DAS ÄRGERNIS KREUZ...

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Loreley 61
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#11 Beitrag von Loreley 61 » 20.11.2009, 16:16

Ja, dass muß ich auch zugeben: Das NAK-Kreuz mit der aufgehenden Sonne ist schöner (ansprechender), als ein schlichtes Kreuz, oder ein Kreuz wo eine Jesus-Figur dran hängt. Dieter und RG, bei mir zu Hause gibt es fast alles :lol: : Ich habe vom christlichen Kreuz, über Buddha-Figur, Engel in Hülle und Fülle, Bibeln, tibetanisches Totenbuch...usw.(Cleo`s und Nofretete`s), so ziemlich alles, was das (religiös-spirituelle und medial-mystische) Herz begehrt. Die tun sich gegenseitig nix und sieht gut aus. Nur Kopftuch trage ich nicht. :wink:

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Ruhrgebiet

#12 Beitrag von Ruhrgebiet » 20.11.2009, 18:09

Adler hat geschrieben:Hallo Ruhrgebiet,

das Kreuz (meist mit der Figur eines leidenden oder toten Menschen) symbolisiert nur Leiden und Tot, nicht aber die Auferstehung.
Lies noch einmal, was ich geschrieben habe...vielleicht verstehst du mich dann. Wenn icht, ist es auch ok :wink:

Tatyana

#13 Beitrag von Tatyana » 20.11.2009, 19:37

Dieter hat geschrieben: Hier in Deutschland sind wir immer noch abendländisch-christlich geprägt. Auch ein Atheist hat die Moralvorstellung der christlichen Lehre vermittelt bekommen. Bewusst oder unbewusst.
Er hat aber auch das Recht, diese Prägung für seine Kinder bewusst abzulehnen. Wobei die Frage immer noch ist, ob das Abendland (immer noch?) eher christlich oder (doch schon und zwar schon ziemlich lange)eher humanistisch geprägt ist. Und das Symbol des Kreuzes hat mit Humanismus nichts zu tun. Wer lebt denn bitteschön heute tatsächlich noch bewusstes Christentum, geschweige denn, dass er sich damit (bewusst)identifiziert? Also braucht es auch in öffentlichem Raum keine Kruzifixe, die einem Christentum "überbraten".
Soll Integration jemals funktionieren, müssen Kulturen nebeneinander coexistieren können. Und zu diesen Kulturen gehören auch Glaubensinhalte. Da muss man dem anderen sein anders-sein nicht ins Gesicht schreien. Sein "ich wohne hier und du hast dich anzupassen". Da gilt es, den anderen auch anders sein zu lassen. Zur Not eben auch nicht-christlich. Denn jede Religion ist genauso viel wert wie alle anderen.

Wobei jedem unbenommen sein sollte, auch äußerliche Symbole wie Kreuz oder Rosenkranz, Gebetsperlen, Kopftuch etc. für sich persönlich tragen und benutzen zu dürfen. Aber Religion darf nicht in ihrer Überzeugung und Symbolik verstaatlicht werden dürfen.

Adler

#14 Beitrag von Adler » 20.11.2009, 19:42

Zitat:
Leiden, Sterben und Auferstehung gehören zusammen und können nicht voneinander getrennt werden.
Zitat Ende

Lieber Ruhrgebiet,

das seh ich auch so.

Ich vermisse allerdings im Symbol "Kreuz/Kruzifix" die Symbolik für die Auferstehung.

Was ich sehe ist ein altertümliches Folterinstrument, an welchem die Verurteilten ihr Leben aushauchten.

Jeglicher symbolische Hinweis auf die Auferstehung fehlt da, leider.

LG Adler

tergram

#15 Beitrag von tergram » 21.11.2009, 07:35

Es ist schon merkwürdig: Symbol für einen auf Vergebung, Barmherzigkeit und Auferstehung/Weiterleben nach dem Tod ausgerichteten Glauben ist ausgerechnet (!) ein uraltes Folterinstrument, ggfs. in seiner Symbolik noch verstärkt durch einen daran befestigen stilisierten Leichnam. Wie es zu diesem Symbol gekommen ist? Ich weiss es nicht.

Aber ich könnte mir vorstellen, dass man mit dem Symbol für die Aussage "Seht her, sie haben unseren Heiland getötet! Wir müssen uns rächen!" mehr Menschen zu Kreuzzügen und sonstigen imperialistischen Gräueltaten aufstacheln kann, als mit einem Symbol für die Aussage "Liebe Gnade, Vergebung, Auferstehung" - wie auch immer das aussehen könnte.

Ich erinnere mich aus Kindertagen an Besuche bei katholischen Freunden, in deren Wohnzimmer ein Kruzifix hing. Die auf der Holzfigur drastisch gezeigten Zeichen des Leidens und des Todes haben mich damals erschreckt. Da schien mit die auf(unter?)gehende Sonne mit Wasser und dem Kreuz deutlich wohltuender. Zumindest fürs Auge.

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie das Symbol des Chrisentum aussähe, wenn der Galgen oder die Guillotine die üblichen Hinrichtungsinstrumente im Römischen Reich gewesen wären.

Wenn ich ein Symbol auszuwählen hätte, würde ich eher in Richtung "Taube" tendieren - als Symbol für Frieden, Freiheit, 'Himmelsnähe' und den Heiligen Geist.

Ob wir in einer christliche orientierten Gesellschaft leben, bezweifle ich sehr. Wir alle kennen die Umfragen zu religiösen Themen und deren erstaunliche Ergebnisse. Die vorherrschenden Religionen in unserer Umgebung scheinen mir Kapitalismus, Egoismus, Sexualität und Fußball (ersetze bedarfsweise durch...) zu sein. Diesen Religionen wird gehuldigt, werden Opfer gebracht, von diesen Religionen wird "Heil" erwartet.

Mein Fazit: Wenn Christus nicht in den Herzen lebt, nützt er auch an der Wand nichts.

Hannes

#16 Beitrag von Hannes » 21.11.2009, 08:17

tergram hat geschrieben: Wenn ich ein Symbol auszuwählen hätte, würde ich eher in Richtung "Taube" tendieren - als Symbol für Frieden, Freiheit, 'Himmelsnähe' und den Heiligen Geist.
Versteh ich nicht - was hat denn der heilige Geist mit der ganzen muffigen Totenverehrung zu tun? :wink:

Ich würde mir zu diesem Thema einen Dialog zwischen der römischen Totenverehrungskirche und der wir-blenden-Christus-aus-Kirche (NAK) wünschen ... mit dem Hintergrund, dass beide am Ende der Klausur ein gemeinsames Symbol präsentieren müssten. Schön, wenn die Klausur zwischen Gründonnerstag (gegenseitiges Füßewaschen) und Ostersonntag (Feuer) stattfinden würde. Besonders der Karfreitagsgottesdienst, gehalten von einem NAK-Prediger, wäre spannend - wo man doch in der NAK Karfreitag schon von Ostern gepredigt wird ... spannende Geschichte.

Ich habe seit gestern meinem Christus am Kreuz ein Kopftuch aufgesetzt - da hat sogar Herr Buddha kurz geschmunzelt ...

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Lobo

#17 Beitrag von Lobo » 22.11.2009, 08:51

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