Pfarrer ohne Gott - was müssen Geistliche glauben?

Für Zweifler und andere gute Christen
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simpel

#41 Beitrag von simpel » 12.02.2010, 15:06

Danke, Hannes, vielen Dank! :wink:
Hab mal nachgesehen: deine Empfehlung gibt´s tatsächlich an der Esso ganz in meiner Nähe... :wink:

In meinen Becher dürfte auch ein Atheist sein Löffelchen mit hinein tauchen - bin für meinen Großmut berüchtigt... :mrgreen:

Lobo

#42 Beitrag von Lobo » 12.02.2010, 17:16

simpel hat geschrieben:...Die ehem. DDR war ein Feldversuch ohne Gott - mit bekanntem Ausgang.Das klingt simpel, ist aber wahr.
Ja nee, is klar!
Gott macht Feldversuche nach dem altbekannten Motto: wenn es gut geht, dann war ER es gewesen; wenn nicht, dann wissen wir natürlich nicht, was ER uns damit sagen will. Bild
Und über die anderen fünfhundertfünfundfünfzigtausend "vergeigten" Feldversuche schweigen wir. Bild

tergram

#43 Beitrag von tergram » 12.02.2010, 18:10

simpel,

waren die Konzentrationslager auch nur ein göttlicher Feldversuch? Oder das Erdbeben in Haiti?

Wenn DAS Gott ist, bin ich Atheist.

Hannes

#44 Beitrag von Hannes » 12.02.2010, 18:41

Werte/r tergram und Lobo,

*einmischundparteiergreif* ... der Herr simpel hat gesagt, dass "die ehem. DDR ein Feldversuch ohne Gott" war - also von Menschen initiiert. Das hat er doch so gesagt, oder hab ich da falsch gelesen? Nein, oder? Nein!

*binschonwiederwech*

Hannes

Lobo

#45 Beitrag von Lobo » 12.02.2010, 19:03

Hannes hat geschrieben:... der Herr simpel hat gesagt, dass "die ehem. DDR ein Feldversuch ohne Gott" war - also von Menschen initiiert
Richtig Hannes,
darum musste Gott ja schlußendlich eingreifen, den Feldversuch also quasi beenden. :mrgreen:
Gruß
Lobo

simpel

#46 Beitrag von simpel » 12.02.2010, 19:04

Mir sind die allgegenwärtigen Totschlagargumente gegen Gott ziemlich geläufig; ich kann Gott auch nicht rechtfertigen - kein Mensch kann das.
Ich habe aber einen Glauben an IHN, der sich durch keine noch so sarkastischen Argumente auflösen lässt.
Warum? Weil ich IHN erlebt habe, und das nicht nur einmal.
Weiter werde ich mich zu diesem Thema nicht äußern.

Schönen Abend allerseits.



Danke, Hannes.

Hannes

#47 Beitrag von Hannes » 12.02.2010, 19:16

Lobo hat geschrieben:
darum musste Gott ja schlußendlich eingreifen, den Feldversuch also quasi beenden. :mrgreen:
Dess is doch a Schmarrn ... wer eingreifen wird und eingegriffen hat, ist der Mensch als "Kind Gottes". Punkt.

Das erinnert mich an manches verklärte "jetzt kann nur noch der liebe Gott helfen". Als ich das zuletzt im Familienkreis hörte, bin ich gegangen und hab dan anderen diesen unangenehmen (Knochen-)Job machen lassen - und dann haben die alle belämmert geschaut ... was soll denn dann ich noch da, wenn Gott das übernimmt (wobei dann der Notarzt und eine sowas von nette Sanitäterin *einfach göttlich* das übernommen haben).

Faschdesde schlussendlich? :wink:

Gruss
Hannes

Adler

#48 Beitrag von Adler » 12.02.2010, 19:33

Dazu fällt mir einen kleine Geschichte ein.

In einem kleinen Dorf lebt ein weiser Mann, zu dem die Dorfbewohner immer wieder kommen um ihn um göttlichen Rat zu bitten.

Eines Tages, droht das Dorf von Wassermassen überflutet zu werden. Alle Bürger werden evakuiert, nur der weise Mann will nicht.

Auf das Bitten des Bürgermeisters sagt er nur: "Ich vertraue auf Gott! ER wird mir helfen."

Das Wasser kommt und steigt immer höher. Die Feuerwehr kommt mit einem Boot um den weisen Mann zu retten. Dieser lehnt dankend ab, mit den Worten: "Ich vertraue auf Gott! ER wird mir helfen."

Das Wasser steigt immer höher und der weise Mann kletter auf das Dach seines Hauses. Ein Hubschrauber kommt, um ihn vom Dach zu holen, aber wieder lehnt der weise Mann, mit den bekannten Worten, jegliche Hilfe ab.

Der Mann ertrinkt in den Fluten und kommt zu Gott in den Himmel.

Ziemlich miesslaunig, macht er Gott den Vorwurf: "Warum hast DU mich nicht gerettet? Ich habe doch auf deine Hilfe vertraut."

Antwortet Gott: "Sag einmal, was willst du denn noch? Ich habe dir dreimal Hilfe angeboten ... "

LG Adler

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#49 Beitrag von tosamasi » 12.02.2010, 20:14

Loreley 61 hat geschrieben: Was ich unter Kirche verstehe? Wahrscheinlich dasselbe wie du. :wink: Wenn ich mal dort bin, möchte ich aufbauende Predigten hören, die einen Bezug zu meinem Leben haben. Keinerlei Drohbotschaften - und/oder Uraltgeschichten aus der Bibel, speziell dem Alten Testament. Ich sag es gerne nocheinmal: Ich kann mir kein Vorbild an fiktiven Gestalten aus der Bibel nehmen, wenn es diese nie real gegeben hat. Bisher waren die Predigten die ich in der ev. Kirche gehört habe sehr gut. Das Alte Testament und seine Legenden waren fast nie ein Gottesdienstthema.

LG, Lory
Aber Lory, Kirche ohne Gott? Abschaffen, umbenennen in
Haus der ethischen Lebenshilfe
oder so.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

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#50 Beitrag von Loreley 61 » 12.02.2010, 21:12

Nee, dass habe ich ja nicht gesagt. Gott gehört für mich schon dazu. Mir ist nur nicht klar, ob dieser Pfarrer nun die Existenz eines Gottes ganz ablehnt, oder Gott nur anders, vielleicht universeller, sieht/benennt. Vielleicht weniger als personifiziert, auch nicht mit einer Art Ego ausgestattet, sondern mehr als Energie, die alles erschaffen hat. Ich würde mal gerne eine Predigt von ihm hören, um mir ein Urteil zu bilden.

LG, Lory
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Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

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