NAK Köln: De Kölsche Büttenpredigt von Apostel Otten

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tergram

#71 Beitrag von tergram » 20.02.2010, 12:41

Gott spricht? :shock: Wirklich? Wann und mit wem? :?:

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tosamasi
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#72 Beitrag von tosamasi » 20.02.2010, 13:21

...und wo. Ich komme.
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tosamasi

shalom
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#73 Beitrag von shalom » 21.02.2010, 17:49

Cemper hat geschrieben:Gleichwohl zwei Fragen:
Jesus sprach Aramäisch; gibt es dieses Problem auch in Aramäisch?
Und die andere Frage: Spricht Gott Deutsch?
Werter Cemper, liebe junge gebliebene und "Junge Christen" 8) :wink:,

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort (Johannes 1,1).

Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache… . Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. Wohlauf, lasst uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!... (1. Mose 11,1, 6-7).

Um Ihre erste Frage nicht beantworten zu können, benötige ich noch die Information, welche der Aramäischen Sprachen Jesus sprach (Frühes Altaramäisch, Spätes Altaramäisch, Reichsaramäisch, Achämenidisches Reichsaramäisch, Mittelaramäisch, Biblisches Aramäisch, Nabatäisch, Palmyrenisch, Hatranisch, Jüdisch-Mittelaramäisch, Klassisches Aramäisch, Samaritanisch, Jüdisch-Babylonisch (Talmudisch), Assyrisch-Neuaramäisch, Chaldäisch-Neuaramäisch, Neu-Mandäisch oder etwa gar schon Neuaramäisch)?

Beispielsweise erkennen die „Samaritaner“ nur die Autorität der fünf Bücher Mose (Pentateuch, Tora) an, die sie in einer eigenen, der ursprünglichen hebräischen Schrift schreiben, die auf dem phönizischen Alphabet basiert (die heutige hebräische Schrift ist eigentlich eine aramäische Schrift, die von den Juden erst während des Babylonischen Exils übernommen worden war). Darüber hinaus haben sie eine eigene Überlieferungs- und Aussprachetradition ihrer heiligen Schriften und der althebräischen Sprache erhalten können, für Bibelwissenschaftler eine Fundgrube (Samaritaner).

Offensichtlich hat es also auch schon im Aramäischen Probleme gegeben. Auf alle Fälle, ob überhaupt – und wenn wie – es in den aramäischen Dialekten heute auch den Fall der Fälle gibt – ich weiß es nicht.

[=>Neuapostolisch-Mitteldeutsch]
nak-mitteldeutschland.de hat geschrieben:Das Wort vom Kreuz: Jugend-Gottesdienst in Coswig

Junge Christen aus den Bezirken Torgau und Dessau waren am Sonntag, den 14. Februar 2010 bei winterlichem Wetter in Coswig (Anhalt) zu einem Gottesdienst versammelt.

…einer Lesung von Versen aus dem ersten Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Korinth wurde in das Thema des Gottesdienstes eingeführt, dem das Bibelwort 1. Korinther 1, 22-23 zu Grunde lag: "Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit.".

…Steckt nicht in jedem von uns ein Stück "jüdischer" und "griechischer" Gesinnung im Sinne des Paulus-Wortes? Wünschen wir uns nicht auch ein Eingreifen Gottes, wenn wir schlimme Verhältnisse sehen oder versuchen wir nicht auch, uns dem Evangelium intellektuell zu nähern? Oder sind wir nicht ständig vielen Einflüssen und geistigen Strömungen ausgesetzt, die den Blick auf Christus trüben?

Apostel Korbien bestärkte darum das Prinzip der Predigt: Es ist das einfache Wort, konzentriert auf Christus, das Wort vom Kreuz, vom Evangelium und von der verheißenen Wiederkunft Christi, das gepredigt wird. Dieses Wort beabsichtigt, die Seele jedes einzelnen Hörers zum Klingen zu bringen und dann ganz konkret im Alltag erlebbar zu sein.

Das Wort Gottes wird heute durch seine, zum Dienst ordinierten Knechte, an den neuapostolischen Altären verkündet. Der Apostel und Prinzipienprediger predigte aus Prinzip über das Prinzip. Auf Deutsch („Man spricht Deutsch“).

Wie ein Menetekel war das Zitat – auf Deutsch – für „die jungen Christen:wink: auch während des Gottesdienstes für alle sichtbar auf die Leinwand am Nebenaltar projiziert worden (soll auch bei Seniorengottesdiensten die gewünschte nachhaltigere „Depotwirkung“ bewirken).

Neubabylonisches Deutsch als Amtsprache des neuapostolischen Amtskörpers sollte denn auch von Gott gesprochen werden („So spricht der Herr“), sonst wäre der Amtskörper ja stumm. Im na-amtlichen Leitgedanken ist das Wort und das Wort ist bei Gott, und Gott ist das einfache Wort (Wilhelm 1,1). Durch den geliehenen Munde einfacher stehgreifenden Amtträger spricht Gott Deutsch. Schon die Muttersprache des Vaters sagt: „Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird “(Lukas 2 aus 34) :wink: . „O Heil des schweren, tiefen Falles!...“ (AGB 228 aus V3).

Heute Morgen hatte mir übrigens auch noch kurz der helle (Morgenstern) heimgeleuchtet.

shalom

Cemper

#74 Beitrag von Cemper » 21.02.2010, 19:27

tergram hat geschrieben:Gott spricht? :shock: Wirklich? Wann und mit wem? :?:
An wen sind die Fragen gerichtet? An Gott? An shalom? An mich? An die Öffentlichkeit dieses Forums? Außerdem noch zwei Verständnisfragen: Darf das Vertrauen eines Menschen in oder auf Gott als Rede Gottes verstanden werden? Darf ferner auch das Schweigen Gottes als besondere Weise seiner (Gottes) Rede verstanden werden?

C.

Hannes

#75 Beitrag von Hannes » 22.02.2010, 12:10

tergram hat geschrieben:Gott spricht? :shock: Wirklich? Wann und mit wem? :?:
Mensch tergram ... Du und Deine Fragen immer ... :wink:

Habe diese Fragen mal am Wochenende ein wenig umkreist. Und geblieben sind noch mehr Fragen - wie das halt immer so ist:

- Was bleibt denn von einem Glauben übrig, wenn wir versuchen, diesen mit unserem Verstand zu be- und ergründen - und wie soll das gehen?
- Teilt sich dieser Gott heute eigentlich noch mit? Hat er sich Deiner Meinung nach überhaupt schon einmal mitgeteilt? Persönlich oder durch Menschen? Kann ich das erkennen - und wenn ja, wie?
- Wie unterscheide ich zwischen Glauben und einem gewissen Zufall (oder wie man das nennen möchte)?
- Kann man Gott herunterdividieren auf eine Projektion?
- Sind Gebete ersetzbar durch irgendwelche NLP-Praktiken o.ä.?

Weisst Du, was ich meine? Wir sprechen hier von einem ungreifbaren Gott, der aber für manche Menschen sehr individuell greifbar ist. Sind das alles Projektionen und die Erlebnisse Zufall? Oder ist alles irgendwie Gott?

Ich hatte am Wochenende ein Begegnung mit einem NAK-Amtsträger. Er sagte: "da muss jetzt der liebe Gott helfen" ... und ich stand da und dachte: ja! Aber wie geht das? Dieser Mann glaubt das felsenfest. Und er richtet sein ganzes Sein danach aus. Ist er weltfremd?

LG - Hannes

Cemper

#76 Beitrag von Cemper » 22.02.2010, 19:03

Ich vermute: Nein. Er ist nicht weltfremd. Aber ein Urteil ist - wie so oft - nur unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles möglich. Zwei Beispiele: Ich hatte vor einiger Zeit mit einem sehr frommen Kantor und Organisten einer evangelischen Kirchengemeinde zu tun. Wir sprachen über eine Musikalienhandlung im Stadtzentrum. Als ich sagte, dass das Parken dort so schwierig sei, sagte dieser Mann in vollem Ernst ähnlich wie vielleicht Ihr NAK-Amtsträger: "Ich finde immer einen Parkplatz; der Herr Jesus hält mir fast immer einen Platz frei." Ist das weltfremd (wenn nicht bescheuert)? (Zur Relativierung: So was habe ich von einem NAK-Amtsträger noch nicht gehört.) Das andere Beispiel: Ich musste heute ins Stadtzentrum. Dort - wo ich hin musste - ist das perfekte Parkplatzchaos. Wo bekam ich einen Parkplatz? Exakt vor dem Haus, in das ich wollte/musste. Einen Glaubens-Zusammenhang sehe ich hier nicht. Ist das weltfremd?

Die beiden Beispiele sollten nur eine Haltung verdeutlichen. Man müsste diese Haltung auf wirklich ernste Probleme beziehen - von den großen individuellen Sorgen bis zur Apokalypse.

Grüßen Sie tergram und richten Sie ihr aus: Falls Sie keinen Gott hat, könnte Sie sich darauf verlassen, dass Gott sie hat.

C. :wink:

tergram

#77 Beitrag von tergram » 23.02.2010, 10:11

Hannes hat geschrieben:... "da muss jetzt der liebe Gott helfen" ... und ich stand da und dachte: ja! Aber wie geht das? Dieser Mann glaubt das felsenfest. Und er richtet sein ganzes Sein danach aus. Ist er weltfremd?
Hannes, ich weiss es nicht. Ich doch nicht. Manchmal sehne ich mich nach den alten Zeiten dieses naiven Glaubens zurück. Da war alles so schön einfach. Illusorisch, aber einfach...

Ich weiss nicht, wer oder was "Gott" ist. Er sagt ja nix. Es wäre an der Zeit, dass er mit uns spricht. Eindeutig. Ohne diese ganzen Zwischenhändler. Zeit, dass er uns sagt, was er von uns erwartet. Und was wir von ihm zu erwarten haben.

Aber er schweigt. Und wir können nichts dagegen tun. Manche lauschen hingebungsvoll seinem Schweigen, andere sind des ergebnislosen Lauschens müde geworden.

Fazit: "Wir wissen's allesamt nicht." Nur Cemper weiss was. Aber das sagt er nicht. Er stellt immer nur neue Fragen.

Cemper

#78 Beitrag von Cemper » 23.02.2010, 10:25

tergram, wenn Sie meinen, es sei an der Zeit, dass Gott mit uns spricht, dann gehen Sie doch davon aus, dass "er" mit uns sprechen kann. Eine solche Voraus-Setzung nennt man Gottesglauben. Ansonsten: Sie meinen ernsthaft, dass Gott (noch) nicht gesagt hat bzw. wissen ließ, was er erwartet?

Cemper

tergram

#79 Beitrag von tergram » 23.02.2010, 10:39

Cemper hat geschrieben:... dass Gott (noch) nicht gesagt hat bzw. wissen ließ, was er erwartet?
Hat "er"? Ihnen?
Mir nicht. Was an mir liegen mag.

Cemper

#80 Beitrag von Cemper » 23.02.2010, 11:18

tergram - wir „bewegen“ uns in unserem kleinen Dialog auf einer Glaubensebene. Das heißt nicht, dass Verstand und Vernunft bedeutungslos sind; das heißt aber sehr wohl, dass wir die Grenzen von Verstand und Vernunft sehen dürfen oder sogar - und zwar als Ergebnis einer Anstrengung von Verstand und Vernunft - sehen müssen. Ich jedenfalls kann mit meinem Verstand die Grenzen meines Verstandes erkennen. Es stellt sich dann die Frage, wie wir uns verhalten. Wir können - grob gesagt - diese Positionen beziehen: Theismus - Atheismus - Agnostizismus. Aber keine dieser Positionen „befreit“ uns von dem Problem des Glaubens. Der Gottgläubige (Theist) steht ohnehin immer vor oder in diesem Problem. Der Atheist muss auch glauben, dass ... Der Agnostiker vertagt das Problem; es ist auch für ihn nicht erledigt. Am Rande: Ich weiß, dass damit nicht alle Weltreligionen erfasst sind.

Wenn nun - wie Sie es tun - die Frage gestellt wird, wo „er“ (Gott) denn spricht und ob „er“ mit dem und dem Menschen (etwa mit mir) gesprochen hat, dann haben wir doch zunächst einmal dieses Problem: Wie versteht der Fragende seine Frage? Und unabhängig davon: Wann und wie ist die Frage nach der „Rede Gottes“ eigentlich sinnvoll?

Wenn ich Ihnen sagte, dass Gott gestern Abend im italienischen, französischen, britischen Fernsehen und heute Morgen um sieben Uhr im Deutschlandfunk gesprochen hat, dann würden Sie mich wahrscheinlich fragen, ob bei mir noch alles in Ordnung ist. Zugleich würden Sie damit zu erkennen geben, dass Sie „Gott spricht“ so nicht verstehen oder verstanden wissen wollen. Also denken Sie an etwas anderes. Aber woran? Das ist die Frage - und mit dieser Frage gleiten wir in die Theologie. Hier sind allzu einfache Fragen einerseits nicht zulässig. Andererseits sind sie aber notwendig. Eine der einfachen und notwendigen Fragen lautet: Verstehst du, was du sagst?

Das gilt auch für Ihren Eintrag über diesem Eintrag.

C.

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