NAK Köln: De Kölsche Büttenpredigt von Apostel Otten

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Hannes

#41 Beitrag von Hannes » 18.02.2010, 10:04

evah pirazzi hat geschrieben: Wenn Anfangs- und Endbuchstabe erhalten bleiben, funktioniert's gut. Ansonsten issschwer. Mein Tipp:

"...sagt einmal, seid ihr irgendwie saudamener oder unandiderche...?"
Moin heva, moin Anne,

ich kimm salber nemmer dreuf, wes dei buiden Wärter bädeuten ... aber der Wein gestern war wirklich unkompliziert, besonders die 2. Flasche ... hik.

Stimmt übrichens, dass der 1. und letzte Basbuchte stehen bleiben müssen ... oder?


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Knodel

#42 Beitrag von Knodel » 18.02.2010, 10:12

FG - Alka Hannes Seltzer
Geh wieder ins Bett Hannes
Männer haben einfach keine Nerven!

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agape
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#43 Beitrag von agape » 18.02.2010, 10:41

Cemper hat geschrieben:@ rfw

Herzlichen Dank für Ihre Erläuterungen.
Dem schließe ich mich sehr gerne an.

Starke Bindungen gibt es auch in anderen Kirchen und in vielen Institutionen und Lebensbereichen. Auch dort wird über Sprache Identität gestiftet und ein- wie ausgeschlossen. Gehen Sie mal in eine katholische Messe und sagen Sie ihrem Banknachbarn unvermittelt: "Ich bin übrigens evangelisch."
Was antwortet der Katholik Ihnen dann?
In größeren Kirchengemeinden ist es mittlerweile üblich, dass ein interkonfessioneller Austausch an der Basis verzeichnet wird. Mitunter sind 30-40 % Katholiken in ev. Gemeinden.

Für die Musik gilt das auch. Mir ist in Gottesdiensten und bei Verwandten mit neuap. CD-Sammlungen aufgefallen, dass es ein "neuap. Tempo" gibt. "Nur zu dir steht mein Verlangen ..." oder "Mit dir o Herr verbunden, fühl ich mich nie allein ..." Recht langsam und verinnerlicht. Das sitzt.
Ja, die Musik! Der EJT hat das deutlich gezeigt. Ein mir bekannter Psychologe und Musikprofessor hat den EJT auf die musik. Darbietung analysiert. (Man (NAK !) kennt sich offensichtlich aus!) (Le Bon´s "Psychologie der Massen" sollte jeder mal gelesen haben!)

Warum sollte den Menschen das genommen werden, was sie beglückt? Selbstverständlich gibt es Grenzen...

Über diese Grenzen schweigen Sie sich übrigens meistens aus!
Fragen Sie mal die Krankenkassen, warum den Beitragszahlern Aufklärung geboten wird - auch über Dinge, die sie beglücken.
Es ist dennoch erfreulich, dass kein Krankenkassenangestellter mich zu Hause vom "Extremcouching" (Sofa, Fernsehen, Chips-Fressen) abhält.
"Freier Fall für freie Bürger."
Dolles Motto - hätte von der FDP kommen können. :evil: :lol:

Lesen Sie weniger (ist eh alles Ballastwissen, das letzte Hemd hat kein Regal - oder so) ;)

agape
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Cemper

#44 Beitrag von Cemper » 18.02.2010, 12:56

agape hat geschrieben:Was antwortet der Katholik Ihnen dann?
Ich setze mich meistens neben eine Katholikin. Und die antworten mal so und mal so. Eine hat mal gesagt: "Das ist doch nicht schlimm. Evangelische sind auch Menschen." Eine andere hat mal gesagt: "Und warum sind Sie dann hier?" - Meistens bin ich mit einer katholischen Freundin in der kath. Kirche; und dann tuscheln die Bekannten dieser Frau: "Hat die was mit dem?" Das agape - das interessiert.
agape hat geschrieben:In größeren Kirchengemeinden ist es mittlerweile üblich, dass ein interkonfessioneller Austausch an der Basis verzeichnet wird. Mitunter sind 30-40 % Katholiken in ev. Gemeinden.
Also - das ist mir noch nicht aufgefallen. In meiner konfessionell pluralen Verwandtschaft geht's manchmal nur friedlich zu, wenn Kirchenfragen ausgeklammert werden. In meinem Bekannten- und Kollegenkreis haben Glaubensfragen eher theoretische Bedeutung. Mir fällt aber auf, dass Katholiken eine größere "innere Ruhe" haben und gegenüber anderen ungefähr so reagieren: "Werdet ihr erst mal so alt wie wir, dann reden wir."
agape hat geschrieben:Über diese Grenzen schweigen Sie sich übrigens meistens aus! Fragen Sie mal die Krankenkassen, warum den Beitragszahlern Aufklärung geboten wird - auch über Dinge, die sie beglücken.
Ja - das stimmt. Ich rede selten über diese Grenzen; ich habe auch selten Anlass, über diese Grenzen zu sprechen. Ich weiß auch nicht, wo die Grenzen verlaufen. Wir leben doch in einer Gesellschaft, in der es das hohe Gut der "allgemeinen" Freiheit und der Religionsfreiheit gibt. Aus dieser Freiheit folgt die Verantwortung des einzelnen für sich. Warum sollte ich da "reinreden"? Wissen Sie - wenn ich das tun würde, hätte ich viel zu tun. Meine Zeit reicht nicht. Ich bin auch kein Missionierer oder Aufklärer oder Besserwisser. Mich interessiert meistens, was andere mir erzählen - besonders über ihre religiösen "Sichtweisen". Übrigens habe ich gestern einer mir bekannten Frau, sie ist Lehrerin, neuap., und sie hat seit einiger Zeit Schwierigkeiten mit ihrer Kirche, einen Brief beantwortet, den sie mir zu diesen Schwierigkeiten geschrieben hat. Ich habe ihr geraten, neuapostolisch zu bleiben, sich klar zu machen, dass sie eine Eigenverantwortung hat und nicht immer fragen sollte, was denn ihr "Amtsträger" meint, dass sie die neuap. Glaubensaussagen mit einer souveränen Distanz sehen sollte, weil diese Aussagen sich schon mal ändern, so dass man heute nicht weiß, was übermorgen gilt, und ich habe ihr geraten, alles, was sie in ihrer Kirche stört, großzügig zu übersehen - und manchmal könnte sie sich ja auch - statt in die Kirche zu gehen - auf ihren schönen Balkon in den Sonnenschein setzen und über Gott und die Welt nachdenken oder nachdenken, was andere vorgedacht haben.

Damit sind wir auch beim nächsten Punkt:
agape hat geschrieben:Lesen Sie weniger (ist eh alles Ballastwissen, das letzte Hemd hat kein Regal - oder so) ;)
Ja - da haben Sie recht!

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rfw
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#45 Beitrag von rfw » 18.02.2010, 13:19

Cemper hat geschrieben:@ rfw

...

Es ist doch klar, dass kleinere Gemeinschaften ein besonderes "Wir-Gefühl" brauchen und an der Bildung des "gemeinsamen Willens" arbeiten.

...
@Cemper, herzlichen Dank für Ihre umfangreiche Antwort, die ich sehr schätze und die ich auch nachvollziehe.

Einen Einwand möchte ich dennoch nochmal loswerden - bezogen auf Ihr Zitat oben:

Das Kriterium ist nicht die Größe. Diese Argumentation halte ich tatsächlich für gefährlich. Das Bindungsbedürfnis und die erzielten Bindungs"qualitäten" der NAK sind nicht durch ihre Größe (= relative Kleinheit) induziert! Dieser Logik folgend müsste die AG/VAG immer stärkere Bindungen erzeugt haben mit fortschreitender Verkleinerung. Hat sie aber nicht.

M.E. brauchen Sie die NAK-typischen Bindungen und Prägungen vor allem dann, wenn Ihnen die Substanz fehlt: Je weniger herleit- oder begründbar Ihr Konstrukt ist, desto stärker muss die Bindung über Selbstkontrolle (Schere im Kopf) erfolgen.

Das hat auch nicht viel mit Identität zu tun. Ihnen wird die Identität genommen und durch Scheinautoritäten ersetzt. Das Problem ist also weniger, dass die NAK eine kleine Kirche ist, sondern dass sie eine Laien-Kirche ist, der jedes Korrektiv fehlt.
Zuletzt geändert von rfw am 18.02.2010, 18:12, insgesamt 1-mal geändert.
LG
win
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Cemper

#46 Beitrag von Cemper » 18.02.2010, 13:22

Nur kurz, vorläufig und spontan - ich muss nämlich gleich weg: Schreiben Sie mal im zweiten Absatz von unten in der ersten Zeile das "Sie" klein. Sonst kommt noch jemand auf die Idee, ich würde ... das brauchen.

Brombär
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#47 Beitrag von Brombär » 18.02.2010, 14:08

rfw schrieb :

M.E. brauchen Sie die NAK-typischen Bindungen und Prägungen


Cemper schrieb :

. . . schreiben Sie mal im zweiten Absatz von unten in der ersten Zeile das "Sie" klein. Sonst kommt noch jemand auf die Idee, ich würde ... das brauchen.
-------------------------------


Das :shock: hätte Ihnen gerade noch gefehlt :lol:

Cemper, Sie sind manchmal so unglaublich furztrocken lustig :lol:


Bb.
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

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agape
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#48 Beitrag von agape » 18.02.2010, 14:34

Cemper schrieb :
. . . schreiben Sie mal im zweiten Absatz von unten in der ersten Zeile das "Sie" klein. Sonst kommt noch jemand auf die Idee, ich würde ... das brauchen.
Zumal jeder weiß, dass C. es braucht,
denn er hat ja auch eine na. Schwiegermutter, die ihm stets schöne Hinweise gibt.
Warum wohl?
Weil die gute Frau insgeheim merkt, was ihr Schwiegercemper braucht. :P
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
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#49 Beitrag von rfw » 18.02.2010, 18:09

agape hat geschrieben:
Cemper schrieb :
. . . schreiben Sie mal im zweiten Absatz von unten in der ersten Zeile das "Sie" klein. Sonst kommt noch jemand auf die Idee, ich würde ... das brauchen.
Zumal jeder weiß, dass C. es braucht,
denn er hat ja auch eine na. Schwiegermutter, die ihm stets schöne Hinweise gibt.
Warum wohl?
Weil die gute Frau insgeheim merkt, was ihr Schwiegercemper braucht. :P
:shock: Liebe agape, du kennst Leute...!?

@ Cemper: War zwar nicht so beabsichtigt, aber ja, das hat was... Ich lasse das Sie im 2. Absatz von unten wie es ist....

Nix für ungut.

Jedoch: Ich signalisiere Verhandlungsbereitschaft bezüglich des dem "Sie" folgenden "Ihnen"... denn das ginge selbst mir zu weit, wenn Sie das auf Ihnen bezögen... :oops:
LG
win
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Adler

#50 Beitrag von Adler » 18.02.2010, 18:46

Ich verwarne Ihnen.

Wer kennt es nicht, das legendäre Zitat von Ente Lippens? Ein echter Ruhrpottschiri sprach die Verwarnung mündlich aus: „Ich verwarne Ihnen.“ Ente Lippens, nicht ganz auf den Kopf respektive Mund gefallen, konterte schlagfertig: „Ich danke Sie.“
:mrgreen:

LG Adler

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