Gärprozesse

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Maximin

SICHERHEITSSCHLÖSSER HALTEN...!

#71 Beitrag von Maximin » 13.01.2010, 14:53

... puh! :mrgreen:

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August Prolle
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#72 Beitrag von August Prolle » 13.01.2010, 22:58

Achtung: Der nachfolgende, geringfügig überarbeitete Beitrag ist nicht geeignet, an Wohnzimmerlampen gehängt zu werden. Verdunkelungsgefahr! :wink:


Gärer, Grämer und Krämer:
Kleine Begriffskunde rund um die "apostolische Gärung"
  • [quote="wikipedia - Stichwort: "Gärung" -"]Organismen, die eine Gärung betreiben, nennt man auch (primäre) Gärer.

    Manche Mikroorganismen sind so genannte sekundäre Gärer, sie nehmen
    die Gärprodukte primärer Gärer auf und vergären sie weiter...[/quote]
Halle beweist: Es gibt sie noch, die (primären) Gärer. Sie befinden sich in der Flasche und machen Druck. Diese eher kurzlebige Spezies, die u.a. auch in Blankenese, Wyk oder Pößneck beheimatet war, ist von den sog. sekundären Gärern zu unterscheiden, wie sie beispielsweise in einschlägigen Internetforen anzutreffen sind. Sekundäre Gärer ergreifen keine Eigeninitiative, sondern "nehmen die Gärprodukte primärer Gärer auf und vergären sie weiter". Sekundäre Gärer haben typischerweise die Flasche längst verlassen. Dennoch stoßen sie sich noch immer daran – von außen, versteht sich.

Die schweigsamen Grämer hingegen findet man ausschließlich im Inneren der Flasche. Sie sind nur solange überlebensfähig, wie die Flasche fest verkorkst ist. Oftmals entstammen diese Organismen ausgestorbenen Gemeindepopulationen. Die Grämer sind durch eine starke Affinität zum Märtyrertum gekennzeichnet; ihre Gärprodukte (Sauerteig) gelten als besonders hochwertig.

In symbiotischer Beziehung zu Gärern und Grämern stehen die Krämer. Diese parasitäre Spezies, auch Gärprodukte-Krämer (GK) genannt, lebt ausschließlich von den Ausscheidungen anderer. Was Gärer und Grämer gratis von sich geben, wird von den Krämern umetikettiert und zum Kauf angeboten. Nicht nur die Endverbraucher, auch die Flaschenbesitzer sollen sich das Zeugs durchaus was kosten lassen...

Ausblick: Unausgegorenes wird es immer geben. Dennoch läuft die apostolische Gärung Gefahr, zum Erliegen zu kommen: Die Anzahl der primären Gärer hat sich zuletzt durch sukzessive Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen fortlaufend verringert, den sekundären Gärern fehlt es an Rohmaterial zur Weitervergärung und die Grämer sind zunehmend geneigt, ihre Gärprodukte in sich selbst hineinzufressen. Hoffnung machen allein die Krämer. Da sie vom Fortbestehen des Gärprozesses existenziell abhängig sind, werden sie auch in Zukunft versuchen, diesen durch Anfachen mit heißer Luft beständig am Köcheln zu halten.

Fazit: Die apostolische Gärung ist – auch im Wortsinn – ein "Verdienst" der Krämer.

A.P.

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agape
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#73 Beitrag von agape » 14.01.2010, 16:41

http://www.nakblog.de/wh.zip
Die Geschichte der VAG als eigenständige Konfession beginnt im Grunde in der „Botschafts“-Zeit (1951 bis etwa 1960), dem wohl dunkelsten Kapitel in der Kirchengeschichte der NAK. Trotz der mittlerweile über fünf Jahrzehnte ist das Trauma der Trennung noch vielfach spürbar, gerade in der Begegnung mit Brüdern und Schwestern von der VAG.
Die NAK täte gut daran, diese Irrlehre endlich offiziell zu widerrufen. Wer heute noch glaubt, dass die „Botschaft“ zutreffend oder eine Offenbarung o.ä. gewesen sei, kann genauso gut an die parodistische Lehre vom „fliegenden Spaghettimonster“ (sog. Pastafarianismus) glauben.

Was die Leute beim Hallenser "Wi(e)derhall" gemacht haben, gefällt mir vom Prinzip ausgeprochen gut. Muss ich schon sagen - das hätte nicht jeder geschafft! Ich bin wirklich ein bisschen beeindruckt, dass ich das noch mal von der Basis in einem offiziellen NAK-Medium hören darf.
Solange man als "Reformer oder Kritiker" in der NAK bleiben will und solange man noch ein Fünkchen Hoffnung auf wirkliche Veränderung hat, muss man auch kämpferisch unterwegs sein, sonst kann man genauso gut gehen.

Ich frage mich allen Ernstes, wie Leber den 50.Todestag von JGB gestalten will.
Folgt er der Logik des NAK-Systems bleibt ihm keine große Wahl.

Ein Modrow oder Krenz, der sich mit erhobenen Händen dem Volk gestellt ha(ä)tte und versuchte dieses mit eindeutigen Appellen und Offerten zu beschwichtigen, wurde am Ende doch nur ausgepfiffen.
Also bleibt dieser Weg auch nicht.
Das war aber schon klar.

Trotzdem: Viel Erfolg!

agape


PS:
Lieber Cemper, ärgern Sie sich bitte nicht schon wieder über mich und empfinden meine Worte wieder als "unverschämt". Was wirklich "unverschämt" war, das wissen andere (nämlich der vermeintliche "ABFALL", der angeblich stets betrunken in der Gosse lag) noch besser zu beschreiben und zu beurteilen, als Sie und ich.
Nur MUT! :)
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Heinrich

#74 Beitrag von Heinrich » 14.01.2010, 18:06

Ich frage mich allen Ernstes, wie Leber den 50.Todestag von JGB gestalten will.
Bon soir, Agape.

Wenn er sich nicht restlos lächerlich machen will, sagt er den JGB-Gedenkgottesdienst in Frankfurt am Main ab. Begeht er jedoch dieses gotteslästerliche Jubiläum, werden wohl nicht wenige der NAK endgültig den Rücken kehren.

Es reicht einfach. Der Herr kommt. Du musst nicht studieren usw. usw. Und wieso haben wir einen Herrn Dr. Leber, einen Architekten Loy, Herrn Dr. Öhler, sonstige mittlerweile den 60'er Jahren entwachsene Akademiker ? Im Umkehrschluss heisst das doch, Herr Bischoff konnte reden, gehandelt wurde ohne ihn. Ohne seine "der Herr kommt" - Illusionen.

Doof nur, dass in diesen Jahrgängen von "treuen Eltern" vielen Kinder alles, aber auch alles verbaut wurde. Okay, diese "Treuen" sind mehr oder weniger alle nicht mehr am Leben. Und so können sie auch nicht mehr für ihr - ich nenne es mal - Unverhalten zur Rechenschaft gezogen werden.

Dass aber meine Kirche, die NAK, diesem Hitler (Bezeichnung gefunden in einem anderen Forum) sehr ähnlichen Führer (in Auftreten und Gehabe) namens JGB mit einem Gedenkgottesdienst "ehren" will, stört nicht nur mich gewaltig.

Grummelnde Grüße aus dem eisigen Süden,
Heinrich

Hannes

#75 Beitrag von Hannes » 14.01.2010, 18:17

Heinrich hat geschrieben: Wenn er sich nicht restlos lächerlich machen will, sagt er den JGB-Gedenkgottesdienst in Frankfurt am Main ab. Begeht er jedoch dieses gotteslästerliche Jubiläum, werden wohl nicht wenige der NAK endgültig den Rücken kehren.
Werter Heinrich,

da werden Dir aber noch die verschuppten Augen geöffnet werden: Bruder Leber wird in dieser Veranstaltung das Leben und Werk seines Amtsvorgängers würdigen - lang und breit von der Geburt bis ... um dann kurz vor der Botschaftszeit mit einem Satz überzuleiten in das Abendmahl für die Entschlafenen. Galant und mit großer Elastizität. Danach der Männerchor "Am andern Ufer ...".

Und die Gemeinde: sie wird laut protestierend 2 Wochen mitten im Thema sein und danach ist wieder alles gut. Denk an mich ...

Wie vertonte einstmals Johann Sebastian Bach: "Schafe können sicher weiden, wo der gute Hirte lacht." Bild

Zieh Dich war an, wenn Du raus gehst (auch in die Kirche).

HG - Hannes

Brombär
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#76 Beitrag von Brombär » 14.01.2010, 19:45

Heinrich hat geschrieben:

Wenn er sich nicht restlos lächerlich machen will, sagt er den JGB-Gedenkgottesdienst in Frankfurt am Main ab. Begeht er jedoch dieses gotteslästerliche Jubiläum, werden wohl nicht wenige der NAK endgültig den Rücken kehren.

Heinrich
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Werter Heinrich,

ich vermute, dass Leber einen " Würdigungsgottesdienst " versucht, in welchem er darauf hinweist, dass man für das Wirken des Stammapostel Bischoff besonders dankbar sein dürfe, da dieser - wie wohl kein anderer Stammapostel zuvor - darauf bedacht war, die Wiederkunft Christi in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen.

Bei solch hehrem Ziel darf der Zweck halt jedes Mittel heiligen. :twisted:


Bb.
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

dietmar
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#77 Beitrag von dietmar » 14.01.2010, 20:11

Brombär hat geschrieben:
Heinrich hat geschrieben:

Wenn er sich nicht restlos lächerlich machen will, sagt er den JGB-Gedenkgottesdienst in Frankfurt am Main ab. Begeht er jedoch dieses gotteslästerliche Jubiläum, werden wohl nicht wenige der NAK endgültig den Rücken kehren.

Heinrich
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Werter Heinrich,

ich vermute, dass Leber einen " Würdigungsgottesdienst " versucht, in welchem er darauf hinweist, dass man für das Wirken des Stammapostel Bischoff besonders dankbar sein dürfe, da dieser - wie wohl kein anderer Stammapostel zuvor - darauf bedacht war, die Wiederkunft Christi in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen.

Bei solch hehrem Ziel darf der Zweck halt jedes Mittel heiligen. :twisted:


Bb.
und daß Gott plötzlich seinen Plan ändert,dafür kann ja Herr Bischoff und die NAK nun wirklich nichts :lol:

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