Auferstehung

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salvato
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Re: Auferstehung

#151 Beitrag von salvato » 08.04.2011, 13:21

Loreley 61 hat geschrieben:Adler, hat Jesus da eigentlich ein Selbstgespräch geführt? Ich meine, weil er doch auch der Vater ist. :roll:
Jesus von Nazareth hat niemals behauptet der Vater im Himmel zu sein. Auf die Stelle wo Jesus sagt, dass wer ihn sieht, sieht den Vater (also erkennt wie der Vater ist), folgt ja: Oder glaubt ihr nicht, dass der Vater in mir ist und ich in ihm?

In Johannes 15 erwähnt dann Jesus im Gebet zum Himmlischen Vater: Auf dass sie eins sind mit uns, wie wir eins sind. Damit meint er jene, die sich nicht mehr der damals finsterweltlichen mosaischen Greuelgesetze unterwarfen, sondern Jesus glaubten, dass er allein wahres Gottverständnis lehrte und sich zu diesem Gottesglauben bekehrten.

Bedenkenträger

Re: Auferstehung

#152 Beitrag von Bedenkenträger » 08.04.2011, 19:34

Adler hat geschrieben:Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart.

Mathäus 11 Vers 25

LG Adler
Jaaa, mit Weisheit und Klugheit ist man blind ...

Ach Mensch, immer diese Bibelspruch-Klopferei ... :roll:

Ich setzte diesem (siehe oben) Sprüche 1, 7 entgegen: Nur Narren verachten Weisheit. 8)

Der Nächste bitte ... :mrgreen:

Sorry, aber heute bin ich mal etwas sarkastisch ...

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Loreley 61
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Re: Auferstehung

#153 Beitrag von Loreley 61 » 09.04.2011, 08:04

Gott gab einen Teil seiner selbst auf diese Erde zur Errettung der Menschen von der Sünde. Die berechtigte Frage, ob Gott keine andere Möglichkeit gehabt hätte dies zu tun, kann bei intensiver Betrachtung der gesamten Geschichte, logischerweise nur mit NEIN beantwortet werden. Nur wenn Gott einen Teil seiner selbst, als Mensch über diese Erde gehen lässt und diesen Teil die Anfechtungen erleiden lässt, welchen die gesamte Menschheit ausgesetzt ist, kann er nachempfinden, warum der Mensch überhaupt sündigt.
Seltsam - der Allwissende und Allmächtige, der Schöpfer Himmels und der Erden, kann nur wissen und nachempfinden warum Menschen sündigen, wenn er es selbst (in Gestalt Jesu) erlebt. Irgendwie widersprüchlich.....

Die gesamte Menschheit ist also der Anfechtung ausgesetzt. Okay, kann man so sagen - aber wer ist denn dafür verantwortlich? Die Menschen etwa? Nee, die können nichts dafür. Hat nicht Gott selbst, der Erzählung nach, mit Luzifer im Clinch gelegen und ihn aus dem Himmel gefeuert? Was können wir denn dafür, wenn er ihn dann, als Folge ihres Streites auf uns losläßt - und uns durch ihn zur Sünde verführen läßt.? Hätte er ihm die Erde nicht als Machtbereich geschenkt (so heißt es ja sinngemäß, wir sind also von vornherein schwächer als der Teufel) dann würden wir auch nicht sündigen. Nur Jesus als "Gottmensch" konnte sündlos bleiben - so heißt es. Gott sorgt also erst einmal dafür, dass wir überhaupt sündigen können (er schafft die Vorraussetzung, führt uns in Versuchung, gibt dem Teufel eine teuflische Macht), und er weiß außerdem schon im Vorraus, dass wir dem Teufel gehorchen werden,(schließlich ist Gott allwissend und die Erde der Machtbereich des Teufels) warum also dann noch die praktische Ausführung? (die verbotene Frucht im Paradies) Und dann opfert er seinen Sohn, um uns wieder von der Sünde zu eretten........seltsame Denke, oder? Demnach sind wir ein Spielball Gottes. Wenn ich meine Kinder liebe, dann schütze ich sie möglichst vor Gefahren und setze sie nicht noch mutwillig den Gefahren aus. Beispiel:

Ich biete meinem 8 jährigen Sohn Zigaretten an, tue irgendwie verwundert, wenn er sie annimmt und raucht, werde zornig, obwohl ich schon im Vorraus wußte, dass er rauchen wird (ja rauchen muß) und bestrafe ihn überdies auch noch unverhältnismäßig.

Salvato - existierte Jesus eigentlich schon vor seiner irdischen Zeugung (Inkarnation)? Also war er zuvor beim Vater im Himmel, bevor er auf die Erde kam?

LG, Lory
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Bedenkenträger

Re: Auferstehung

#154 Beitrag von Bedenkenträger » 09.04.2011, 11:49

Liebe "Loreley 61",

zu Ihrer Replik hier vom 03.04.2011 will ich Ihnen heute noch ganz schnell was nachliefern, was Ihnen meinen Standpunkt evtl. ein wenig mehr verdeutlicht:

»Falls eine Kirche an ihrer religiösen Substanz festhält, ist ihr der Weg in ihre innere Pluralität verbaut. Das gilt natürlich nicht für äußerliche Formen ihres Auftretens, für die Wortwahl, für die Aufbereitung des Evangeliums, für alles, was den Kern des Glaubens nicht betrifft. Er aber kann nicht zur Disposition stehen. Ihn unbeirrt öffentlich und ohne Furcht zu vertreten, ist Aufgabe der Kirchen und ihrer Vertreter durch die Jahrtausende gewesen und auch heute unabdingbar. Es hilft den Kirchen nicht weiter, wenn sie ihre Überzeugungen relativieren. Im Gegenteil. Sie legen so selbst Hand an, um sich überflüssig zu machen. Und sie helfen auch nicht der pluralen Gesellschaft. Ihr nutzt es nichts, wenn die Kirchen keine klaren, auf das Evangelium begründeten Positionen vertreten. Nur das Kontrastprogramm wird wahrgenommen und kann Wirkungen auslösen.
Dabei weiß die Kirche, dass ihre christlichen Positionen, weder ihre ethischen Grundhaltungen noch ihre Handlungsempfehlungen, heute in unserer Gesellschaft einen Alleinvertretungsanspruch haben. Der moderne gesellschaftliche Pluralismus ist unaufhebbar. Jeder Versuch, das zu ändern, legt die Axt an unsere Demokratie. Gerade deshalb muss sich die Kirche zu dieser pluralen Demokratie bekennen, selbst aber ihr eindeutiges christliches Profil zeigen, selbst wenn sich viele darüber ärgern oder lustig machen. Die plurale Kirche nach dem Motto: bei uns ist alles möglich und kann kirchlich abgesegnet werden, verweigert der pluralen Demokratie ihre eindeutigen christlichen Wegweisungen. Und damit verweigert sie unserer Gesellschaft den von ihr geforderten Dienst.«

Diese Gedanken, denen ich hier weitgehend zustimme, stammen von einem bekannten sozialdemokratischen und gläubigen Politiker im Ruhestand, nämlich von Hans Apel, nachzulesen in seinem Werk »Volkskirche ohne Volk«, (Brunnen Verlag Gießen, 2003, S. 15).

Einen schönen Tag!

Cemper

Re: Auferstehung

#155 Beitrag von Cemper » 11.04.2011, 12:56

Dazu auch: KLICK

Freilich stellt sich die Frage, ob das Evangelium, auf das hier verwiesen wird, so klar ist ...

PS: Der Eintrag passt i.e.S. nicht zum Thema. tergram - die mich wegen Abschweifung vom Thema schon mal amtswaltend gesperrt hat (grins) - möge nachsichtig sein. Danke!

PPS: Bei der Gelegenheit: Schreibt mein Freund Matula nichts mehr?

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Loreley 61
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Re: Auferstehung

#156 Beitrag von Loreley 61 » 11.04.2011, 14:46

Danke Cemper, für den aufschlußreichen link. Herr A. ist mir spätestens da unsympatisch geworden, als ich lesen konnte, dass er die feministische Theologie und die Segnung für Homo-Ehen als elende Irrwege bezeichnet. Der "Typ" hat anscheinend ein Problem mit Frauen und Homosexuellen. Das geht mit mir schon mal gar nicht. Zurück mit ihm ins dunkle Mittelalter. Oder er sollte katholisch werden, oder zu den Evangelikalen gehen.....................

Lieber Bedenkenträger, ich bin schließlich der evangelischen Landeskirche beigetreten,(unter anderem) gerade weil sie die Frauen noch am ehesten als gleichberechtigt anerkennt. Weil in ihr auch Frauen ein Amt haben können...usw. Du siehst, dass es Menschen gibt, die gerade aus diesen genannten Gründen evangelisch werden. Ich brauche als NAK - Aussteigerin keine "Alt-Herren-Riege" mehr, die mir als Frau vorschreiben will, was ich tun und lassen soll und wie ich zu glauben habe. Deshalb wäre die kath. Kirche für mich nicht in Frage gekommen. Die NAK logischerweise auch nicht mehr und Evangelikale/Fundamentalisten schon erst recht nicht.

Tja, und so eindeutig ist das Evangelium wohl wirklich nicht. Ich denke, je weiter die Bibelforschung voran geht, desto wahrscheinlicher muß man für Änderungen bereit sein. Es könnte ja sein, dass man in 50 Jahren unzweifelsfrei festgestellt hat, dass die Sache mit der Jungfrauengeburt Jesu durch Maria ein fake ist. (Wahrscheinlich weiß man das heute schon sehr genau) Oder das die leibliche Auferstehung nur Legende ist, ob man den Opfertod Jesu tatsächlich als Sühneopfer sehen kann............Ich verweise mal darauf, dass sich die Theologen bezgl. des Evangeliums (und der Bibel) eben auch uneins sind. Vielleicht finden Archäologen noch entsprechendes Material. Das hieße, dass man immer genauer an historische Wahrheiten herankommt und die Legenden vom echten Kern trennen kann. (Die Spreu vom Weizen) Das Glaubensvolk hätte dann einen Anspruch darauf, die ganze Wahrheit (soweit unzweifelsfrei festgestellt) zu erfahren. Ich bin lange genug veräppelt worden - und man hat mir zugemutet, die Bibel wortwörtlich zu nehmen, sowohl das Alte Testament, als auch das Neue. Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich mir dann die Freiheit nahm, selbst zu theologischen Büchern zu greifen und mal nachzulesen, was denn die Theologiestudenten so im Studium lernen. Auch wenn ich das nur auf der Basis eines Laien machen konnte. Das widerspricht halt oft den Sonntagspredigten. Auch das geht mit mir nicht mehr, dann bleib ich Sonntags lieber zu Hause, lege eine DVD mit Grimm`s-Märchen ein - und bin genauso weit, als wenn ich einen GD besucht hätte. (Sorry im Vorraus für meine Schärfe)

LG, Lory
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salvato
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Re: Auferstehung

#157 Beitrag von salvato » 11.04.2011, 17:54

Loreley 61 hat geschrieben:
Salvato - existierte Jesus eigentlich schon vor seiner irdischen Zeugung (Inkarnation)? Also war er zuvor beim Vater im Himmel, bevor er auf die Erde kam?

LG, Lory
Ich kann das weder bejahen noch verneinen. Wo warst du, wo war ich vor unserem Hiersein?

Wir wissen ja auch nicht, warum Jesus von Nazareth sich mit etwa 30 Jahren aufmachte, seine Sicht von Gott zu verbreiten, dafür einzustehen und in Kauf zu nehmen dafür gar verfolgt zu werden.

lg salvato

Maximin

Re: Auferstehung

#158 Beitrag von Maximin » 23.04.2011, 17:48

:) Lieben Freunde,
von Herzen wünsche ich Euch allen gesegnete frohe Ostern. Wer am Karfreitag stehen bleibt, der kommt nicht zur Osterfreude. Meine schönsten Ostererlebnisse hatte ich in Russland. „Christus ist auferstanden. Ja, er ist in Wahrheit auferstanden.“

Trotz 70 Jahren Kommunismus hatte der Glaube an die Auferstehung Jesu überlebt. Mit diesem Glauben kann ein lebendiger Christ jeden Tag in Hoffnung neu beginnen.

Der hl. Apostel Paulus sagt: „Prüfet alles und das Gute behaltet.“ (1. Thessalonicher 5. 21) Hier sind einige, die von ihrer Kirche schwer enttäuscht worden sind. Frage ich: „War alles schlecht?“

Meine Antwort lautet so: „Nein! Ich bin zwar aus meiner Kirche ausgezogen, aber nicht aus meinem lieben Gott. Er ist mit mir gegangen..!“

Ja, ich habe in meinem Gepäck auch vieles Gute mitgenommen. Dieses Lied hier beispielsweise: http://www.youtube.com/watch?v=7-ax9D3KXts Kann man mit diesen ergreifenden Erinnerungen einen Neuanfang wagen, oder wird man niemals so richtig loslassen können? Ja, man kann! Man muss nur das eine vom anderen zu unterscheiden lernen. Dann bleibt auch keine Bitternis im Herzen.

Herzlichst grüßt, landauf und landab, der alte Maximin :wink:
Zuletzt geändert von Maximin am 23.04.2011, 18:06, insgesamt 2-mal geändert.

Adler

Re: Auferstehung

#159 Beitrag von Adler » 23.04.2011, 18:01

Lied Nr.: 349 NAK-CM

1 In finstrer Gruft schon lag Jesus, mein Heiland!
Komm, Auferstehungstag! Jesus, mein Herr!
Rollt ab den Stein, Jesus lebt!
Aus dem Tode sich der Herr erhebt.
Jesus lebt! Es hielt ihn nicht der Grabes Nacht,
denn der Lebensfürst bezwang des Todes Macht!
Jesus lebt! Jesus lebt! Halleluja! Jesus lebt!

2 Wer wälzt den schweren Stein mir von dem Grabe,
daß ich könnt' bei dir sein, Jesus, mein Herr?
Rollt ab den Stein, Jesus lebt!
Aus dem Tode sich der Herr erhebt.
Jesus lebt! Es hielt ihn nicht der Grabes Nacht,
denn der Lebensfürst bezwang des Todes Macht!
Jesus lebt! Jesus lebt! Halleluja! Jesus lebt!

3 O Tod, du hältst ihn nicht, Jesus, den König!
Ich sehe dich im Licht, Jesus, mein Herr!
Rollt ab den Stein, Jesus lebt!
Aus dem Tode sich der Herr erhebt.
Jesus lebt! Es hielt ihn nicht der Grabes Nacht,
denn der Lebensfürst bezwang des Todes Macht!
Jesus lebt! Jesus lebt! Halleluja! Jesus lebt!


LG Adler

tergram

Re: Auferstehung

#160 Beitrag von tergram » 24.04.2011, 11:15

Христос воскрес! Воистину воскрес!
Christos woskrjes! Waistinu woskrjes!
Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!


Im Zusammenhang mit diesem Ostergruß wird aus der Zeit der atheistischen Propaganda in der Sowjetunion folgende Begebenheit berichtet:

Ein Kommunistischer Agitator sprach vor einer großen Menschenmenge über die Religion und insbesondere über das Christentum. Damit die Veranstaltung den Anschein der Objektivität und Ausgewogenheit hatte, durfte nach ihm ein orthodoxer Geistlicher das Wort ergreifen. Was würde er auf das propagandistische Trommelfeuer erwidern?

Er trat neben den allgewaltigen Redner ans Mikrofon und verharrte einige Augenblicke schweigend. Dann rief er mit lauter Stimme "Christos woskrjes!" und die Menge antwortete wie aus einem Mund "Waistinu woskrjes!". Das geschah dreimal - dem Kommunisten blieb ob dieser Resonanz auf seine Rede nichts anderes übrig, als seine Aktentasche zu ergreifen und eiligst zu entschwinden.

Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens, dass das russische Wort für Sonntag Woskresenje = Auferstehung lautet. Und das ist selbst während der dunkelsten stalinistischen Zeit so geblieben. So erinnert jeder Sonntag die russischsprachigen Menschen an die Auferstehung.

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