Wiederbelebung der KAG/einer KAG

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Heidewolf
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#11 Beitrag von Heidewolf » 25.03.2010, 05:26

Sehr vielen Christen ist die große Anzahl von Konfessionen zuwider.
Aber auch sehr viele Christen wollen die Einheitlichkeit im Glauben.

Wer löst dieses auf?
Eine Lösung könnte doch die Toleranz gegenüber einer gewissen Vielfalt in der Glaubensausübung sein.
Mangelnde Toleranz führt dann aber wider zur Bildung von neuen Glaubensrichtungen.

In der Bibel steht dazu: Ist es von Gott, so wird es bestehen bleiben.

Das wäre dann auch so ein Gradmesser für den sogenannten demografischen Wandel.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

tergram

#12 Beitrag von tergram » 25.03.2010, 07:30

Heidewolf hat geschrieben:In der Bibel steht dazu: Ist es von Gott, so wird es bestehen bleiben.
Wie lautet die Bibelstelle genau?

Steht in der Bibel "Kirchen, die gottgewollt sind, werden bestehen bleiben"? Nein. Dort ist von 'Gottes Werk' die Rede, nicht von menschengemachten Institutionen.

Die Vermischung von Gott und Kirche scheint unausrottbar. Leider.

Was das nun mit dem demografischen Wandel in der sog westlichen Welt zu tun hat, erschliesst sich mir nicht. Heidewolf, magst du mir das erklären bitte?

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Heidewolf
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#13 Beitrag von Heidewolf » 25.03.2010, 12:27

Hallo tergram, ich musste ein wenig suchen. Hier der Wortlaut aus Apg 5.
Da stand aber auf im Rat ein Pharisäer mit Namen Gamaliel, ein Schriftgelehrter, in Ehren gehalten vor allem Volk, und hieß die Apostel ein wenig hinaustun {Apostelgeschichte.22,3} 22,3
Ich bin ein jüdischer Mann, geboren zu Tarsus in Zilizien und erzogen in dieser Stadt zu den Füßen Gamaliels, gelehrt mit allem Fleiß im väterlichen Gesetz, und war ein Eiferer um Gott, gleichwie ihr heute alle seid, 35und sprach zu ihnen: Ihr Männer von Israel, nehmet euer selbst wahr an diesen Menschen, was ihr tun sollt. 36Vor diesen Tagen stand auf Theudas und gab vor, er wäre etwas, und hingen an ihm eine Zahl Männer, bei vierhundert; der ist erschlagen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreut und zunichte geworden. 37Darnach stand auf Judas aus Galiläa in den Tagen der Schätzung und machte viel Volks abfällig ihm nach; und der ist auch umgekommen, und alle, die ihm zufielen sind zerstreut. 38Und nun sage ich euch: Lasset ab von diesen Menschen und lasset sie fahren! Ist der Rat oder das Werk aus den Menschen, so wird's untergehen; {Matthäus.15,13} 15,13
Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht pflanzte, die werden ausgereutet. 39ist's aber aus Gott, so könnet ihr's nicht dämpfen; auf daß ihr nicht erfunden werdet als die wider Gott streiten wollen.

Mit dem demografischen Wandel, denke ich, lässt sich kein Rückgang alleine erklären. Da gibt es schon noch andere, wahrhaftige Gründe.


LG, H.
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Friedrich Rückert

tergram

#14 Beitrag von tergram » 25.03.2010, 22:43

Lieber Heidewolf,

ich habe mir die Bibelstelle nochmals angesehen:

Gamaliel sagt: "Und jetzt sage ich euch: Lasst ab von diesen Menschen und lasst sie laufen! Denn wenn dieser Rat oder dieses Werk aus Menschen ist, so wird es zugrunde gehen; wenn es aber aus Gott ist, so werdet ihr sie nicht zugrunde richten können; damit ihr nicht gar als solche befunden werdet, die gegen Gott streiten. Und sie gaben ihm Gehör."

Hier geht es nach meinem Verständnis um etwas völlig anderes. Es geht darum, die Gefangenen (Christen) freizulassen - hierzu diente die Rede Gamaliels vor dem Rat.

Ich denke nicht, dass man dies in einen Zusammenhang mit den heute existierenden Kirchen stellen sollte. Deren "Gottes Werk sein" macht sich an den erkennbaren Taten nicht zwingend fest... (Eher im Gegenteil. Manchmal.) Was - über den berühmten demografischen Wandel hinaus - ein weiterer Grund für die zunehmende Kirchenferne in unserer Gesellschaft ist.

Den Ausführungen des Threaderöffners habe ich nicht entnehmen können, was denn nun "das Neue" an der geplanten neuen Kirche/Gemeinde ist. Ausser, dass man "das Alte" zurück haben will. Angesichts tausender christlicher Gemeinschaften und Splittergruppen kommt's auf eine weitere nun wohl auch nicht mehr an.

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Heidewolf
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#15 Beitrag von Heidewolf » 26.03.2010, 07:03

Liebe tergram, warum so pessimistisch.
Ich finde schon, das es gut ist, wenn es nicht so viele Richtungen gibt.
Denn darin liegt eine große Gefahr. Die Leute kämpfen dann unter Umständen nur noch gegeneinander, statt sich um die Hauptsache zu kümmern.
Insofern sehe ich Glaubensspaltungen nicht als gottgewollt an. Eher als ein Werk des Bösen.

Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, das feste und umfangreiche Formen (Liturgien) das Geisteswirken fördern.

Das aber nur meine wirklich bescheidene Meinung. Zu der Textstelle noch was. Irgendeiner hat mal gesagt, das es zu jedem Bibeltext mindestens 20 Interpretationen gibt. Insofern wird es da dann schon richtig spannend.
Aus dem Grunde habe ich immer eine ganz besondere Hochachtung vor den Theologen, die solche Diskussionen ganz gelassen nehmen. Das scheinen mir dann die wahren Größen zu sein. Die anderen sind dann wohl mehr sogenannte Wirbelwinde.
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Friedrich Rückert

tergram

#16 Beitrag von tergram » 26.03.2010, 07:53

Ja Heidewolf, das mag teilweise so sein.

Aber "Zwangsharmonisierungen" bringen auch nichts. Wenn ein paar Gläubige ihr Heil überwiegend in äußeren Formen finden, dann mögen sie diesen Weg gehen. Zumeist handelt es sich ohnehin bei diesen Sonderformen um eine Handvoll Menschen und die Halbwertzeit dieser Bewegungen entspricht zumeist der restlichen Lebenszeit der Akteure. Danach erledigt sich das Thema von selbst.

Vielleicht sind in "seinem" Haus (Joh. 14, 2) ja mehr Wohnungen, als wir so dachten... :wink:

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#17 Beitrag von Heidewolf » 26.03.2010, 08:21

So in etwa. Deswegen plädiere ich auch für mehr Toleranz.
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Friedrich Rückert

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