Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Hannes

#81 Beitrag von Hannes » 14.12.2009, 12:36

Tatyana hat geschrieben:Ich bezweifle nur, dass irgend jemand eine Vergangenheit bewältigt, indem er/sie blind gegen alles wütet, das er einmal geglaubt hat. Wer immer nur nach hinten schaut, läuft Gefahr, den Weg vor ihm nicht zu sehen.
Amen erstmal - Chor bitte ... Spass beiseite: Na ja Tatyana, das ist aber jetzt auch sowas von allgemein.

Ich sehe da eine christliche Gemeinschaft mit einem festgeschriebenen Regelwerk. Lies es Dir durch und Dir wird das Haupthaar zu Berge stehen.

Ich sehe da auf der anderen Seite viele Prediger in dieser Gemeinschaft, die predigen, was sie wollen oder was sie glauben oder was sie interpretieren - oder sie predigen das, was sie garnicht wissen, weil eigentlich keiner mehr weiss was Sache ist - auch nicht die Chefs. Hat alles meist mit dem Regelwerk nichts mehr zu tun. Und dann wirds schwierig ...

Wenn man auch noch abhängig ist von Ort und Zeit ... dann wirds erst richtig doof.

Darum gehts ... zumindest mir!

LG - Hannes


ps. Und von denen, die DAS glauben und JENES predigen, reden wir erstmal garnicht!

shalom
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#82 Beitrag von shalom » 14.12.2009, 18:03

Tatyana hat geschrieben:Ich bezweifle nur, dass irgend jemand eine Vergangenheit bewältigt, indem er/sie blind gegen alles wütet, das er einmal geglaubt hat. Wer immer nur nach hinten schaut, läuft Gefahr, den Weg vor ihm nicht zu sehen.
Hannes hat geschrieben: ________________
Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muß man es vorwärts. (Sören Kierkegaard, 1813-55)

shalom
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#83 Beitrag von shalom » 14.12.2009, 18:08


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#84 Beitrag von shalom » 14.12.2009, 18:34

Werte DiskursteilnehmerInnen,

als die Zeit erfüllet ward, traten meine Segensträger mit der Aufforderung an mich heran, ihnen die Kinder zwecks diversen Unterrichten und zentralistischen Bezirksevents anzuvertrauen. Daraufhin stellte ich meinem Vorsteher einige Fragen, wie die aktuelle Position des Amtskörpers zu gewissen Na-Themen sei und wie diese von seinem beauftragten neuapostolischen Lehrkörper umgesetzt würden. Nachdem sich mein Vorsteher hartnäckig weigerte, mir gewisse ... seiner Positionen schriftlich zu bestätigen (als reiner Vertretertyp vertritt er nur eine unverbindliche Wortkirche), hatten sich der Amts- und dessen Lehrkörper für einen seriösen Unterricht automatisch selbst disqualifiziert. Wegen ferndiagnostizierter Minderleistungen sind die Kinder vom Amtskörper dann offiziell zu Konfirmationsverbot verurteilt worden, wiewohl sie später dann drangsaliert worden sind, an einer Vielzahl von Jugendevents teilzunehmen und doch bitte gefälligst noch ihren Mitgliederdatenverwaltungsbogen persönlich zu unterschreiben… .

Selbstredend hat meine Familie seit der Unterrichtsbefreiung und den vollstreckten Konfirmationsverboten bei unseren segensblockierenden Segensträgern unausgesprochen schlechte Karten („lassen sie ihre Kindlein so ja nicht zu unserer Konfirmation kommen“).

Vorwärts aufwärts hintendran...

shalom

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agape
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#85 Beitrag von agape » 14.12.2009, 18:51

"Wortkirche" und "Inkonsequenz" ist quasi ein "Begriff".
Trotzdem, wenn man das erlebt, ist man sicher ziemlich bavv.
Gut, dass Du überhaupt mal nach den Positionen gefragt hast, wer macht das überhaupt noch?

Am WE vernahm ich, dass gleich drei Vorsteher, darunter ein Ältester justament ausgetreten sind. Die hatten auch mal nach Positionen gefragt.
Und die wollten, wie AP´s Bild zeigt, weder nach Uster noch nach Albury, noch nach Zürich oder Osnabrück. Aber auch nicht mit allen Konsequenzen ins schöne Blankenese.
So kanns kommen- und das ist erst der Anfang, liebe Geschwister in nah und fern.

Die Kinder konnte man sicher andernorts konfirmieren,
die Vorsteher finden auch wieder etwas...
Mann,Mann, Mann oder "Menschenkind, wo willst du hin? "
Aber was reg ich mich auf - im Gegenteil
(Hagen Rether)

Philippus

#86 Beitrag von Philippus » 15.12.2009, 00:43

Das erinnert mich doch an einen längst erledigt geglaubten Beitrag aus meiner Feder, den ich im alten GK-Forum schrieb über "Die lieben Brüder".

Ich hatte dereinst einen AT aus der Verwandschaft angesprochen auf gewisse Positionen und Fragestellungen, die mir leider heute nicht mehr so ganz präsent sind - kann mich nicht mehr genau erinnern. Es ging aber, das weiß ich noch, um berufliche und private Fragen (berufliche Zusammenarbeit und Verwandschaft) vor dem Hintergrund der Zugehörigkeit zur NAK und der Mitarbeit als AT. Draufhin hielt er mir einen sehr ambitionierten Vortrag mit Händen und Füßen, er und seine Brüder und Amtskollegen seien ja schließlich keine Therapeuten oder Psychologen, sie seien keine Profis, kein gar nichts (fast wörtlich!). Man sehe sich lediglich als Seelsorger, die sich um die Pflege der anvertrauten Seelen zu sorgen haben. Ich glaub, der sieht das heute auch noch so - und nicht nur er.
Gemeindezusammenlegungen, Mitgliederschwund und Fluktuation sind dann Zeichen der Zeit ... und so weiter ...

Immer mutig vorwärts ... :roll:

shalom
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#87 Beitrag von shalom » 15.12.2009, 13:41

…ich erinnere mich noch, wie es bei mir war. Mein Vorsteher hatte in den unteren Örter der Kirche Gottesdienstparallelveranstaltungen anberaumen lassen. Aushilfsschwestern und Hilfsbrüder waren beauftragt, unordiniert Kinder an sich zu binden, um mit ihnen gemeinsam den Gottesdiensten oben mutwillig fernzubleiben (Segen oder Fluch?). Nur ausgerechnet inmitten des Vaterunsers sollten sie mal kurz auftauchen…Freisprache ohne Predigt…Turboabendmahl…und gleich wieder abtauchen. Dafür hatten die Kinder in ihrem Separee plötzlich einen separaten Kinderopferkasten stehen und ich bekam eine Ahnung, was da regelmäßig abzugehen hatte. Dreimal im Jahr Fesselspiele passen gut zu diesem Selbstbild. Das nachplappernde Kinder- und JugendpflegerInnenteam (keine Ausbildung – nur erwählte Berufung) setzte z. B. die von oben angeordnete Na-Glaubenslehre: „Ich opfere…weil ich die Gebote Gottes halten und am Tag des Herrn dabei sein will“ glaubensgehorsam uneigenverantwortlich nur um. Auf die Frage an den Vorsteher, inwiefern diese na-amtlichen Zusatz-Gebötlein auch schon für religionsunmündige Kinder gelten würden und ob ihm denn die Gebote Gottes (z. B.: „Barmherzigkeit will ich, keine Opfer“) denn nicht reichen würden, ist mir mein persönlicher Opfer- und Segensträger – incl. seiner Opfer- und Segenslinie -, bis heute die Antwort schuldig geblieben.

Dabei hatte ich nur den Status Quo wissen wollen, um dort meinen Amtskörper abholen zu können und mit ihm gemeinsam in die Zukunft blicken zu können. Leider musste ich die Glaubenserfahrung machen, dass mir die Lehrwerker mitsamt ihren superprovisorischen, veralteten Lehrwerken nur was von einer Vielzahl von alten Gebötlein erzählen wollten und den Lehrstoff offensichtlich selber nicht kapiert hatten. Reine Multiplikatoren eines Kulti-Multis und scharf auf Scherflein und Spardöschen.

Und Kühnle erzählt tollkühn, dass es selbst die Legitimation der neuap. Apostel nur im Rückblick zu sehen gäbe. Bei so magischen Rückblickern und Besserwissern ist allerhöchste Vorsicht geboten, was durch den Ausgang der Botschaft von Gott zum Glück noch einmal unmissverständlich klargestellt werden konnte.

Danke

shalom

shalom
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#88 Beitrag von shalom » 15.12.2009, 17:32

Ruhrgebiet in /Kinder und Jugendliche / Kindertag NRW 2007 / SEITE -1- (altes Glaubenskulturforum) hat geschrieben: Gedanken vom Ki-Tag 16.06.2007 Arena Oberhausen mit StAp Leber, BAp Wend, BAp Latorcai, BAp Studer
[…]
BAp Latorcai…:
…Ein todkrankes Mädchen sagte eine Woche vor dem Erntedanktag zu seinen Eltern, dass sie unter einem Stein (Felsen) im Garten etwas für das Erntedankopfer gelegt hat. Sie bat ihre Eltern, in der Erkenntnis ihrer schweren Krankheit, dass sie, wenn sie noch in der Woche sterben würde, ihr Erntedankopfer unter dem Stein hervorholen sollten und für sie am Erntdanktag opfern sollten. Am Samstag starb sie dann. Die Eltern erfüllten ihren Wunsch. Das opfern war dem Kind so wichtig. Wir wollen von ihrem Beispiel lernen. Opfern ist immer mit Segen verbunden. Wenn Jesus wiederkommt, werden wir uns alle wiedersehen.
Werte DiskursteilnehmerInnen,

wie sie unschwer erkennen können, kam die Botschaft vom Kanadadank unter na-amtlichen Kandelabern nicht von ungefähr und lässt sich wohl auch nicht schon wieder mit einem gewandelten Gott beweihräuchern, der seine Meinung gerade mal wieder geändert hat und seine Kirche nur noch seinen Wandel nachzuvollziehen lässt (Kirche im Wandel).

„Opfern ist immer mit Segen verbunden. Wenn Jesus wiederkommt, werden wir uns alle wiedersehen.“ (Häuptling Dap. Latorcai im Mai 2007).

Dieses fabelhafte Glaubenserlebnis unsers Dap. LL aus der Gebietskirche K kommt mir wie die biblische Geschichte vom gelobten Land Kanadan vor, wo Opfermilch und Spendenhonig fließen (und die Pensionsrückstellungen wachsen) :wink:.

Stellvertretendes Opfer für Tote, das Totememblem der Kinder vom Stamm Apostel, die neuapostolischen Marterpfähle für Opferknauserer, gefesselte Jenseitsseelen, die animistische Glaubenssicht der na.amtlichen Medizinmänner, die Kinderopfergespenstergeschichten der Squaws, die Tabus der Häuptlinge und die Strafverfolgung bei Tabuverstößen (ausbleibender Erfolg [Segen]), glaubenslebenslang aufgehäufte Opferschulden, welche nur durch Sonderopfer getilgt werden können.

Ich kann gut verstehen, dass in einem Land wie Kanada die na-amtlichen Vorstellungen von den Dingen und den Phänomenen der Welt einen Kompromiss mit schamanenartigen Vorstellungen (Totem) eingegangen sind. Noch im Jenseits kann munter weiter gesündigt werden und die Totenruhe darf zwecks Konvertierung, Abendmahl, Sündenvergebung, Taufe, Versiegelung na-türlich immer dann unterbrochen werden, wenn die Seelen einen Ausflug auf die Erde zu den Apostelaltären zu machen haben (hört Stapi ruft…).

Welche Konsequenzen das NaKi-Glaubens-Kulti-Multi für die Kinder- Jugend- und Seniorenarbeit der Seelsorger und deren berufene PflegerInnen hat, ist nicht uninteressant. Wie sagen es die Lehrkräfte den Kindern Gottes? Blicken sie selber überhaupt noch durch? Ich bewundere den NaKi-Lehrkörper bei der Vermittlung der superprovisorischen Wandelanleihen des überinformiert wirkenden Amtskörpers.

shalom

tergram

#89 Beitrag von tergram » 15.12.2009, 17:35

shalom hat geschrieben:Noch im Jenseits kann munter weiter gesündigt werden...
Was irgendwie beruhigend ist... Entschuldigung.

shalom
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#90 Beitrag von shalom » 15.12.2009, 17:40

...je nachdem... :wink:

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