträger » 07.05.2011, 09:21

Loreley 61 hat geschrieben:[...]

Lieber Bedenkenträger, ich bin schließlich der evangelischen Landeskirche beigetreten,(unter anderem) gerade weil sie die Frauen noch am ehesten als gleichberechtigt anerkennt. Weil in ihr auch Frauen ein Amt haben können...usw. Du siehst, dass es Menschen gibt, die gerade aus diesen genannten Gründen evangelisch werden. Ich brauche als NAK - Aussteigerin keine "Alt-Herren-Riege" mehr, die mir als Frau vorschreiben will, was ich tun und lassen soll und wie ich zu glauben habe. Deshalb wäre die kath. Kirche für mich nicht in Frage gekommen. Die NAK logischerweise auch nicht mehr und Evangelikale/Fundamentalisten schon erst recht nicht.

Tja, und so eindeutig ist das Evangelium wohl wirklich nicht. Ich denke, je weiter die Bibelforschung voran geht, desto wahrscheinlicher muß man für Änderungen bereit sein. Es könnte ja sein, dass man in 50 Jahren unzweifelsfrei festgestellt hat, dass die Sache mit der Jungfrauengeburt Jesu durch Maria ein fake ist. (Wahrscheinlich weiß man das heute schon sehr genau) Oder das die leibliche Auferstehung nur Legende ist, ob man den Opfertod Jesu tatsächlich als Sühneopfer sehen kann............Ich verweise mal darauf, dass sich die Theologen bezgl. des Evangeliums (und der Bibel) eben auch uneins sind. Vielleicht finden Archäologen noch entsprechendes Material. Das hieße, dass man immer genauer an historische Wahrheiten herankommt und die Legenden vom echten Kern trennen kann. (Die Spreu vom Weizen) Das Glaubensvolk hätte dann einen Anspruch darauf, die ganze Wahrheit (soweit unzweifelsfrei festgestellt) zu erfahren. Ich bin lange genug veräppelt worden - und man hat mir zugemutet, die Bibel wortwörtlich zu nehmen, sowohl das Alte Testament, als auch das Neue. Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich mir dann die Freiheit nahm, selbst zu theologischen Büchern zu greifen und mal nachzulesen, was denn die Theologiestudenten so im Studium lernen. Auch wenn ich das nur auf der Basis eines Laien machen konnte. Das widerspricht halt oft den Sonntagspredigten. Auch das geht mit mir nicht mehr, dann bleib ich Sonntags lieber zu Hause, lege eine DVD mit Grimm`s-Märchen ein - und bin genauso weit, als wenn ich einen GD besucht hätte. (Sorry im Vorraus für meine Schärfe)

LG, Lory
Liebe "Loreley 61",

wie ich hier schon andeutete, im Grunde ist es schon recht klar, was das Evangelium des Herrn ist und worum es dort geht. Hier genügt eigentlich die Lektüre und Reflexion der Passagen aus Mk 1,14f, Mt 4,23; 9,35.

Nur bestimmte Sichtweisen resp. Brillen und Bilder, die wir mit der Zeit verinnerlicht haben, verunklaren den Blick hierauf. Oftmals hilft hier auch nicht die Theologie oder die Exegese weiter - im Gegenteil! Theologen schwätzen doch oft und man hat da schon mal schnell den Eindruck, sie wissen dabei gar nicht so recht, wovon sie reden. Die fromme einfache Schwester Erna Müller hat da mit ihrem Herzen oft mehr begriffen, sie hat allerdings auch nichts mit Feminismus oder dergleichen am Hut; sie glaubt an den Herrn und an Seine Botschaft von der Liebe Gottes ohne jeden Schnickschnack.

Nun, das Evangelium ist natürlich für diejenigen schwer zu erfassen, die sich einen Patchwork-Glauben gebastelt haben, und die sich im Kramladen verschiedener Ideologien bedienen und allen möglichen Mode- und Meinungstrends folgen, und für die Kirche bloß eine Art ideologischer und gewisse religiöse ad-hoc-Bedürfnisse abdeckender Überbau ist. Für sie muß in der Verkündigung von allem was dabei sein: Ein bißchen Ökologie, ein wenig Friedenspolitik, natürlich die Emanzipation usw. usf. Und für sie ist Jesus mal Feminist, mal Pazifist, mal Öko ... es wird sich alles zurechtgezimmert, nach den jeweiligen Bedürfnissen und Überzeugungen. Was dabei herauskommt, hat mit dem Christlichen meist nur noch sehr wenig bis garnichts zu tun.

Natürlich muß man den Glauben und die Heilige Schrift sowie die Verkündigung für die heutige Zeit verständlich machen, aber dabei darf man doch nicht den Inhalt umändern, glätten, harmonisieren, umdeuten. Das Evangelium, daß Jesus zu seiner Zeit verkündet hat, war auch unmodern und anstößig; er verkündete und lehrte die Nähe Gottes und rief zur Buße. Jesus verlangte viel, für manchen einfach zu viel (vgl. Mt 19,16-22; Mk 10,17-22).

Nochmals: Ich finde, das Evangelium ist schon eindeutig, denn - so Benedikt XVI. in seinem ersten Band »Jesus von Nazareth« - »der zentrale Inhalt des Evangeliums lautet: Das Reich Gottes ist nahe. Es wird eine Markierung in der Zeit gesetzt, Neues geschieht. Und es wird eine Antwort der Menschen auf dieses Geschenk verlangt: Bekehrung und Glaube. Das Zentrum dieser Ansage ist die Botschaft vom Nahesein von Gottes Reich. Diese Ankündigung bildet tatsächlich die Mitte von Jesu Wort und Wirken.« (Seite 77 a.a.O.)

Und Kirche muß heute das Evangelium wieder mehr ins Zentrum stellen, und nicht irgendwelchen Modeströmungen folgen oder sich politischer Fragen annehmen. Kirche muß mahnen, und die Menschen zur Umkehr aufrufen, sie muß unbequem und auch anstößig sein, sie muß natürlich gesellschaftlichen Auswüchsen widersprechen und sie anprangern, sie darf sich dann aber dem Pluralismus nicht zu sehr anbiedern, denn sonst hat Kirche keine Bedeutung mehr - das Salz verliert dann seinen Geschmack.

Was übrigens die "übernatürlichen Dinge" angeht, die Sie hier noch ansprechen, die Themen also wie Jungfrauengeburt, aber auch Himmelfahrt, Engel etc., da ist man ja heutzutage immer sehr schnell mit Antworten bei der Hand wie bspw. daß dies doch alles zeitbedingte Ansichten wären und heute sieht man doch da klarer- nun, ich bin da sehr skeptisch und finde, dort ist doch mehr der Wunsch der Vater aller Gedanken und Anstrengungen, um die Bibel noch irgendwie zu "retten", in die heutige Zeit hinein.

Ich grüße herzlich und wünsche ein angenehmes Wochenende!

Cemper

Re: Auferstehung

#167 Beitrag von Cemper » 12.05.2011, 22:29

Bedenkenträger -

Ihre beiden Einträge irritieren mich. Ich will nur kurz sagen:

Aufgrund meiner Lebenserfahrung würde ich nicht so schnell sagen, dass es „so etwas wie einen Grundkonsens darüber (gibt), was man als im Kern christlich und evangeliumsgemäß erachten kann“ (zu dieser Lebenserfahrung gehören zu einem nicht so kleinen Teil auch Erfahrungen mit Christen - Laien und Theologen - unterschiedlicher Bekenntnisse). An meiner Zurückhaltung ändert auch Ihr Hinweis auf den Auferstehungsglauben nichts. Gehen Sie doch mal in eine kath. oder evang. theologische Fakultät in X, wenn dort in eher kleinem Kreis der Theologe A von der Universität B einen Gastvortrag hält. Hören Sie sich danach mal an, was die anderen Theologen und die Studierenden reden. Oder gehen Sie mal zu einem Pastorentreffen (Konvent). Oder lesen Sie mal Fachliteratur über die unterschiedlichen Zugänge zur Bibel. Da fliegen Ihnen aber die historisch-kritischen, die evangelikal-reformatorischen, die systematisch-theologischen, die feministischen, die befreiungsthelogischen, die tiefenpsychologischen oder jüdischen oder neuap. Argumentationen "um die Ohren" - oder auch die Ansichten von Hans Apel aus dem Verein SELK.

Zu dem anderen Punkt „zeitgeistige Strömungen“ usw.: Im Urchristentum und in der Zeit danach hat es Jahrhundert für Jahrhundert solche Strömungen gegeben. Bedeutende und unbedeutende. Sie sind mit Ihrem theol. Denken bzw. den Versuchen dazu auch eine solche Strömung - eine winzige, aber immerhin. Ich auch. Vielleicht sind wir auch nur ein kleines Blubbern im großen Strom der Zeit.

Und dann noch dies: Ihre Antwort an die unermüdliche Frau L. hat mich an ein kleines Erlebnis erinnert. Ich habe es im alten Forum schon mal erzählt. Ich war auf einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in einer Evangelischen Akademie. Ein altes Gebäude. Recht große Räume - und da gab es dann vor 200 bis 300 Zuhörern einen Vortrag und eine Podiumsdiskussion. Die gelehrten Herren auf dem Podium haben „alle Register gezogen“. Und dann wurde es einer dieser älteren Frauen, denen man auf 20 Meter Entfernung schon ihren steifen Protestantismus ansieht, zu bunt. Sie nahm ihren Stock oder Schirm und schlug vernehmlich auf den Steinfußboden: „Meine Herren auf dem Podium! Wenn Gott hören würde, was Sie da reden - was würde der sagen!“ Es wurde einen Moment still - und einer der Podiumstheologen sagte in die Stille hinein: „Eine schöne Frage. Was meinen Sie?“

Bleiben Sie dran. KLICK

Ihr HC
Zuletzt geändert von Cemper am 13.05.2011, 13:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Auferstehung

#168 Beitrag von Loreley 61 » 13.05.2011, 05:55

Lieber Bedenkenträger,


Natürlich muß man den Glauben und die Heilige Schrift sowie die Verkündigung für die heutige Zeit verständlich machen, aber dabei darf man doch nicht den Inhalt umändern, glätten, harmonisieren, umdeuten.
Ich dachte dabei auch weniger an umdeuten, sondern an Richtigstellung. Denken Sie nur an den "alten Onan" und wie man jahrhunderte lang in den Kirchen etwas predigte, was eine ganz andere Bedeutung hatte. Okay, war jetzt das Alte Testament.

Ich behaupte weiter, dass auch die Evangelien uneindeutig sind - denn sonst hätten Sie nur eine einzige Deutung/Auslegung und wahrscheinlich auch nur eine einzige christl. Kirche. Die kath. Kirche liest beispielsweise aus den Evangelien heraus, dass Ehescheidung nicht sein darf. Ganz anders sieht es die ev. Kirche und auch die NAK. Kann man das so sagen? Bei der kath. Kirche war Maria bis zu ihrem Tod eine Jungfrau, bei den Evangelischen und in der NAK eben nicht. Wer liegt richtig? Oder denken Sie an die 2 völlig unterschiedlichen bibl. Darstellungen über Judas Tod. Welche Variante ist historisch - beide geht nicht? Welches Evangelium hat Recht, wenn es um den Stammbaum Jesu geht. Wie war die Kreuzigungsszenerie tatsächlich - es gibt unterschiedliche Darstellungen? Mir persönlich fällt es schwer, einem Buch zu vertrauen, dass mal so - und ein anderes mal völlig Gegensätzliches verlauten läßt. (Selbst wenn es nur um sogenannte Nebensächlichkeiten geht). Wie würden Sie ein Mathe-Schulbuch beurteilen, dass auf Seite 5 behauptet, dass 2+2 gleich 4 ist - und auf Seite 8 behauptet, dass 2+2 gleich 5 ist? Unbrauchbar, oder? Und dann sind da noch die "Lehrer" (jetzt im übertragenen Sinn), die mir als Schüler auch nicht wirklich weiterhelfen können, weil sie selbst nicht genau wissen, was Sache ist.

Eben weil das so ist, machen sich die Fachleute (Theologen) so ihre Gedanken. Sie kommen dabei sehr oft zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Keiner kann aber behaupten, dass nur seine Auslegung die einzig Wahre wäre. Dafür ist die Bibel eben zu uneindeutig. Sie läßt alle möglichen und unmöglichen Deutungen zu. Mit der Bibel kann man alles rechtfertigen - manchmal auch das Gegenteil.;-) Ich erkenne aber an, dass viele heutige Theologen bemüht sind, den eigentlichen Kern zu rekonstruieren. Uns nach Möglichkeit immer näher an historische Wahrheiten zu führen und die Legendenbildung von der Historie zu unterscheiden. Ich pers. bin nicht an Legenden interessiert, sondern nur an historischen Fakten.(Mein Glaube kann schließlich nicht auf Legenden beruhen) Ich möchte wissen, was Jesus tatsächlich gesagt hat - und was man ihm nur nachösterlich (christologisch)in den Mund schob. Auch da, denke ich, kommt man der Wahrheit (durch Forschung) immer näher. Aber gänzlich wird es vielleicht nie rekonstruierbar sein. Als "Schüler" kann ich mich höchstens daran orientieren, was heute als allgemein anerkannt gilt. Was also die meisten Theologen als eindeutig ansehen würden.

Liebe Grüße - Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Maximin

Re: Auferstehung

#169 Beitrag von Maximin » 13.05.2011, 12:59

:) Lieben Freunde,
wer das Ostergeschehen infrage stellt, der ist in meinen Augen in Wahrheit kein Christ, sondern schlimmstenfalls, bestenfalls ein Ungläubiger. Etwa von der Sorte des hl. Apostels Thomas. Der wollte erst sehen und dann glauben. Wollte er es aber tatsächlich nicht nur genau wissen, um nicht hintergangen, getäuscht oder gar betrogen zu werden?

Meine Bibel bezeugt, dass Jesus von Nazareth gekreuzigt, gestorben und am dritten Tage von den Toten auserstanden ist. Ich glaube diesem Zeugnis uneingeschränkt. Wäre es anders, dann würde ich mein Taufzeugnis vergraben und zum Glauben meiner jüdischen Vorfahren zurückkehren.

Übrigens weiß ich von mehreren biblischen Begebenheiten in denen von der Erweckung Verstorbener berichtet wird. Beispiele gefällig…? Außerdem lasse ich mich nicht von sogenannten Theologen und von deren bibelkritischen Erkenntnisständen besoffen machen.

Meine Bibel ist die Grundlage meines christlichen Glaubens. (Gruß an Herrn Cemper :mrgreen: ). Wenn ich dann mit diesem Bekenntnis von gewissen Leuten mitleidig in der Schublade „Fundamentalist“ gebettet werde, sei es drum. Ich habe ein Fundament. Wie steht es mit deren Fundamenten….?
Liebe Grüße, landauf und landab, vom alten Maximin :wink:

Cemper

Re: Auferstehung

#170 Beitrag von Cemper » 13.05.2011, 13:43

Maximin -

Sie schreiben "meine Bibel bezeugt ...". Sie haben - so hoffe ich - keine Privatbibel (keine Sonderausgabe für Maximin). Anders gesagt: Sie lesen keine anderen Texte als ich und viele Millionen andere. Vielleicht haben wir unterschiedliche Übersetzungen ...

Wenn sich nun jemand auf die Bibel bezieht, dann sollte er wissen, was er macht. Er sollte sich fragen: Was lese ich? Was sind das für Texte im Neuen Testament? Wer hat sie wann mit welchen Kenntnissen und Vorstellungen von der Bedeutung der historischen Person Jesus und dem Glauben an Christus geschrieben. Wer waren die Autoren? Welche Texte des Neuen Testaments sind die ältesten und welche die jüngsten? Stehen die älteren am Anfang? Sind also die Evangelien die ältesten Texte? Oder sind die Briefe älter? Welche Briefe sind echt? Welche wurden unter Verwendung eines Namens verfasst? Kannte Paulus die Evangelien? Wenn nicht - wie sind seine Auferstehungsbekundungen zu verstehen? Zeuge war er ja nicht. Welcher urchristliche Apostel kannte die Evangelien?

Mit diesen Fragen und vielen anderen Fragen sollte man sich befassen, damit man weiß, wovon man redet, wenn man von der Bibel spricht. Ein elementares Beispiel: Das Alte Testament redet fundamental anders als das Neue Testament. Im AT gibt es den Namen Jesus Christus nicht. Der selbstverständliche Gebrauch des AT in christlichen Kirchen legt es nahe, sich das einmal klar zu machen. Das heißt: Wenn man die Bedeutung des AT für den christlichen Glauben verstehen will, dann muss man die Bibel von hinten lesen. Wenn man das nicht macht, dann hat man ein anderes AT - nämlich eins ohne Christusbezug. Das ist keine Theorie, sondern Realität im Glauben Ihrer - wie Sie schreiben - "jüdischen Vorfahren". Und dann stellt sich die Frage: Kann man das eigentlich machen? Wird man dem AT gerecht, wenn man es durch die Brille des NT liest? Und: Wie liest man denn das NT richtig? Was sagt denn das NT, wenn es von Auferstehung spricht? Sagt es das, was Sie glauben? Bei der Gelegenheit: Was genau glauben Sie denn, wenn Sie sagen: "Ich glaube diesem Zeugnis uneingeschränkt."?

Mein Eindruck ist: Sie gehen mit bestimmten Textverständnissen - genauer: Vorverständnissen und vielleicht auch Vorurteilen - an die Bibel heran. Sie legen etwas in die Texte der Bibel hinein und holen das dann als Inhalt der Bibel heraus. Dabei greifen Sie auch noch zu Leerformeln wie Ostergeschehen, Wahrheit, Ungläubiger, "von der Sorte", Auferstehung, Erweckung "sogenannte Theologen", "gewisse Leute", Fundamentalist und Fundament.

Herzlichst
Ihr Cemper

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