Der von Gott gegebene freie Wille des Menschen

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Lobo

#71 Beitrag von Lobo » 14.04.2008, 17:13

Anne hat geschrieben:...Da heulen ja die Wölfe... :mrgreen:
Frau Anne, also bitte... :wink:

Ungeheult Bild

Lobo

uhu-uli

#72 Beitrag von uhu-uli » 14.04.2008, 17:30

Wir machen uns unsere Bilder und sie tun uns gut :roll:

Bild

Nun stellt euch vor, wie in eurem leuchtenden Herzen eine Lotosblume erblüht.

Am Anfang ist sie vielleicht noch eine Knospe. Sie entfaltet sich Blatt für Blatt, bis sie die Mitte eurer Brust ganz ausfüllt. Die Blume wächst mit jedem eurer Atemzüge. Nun reicht sie schon über eure Brust hinaus, und sie wächst immer noch, Blatt für Blatt, bis sie oben euren Hals und unten euer Zwerchfell erreicht. Und sie wächst weiter, ganz von allein, sie erreicht eure Stirn, euren Nabel, dann euren Kopf und euren Unterleib.
Die Lotosblume ist noch immer nicht voll erblüht. Sie entfaltet sich weiter Blatt für Blatt. Oben wächst sie über euren Kopf hinaus und unten erreicht sie eure Oberschenkel, dann eure Knie, die Waden und die Füsse.Eure wunderschöne, schimmernde Lotosblüte ist nun so gross wie ihr selbst, und wenn ihr genau hinschaut, seht ihr ihren feinen Schimmer und die Wassertropfen, die auf ihren Blütenblättern glänzen. Und sie wächst immer noch, Blatt für Blatt, bis sie grösser ist als ihr und ihr euch selbst wahrnehmen könnt, wie ihr inmitten dieser wunderschönen reinen Blüte sitzt.

Nun erinnert euch an die Hand auf eurem Herzen. Hier ist das Zentrum der Blüte, und es strahlt in leuchtendem Rosa. Hier ist auch euer Zentrum, fühlt, wie die Kraft eurer Liebe hier entspringt und sich nach aussen ausbreitet, bis sie euch ganz erfüllt und weit über euch hinaus strahlt.Seht euch selbst im Zentrum des Lichts, im Zentrum der Liebe.

Ihr seid Licht, und ihr seid liebende und geliebte Wesen, die das Licht verbreiten. Wie fühlt es sich an, Liebe zu sein? Spürt einige Atemzüge lang genau hin und geniesst dieses Gefühl. Dann zieht euch langsam und sanft aus diesem inneren Bild zurück. Nehmt die Liebe mit, auf dass sie in euch sei und aus euch strahlen möge.
(Quelle)
Zuletzt geändert von uhu-uli am 14.04.2008, 18:24, insgesamt 3-mal geändert.

Lobo

#73 Beitrag von Lobo » 14.04.2008, 17:42

uhu-uli hat geschrieben:...Alles andere ergäbe ein Gottesbild der Willkür, oder?...
Uli, ich hoffe, nicht der Willkür, sondern der Bewahrung.
Psalm 139... 16 Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war...
Dieser Text hat für mein Leben etwas von Gottes Schutz, Begleitung und Vorherbestimmung. Ich glaube, dass in diesem Kontext unser sogenannte "freie Wille" zu sehen ist. Für mich ist er zumindest als Annäherung einer Erklärung zusehen, in dem Bewusstsein, dass auch dieser Text nur ein Bild von vielen sein kann.

Gruß
Lobo

Hannes

#74 Beitrag von Hannes » 15.04.2008, 05:38

Anne hat geschrieben: Möönsch, nun lasst euch von diesen Hirnforschern doch nicht ins Bild jagen.
Anne, in der ayurvedischen Ernährung, der ich mich sehr verbunden sehe, gibt es ein (Leib-)Gericht:
Kartoffeln mit Bockshornkleeblätter! Da lasse ich mich gerne reinjagen! Hirnlos und aus freiem Willen!

:wink:
Guten Morgen, Guten Tag!
Hannes

Anne
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#75 Beitrag von Anne » 15.04.2008, 06:41

Biete mir das bloß nie an; sonst kriegste nix mehr ab. 8)

Ebenfalls guten Tag!
Anne

Maximin

DIE WAHL HABEN...?

#76 Beitrag von Maximin » 15.04.2008, 09:27

Wenn ich denn als Mensch einen freien Willen habe, dann sollte ich auch Wahlmöglichkeiten haben. Jemand sagt: „Wir haben keine Wahl, Gott ist mit uns“. Nehmen wir zwei Alternativen an:

1. Ich habe einen freien Willen, ich nehme den an, ich stelle mich ihm und setze mich mit den damit verbundenen Schwierigkeiten auseinander.
2. Ich will gar keinen freien Willen zulassen, ich gebe ihn lieber, an wen auch immer, ab und lasse andere über mich befinden.

Das, worauf es in diesem Zusammenhang m. E. ankommen könnte ist, dass ich mich nicht entscheiden muss, sondern entscheiden kann.

Im Weggehen legt Moses seinem Volk, den Kindern Abrahams, Isaaks und Jakobs, Entscheidungsmöglichkeiten vor:

„Ich nehme Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen: ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwählest und du und dein Same leben mögt, (s. a. Kap 4,26) dass ihr den HERRN, euren Gott, liebet und seiner Stimme gehorchet und ihm anhanget. Denn das ist dein Leben und dein langes Alter, dass du in dem Lande wohnst, das der HERR deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat ihnen zu geben. (5.Mose 30, 19+20 / Luther 1912)“
Micha grüßt :wink:

Maximin

EINFLÃœSSE - WAHL - VERNUNFT...

#77 Beitrag von Maximin » 15.04.2008, 13:02

:) Lieben Freunde,
nachfolgende Geschichte spricht m. E. zum Thema. Eines aber mal vorab: „Wer der 3 Hauptbeteiligten hatte eine freie Wahl und wer handelte vernünftig?“
Liebe Grüße, landauf und landab von Eurem
Micha :wink:

Das „Dilemma“ von Vater, Sohn und einem Esel (Auszug)
Ein Dilemma kann sich auch daraus ergeben, dass man bei der Wahl zwischen zwei positiven Möglichkeiten keine wählen kann, weil die Wahlnotwendigkeit ein Ergebnis unmöglich macht.

Von Hodscha Nasreddin wird folgende Geschichte überliefert: Hodscha geht mit seinem Sohn auf einen Viehmarkt, um dort einen Esel zu kaufen. Nachdem sie nach langer Suche einen Esel gekauft haben, machen sie sich auf den Weg nach Hause. Zunächst gehen sowohl Hodscha als auch Sohn zu Fuß neben dem Esel her, bis sie ein entgegenkommender Wanderer auslacht und fragt: „Ihr habt einen Esel, aber warum reitet keiner auf ihm?“

Nach kurzer Überlegung setzt sich nun der Sohn auf den Esel und so setzen sie ihren Heimweg fort, bis ihnen der nächste Wanderer entgegenkommt und zu dem Sohn sagt: „Junger Mann, du solltest dich schämen. Du hast junge Beine und reitest auf dem Esel, während dein Vater laufen muss!“

Nach kurzer Pause setzt sich nun der Vater auf den Esel und der Sohn geht zu Fuß. Im Weiterverlauf der Heimreise treffen sie einen weiteren Wanderer, der zu dem Vater sagt: „Du solltest dich schämen, du mit deinen starken Beinen reitest auf dem Esel, während der zarte Junge zu Fuß gehen muss!“ - Nun setzen sich beide auf den Esel und so setzen sie den Heimweg fort, bis ihnen der nächste Wanderer entgegenkommt, der sie wütend beschimpft:

„Ihr solltet euch schämen! Ihr beide sitzt faul auf dem Esel und das arme Tier muss die ganze Strecke die schwere Last von euer beider Gewicht tragen!“ Daraufhin entschließen sich Vater und Sohn, den Esel an eine Stange zu binden, und tragen nun den Esel bis nach Hause.

Als sie dort ziemlich spät und völlig erschöpft ankommen, sagt die Frau des Vaters: „Ihr seid vielleicht zwei Dummköpfe! Warum lasst ihr den Esel nicht selber zu seinem neuen Stall laufen?“
Quelle: hier

Lobo

#78 Beitrag von Lobo » 21.04.2008, 14:40

Lässt sich das Gedächtnis fälschen?
...Fazit: Es ist nicht möglich, ein Gedächtnis vollständig zu fälschen. Aber es ist erheblich einfacher als man gemeinhin denkt, jemanden falsche Erinnerungen einzupflanzen.

Nur weil wir uns sehr detailliert an etwas erinnern können, heißt das also noch lange nicht, dass wir es wirklich erlebt haben...
Das Gefühl kommt mir irgendwie bekannt vor. :wink:
In ähnlicher Richtung geht wohl auch das Empfinden, schon einmal an bestimmte Orte gewesen zu sein.

Lobo

Anne
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#79 Beitrag von Anne » 05.06.2008, 13:01

Hier - für die Hirnforschungsfreaks. 8)

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tosamasi
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#80 Beitrag von tosamasi » 05.06.2008, 13:42

Das Gehirn entwickelt sich so, wie wir es nutzen.
Wenn ich diesen Satz lese, muss ich an die SMS-Funktion meines Handys denken. :lol:
Das sollte keine Abwertung sein, denn die Lernfähigkeit des Menschen ist ja unbestritten. Andererseits sagt Singer:
Wir handeln zwar als autonome Wesen, die ihre Bedürfnisse befriedigen, die aber von Außenzwängen beeinflusst werden. Und man empfindet sich dann als frei, wenn der bewusste Abwägungsprozess zu einem Ergebnis führt, das stimmig ist mit den unbewussten Strebungen.

Dazu kommt es, wenn man die Regularien, die sonst von außen als Zwang gewirkt hätten, internalisiert hat. Wenn die zum eigenen Imperativ werden, empfindet man sich in seiner Autonomie uneingeschränkt.
Quelle
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

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