Heil in der Vor- und Nachbereitung

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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#11 Beitrag von shalom » 05.02.2010, 06:22

Werte DiskursteilnehmerInnen,

bezüglich des neuapostolischen Heils – siehe z. B. PV KW 6 -, das u. a. im Festhalten an (neuapostolischen) (freigegrasten) Satzungen (Botschaften) der Bezirksapostel gesehen wird, hatte ich vor knapp zwei Jahren hier in gf24 folgen Beitrag eingestellt. Die jüngste, beharrliche UF-Kolumne 2010 über „Menschenwort / Apostelwort (Gotteswort)“ ist angesichts der neuapostolischen Historie ("Selbstbildnis") ein echter Hammer!

shalom

Ruhrgebiet

#12 Beitrag von Ruhrgebiet » 05.02.2010, 10:43

Ein weiterer wichtiger Schritt in Sachen Ökumene :mrgreen:

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agape
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#13 Beitrag von agape » 05.02.2010, 10:53

Falls V.K nochmals auf Herrn Gandow stoßen sollte, kann er ihm den Begriff des Heils nochmals (diesmal wieder (!) ohne Neuen Katechismus) an Hand dieser Vorstellungen nahelegen.
Wenn man bedenkt, wiiiieee lange, "man" an der Heilsfrage geschliffen hat!

Es ist so unsäglich, dass sich nun wirklich niemand mehr daran ärgern sollte!

Dank an shalom für diese klärende Darstellung.

Lieben Gruß,
a.

Hannes

#14 Beitrag von Hannes » 05.02.2010, 10:59

agape hat geschrieben: Es ist so unsäglich, dass sich nun wirklich niemand mehr daran ärgern sollte!
Stimmt, agape ... sagte nicht schon einmal einer: "Ihr sollt euch nicht ärchern an mich"

Obwohl: mir ärchert das nit! Mir amüsiert das. Allaaf ... Tä tä ... (Konfetti einstreuen bitte). Die Frage ist doch nur: "Wolle mer se reinlasse?"

Helau
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Maximin

NICHT LOSLASSEN - RAUSLASSEN...!

#15 Beitrag von Maximin » 05.02.2010, 13:00

... Ne Hannes, rauslassen, rauslassen! Vor allen Dingen aus dem Kopf. :roll:
LG vom Micha :wink:

Hannes

#16 Beitrag von Hannes » 05.02.2010, 13:32

O.k., lieber Micha, Du willst es unbedingt - dann kriegste es auch ... nämlich den Uralt-Otto-Witz:
"Ich habe die ganz Nacht an deine Schlafzimmertüre geklopft - aber du hast mich nicht rausgelassen." :D

Das kannste jetzt aufs geistig-ewig(neuapostolisch)e übertragen ...

LG - Hannes

_
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#17 Beitrag von _ » 05.02.2010, 13:37

spannend finde ich ja immer wieder, welche beispiele herangezogen werden:
Ich weiß, dass man einen Gottesdienst unterschiedlich erleben kann. Manches Mal mag es wohl auch so sein, dass sich ein Dienstleiter etwas schwertut: Er kann vielleicht die Sätze nicht so gut formulieren oder irgendetwas lässt ihn ungeschickt wirken. Aber das darf keine Rolle spielen. Aus jedem Gottesdienst kann man Substanz ziehen. (Quelle: www.bischoff-verlag.de)
warum geht es immer nur um rhetorische oder sprachliche mängel? warum erwähnt wilhelm leber nicht, mit welch gravierenden theologischen mängeln viele der brüder am altar ringen? warum erwähnt er mit keinem wort, dass prüfstein für die verkündigung laut bav-beschluss von 2004 die bibel sein muss?

ob jemand bei der predigt stottert oder grammatische fehler macht, ist tatsächlich nebensache. aber sind predigten, die der biblischen überlieferung widersprechen, und wo man die vermutung hegen darf, dies sei beabsichtigt, nun gottes wort oder menschenwort?

mfg, _

Maximin

AUTORITÄT UND KOMPETENZ...

#18 Beitrag von Maximin » 05.02.2010, 14:14

Brüder, glaubt mir bitte, dass ich in diesen Dingen jahrzehntelang Erfahrungen gesammelt habe. Positive und auch ganz andere. Ansonsten würde ich meine Klappe halten und schweigen! Nach einem Gästegottesdienst sprach mich vorgestern jemand an. Er wollte von mir wissen, ob er mit mir mal unter 4 Augen über das Thema Autorität und Kompetenz austauschen könnte. Wäre ihm sehr wichtig. Ich habe ihm das verbindlich zugesagt. Insofern bereite ich mal, auch für uns hier, eine entsprechende Rubrik vor...! Macht Euch schon mal locker. :mrgreen:
Brüderliche Grüße vom Maximin :wink:

Philippus

#19 Beitrag von Philippus » 05.02.2010, 16:40

Auf diese Rubrik wär ich dann aber doch schon mal gespannt ... :roll:

LG Frank

shalom
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#20 Beitrag von shalom » 09.02.2010, 13:28

        • "HEIL LEBER", eine neue Neuapostolische Tetralogie?
Schon lange vor dem neuapostolischen Heilsendabschnitt in dem wir heute leben, bildeten in der Antike drei Aufführungen, gefolgt von einem erheiternden, befreienden Satyrspiel eine so genannte („Tetralogie“).

Unlängst ist mir auch eine schlüssige, neuapostolische Anthologie in die Hände gefallen, die in mehreren Abschnitten dem „Pentateuch“ und weiteren Büchern der Ur-Bibel gewidmet ist.

Das gesammelte monologisch geballte Wissen (Glaubenslehre) der neuapostolischen Apostelämter von heute (Juli 2009 – Oktober 2009) kommt bezüglich verschiednen „Ismen“ auch in so einem urtümlichen „Vierklang“ (tetralogisch) daher. In der vierteiligen UFO- Serie folgt dem Bibli-, Evangelikali- und Fundamentalismus zu guter letzt die sowohl erheiternde wie auch befreiende Position der leitenden neuapostolischen Apostelämter mit deren Naktionalismus:

>>>Innerhalb des Protestantismus gibt es eine Richtung, die sich in extremer Weise der Bibel verpflichtet fühlt: den Biblizismus. »Unsere Familie« zeichnet in einer Serie über vier Artikel die grundlegenden Standpunkte dieser Richtung nach. Dabei soll das Spannungsverhältnis verdeutlicht werden, das zwischen ihr und dem neuapostolischen Glauben besteht. Die Serie besteht aus …vier Beiträgen<<< (mehr in »Unsere Familie« Ausgabe 13, 5. Juli 2009).

Nachdem im letzten Jahrzehnt die neuapostolische Öffentlichkeit mit zahlreichen Beta- und Beterversionen (Visionen) von neuen selbstbildgerechten Elementen exklusiven neuapostolischen Apostelglaubens überschwemmt worden war, dürfte es sich bei dieser jüngsten Veröffentlichung unter der imposanten Überschrift: „Wissen und Lehre“ schon so langsam um das Vorläufermodell des neuen Glaubens (DNG / Katechismus) handeln (Glaube=Wissen=Glaubenslehre).

Mit einem Paradigmenwechsel scheint das neue Werk demnach garantiert nicht aufzuwarten. Das Zentralorgan des Apostelamtskörpers strapaziert zur Untermauerung der alten=neuen Apostelposition mehrere Antworten aus dem veralteten (auf dem Apostelscheiterhaufen veraschten) Büchlein „Fragen und Antworten“, das jedoch schon 2010 von dem neuen Glauben der Apostel hätte erlöst werden sollen (aus alt mach neu).

Die neue UFO-Tetralogie des neuapostolischen Apostelamtskörpers erweist sich als moderne Verpackung („Tetranak“) verschiedener Strömungen. Inhaltlich lässt in der Artikelserie allein die nebulöse Verwendung des Begriffes „Kirche“ eher die Vorstellung reifen, das es sich um Materialien für einen Kurs in Hobby-Rabulistik handelt.

In seiner betörend einfachen „Neuapagogischen Logik“ scheint sich der Apostelamtskörper mit seinen neuapostolischen Prämissen in der „Kunst recht zu behalten“ (Schopenhauer) üben zu wollen, indem er schriftgelehrte Schlüsse aus der Falschheit des Gegenteils zu ziehen versucht. Der Apostelamtskörper dürfte sich mittlerweile vor die Notwendigkeit gestellt sehen, sich von unterschiedlichen Strömungen „innerhalb des Protestantismus“ deutlich abgrenzen zu müssen.

Die Position der neuapostolischen Apostel betont dabei die Notwendigkeit, >>>dass das von Gott berufene Lehramt, also das Apostolat, für die verbindliche Auslegung des Bibelwortes zuständig ist. Insofern kann auch in neuapostolischen Bibelkreisen der Bibeltext nicht unabhängig von der autoritativen Auslegung durch das Apostolat betrachtet werden<<< (Kap. „Bibel und Apostelamt“).

>>>Amt und Sakrament sind nicht ins Belieben des einzelnen Gläubigen und seiner Bedürfnisse gestellt, sie sind auch keine Erfindung der [neuapostolischen Apostel], sondern sind Gegebenheiten, die ihren Ursprung im Willen Gottes haben und durch Jesus gestiftet wurden<<< (Kap. „Amt und Sakrament“).

>>>Wort Gottes“ ist […] das unmittelbar durch Geisteswirken gesprochene und in der gottesdienstlichen Situation aufgenommene gegenwärtige Wort<<< (Kap. „Bibel und Wort Gottes“). Wie CID im Juli 2008 berichtet hatte, heißt es auf NaKi, dass die so genannten "Leitgedanken zum Gottesdienst" die wichtigste monatliche Schrift für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche seien (CID).

>>>Die [mit dem Stammapostel verbundenen neuapostolischen] Apostel garantieren
- das rechte Kirchenregiment,
- die rechte Sakramentsverwaltung
- die rechte Wortverkündigung
und bereiten dadurch auf die Wiederkunft Christi vor.

Von dem gekommenen Herrn allein wird schließlich das neuzeitliche Apostelamt legitimiert werden
<<< (Halle/Saale 25.06.2005 Volker Kühnle).

In der heute noch gültigen Variante offizieller Verlautbarung vom 24.01.2006 („Neuapostolische Kirche präzisiert ihre Heilslehre: Exklusiv ja, aber ohne Absolutheitsanspruch“) hatten die neuapostolischen Apostel „ihr Verständnis von Heil und Exklusivität“ präzisiert. „Es wird öffentlich deutlich gemacht, dass sich die in der Neuapostolischen Kirche versiegelten Christen als Braut Christi verstehen und damit eine Chance auf die Teilnahme an der Wiederkunft des Herrn haben“. „Gott bietet letztlich allen Menschen Heil und Erlösung an, auch wenn sie nicht Mitglied der Neuapostolischen Kirche gewesen sind(Offizielle Verlautoffenbarung). Ich finde es sehr tröstlich, dass neuapostolische Apostel von heute öffentlich deutlich machen, dass Gott letztlich allen Menschen Heil und Erlösung anbietet, auch wenn sie Mitglied in einer der zig neuapostolischen Gebietskirchen gewesen sind (unabhängig von jeweiligen Apostelamtsinhabern).

Im Paragraf 3.1 der offiziellen Stellungsnahme wird mit der dort formulierten „Heilsnotwendigkeit des Apostelamtes“ ausgedrückt, >>>dass das Apostelamt zur Erlangung des Heils in Christus unerlässlich ist. Die Frage Unerlässlichkeit des Apostelamtes stellt sich nur für die Zeit der Heilsgeschichte, der das Apostelamt zur Bereitung der Brautgemeinde wirkt <<< (NaKi-H&E-Stellungnahme v. 24.01.2006).

Am 31.05.2006 waren die Naktionalisten mit folgender Meldung an die Öffentlichkeit gegangen: >>>Neue Lehraussage: “Die Sonnenfrau ist nicht als Neuapostolische Kirche zu deuten“. Die Bezirksapostelversammlung der Neuapostolischen Kirche in Karlsruhe beschloss eine neue Auslegung. Unter der "Sonnenfrau" versteht die Neuapostolische Kirche künftig die Gemeinschaft der Gläubigen, die sich in einem besonderen Näheverhältnis zu Jesus Christus befinden, die an ihn glauben und ihn bekennen“. Unter dem Bild des "Knaben" ist die Gemeinde Christi zu verstehen, die entrückt wird (Erstlinge, Hundertvierundvierzigtausend)<<<.

Wenn die Sonnenfrau also nicht als „Neuapostolische Kirche“ zu deuten ist (in ihrer sog. „Neuapostolische Kirche“ definieren sich gemäß „Uster-Selbstbild“ die Apostel selber gleichzeitig als Braut und „Knäblein“), dann fühlen sich offensichtlich ausgerechnet die neuapostolischen Apostel jener „Gemeinschaft der Gläubigen nicht zugehörig, die sich in einem besonderen Näheverhältnis zu Jesus Christus befinden, die an ihn glauben und ihn bekennen“! Schon wieder ein HAMMER :mrgreen: !

Diese neuerliche Glaubensänderung „erhebt nicht den Anspruch auf Endgültigkeit, sondern entspricht dem gegenwärtigen Verständnis“ der heutigen neuapostolischen BAV-Apostel. Als „Teil der vorbereitenden Arbeiten in der Entwicklung eines eigenen neuapostolischen Katechismus“ wird diese neue Lehre und Erkenntnis temporär sicherlich dort wieder zu finden sein (Irgendwann-DNG).

Dabei sind die neuapostolischen Heilsgrundlagen nach wie vor klar. Die neuapostolischen Heilsabschnitte (Botschaften) sind zweifelsfrei unzweideutig. Da ohne Heilsvermittlung kein Heil, ist heutzutage auch heilsrelevante Heilsvermittlung heilsnotwendig, um der ansonst drohenden temporären Heillosigkeit heilsam Heil über Kopf entkommen zu können. Da kommen die heilsrelevanten Apostel mit ihren zeitgemäßen neuapostolischen Heilsangeboten und Heilsgarantien zur Vermittlung der Heilszuwendungen Gottes gerade recht. In der Umsetzung dürften die neuapostolischen Segensträger und Heilsvermittler für ein “heilsames Erschrecken“ beten, um auch heillos verirrte Schäfchen in anderen christlichen Ställen auf den rechten Weg führen zu können, wobei selbstverständlich alles in die Hand Gottes gelegt bleibt (ich und meine Apostel sind der Weg, haben die Wahrheit und das Leben). "Heil Leber! "

Mit den neuapostolischen Formen des praktischen Umgangs mit der Bibel dürfte sich die Position der neuapostolischen Apostel in ihrem einfachen Naktionalismus nachhaltig selbst perpetuierend untermauern. In der UFO-Tetralogie (Himmelsstürmer -Artikelserie) ist eine, an Absonderung grenzende Profilschärfung gegenüber dem „Protestantismus“ unverkennbar. Umso deutlicher werden dadurch gewisse Ähnlichkeiten des Naktionalismus mit dem Katholizismus erkennbar. Ein gewisses glaubenskommerziell optimiertes Lavieren und Gegeneinanderausspielen könnte zum eigentlichen Markenzeichen von neuapostolischen Aposteln werden. (siehe auch "NaK goes RKK?") :wink: .

shalom

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