Kinder und Entschlafenenwesen der NAK

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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agape
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#21 Beitrag von agape » 11.12.2009, 19:30

:arrow: Priester Drollig weiß Bescheid.
Im ersten Teil seiner Predigt stellte Pr D. dar, was bei der Wiederkunft Christi geschehen wird.

Im zweiten Teil des Gottesdienstes zeigte Priester D. den Kindern und ihren Begleitern die Voraussetzungen auf,
die erfüllt werden müssen um beim Kommen des Herrn dabei zu sein.
Das Thema heißt seit Verschiebung in einen eigenen Thread "Kinder und Entschlafenenwesen der NAK", da ist nichts gegen zu sagen, aber ursprünglich bin ich über die Zitate (s.o.) des Priesters gestolpert.

Gerade in einer Zeit (Advent), in der die katholische , evangelische und viele andere Kirchen sich vermehrt mit der Wiederkunft Christi theologisch und sich in ihrem praktiziertem Glauben befassen, wo man sich mit unsäglich viel Literatur und theol. Abhandlungen den Themen zu "Leben und Tod", "Geboren werden und sterben" "Himmelfahrt und Wiederkunft" und "Parusie" vorsichtig annähert, um nach Möglichkeit nicht einfach "Meinung" ineinem Gottesdienst (Predigt) rauszuhauen, da
kommt in dieser Phase die NAK mal wieder wie immer mit ihrem "Wissen" zu all diesen Dingen um die Ecke.
Das ist das Ungeheuerliche!
Das ist nicht nur das Thema "Entschlafenenwesen", zu dem es nun ohnehin in dieser Form keinen bibl. Bezug gibt.
Aber allein die Tatsache, dass man in einem GD mit einem solchen Textwort wie in diesem Beispiel, neuapostolische Tatsachen raushaut, das macht immer wieder so seltsam betroffen - nach allem persönlich Erlebten.
Soll doch der Priester mal das Wort theologisch aufbereiten.
gerne auch über mehrere Tage, Wochen, Monate.... ich wäre dabei:

„Denn er selbst,
der Herr,
wird,
wenn der Befehl ertönt,
wenn die Stimme des Erzengels
und die Posaune Gottes
erschallen,
herabkommen
vom Himmel,
und zuerst
werden die Toten,
die in Christus
gestorben sind,
auferstehen.
Danach
werden wir, die wir leben
und übrig bleiben,
zugleich mit ihnen
entrückt werden
auf den Wolken
in die Luft,
dem Herrn entgegen;
und so
werden wir
bei dem Herrn sein allezeit.
So
tröstet euch
mit diesen Worten
untereinander.“


Viel Erfolg beim Durchkämmen dieses Textes!


Und dann soll der Priester bitte allen daran interessierten Menschen erklären, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen um beim Kommen des Herrn dabei zu sein.
Bitte!


Das ist ja nicht nur für die Kinder simplifiziert, was man dort hört, das ist stets immer und für alle im Höschstmaß simplifiziert und gleichermaßen spezifisch dogmatisch verfärbt.

Im Nachhinein kommt einem das alles so unfassbar vor.
Ja, das war wohl immer so.
Ja.
Das meinte ich.
Und ich verstehe auch, dass NAKler, die jetzt noch unter dieser perm. Ansprache dieser Predigten stehen, wahrscheinlich nicht im geringsten nachvollziehen können, was ich hier "rumschwafle".
Aber Ihr wisst es.
Denke ich. ;)
Zuletzt geändert von agape am 11.12.2009, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

reh

#22 Beitrag von reh » 11.12.2009, 20:10

nun. das mit dem chistkindlpostamt ist natürlich ... nur eine lustige Einlage.

In NRW gibt es den KiGo, der ist für Kinder von 10 bis 14 Jahren!!
glaube mir, nicht UNTER 10.

Wie ich schon schrieb, ich sehe es als Fehler.
Aber genauso sehe ich es als Fehler, dass es sogar bereits bei Kindergartenkindern heißt:
"Bist du schon tot"
"Gleich habe ich dich getötet"
"Tot"
"Tod"
und nochmals t-o-t

von Internetspielen, PC-Spielen und Comics ab Lesealter!

Liebe Grüße!

reh

#23 Beitrag von reh » 11.12.2009, 20:32

beim KiGo ging es wohl um
die OFFENBARUNG des Johannes,
das steht da tatsächlich so ,

Liebe Grüße!

reh

#24 Beitrag von reh » 11.12.2009, 21:30

ist hier ein posting dazwischen gelöscht worden?

lieber agape,
das eben von dir genannte bibelwort ist der 1. brief des PAULUS an die Thessalonicher,
kap. 4, v. 16-18, (es deckt sch mit der Offenbarung)
und kam im Gottesdient (für alle) am 1511.09.

Der KiGo ist einmal im monat, alle kinder aus dem ganzen BEZIRK von 10 bis 14 jahren kommen zusammen, machen ein gemisch aus rollenspiel/ und mitmach-gottesdienst

Ist doch eine schöne sache.

liebe grüße!

dietmar
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Registriert: 22.07.2008, 04:08

#25 Beitrag von dietmar » 11.12.2009, 21:55

Stimmt Reh, denn im Wald ist es dunkel und derzeit kalt.
Ist doch eine gute Sache,oder?

Knodel

#26 Beitrag von Knodel » 11.12.2009, 21:58

reh hat geschrieben:nun. das mit dem chistkindlpostamt ist natürlich ... nur eine lustige Einlage.

In NRW gibt es den KiGo, der ist für Kinder von 10 bis 14 Jahren!!
glaube mir, nicht UNTER 10.

Wie ich schon schrieb, ich sehe es als Fehler.
Aber genauso sehe ich es als Fehler, dass es sogar bereits bei Kindergartenkindern heißt:
"Bist du schon tot"
"Gleich habe ich dich getötet"
"Tot"
"Tod"
und nochmals t-o-t

von Internetspielen, PC-Spielen und Comics ab Lesealter!

Liebe Grüße!


Liebes Reh,
die Frage ab wann Kinder anfangen sich mit dem Thema Tod zu beschäftigen ist sehr einfach zu beantworten. Genau zu dem Zeitpunkt an dem sie nach dem Unterschied der Geschlechter stellen und sie formulieren ihre Fragen indirekt. "Wirst du sehr bald sterben? "Bist du schon sehr alt?"
Eine Antwort darauf könnte sein. "Wir wissen nicht wann wir sterben, leben wir all unsere Momente aus."

Ein lebendiges Wesen kann seinen eigenen Tod nicht denken. Es weiß das es sterben wird. Aber sein Tod ist etwas Absurdes, etwas Undenkbares.
Was die Geburt betrifft...... wir sind bei unserer Geburt nicht dabei, die anderen nehmen daran teil. Vielleicht formuliere ich zu kraß, indem ich zu sagen wage Wir leben unseren Tod, aber wir nehmen nicht daran teil. Wir vollenden ihn.

Kinder selbst fragen ohne Angst nach dem Tod bis sie ungefähr 7 Jahre alt sind. Mit ungefähr 3 Jahren fangen sie an, die Frage nach dem Tod zu stellen.
Dann muß man mit ihnen darüber sprechen.
Ich glaube das man einem Kind immer antworten kann: "Wir werden sterben, wenn wir zu Ende gelebt haben."
Es hört sich vielleicht komisch an, aber die Kinder sind über solche Worte sehr beruhigt.

Oft wechselt man mit Kindern das Gesprächsthema wenn es um den Tod der nächsten Angehörigen geht. Man geht dem Thema einfach aus dem Weg. Dabei wäre es so einfach dem kleinen Kind zu erklären seine Großmutter sei tot und jetzt auf dem Friedhof und mit ihm dorthin gehen damit es sieht, wo die Körper der gestorbenen Menschen hinkommen. Man kann ihm von dem Herz erzählen, das nicht tot ist und weiterhin lieben kann, solange es noch Leute gibt, die sich an denjenigen erinnern können, die sie geliebt haben.
Es ist die einzige Art und Weise einem Kind eine Antwort zu diesem Thema zu geben.
Ich fände es auch gut, daß eine Familie z.B. am Totensonntag einmal einen kleinen Rundgang über einen Friedhof macht.
Sie sehen in dieser Zeit mit ihren Lichtern besonders schön aus. Man kann dann auf alle Fragen der Kinder antworten. Zahlen und und Namen auf den Grabsteinen entziffern und sich an alle die sie kennen erinnern.

Das alles wird ihnen sehr weit weg vorkommen, sie werden sehr nachdenklich sein. Anschließend aber wieder sehr fröhlich.....
Dann kann man ihnen einen schönen Kaffeetisch decken und dann sagen: "Aber wir, wir sind doch alle sehr lebendig."

Natürlich berührt das Problem des Todes aller derjenigen die wir lieben. Wenn dieses lebendige Wesen stirbt, so ist das ein ganzes Stück unseres Lebens, unserer Sensibilität, die wir nicht mehr wiederfinden werden.
Eigentlich ist es erstaunlich wie schnell bei jedem von uns Selbstvorwürfe aufkommen wenn wir in irgendeiner Weise am Tod eines geliebten Menschen beteiligt sind.
Dann werfen wir uns vor irgendwie selbst verletzt zu haben, was so wundervoll war. Kinder reagieren fast immer so und in uns allen steckt immer noch das kleine Kind.

Alle Menschen brauchen diese Zeremonie der Trauer, um mit dem Tod fertigzuwerden. Warum auch nicht?
Man sollte diese Art des Kindes, das Geheimnis des Todes zu überwinden, respektieren, wenn es beispielsweise Teile seines kaputten Bärchens aufbewahren möchte.
Der Tod ist letztlich ein Geheimnis, aber übrigens nicht mehr als das Leben.


Gute Nacht
Knodel

shalom
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#27 Beitrag von shalom » 11.12.2009, 22:08

reh hat geschrieben:
Der KiGo ist einmal im monat, alle kinder aus dem ganzen BEZIRK von 10 bis 14 jahren kommen zusammen, machen ein gemisch aus rollenspiel/ und mitmach-gottesdienst

Ist doch eine schöne sache.
Wertes reh,

KiGo (Kirchgottesdienste?) sind bei uns schon öfter (es gibt ja auch Openairgottesdienste). Rollenspiele bestreitet der Amtskörper dort allein. Er lässt auch andere Amtskörperteile von sich mitmachen. Das heißt dann mitdienen. Frauen dürfen im Gottesdienst jedoch nicht mitmachen, weil die Apostel Ärger bei den Scheichs befürchten. Das wäre schlecht fürs Image. Frauen spielen also keine Rolle, dafür dürfen sie bei dem Sozial- und Bindungswerk der NaK-NRW ihren Haushaltsführerschein machen und die Gebäude reinigen, wenn keine Kirche ist.

Lauter schöne Na-schsachen - shalöm

reh

#28 Beitrag von reh » 11.12.2009, 22:33

KiGo heißt natürlich KinderGottesdienst
und Entschlafenenwesen/der Jenseitsglaube/ die Toten snd allseits eine ernste/ernsthafte Sache.

Lieber Knodel,
das hast du sehr schön beschrieben, und ich sehe es vom Grund her auch so.
Es sollte allerdings nicht zu intensiv sein.

Was ich kritisiere, ist das SPIEL mit dem Tod, und das Töten ansich, das ist m.E. nicht zum Spaßen.

Liebe Grüße!

Matthias
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#29 Beitrag von Matthias » 12.12.2009, 01:27

Ich musste bei diesem KiGo-Bericht an eine Situation im NAK-Religionsunterricht denken, wo mich ein Kind (ca. 12 Jahre alt) fragte: "Sag mal, die Toten sind doch im Himmel bei Gott (ich bejahte das vorsichtig), warum glauben wir dann, dass die zu uns auf die Erde kommen müssen, um zu Gott kommen zu können?" ich konnte dann nur sagen, dass ich das auch nicht glaube, und habe versucht, das Positive im NAK-Jenseits-Helfersyndrom (wir beten eben für alle Seelen, auch für die Toten) zu erklären. Mir wurde aber schlagartig klar, wie abwegig manche Glaubenslehren einem Kind erscheinen müssen, wenn es den Satz "Gott ist die Liebe" zusammen mit der Vorstellung vom allmächtigen Gott verinnerlicht hat. Ich wünsche mir, dass die Kinder sich dieses Gottesbild nicht verbiegen lassen durch manche Ideen der Kirche von der eigenen Heilsnotwendigkeit. Damals habe ich Stück mehr verstanden, warum Jesus das Kind als Vorbild in die Mitte der Jünger stellte - kann bei Gott etwas so kompliziert sein, dass man es Kindern nicht erklären kann (zumindest nicht ohne dass sie sich dann fragen, ob die Ewachsenen noch alle Tassen im Schrank haben)?
Liebe Grüße in die Runde!

tergram

#30 Beitrag von tergram » 12.12.2009, 08:15

Es ist schlichtweg unglaublich, ungeheuerlich, was in der NAK seit Jahrzehnten gewissenlos und frei von jedem Wissen rausgehauen und Kindern zugemutet wird. Unwidersprochen.

Ich erinnere mich an KiGo der 60-er Jahre, in denen die Drohung, am Tag des Herrn mutterseelenallein auf Erden zurückbleiben zu müssen, weil man vielleicht ein Bonbon geklaut oder nicht genug vom Taschengeld geopfert hat, permanent gegenwärtig war. Ebenso erinnere ich mich deutlich , dass uns im KiGo vor Entschlafenen-GD die unglaublichsten Jenseits-Geschichten erzählt wurden: Täume, Gesichter und beängstigende Berichte über Erscheinungen Verstorbener.

Beides hat mich damals sehr geängstigt und ich habe viele Jahre gebraucht, die alten Bilder wieder loszuwerden. Manches davon werde ich allerdings wohl nie mehr loswerden.

Mitglieder der NAK - vom Normalogeschwist bis zum Apostel - versuchen mich heute davon zu überzeugen, dass sich die Neuapostolische Kirche seit vielen Jahren tiefgreifend verändert hätte. Dass heute alles ganz anders sei. Dass man in der Erkenntnis fortgeschritten sei. Dass heute jesuszentriert die frohe Botschaft statt einer Drohbotschaft im Vordergrund stünde und selbst der Stammapostel zu den Dingen des Jenseits wahrheitsgemäss bekannt hätte "Wir wissen es nicht." Dies mit dem Ziel, das verlorene Schaf Nr. 100 wieder in den richtigen Schafstall zurückzuführen.

Nein, liebe NAK-Mitglieder: Es hat sich nichts geändert. Nicht wirklich. Die Fassade wurde ein bißchen aufpoliert, aber inhaltlich und im Kern der Sache ist es unverändert die alte J.G.Bischoff-Sekte.

(Um dem sattsam bekannten Argument "Das war nur die bedauerliche Fehlleistung eines einzelnen untergeordneten ATs" gleich entgegenzutreten: Wenn dem so wäre, dürfte der Bericht auf keiner offiziellen Seite der NAK im www erscheinen und gegen die Veranstaltung hätte sich zumindest ein Proteststurm der Eltern erheben müssen.)

Gesperrt

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