Bischöfin Kässmann - Alkohol am Steuer

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Anne

#61 Beitrag von Anne » 25.02.2010, 21:02

simpel, Mensch, siehst du gerade schwarz- weiß?

Dieter, hör nicht auf ihn. :P

Adler

#62 Beitrag von Adler » 26.02.2010, 08:25

Es geht doch hier nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat. Es ist zwar anerkennenswert das Frau K. die Konsequenzen daraus zieht, aber letztendlich ist das Ganze doch nur eine Folge ihres Verantwortungslosen handelns. Wer jetzt diese Dame zu einer Märtyrerin machen will, handelt m.M.n. auch nicht besser.

LG Adler

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Heidewolf
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#63 Beitrag von Heidewolf » 26.02.2010, 09:31

Hallo Tergram,
du schriebst:


BeitragVerfasst am: 25.02.2010, 17:18 Titel: Antworten mit Zitat
Hannes hat Folgendes geschrieben:
Und davor ziehe ich alle Hüte - auch wenn ich heulen könnte darüber.


Ja. Genau so. Ich hatte so viel Hoffnung in Frau Käßmann gesetzt. Schade. Einfach alles nur schade

Welche Hoffnung hattest du?

Die Aussagen von Frau Kässmann hatten für mich manchmal mehr den verzweifelten Touch.

LG, H.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

Gaby

#64 Beitrag von Gaby » 26.02.2010, 09:37

Also ich finde die gesamte Diskussion irgendwie daneben.
Da wird ein Mensch auseinandergepflückt, weil er gefehlt hat.
Sie hat für sich die Konsequenz aus ihrem Fehler gezogen ... fertig ...
sicherlich kann ich das bedauern oder auch nicht.
Ich finde es gut, dass die EKD ihr das Vertrauen ausgesprochen hat, weil ihr Fehltritt nichts damit zu tun hat, dass sie fachlich ihren Job nicht mehr hätte ausfüllen können.
Ausserdem hat Frau Käßmann so die Gelegenheit bekommen selbst eine verantwortungsbewußte Entscheidung zu treffen ... dies hat sie nun getan ... und damit gezeigt, dass sie letztendlich gradlinig ihren eigenen Moralvorstellungen folgt.
Und sie hat erklärt, warum sie diesen Schritt gegangen ist und ich glaube sie hat die Folgen die aus diesem Fehltritt entstanden sind gut eingeschätzt.
Ich halte sie nach wie vor für eine gute Theologin, daran ändert auch dieser Vorfall nichts.

Gaby

#65 Beitrag von Gaby » 26.02.2010, 09:49

simpel, mir liegt wirklich fern auf die NAK einzudreschen, aber sicherlich ist Dir nicht ganz verborgen geblieben, wie gerade über einen gewissen AT aus Spanien diskutiert wird, der weder von der KL abgesetzt wurde, im Gegenteil noch befördert wurde und auch selbst keinerlei Konsequenzen aus seinem Handeln gezogen hat.
Sicherlich kann man sagen, die Unschuld gilt, solange man nicht verurteilt wurde ... aber kann man bei sovielen geschädigten Menschen von einer Verschwörung gegen ihn ausgehen?
Damit möchte ich aber keine Diskussion darüber hier im Forum anfachen ... man lese darüber bitte in den anderen Foren und bilde sich dort eine eigene Meinung dazu.
Das in der NAK oft etwas mit dem Mantel der Verschwiegenheit oder der Liebe zugedeckt wird, das läßt sich wohl nicht bestreiten.
Wie in den Diskussionen zur RKK gerade zu sehen, dort ebenso gängige Praxis.
Darf man in einer Diskussion seine kritische Sicht nicht mehr äußern?
Ist das gleichbedeutend mit Hass? Also ich finde nicht ...
Das ist auch für mich wie Anne schon geschrieben hat schwarz/weiß denken ... denk über Deine Reaktion noch einmal nach bitte ... ;-)

Hannes

#66 Beitrag von Hannes » 26.02.2010, 11:09

Heidewolf hat geschrieben: Die Aussagen von Frau Kässmann hatten für mich manchmal mehr den verzweifelten Touch.
Hallo Heidewolf,

genau deswegen habe ich diese Frau so geschätzt ... denn wenn ich mich in der Welt, in meinem Alltag, in der Wirtschaft, in den Medien, in der U-Bahn, etc. umsehe und umhöre, was bleibt dann ausser einer gewissen Verzweiflung? Mir nicht viel, wenn ich in dieser Matrix versuche zu bestehen.

Um mal bei Frau Kässmann zu bleiben: was passiert eigentlich in Afghanistan? Wo ist die Ursache, der Ursprung dieses Krieges? Welches Verhalten von wem ging diesem Krieg voraus? Und warum schaut da keiner hin und spricht darüber?

Oder was haben wir aus der Bankenkrise (was für ein lächerliches Wort) gelernt? Was verändert sich? Und wenn ich das dann zusätzlich mit dem Blick eines Christus betrachte, dann wirds eng mit (m)einer lebbaren Philosophie eines menschlichen Lebens ...

Geht es Dir da anders? Dann hilf mir bitte ...

LG - Hannes

Hannes

#67 Beitrag von Hannes » 26.02.2010, 11:15

Adler hat geschrieben:Es geht doch hier nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat. Es ist zwar anerkennenswert das Frau K. die Konsequenzen daraus zieht, aber letztendlich ist das Ganze doch nur eine Folge ihres Verantwortungslosen handelns. Wer jetzt diese Dame zu einer Märtyrerin machen will, handelt m.M.n. auch nicht besser.
Werter Adler,

welchen Job darf Frau Kässmann seit letztem Samstag noch ausführen? Magst mir ein paar Vorschläge geben? Ich habe nämlich bestimmt auch schon gelogen im betrunkenen Zustand. Mich hat nur keiner erwischt - trotzdem muss ich mir jetzt einen neuen Job suchen, oder? Weil ich den Polizisten nämlich eine ganz heisse Geschichte erzählt hätte ...

Wie ist es mit der Überprüfung der restlichen Kirchenfunktionären und der kirchlichen Mitarbeitern? Pflegepersonal? Psychologen? Erzieher/innen?

FG - Hannes

Adler

#68 Beitrag von Adler » 26.02.2010, 12:24

Werter Hannes,

es geht doch nicht darum, dass Frau K. in betrunkenem zustand einen Beamten angelogen hat. Das ist ein herunterspielen der Tatsachen. Fakt ist, dass Frau K. mit 1,54 Promille ein Fahrzeug gelenkt hat - und das ist und bleibt eine Straftat. Punkt!

LG Adler

Knodel

#69 Beitrag von Knodel » 26.02.2010, 12:30

Adler hat geschrieben:Werter Hannes,

es geht doch nicht darum, dass Frau K. in betrunkenem zustand einen Beamten angelogen hat. Das ist ein herunterspielen der Tatsachen. Fakt ist, dass Frau K. mit 1,54 Promille ein Fahrzeug gelenkt hat - und das ist und bleibt eine Straftat. Punkt!

LG Adler
Stimmt! Jemand der im öffentlichen Dienst angestellt werden möchte, muß ein polizeiliches Führungszeugnis nachweisen. Sollten auch nur geringfügige Strafen zu finden sein, wird er nicht beschäftigt. Das gilt für den öffentlichen Dienst, die Evkhn, sowie für die Caritas.
Ebenso gilt das für Beamte, wenn sie während ihrer Dienstzeit eine Straftat begehen.

Hannes

#70 Beitrag von Hannes » 26.02.2010, 12:47

... und für diese Straftat wird man nach bestehendem Gesetz bestraft. Aber wo machen wir dann den "Punkt!"? Was darf dann der verurteilte Straftäter danach nicht mehr? Und für wie lange?

FG - Hannes

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