WAS IST IM HIMMEL LOS...?

Für Zweifler und andere gute Christen
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tergram

Re: WAS IST IM HIMMEL LOS...?

#11 Beitrag von tergram » 07.12.2009, 22:47

Maximin hat geschrieben:Bei diesem Sachstand komme ich für mich allerdings zu dem Schluss, dass darüber mal ernsthaft nachgedacht und öffentlich ausgetauscht werden sollte: „Was ist im Himmel los?“
Lieber Micha,

darüber nachdenken und sich darüber austauschen nützt leider trotz bester Absicht aller Beteiligten nix - weil
  • 1.) es wohl so viele Vorstellungen vom christlichen Himmel und der Hölle gibt, wie es Christen gibt,
    2.) unsere menschlichen Vorstellungen hierzu irrelevant sind (Gott pflegt ohne uns zu handeln :wink: ) und
    3.) die Bibel keine konkreten Aussagen macht (die ohnehin weder beweisbar noch - nötigenfalls - einklagbar wären).
Ich glaube nicht (mehr) an den "Himmel" und die "Hölle". Die allegorische Vorstellung ewig gleichförmiger Seligkeit im Himmel lässt mich aber fast mehr erschrecken, als die Vorstellung einer Hölle mit dem großen Siedekessel für die armen Sünder. Ich halte das alles für alberne Phantasien, bunte Bildchen für's Glaubensvolk - und nebenbei für Hoffnungsanker und Angstmacher der Kirchen.

Ob es ein Weiterleben nach dem Tod gibt, ist mindestens fraglich. Ob dieses Weiterleben mit einem individuellen Bewusstsein verbunden ist, ebenso. Wie das "Jenseits" gestaltet ist (seine Existenz mal vorausgesetzt) , entzieht sich vollkommen unserem Zugriff.

Mein Fazit: Wir wissen nichts. Es darf geglaubt werden.

Lieben Gruß, t.

uhu-uli

#12 Beitrag von uhu-uli » 08.12.2009, 06:06

Konzertmeister hat geschrieben:
Hallo zusammen,

das ist Die Antwort auf die Frage, was im Himmel los ist. Der alte Paulus hat das bereits in seiner Zeit treffend formuliert.

Ich habe noch einen Satz in Erinnerung, fragt mich nicht woher,:

An diesem Tage werdet ihr mich (Gott der Herr) nichts fragen!

Es ist im Himmel eines sicher, enttäuscht in irgendeiner Form werden wir alle nicht werden.

LG
Konzertmeister
du meinst wohl hier
Trauer und Hoffnung bei Jesu Abschied

16 Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen.

17 Da sprachen einige seiner Jünger untereinander: Was bedeutet das, was er zu uns sagt: Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen; und: Ich gehe zum Vater? 18 Da sprachen sie: Was bedeutet das, was er sagt: Noch eine kleine Weile? Wir wissen nicht, was er redet.

19 Da merkte Jesus, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Danach fragt ihr euch untereinander, dass ich gesagt habe: Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen? 20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.

21 Eine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie Schmerzen, denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. 22 Und auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. 23 An dem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er's euch geben.24 Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei.

25 Das habe ich euch in Bildern gesagt. Es kommt die Zeit, dass ich nicht mehr in Bildern mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. 26 An jenem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten will; 27 denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin. 28 Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.

29 Sprechen zu ihm seine Jünger: Siehe, nun redest du frei heraus und nicht mehr in Bildern. 30 Nun wissen wir, dass du alle Dinge weißt und bedarfst dessen nicht, dass dich jemand fragt. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.

31 Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubt ihr? 32 Siehe, es kommt die Stunde und ist schon gekommen, dass ihr zerstreut werdet, ein jeder in das Seine, und mich allein lasst. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.

33 Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
words in context :-)
LG Uli

Gaby

#13 Beitrag von Gaby » 08.12.2009, 08:58

Von Molière stammt der Spruch:

"Der Himmel dürfte aus klimatischer Sicht angenehmer sein als die Hölle. Allerdings vermute ich, daß die Hölle in gesellschaftlicher Hinsicht weit interessanter ist."

Diese Befürchtung haben wohl viele Menschen ... warum sonst begrüßen wir den Tod nicht freudig wenn er auf uns zukommt???

Ich vertraue zwar darauf, dass es ein DANACH gibt, aber auch ich halte es für irrelevant wie wir uns dieses DANACH vorstellen.
Vielleicht bedeutet der Himmel, dass menschliche Sehnsüchte sich erfüllen?
Menschen die nie eine "heile" Familie hatten, erfahren wie es ist, wenn sich dieser Traum erfüllt. Andere die immer schon gern die Welt in ihrer Schönheit erkunden wollten, können dies jetzt tun? Menschen die sich nichts sehnlicher wünschen als Frieden, dürfen dies das erste Mal erleben .... es gibt so viele Sehnsüchte die Menschen haben, die sich aber in ihrem Leben nicht erfüllt haben. Der Himmel ist vielleicht so, wie wir unsere Welt, unser Leben eigentlich jetzt schon gerne gehabt hätten?

Es wäre für mich grauenvoll mir vorzustellen, wir hätten von Ewigkeit zu Ewigkeit eine Art "Gottesdienst" wie er hier auf Erden praktiziert wird mit Lobgesang und Hosianna - Rufen :shock: Und wenn es dann nicht mal eine Uhr gibt, die uns beruhigen kann ... es ist ja gleich vorbei ;-)

Oder vielleicht ist es sogar so wie Adler schrieb:

>>Ein kleiner Junge wurde einmal in der Sonntagsschule gefragt: "Wie stellst du dir den Himmel vor?"
Die spontane Antwort: "Wie bei uns zuhause ... " <<

Vielleicht hat manch einer schon hier und jetzt ein kleines Stück vom Himmel in seinem Leben verwirklicht.

Jesus sagte ja sinngemäß laut Bibel, das Reich Gottes ist inwendig in Euch oder manchmal wird es auch übersetzt "mitten unter Euch".

Für mich ist es eindeutig wichtiger, mich auf mein Leben JETZT zu konzentrieren. Was DANACH kommt ... nun auch ich lasse mich überraschen ;-)

Dieter

#14 Beitrag von Dieter » 08.12.2009, 09:12

Lieber Micha,

Du hast Fragen gestellt und einige haben geantwortet. Was mich jetzt einmal interessieren würde: Wie stellst Du dir die Beantwortung dieser Fragen vor? Bzw. worauf zielt Dein Beitrag ab, da es ja unmöglich ist, diese überprüfbar zu beantworten?

Oder willst Du Dein Bilddurch ein Bild ersetzen ;)

Gruß Dieter

tergram

#15 Beitrag von tergram » 08.12.2009, 09:49

Ein ergänzender Gedanke - nur mal so am Rande:

Wer nicht an ein Weiterleben der Seele nach dem Tod des Körpers glaubt, kann einen klareren Trennungsstrich zwischen sich und den Tod setzen, da mit dem Tod das Bewusstsein des Individuums erlischt. Tröstlicher formuliert:

"Wo ich bin, ist das Leben. Wo ich nicht mehr bin, ist der Tod. Der Tod hat also mit meinem Leben nichts zu tun, weil ich ihn nie wahrnehmen werde." Dieser Gedanke mag Gläubigen seltsam vorkommen. Ich finde aber, er "hat was".

Wer an ein Weiterleben glaubt, muss zwangsläufig auch daran glauben, dass das "Jenseits" irgendwie gestaltet ist - Himmel, Hölle, was auch immer. Dem Gläubigen bleibt die Hoffnung, im Jenseits möge Gott für die ausgleichende Gerechtigkeit als Gegenpol zum irdischen Jammertal sorgen; dafür, dass "am Ende wieder alles gut" wird.

Welche Sichtweise richtig ist, werden wir erfahren. Oder auch nicht. :wink:

Gaby

#16 Beitrag von Gaby » 08.12.2009, 10:07

klick

Stellte diesen Link schon "drüben" ein ... finde ihn zu diesem Thema sehr interessant. Ganz besonders, dass Menschen die den Nahtod erlebt haben oft vor dem Sterben keine Angst mehr haben und häufig ein komplett anderes Weltbild bekommen.

tergram

#17 Beitrag von tergram » 08.12.2009, 10:13

Ja Gaby, davon ist viel zu hören/lesen. Ob das eine stimmt, oder das andere... wer weiss es...?

Zitat: Der Sterbeforscher Schröter-Kunhardt ist sich im Klaren darüber, dass niemand die Kritiker, die der Meinung seien, es gebe nichts mehr, wenn das Gehirn tot sei, vom Gegenteil überzeugen kann. Denn wer tot ist, kann nichts mehr berichten. Eines könne man jedoch aus den Sterbeerfahrungen und damit einhergehenden außersinnlichen Wahrnehmungen anderer mitnehmen: Sie scheinen den Glauben an ein Leben nach dem Tod zu bestärken. So ist der Glaube an ein Leben nach dem Tod für ihn glaubwürdiger als der Unglaube. Zitatende.

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#18 Beitrag von agape » 08.12.2009, 10:56

Was war eigentlich neun Monate los, als wir noch im Bauch saßen?

Was ist eigentlich in unserem Leben los - jetzt?

Sind wir nicht immer auch "vor" unserer Geburt?
Immer.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

tergram

#19 Beitrag von tergram » 08.12.2009, 11:05

Der hier ursprünglich stehende Text war eine heiter-launige Entgegnung auf die von "agape" im Beitrag oben gestellten tiefgründigen Fragen. Da er missverstanden wurde, habe ich ihn entfernt. Ich bitte um Entschuldigung.
Zuletzt geändert von tergram am 08.12.2009, 12:34, insgesamt 2-mal geändert.

simpel

#20 Beitrag von simpel » 08.12.2009, 11:21

Bei Platon! - agape...: Wir werden unsere Höhle verlassen.

Dessen bin ich gewiss und habe dafür auch schöne Hinweise -
verkneife sie mir aber, denn fliegende Hinkelsteine haben hohe kinetisch-schmerzliche Energie...

:wink:

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