Von Seele und so

Für Zweifler und andere gute Christen
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Heidewolf
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#21 Beitrag von Heidewolf » 24.03.2010, 01:00

Lieber Hannes,
zu deinen Fragen. Ich habe nebenbei noch mal drüber nachgedacht.
Gaby hat dazu ja auch schon geschrieben, dem kann ich folgen.
Einen strukturierten Einstieg in die Bibel und andere Schriften kann ich auch nicht anbieten. Vielleicht gibt es dazu ja ordentliche Literatur. Ich werde im nächsten Winter dazu mal einiges lesen.
Ich denke dazu aber, dass die Evangelien immer wieder ein guter Einstieg sind. Sicherlich kennst du auch mehr Literatur dazu als ich, ich möchte auch nicht belehrend auftreten. Das passt nicht. Mein kleiner Beitrag zum Thema könnte aber sein, das ja Jesus das Reich von seinem Vater bekommen hat.
Vielleicht kann man es so sehen, dass der Vater ihm 'freie Hand' lässt, die Menschen durch Liebe zu erlösen.
Und der Gläubige (an Jesus) hat damit dann ja doch angstfreie Möglichkeiten zu Gott zu kommen.
Der christliche Glaube ist insofern eigentlich noch viel zu AT-lastig.

Ich nehme die Bibel, insbesonder das NT durchaus als Geschenk Gottes. Bin mir auch bewusst, das durch die zeitliche Verzögerung zwischen Erleben und Schriftlegung die Möglichkeit da war, einige Aussagen im Sinne einer sich bildenden christlichen Kirchenordnung zu gestalten.
Dennoch wird die Substanz des Leben Jesu und seiner Lehre wohl erhalten geblieben sein.

In diesem Spannungsfeld der eben noch offenen Fragen müssen wir natürlich unseren Glauben finden. Das setzt auch ein wenig 'glauben wollen' vorraus. Als Hilfe dazu wird uns ja das Beten empfohlen, und das dann wirklich alleine im stillen Kämmerlein.

Ich habe da mal einen von sicherlich vielen Wegen skizziert.

LG, H.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

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Heidewolf
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#22 Beitrag von Heidewolf » 24.03.2010, 01:45

Lieber Hannes,
zu deiner Frage noch, wie ich dahingekommen bin.
Ich bin relativ einsam aufgewachsen. Bücher hatten meine Eltern wenig. Aber 2 Bibeln. Darin habe ich häufig gelesen. Hatte auch einen guten, wenn auch strengen ev. Konfirmandenunterricht.
Ja, und dann auch wirklich viele kleine Glaubenserlebnisse, bis heute.
Ich habe bestimmt nicht alles richtig gemacht (wer hat das schon?), erlebe aber immer wieder Gottes Schutz und Segen.
Natürlich gibt es auch genügend Querschüsse, die mir wie wohl jedem anderen auch, die Grundlagen des Glaubens verwässern wollen. Das ist dann eigentlich der tägliche Kampf. Aber es gibt eben auch die heilige Schrift mit so vielen Hinweisen, dass sie mein kleiner Kopf kaum fassen kann.
Menschen in den Kirchen machen auch Fehler. Das sind dann aber nicht Gottes Fehler. Mit diesen Unvollkommenheiten muss man erstmal leben lernen. Manchmal eben auch etwas Abstand halten, sozusagen als Schutzfunktion.
Dann geht es auch immer weiter. Bis hoffentlich zu einem guten Ende.

Wie ich schon mal sagte. Sich weiterentwickeln ist eben auch wichtig, nicht einfach nur abwarten, was kommt. Das halte ich dann doch eher für eine Art einlullen.
LG, H.

PS: Die Losung vom letzten Montag.
Das ist die Zuversicht, die wir haben zu Gott: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns.
1.Johannes 5,14
Das sind die Weisen,
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Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

Gaby

#23 Beitrag von Gaby » 24.03.2010, 09:19

Hannes ich schrieb:
>>Nun bin ich durch meine Herkunft christlich geprägt, wenn auch nicht darauf fixiert (in ihren Grundlagen ähneln sich die Weltreligionen mehr als mancher denkt), also ist der christliche Glaube Maßstab in meinem Leben<<

Du schriebst nun von Gandhi ... seine Familie gehörte einer der drei Hauptrichtungen des Hinduismus an ... dem Vishnuismus ... dieser Glaube steht aus Sicht ihrer Gläubigen im Prinzip nicht in Konkurrenz zum Christentum, ist ebenfalls ein monotheistischer Glaube. Den Konkurrenzgedanken haben in der Regel meistens nur die Christen dieser Welt ;-)
Näheres dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Vishnuismus

Du erwähnst Kant. In der Altenpflegeschule musste ich mich im Ethikunterricht mit diesem Philosophen beschäftigen und fand seine Gedankengänge sehr interessant. Er war ja nun Sohn eines Pfarrers, also auch christlich geprägt ... ganz ablegen konnte er diese Prägung allerdings nicht, auch wenn er mehr dazu tendierte, zu glauben es gäbe keinen Gott ... trotzdem blieb er m.E. Zeit seines Lebens ein großer Zweifler vor dem Herrn ;-) ... so ganz sicher war er sich glaube ich doch nicht ... zumindest entnehme ich das seinen Schriften. Er war m.E. nur der Überzeugung, dass man es sich zu leicht macht, wenn man seine eigene Verantwortung auf Gott abschiebt, wie es im Christentum oft geschieht.
Das war für ihn kein Weg ... er forderte dazu auf so zu leben, als gäbe es keinen Gott, völlig eigenverantwortlich sein Leben in die Hand zu nehmen und zu versuchen das Beste aus sich und der Welt zu machen. Eine wie ich finde sehr realistische Ansicht ... die für mich zudem nicht in Konkurrenz zum Glauben steht. Beides hat nebeneinander Bestand.

Lies mal hier:

>>Das heißt: der Glaube an einen Gott und eine andere Welt ist mit einer moralischen Gesinnung so verwebt, dass, so wenig ich Gefahr laufe, die letztere einzubüßen, eben so wenig besorge ich, dass mir der erste jemals entrissen werden könne.<<

Ein interessanter Gedanke von ihm finde ich.

Die Bestimmung des Menschen

Es liegen viele Keime in der Menschheit, und nun ist es unsere Sache, die Naturanlagen proportionierlich zu entwickeln und die Menschheit aus ihren Keimen zu entfalten und zu machen, dass der Mensch seine Bestimmung erreiche. Die Tiere erfüllen diese von selbst, und ohne dass sie sie kennen. Der Mensch muss erst suchen, sie zu erreichen, dies kann aber nicht geschehen, wenn er nicht einmal einen Begriff von seiner Bestimmung hat. Die Vorsehung hat gewollt, dass der Mensch das Gute aus sich selbst herausbringen soll, und spricht sozusagen zum Menschen: "Gehe in die Welt! - so etwa könnte der Schöpfer den Menschen anreden - ich habe dich ausgerüstet mit allen Anlagen zum Guten. Dir kommt es zu, sie zu entwickeln, und so hängt dein eigenes Glück und Unglück von dir selbst ab."

Der Mensch soll seine Anlagen zum Guten selbst entwickeln ; die Vorsehung hat sie nicht schon fertig in ihn gelegt; es sind bloße Anlagen und ohne den Unterschied der Moralität. Sich selbst besser machen, sich selbst kultivieren und, wenn er böse ist, Moralität bei sich hervorbringen, das soll der Mensch.


Quelle: klick

Dein Problem ist wenn ich das richtig verstehe, dass Du Dir nicht sicher bist, ob der Glaube an Gott nicht nur eine Einbildung des Menschen ist ... wie man die Sicherheit erlangt, dass man nicht nur einer Eigensuggestion erliegt.
Das erinnert mich an Sir Peter Ustinov, der sagte einmal:
>>Wenn wir schon der Gefangene unseres eigenen Geistes sind, sollten wir uns wenigstens unsere Zelle ordentlich möblieren.<<
Ist der Glaube das Mobiliar unseres Gedankengebäudes um uns das Leben etwas komfortabler zu gestalten?

Ich glaube, der Glaube wird Zeit unseres Lebens eine Hoffnung bleiben ... keine Sicherheit in dem Sinne ... mein Innerstes sagt mir nun, ja ich spüre Gott in meinem Leben und daraus schöpfe ich die Hoffnung, dass mein Glaube an Gott wahr ist (nicht der Glaube an die verschiedenen Religionen ... das ist für mich ein himmelweiter Unterschied) .... ich kann nicht beweisen, ob es nun wirklich Gott ist, den ich spüre oder eine Suggestion ... aber kommt es letztlich darauf an?

SICHERHEIT IM GLAUBEN?


Heinrich Heine sagte einmal:

>>Gottlob, dass ich jetzt wieder einen Gott habe, da kann ich mir doch im Übermaße des Schmerzes einige fluchende Gotteslästerungen erlauben; dem Atheisten ist solch eine Labung nicht vergönnt.<< ;-)

Warum machen wir es uns manchmal schwerer als es ist?
Aber wie auch in der Predigt beschrieben, Zeit seines Lebens zu zweifeln hält die Beziehung zu Gott lebendiger, als in fundamentalistische Stagnation zu verfallen.

Üben wir ganz einfach zu vertrauen, verlieren wir die Hoffnung trotz aller Zweifel nicht ... prallel dazu leben wir unser Leben so, als gäbe es keinen Gott und wir ganz allein wären dafür verantwortlich eine Welt aufzubauen wie sie Jesus lt. Bibel beschrieben hat ... eine Welt im Sinne des "Reich Gottes" ... und fangen wir bei uns selbst an ... siehe meine Signatur :-)
>>Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)<<

Puh, die Zeit läuft und die Pflicht ruft ...

ganz viele Gedanken dazu die mich gestern nachdem ich Deine Fragen las
bewegten ... ich hoffe, ich habe sie einigermaßen verständlich rübergebracht.

Hannes

#24 Beitrag von Hannes » 24.03.2010, 12:23

ach mensch gaby ... danke für deine mühe (ich hoffe, es war keine für dich)! :wink:

weisst du, ich habe so viele bücher gelesen, dass es mir schwer fällt, den kopf in balance zu halten - irgendwann kippt er weg. und mit jedem buch kommt ja ein neuer gedanke und ein neuer ansatz zum weiterdenken und weiter forschen und auch zweifeln.

ich finde mich bei christus am besten zurecht ... weil ich denke, dass alle wege auf ihn zu laufen. viele geben mit ihren lehren nach meinem empfinden in der essenz eine gebrauchsanweisung für das evangelium - mit kleineren oder grösseren unterschieden.

da bin ich dann bei tergram (danke auch!): mensch interpretiert die geschichte um christus und mensch wählt aus, was richtig und falsch ist. nennt sich dann kirche - und davor habe ich heidenrespekt, weil wie wir wissen macht und abhängigkeit immer ein thema ist, wenn menschen zusammen kommen.

wenn ich mir die gedanken von heidewolf (danke!) ansehe, dann bewundere ich diesen glauben und freue mich mit ihm ...

und trotzdem bleibt diese unsicherheit bezüglich der existenz und oder der wahrnehmung gottes. weil sich da immer und immer wieder die kirchen mit ihren abstrusen lehren und interpretationen einen bärendienst erweisen.

wenn ich erwachsene menschen erlebe (wie z.b. user "knodel" im nachbarthread), die heute noch glauben, dass die apostelkirche nak - neben manchen anderen kirchen - der einzige weg zu gott und seinem reich (meine worte) ist, dann mag ich mit diesem gott nicht mehr. weil ich nicht nachvollziehen kann, warum er sich das anschaut, dass diese menschen dadurch menschen zerstören können - und die können es leider. und die apostel sind mir bislang ihren arbeitsnachweis (laut ihrem auftrag ihres meisters) schuldig geblieben ...

wenn ich stundenlang im schweigen sitze - oder im geiste mit simpel in den wald zum holzhacken gehe (gruss!) oder mit den schwestern im kloster im burgund bei 40 grad 3 stunden lang wurzeln ausgrabe, dann glaube ich plötzlich an gott ...

aber ist das wirklich gott?

womit ich wieder am beginn stehe ... :oops:

dank euch!
hannes

Maximin

GEWISSEN UND VENUNFT...?

#25 Beitrag von Maximin » 24.03.2010, 13:46

Man lehrte mich, der Mensch bestünde aus Leib, Seele und Geist. Meinen Leib zu pflegen und zu schützen gebietet mir Einsicht und Vernunft. Mein Geist, also meine Lern- und Denkfähigkeit, bedarf ständiger Weiterentwicklung. Und was ist mit meiner Seele? Ich denke so: Meine Seele wacht mit Vernunft über meinem Gewissen. Meinen Gottesglauben erlebe ich als eine mir wohltuende Lebensmöglichkeit.
LG an Gaby, Hannes und an alle anderen Nachdenklichen vom Michael :wink:

Adler

#26 Beitrag von Adler » 24.03.2010, 17:38

Solange ein Mensch auf dieser Erde lebt, bilden Seele und Leib eine Einheit. Die Seele "wohnt" quasi in dem Leib.

Stirbt der Mensch, müssen sich Leib und Seele trennen, dann wird sich zeigen, ob diese beiden in der Lebenszeit des Menschen eine "freundschaftliche Partnerschaft" eingegangen sind.

Hat der Leib für das Wohl der Seele gesorgt, in dem er sie an die Orte trug, an welchen die Seele ihre "geistliche Speise" erhalten konnte, wodurch sie sich weiterentwickeln konnte zum vollen Mannesalter Christi, oder hat der Leib nur nach seinem eigenen wohlergehen getrachten und lediglich für das "leibliche Wohl" seiner selbst gesorgt?

Wie werden die Beiden von einander scheiden? In Freundschaft und gegenseitiger Dankbarkeit, oder wird die Seele den Leib anklagen, weil sie vernachlässigt wurde?

Wird gar der Leib die Seele anklagen, weil er sie als "lästigen Störenfried" bei der Befriedigung der leiblichen Lust empfand?

Mögen wir uns immer bewußt machen: Der Leib wird vergehen - die Seele lebt ewig ...

LG Adler

Hannes

#27 Beitrag von Hannes » 24.03.2010, 18:15

Adler hat geschrieben:Solange ein Mensch auf dieser Erde lebt, bilden Seele und Leib eine Einheit. Die Seele "wohnt" quasi in dem Leib. (...)
mein lieber adler,

woher weisst du das alles so genau (ich beneide dich um dieses wissen oder diesen glauben)? und warum weiss ich das nicht so genau? zweifelst du auch mal daran?

lg - hannes

Adler

#28 Beitrag von Adler » 24.03.2010, 18:34

Lieber Hannes,

bisher sind mir noch keine diesbezüglichen Zweifel gekommen. Ich habe es immer wieder erleben dürfen, dass das was ich schrieb wahr ist. Jeder Mensch trägt eine lebendige Seele - ein Stück göttliches Leben - in sich, auch wenn wir das nicht immer so erleben oder verspüren. Aber was z.B. sagt uns denn, dass wir Trauer um einen lieben Menschen tragen sollen? Was ist es denn, was den Menschen an ein "höheres Wesen" glauben lässt (ganz gleich wie der Mensch dieses höhere Wesen auch nennen mag)? Für mich persönlich, sind das die "Lebenszeichen" meiner Seele.

LG Adler
Zuletzt geändert von Adler am 24.03.2010, 21:39, insgesamt 1-mal geändert.

Knodel

#29 Beitrag von Knodel » 24.03.2010, 21:02

wenn ich erwachsene menschen erlebe (wie z.b. user "knodel" im nachbarthread), die heute noch glauben, dass die apostelkirche nak - neben manchen anderen kirchen - der einzige weg zu gott und seinem reich (meine worte) ist, dann mag ich mit diesem gott nicht mehr. weil ich nicht nachvollziehen kann, warum er sich das anschaut, dass diese menschen dadurch menschen zerstören können - und die können es leider. und die apostel sind mir bislang ihren arbeitsnachweis (laut ihrem auftrag ihres meisters) schuldig geblieben ...

wenn ich stundenlang im schweigen sitze - oder im geiste mit simpel in den wald zum holzhacken gehe (gruss!) oder mit den schwestern im kloster im burgund bei 40 grad 3 stunden lang wurzeln ausgrabe, dann glaube ich plötzlich an gott ...

aber ist das wirklich gott?

womit ich wieder am beginn stehe ... Embarassed
Steht man nicht immer am Beginn?
Zumindest beginne ich immer wieder neu. Jeden Tag, so wie es viele Generationen vor mir schon gemacht haben.
Dabei erlebe ich zuweilen Gott und manchmal erlebe ich ihn nicht. Zumindest erscheint mir das so.
Gott ist manchmal in der Kirche, manchmal habe ich aber den Eindruck er drückt sich vor einem Gottesdienst. :wink: Ob er die Institution Kirche immer gut findet, kann ich mir nicht vorstellen.

Einer meiner Großonkel war Spätheimkehrer aus Russland. Er kam als einer der Letzten aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Er hat seine Pflicht als Familienvater und Ernährer der Familie noch etwa 10 Jahre geleistet. Am Tage seiner Pensionierung hat er seine Koffer gepackt und ist ins Burgund gefahren. Er ist 3 Jahre quer durch Frankreich getingelt. Dann stand er wieder vor der Tür seiner Familie und hat behauptet jetzt wieder Gott spüren zu können.
Erstaunlich nicht?

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evah pirazzi
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#30 Beitrag von evah pirazzi » 24.03.2010, 21:53

Ich finde, simpel hat es sehr passend im Abendgruß zitiert:

"Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang...."

Was wissen wir schon. Wir kreisen um diesen uralten "Turm", mal mit scharfem, klarem Blick, wie ein Falke, schwebend, erhaben, wissend - im nächsten Moment heulen wir drum herum, wie ein hin und her schwankender, getriebener Sturm und ab und zu entsteigt ein großer Gesang unserer Brust, angesichts des uralten Turms.

So wird es wohl immer bleiben: Mal wissen wir, mal zweifeln wir - an Gott, an uns selber und wir kreisen immer und immer um die uralten, unbeantworteten Fragen.
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

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