NAK-NRW: "Der Herr kütt"

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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NAK-NRW: "Der Herr kütt"

#1 Beitrag von shalom » 02.01.2010, 08:24

Moderatorenanmerkung: Dieser Beitrag wurde aus dem Thread "Wünsche und Gratulationen" herausgetrennt und in einen neuen Thread eingestellt,. 02.01.2010, tergram.

[=>NaK-NRW (Rechtlich unselbständige Gemeinde Köln-Ehrenfeld]
nak-ehrenfeld.de hat geschrieben: Aktuelles

Et hät noch immer jot jejange & Et kütt, wie et kütt Donnerstag, 31.12.2009

Diese Ausgeglichenheit und die Zuversicht, die schon im kölschen Grundgesetz, Artikel 3 und 2, Anwendung finden, möge uns das Jahr 2009 beenden lassen und frohen Mutes ins Neue Jahr 2010 starten mit der Gewissheit: Der Herr kütt!

Werte DiskursteilnehmerInnen,

Ehrenfelder Silvester topaktuell. Als rechtlich unselbständiges Anhängsel eines rechtlich unselbständigen Bezirkes eines Gebietskirchensprengels (das neue neuapostolische Grundgesetz (DNG) ist erst im Werden und die F&A sind schon auf dem Scheiterhaufen) versteht sich die Gemeinde aufs improvisieren (provisionieren). Die kirchenrechtlich entmündigten Geschwister scheinen sich um so mehr an das [=>„Kölsche Grundgesetz“] zu klammern. Der DNG kütt!.

Das „Na-Kölsche Jrundjesetz“ liest sich interessant. Beispielsweise beschreibt der Na-Kölsche §2 die Willkür des Amtskörpers sehr zutreffend. Will heißen: „Geschwister fügt euch in das Unabwendbare; ihr könnt ohnehin nichts am Lauf der Aposteldinge ändern“.

Im na-kölschen §3 wird der Botschaftslethargie besonders gut Ausdruck verliehen: „Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren“ (situationsabhängig auch: Wir wissen es ist Murks, aber es wird schon alles wieder gut bleiben).

Der Na-Kölsche §4 („Wat fott es, es fott“) passt gut zum Opfer, zu Himmelfahrt, zu Bischoffs Botschaft, dem Scheiterhaufenglauben und der wiederkommenden Heimholung.

In dem na-kölschen §6 („Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet“) dürfte die na-reale Einstellung des Amtsköpers zum DNG vorweggenommen sein.

Der Na-Kölsche §8 („Maach et joot, ävver nit zo off“) lässt auf baldige Abschaffung der Wochengottesdienste hoffen.

Der Na-Kölsche §9 („Wat soll dä Käu? “) stellt bei Neuapostolismenpredigten immer die Universalfrage: „Was soll das schlüssig un(theo)logische Leitgedankengerede?“

Schließen möchte ich mit dem na-kölschen §11 („Do laachs de disch kapott“). Damit dürften die Rechtsunsicherheiten von Geschwistern im Umgang mit ihrem Amtskörper und dessen Gleitklauseln (Gebötlein) zumindest auf dem wuchernden „Feld der (L)Ehre“ (LEhrenfeld) kirchenrechtlich unselbständig geklärt zu sein.

Bewahren sie sich also auch 2010 eine gesunde Einstellung zum Humor – shalom

tergram

#2 Beitrag von tergram » 02.01.2010, 08:59

Und siehe, als die Jungfrauen bereit waren, gingen sie ihm freudig entgegen. Einige trugen Schilder:

Bild

Als aber Petrus die Ehrenfelder auf das Himmelstor zukommen sah, dachte er bei sich


Bild

und schloss rasch die Tür. Von innen.
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Als ich den shalom'schen Beitrag las, hielt ich das Zitat aus Köln-Ehrenfeld für ein fake - einen weiteren gelungenen Gag unseres Forumskabarettisten. Dann wurde mir mit Erschrecken klar, dass sich dieser Text tatsächlich auf einer offiziellen Seite der NAK Köln befindet. Seitdem bin ich ratlos-fassungslos. Das Neue Jahr fängt ja gut an - mit einem weiteren Schreiben an den Herrn Gebietskirchenpräsidenten und dessen Öffentlichkeitsbeauftragten:
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Sehr geehrter Herr Brinkmann, sehr geehrter Herr Schorr,

als ehemaliges Mitglied der NAK NRW verfolge ich die Entwicklung in Ihrer Kirche kritisch-wohlwollend mit anhaltender Aufmerksamkeit. Speziell aus der Gebietskirche NRW überraschen mich dabei in der letzten Zeit Absonderlichkeiten:

Zuletzt war es die unglaubliche und ungeheuerliche Kinderfesselungsaktion in Köln-Dellbrück anlässlich eines „Entschlafenengottesdienstvorbereitungskindergottesdienstes“ (Sie haben die Diskussionen dazu in den diversen Internetforen gewiss verfolgt). ( http://www.nak-koeln-ost.de/site/starts ... -id-54.htm )

Heute überrascht mich die offenbar alkoholgeschwängert-launige Mitteilung der Gemeinde Köln-Ehrenfeld „Der Herr kütt“. Bitte informieren Sie sich hier:
http://www.nak-ehrenfeld.de/site/starts ... id-108.htm

Ich stehe fassungslos und ratlos vor diesen Entgleisungen und frage mich, welches Bild die Neuapostolische Kirche der Öffentlichkeit damit vermitteln will. Zwar gehöre ich dieser Kirche nicht mehr an, möchte mich aber nicht noch im Nachgang für meine jahrzehntelange Mitgliedschaft schämen müssen.

Ich darf Sie bitten, sich der Vorgänge erhellend anzunehmen.


Ihnen wünsche ich ein reich gesegnetes Neues Jahr.

Mit freundlichen Grüßen



Moderatorenanmerkung: Die letzten beiden Beiträge wurden aus dem bestehenden Thema "Wünsche und Gratulationen" in ein neues Thema "NAK - Der Herr kütt" verschoben, 02.01.2010, tergram.

Dieter

#3 Beitrag von Dieter » 02.01.2010, 10:22

Wurden in Köln an Weihnachten Pappnasen verteilt? Nee, nee, nee.

tergram

#4 Beitrag von tergram » 02.01.2010, 10:27

Vor meinem geistigen Auge steigt ein Bild, so einzig schön, auf:

Im himmlischen Hochzeitssaal sitzt eine Horde erwählungsbesoffener Kölner und grölt das Neue Lied: "So ein Tag.... "

Da simmer dabei, datt is prima!

Hannes

#5 Beitrag von Hannes » 02.01.2010, 10:34

tergram hat geschrieben:Vor meinem geistigen Auge steigt ein Bild, so einzig schön, auf:

Im himmlischen Hochzeitssaal sitzt eine Horde erwählungsbesoffener Kölner und grölt das Neue Lied: "So ein Tag.... "

Da simmer dabei, datt is prima!
Liebe tergram,

lass sie weitertrinken, bitte! Dann kann man und können wir ihre (im günstigsten Falle spirituellen) Auswürfe wenigstens in die richtige Schublade packen ... anders wärs blöde ... dann würden zumindest bei mir vereinzelnde Sorgen am geistigen Horizont aufsteigen (nicht am andern Ufer).

Oder so ...
Hannes

rfw
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#6 Beitrag von rfw » 02.01.2010, 12:11

Liebe tergram,

die unselbständig zuständige Redakteurin ist doch ersichtlich und bietet per Impressum ihre Kontaktdetails feil.

Warum nicht sie ansprechen und um Auskunft zu ihrer launig schrägen doch eben unpassenden Annonce bitten?

Obwohl: Et jibt us eenen Vorschmack ein, wie die Frau in Amt wird sein...

Allerdings: Können wir beklagen, dass das gemeine NAK-Schaf nicht mal blöken darf, ohne den Hirten oder seine Schäferhunde zu fragen, und dann - blökt mal eines etwas blö-d-e daher - gleich den Oberhirten und schlafende Hunde wecken...?
LG
win
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agape
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Re: NAK-NRW: "Der Herr kütt"

#7 Beitrag von agape » 02.01.2010, 12:23

shalom hat geschrieben:
Ehrenfelder Silvester topaktuell. Als rechtlich unselbständiges Anhängsel eines rechtlich unselbständigen Bezirkes eines Gebietskirchensprengels (das neue neuapostolische Grundgesetz (DNG) ist erst im Werden und die F&A sind schon auf dem Scheiterhaufen) versteht sich die Gemeinde aufs improvisieren (provisionieren). Die kirchenrechtlich entmündigten Geschwister scheinen sich um so mehr an das [=>„Kölsche Grundgesetz“] zu klammern. Der DNG kütt!.

Das „Na-Kölsche Jrundjesetz“ liest sich interessant. Beispielsweise beschreibt der Na-Kölsche §2 die Willkür des Amtskörpers sehr zutreffend. Will heißen: „Geschwister fügt euch in das Unabwendbare; ihr könnt ohnehin nichts am Lauf der Aposteldinge ändern“.

Im na-kölschen §3 wird der Botschaftslethargie besonders gut Ausdruck verliehen: „Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren“ (situationsabhängig auch: Wir wissen es ist Murks, aber es wird schon alles wieder gut bleiben).

Der Na-Kölsche §4 („Wat fott es, es fott“) passt gut zum Opfer, zu Himmelfahrt, zu Bischoffs Botschaft, dem Scheiterhaufenglauben und der wiederkommenden Heimholung.

In dem na-kölschen §6 („Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet“) dürfte die na-reale Einstellung des Amtsköpers zum DNG vorweggenommen sein.

Der Na-Kölsche §8 („Maach et joot, ävver nit zo off“) lässt auf baldige Abschaffung der Wochengottesdienste hoffen.

Der Na-Kölsche §9 („Wat soll dä Käu? “) stellt bei Neuapostolismenpredigten immer die Universalfrage: „Was soll das schlüssig un(theo)logische Leitgedankengerede?“

Schließen möchte ich mit dem na-kölschen §11 („Do laachs de disch kapott“). Damit dürften die Rechtsunsicherheiten von Geschwistern im Umgang mit ihrem Amtskörper und dessen Gleitklauseln (Gebötlein) zumindest auf dem wuchernden „Feld der (L)Ehre“ (LEhrenfeld) kirchenrechtlich unselbständig geklärt zu sein.

Bewahren sie sich also auch 2010 eine gesunde Einstellung zum Humor – shalom


8)
Ever nur esu wör et jo och tatsäschlisch nur jejange!
Dat heißt: Nur esu mod et uch wiggerjonn!
Leeven Jroß,
mit nem herzlijen Klatschmarsch für Jesus: "Wolle ma ihn rinnlosse?"
tätä tätä tätä.

Muss nit kriesche, Mariesche ;- )))
Zuletzt geändert von agape am 02.01.2010, 12:27, insgesamt 1-mal geändert.

tergram

#8 Beitrag von tergram » 02.01.2010, 12:25

Liebe(r?) win-rfw,

ein klares Argument gegen die FO. :mrgreen:

Mir scheint, der Bezirk Köln läuft gelegentlich etwas aus dem Ruder - nach dem 11.11. muss man bei denen wohl mit allem rechnen. Erst hatten wir die Kinderfesselungsaktion als Vorgeschmack auf die ewige Herrlichkeit, nun der Nachhilfeunterricht in Sachen "Jesus auf kölsch" (fast hätte ich geschrieben "Jesus auf Kölsch" :oops: ) - da ist ein Sack Flöhe nix dagegen.

Kölle Alaaf! :wink:

Maximin

AUFWACHEN...!

#9 Beitrag von Maximin » 02.01.2010, 12:29

:) Hunden, die schlafen, stellt man nur eine Frage: Wollt ihr ewig leben...? :mrgreen:
Prost, Micha :wink:

Adler

#10 Beitrag von Adler » 02.01.2010, 12:32

Zitat:
fast hätte ich geschrieben "Jesus auf Kölsch"
Zitat Ende

Mir ist zwar nicht bekannt, welche Drogen da konsumiert wurden/werden, aber ich will nichts davon :mrgreen:

Ist aber immer wieder schön zu erleben, wie unterschiedlich die gleiche Aussage in den verschiedensten Mundarten klingt und aufgenommen wird 8)

LG Adler

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