Dr. Kiefers Ansicht zum Apostelamt

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Dieter

#21 Beitrag von Dieter » 24.12.2009, 10:57

Es bleibt noch hinzuzufügen, daß Dr. Kiefer in Wikipedia offenbar sorgfältig darauf achtet, daß Hinweise auf seine Tätigkeit für die Neuapostolische Kirche bzw. für den Verlag Friedrich Bischoff nicht mit aufgeführt werden.

Dies kann ich deshalb sagen, weil ich dort einen entsprechenden Eintrag (Ferner ist er theologischer Mitarbeiter beim Verlag Friedrich Bischoff Frankfurt/Main, der die Kirchenzeitschriften der neuapostolischen Kirche verlegt.) hinzugefügt hatte, der dann wieder entfernt wurde. Natürlich ohne Kommentar

Scheint ihm irgendwie unangenehm zu sein, dem Schriftsteller und Literaturwissenschaftler :wink:

abendstern_
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#22 Beitrag von abendstern_ » 24.12.2009, 12:22

Dieter, ich kann das sogar gut nachvollziehen. Selbst als kleine Leuchte ohne Studium war es mir in meinem nicht-neuapostolischen Umfeld immer unangenehm um nicht zu sagen peinlich, wenn die Rede auf meine Kirchenmitgliedschaft bzw. meinen speziellen Glauben kam. Da fehlte mir wirklich auch der Bekennermut und im Grunde lebte ich in zwei Welten. Irgenwann war das für mich ein deutliches Zeichen, dass mit meinem Glauben etwas nicht stimmte. Alles weitere ist bekannt...

Dieter

#23 Beitrag von Dieter » 24.12.2009, 12:57

Liebe abendstern_,

das finde ich im privaten Bereich nachvollziehbar. Wenn ich aber mit einer Tätigkeit im religiösen Bereich Geld verdiene (und davon gehe ich bei einem theologischen Mitarbeiter aus) muss ich den Mut aufbringen, auch öffentlich dazu zu stehen. Oder falls dies meiner Einstellung widerspricht oder ich Angst habe, daß es meiner Reputation schaden könnte, muß ich diese Art der Tätigkeit eben aufgeben.

Geschieht weder das Eine noch das Andere, ist es für mich ein typisches Zeichen der bekannten NAK-spezifischen Ambivalenz.

@42: Soviel mir bekannt ist - ich habe es mal irgendwo gelesen - ist Dr. Kiefer früher einmal zum evangelischen Glauben konvertiert und von dort wieder zurück zur NAK gegangen. Ob es stimmt, kann ich nicht behaupten.
Aber es könnte dies auch ein Hinweis darauf sein, daß er um den Prüfungsordnungen Genüge zu tun, den Glauben zwischendurch gewechselt haben könnte. Was meiner Ansicht nach wieder einen Hinweis auf eine gewisse Ambivalenz zulassen würde, falls es so gewesen wäre.

42

#24 Beitrag von 42 » 24.12.2009, 13:43

Dieter hat geschrieben:das finde ich im privaten Bereich nachvollziehbar. Wenn ich aber mit einer Tätigkeit im religiösen Bereich Geld verdiene (und davon gehe ich bei einem theologischen Mitarbeiter aus) muss ich den Mut aufbringen, auch öffentlich dazu zu stehen. Oder falls dies meiner Einstellung widerspricht oder ich Angst habe, daß es meiner Reputation schaden könnte, muß ich diese Art der Tätigkeit eben aufgeben.
Um das etwas zu relativieren: Es waere schoen, wenn im Leben alles so schoen klar waere. Ich sehe nicht, wieso jemand gewisse Dinge tun "muss" (Mut aufbringen, Taetigkeit aufgeben, etc.), auch wenn Du diese Erwartung hast. Ob jemand in dieser oder jener Situation von seiner Zugehoerigkeit zur NAK oder einer Taetigkeit in der NAK spricht, ist doch eine private Entscheidung. Dass Dr. Kiefer auch solche Aufgaben hat, ist trotzdem kein Geheimnis; das steht bei diversen Anlaessen auf den Seiten der NAK.
@42: Soviel mir bekannt ist - ich habe es mal irgendwo gelesen - ist Dr. Kiefer früher einmal zum evangelischen Glauben konvertiert und von dort wieder zurück zur NAK gegangen. Ob es stimmt, kann ich nicht behaupten.
Dass Herr Dr. Kiefer zeitweise evangelisch war, hast Du vielleicht auf den Seiten gelesen, wo die Blankenenser ueber seinen Besuch in Blankenese berichtet haben - es ist aber m.W. nicht die einzige Stelle. Auf jeden Fall ist die Information zutreffend.

Die entsprechenden "Blankeneser Seiten", fuer welche CiD damals seine Intrenetpraesenz zur Verfuegung gestellt hatte, sind nun entweder geloescht oder nicht mehr so leicht zu finden.

Ueber Herrn Dr. Kiefers Gruende kann ich nichts sagen.

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agape
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#25 Beitrag von agape » 24.12.2009, 14:32


reh

#26 Beitrag von reh » 25.12.2009, 08:13

nun nun, ich finde es richtig,
Beruf und Privat zu trennen.
Manch einer hat mehrere Berufe/Jobs/Hobbys, die er gut trennen muss!

Er trennt Beruf, Berufung und Privat,
und vertritt alle Bereiche sehr überzeugt und aktiv.

Frohe Weihnachten allerseits!

Hannes

#27 Beitrag von Hannes » 25.12.2009, 08:36

Frohe Weihnachten allerseits, Bild

ich finde auch, dass man beruflich und privat trennen darf und dass jeder Mensch seine Öffentlickeit selbst bestimmen dürfen muss ... und trotzdem hat ein Verhalten, wie es der Doktor an den Tag legt ein Gschmäckle!

Man hat doch dort in dieser Kirche immer großen Wert auf das Bekennertum gelegt. Ist das nicht mehr so? Andererseits frage ich mich, warum jemand einen Bereich seines Lebens für die anderen ausblendet. Also wenn ich begeisterter Anhänger von einer Sache bin, dann ist das doch ein nicht geringer Teil von mir und auch für das Gegenüber wesentlich, oder?

Von daher erweist der Doktor sich und der NAK in der Aussenwelt einen Bärendienst.

Das ist mein Eindruck ... weil ich früher in der NAK ein eifriger Verfechter meiner Kirche war und das immer öffentlich machte. Wenn da einer was komisches dazu gesagt hat, dann habe ich geantwortet: "ich bin neoapostolisch und wenn Du was dagegen vorzubringen hast, dann zieh Dich warm an!" Das hat sich aber leicht geändert ... Bild

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abendstern_
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#28 Beitrag von abendstern_ » 25.12.2009, 09:33

Guten Morgen, Hannes
Man hat doch dort in dieser Kirche immer großen Wert auf das Bekennertum gelegt. Ist das nicht mehr so?
Ja so habe ich das auch in Erinnerung, deshalb auch mein ständig schlechtes Gewissen, weil mir dieser total fehlte...
Andererseits frage ich mich, warum jemand einen Bereich seines Lebens für die anderen ausblendet
Im google-Zeitalter lässt sich das ja nicht mehr ausblenden. Neben Wikipedia wirft google eine Menge links zu Kiefers beruflicher "Nebenbeschäftigung" im nak-theologischen Bereich aus.

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evah pirazzi
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#29 Beitrag von evah pirazzi » 26.12.2009, 23:13

Wie auf wwb zu lesen ist:
Eingeflogen wurde der Theologe der NAK-International: Priester R. Kiefer, ehemals zum evangelischen Glauben konvertiert, dann jedoch reumütig zurückgekehrt („Ich vermisste die Heimat“) und seines Zeichens studierter Theologe, inzwischen im vollzeitlichen Dienst der Kirche.
ist Herr Kiefer sogar vollzeit im Dienst der NAK beschäftigt. Dass er das von seiner Wikipedia-Seite wieder löscht - wie Dieter sagt - ist natürlich seine Sache, hat aber ein "Geschmäckle" - wie Hannes anmerkt.

Dass die NAK aber ihren "Neuen Glauben", auf die Beraterdienste eines theologisch vorgebildeten Glaubensbruders aufbaut, dem es unangenehm zu sein scheint, wenn diese Tätigkeit bei Wikipedia erwähnt wird, wo es noch dazu lt. Statuten nur dem Apostelamt, bzw. Bezirksapostelamt (die APs haben ja auch nicht viel Einfluss), vorbehalten ist, die Bibel in rechter Weise auszulegen, spricht nicht gerade für die souveräne Weisheit auf höchster Ebene.

Und - sie scheinen es zu wissen! Aber warum gibt man es dann nicht zu?

Sind sie feige?
Hat man Angst vor Gesichtsverlust?
Oder will man nicht eingestehen, dass der "Felsen" nur eine Sandburg ist?

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[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

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agape
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#30 Beitrag von agape » 26.12.2009, 23:28

evah pirazzi hat geschrieben:
Dass die NAK aber ihren "Neuen Glauben", auf die Beraterdienste eines theologisch vorgebildeten Glaubensbruders aufbaut, dem es unangenehm zu sein scheint, wenn diese Tätigkeit bei Wikipedia erwähnt wird, wo es noch dazu lt. Statuten nur dem Apostelamt, bzw. Bezirksapostelamt (die APs haben ja auch nicht viel Einfluss), vorbehalten ist, die Bibel in rechter Weise auszulegen, spricht nicht gerade für die souveräne Weisheit auf höchster Ebene.

Und - sie scheinen es zu wissen! Aber warum gibt man es dann nicht zu?

Sind sie feige?
Hat man Angst vor Gesichtsverlust?
Oder will man nicht eingestehen, dass der "Felsen" nur eine Sandburg ist?

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Liebe Schwester panzerratti,

es erscheint durchaus verständlich, dass diese Fragen Ihr Interesse finden,
sind aber leider völlig unzulässig. Von daher sehen wir auch keine Veranlssung Ihnen diese zu beantworten.

In geschwisterlicher Verbundenheit,

Ihr
IA

Unkoordinationsgruppe NACKI
Zürisch/CH/12/09 hw,wl,ass.
Zuletzt geändert von agape am 27.12.2009, 10:26, insgesamt 1-mal geändert.

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