NAK-NRW: Kinder-Entschlafenengottesdienste 2013

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tergram

Re: NAK-NRW: Kinder-Entschlafenengottesdienste 2013

#51 Beitrag von tergram » 08.03.2013, 13:21

Auch in dieser NRW-Gemeinde wurde das Rollenspiel im rahmen eines Kinder-E-GD vorgeführt - der schwarze Sündensack jedenfalls liegt auf des Altars Stufen, s. Bilder 8/9. Und wie es aussieht, sind alle Hörer des Wortes glücklich und selig geworden. Na bitte! Die "weissen Kleider der Erlösten" hatte ich mir allerdings etwas schicker vorgestellt. Entschuldigung.
:oops:

http://www.nak-alsdorf.de/site/startsei ... id-543.htm
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fridolin
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Re: NAK-NRW: Kinder-Entschlafenengottesdienste 2013

#52 Beitrag von fridolin » 08.03.2013, 13:57

Den eingestellten Bilder nach zu urteilen wird der Misserfolg des
Kinderentschlafenen-Gottesdienstes unbewusst deutlich gemacht. Eine geringe Anzahl von beteiligten Kindern.
In der Mehrzahl anwesend sind Amtsträger und Betreuer. Das sollte den NAK Verantwortlichen Grund genug sein keine Wiederholung zu planen.
Die Eltern haben m. M. nach mit Füssen gegen den Kinderentschlafenen-Gottesdienst gestimmt, sonst wäre die Beteiligung der Kinder höher ausgefallen.

tergram

Re: NAK-NRW: Kinder-Entschlafenengottesdienste 2013

#53 Beitrag von tergram » 08.03.2013, 14:07

fridiolin,

wie groß ist denn nach deiner Kenntnis die Anzahl der Kinder im Alter von 10-14 Jahren in der Gemeinde?

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Re: NAK-NRW: Kinder-Entschlafenengottesdienste 2013

#54 Beitrag von Comment » 08.03.2013, 16:05

Bei dem Ki-Go 10-14 am 3.3.13 in Alsdorf handelt sich um eine Veranstaltung für den gesamten Ältestenbezirk. Bekannt ist, dass dieser 12 Gemeinden umfasst mit insgesamt rd. 2.100 Mitgliedern.
Es kann davon ausgegangen werden, dass etliche neuap. Kinder der entspr. Altersgruppe aus dem Bezirk nicht an dem GD teilnahmen.

Com.

fridolin
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Re: NAK-NRW: Kinder-Entschlafenengottesdienste 2013

#55 Beitrag von fridolin » 08.03.2013, 17:22

Wie Comment schreibt handelt es sich um eine Veranstaltung für den gesamten Ältestenbezirk mit 12 Gemeinden.
Sollte das tatsächlich der gesamte aktive Nachwuchs der 10-14 jährigen gewesen sein sieht es schlecht um den Fortbestand der NAK in dem Bezirk aus. :|

Johannes
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Re: NAK-NRW: Kinder-Entschlafenengottesdienste 2013

#56 Beitrag von Johannes » 08.03.2013, 17:55

Am 16.9.2012 besuchten 38 Kinder den Bezirkskindergottesdienst, wie auf der homepage des Bezirkes aus dem Archiv ersichtlich. Auch nicht wirklich viele für einen Bezirk, aber doch deutlich mehr als den Bildern nach den letzten Kindergottesdienst besucht haben.

fridolin
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Re: NAK-NRW: Kinder-Entschlafenengottesdienste 2013

#57 Beitrag von fridolin » 08.03.2013, 18:01

Daraus kann geschlossen werden der Entschl. Kindergottesdienst fand nicht den erwarteten Beifall der Eltern und Kinder.

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Re: NAK-NRW: Kinder-Entschlafenengottesdienste 2013

#58 Beitrag von Comment » 08.03.2013, 18:16

Über den Daumen gerechnet (d.h. ableitend von Datenmaterial des Stat.Landesamtes NRW) dürfte der Anteil der 10 bis 14-Jährigen in NRW im Durchschnitt bei 4 bis 5 % der Gesamtbevölkerung liegen. Für die NAK-ler im Alsdorfer Bezirk ist daher in etwa von 80 bis 90 Kindern dieser Altersgruppe auszugehen. Wenn dort - wie im Durchschnitt der NAK - etwa noch 31 % aktive NAK-Mitglieder sind, dann könnten darunter schätzungsweise 25 bis 28 Kinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahre sein. Auf den Bildern von Alsdorf erkenne ich bei weitem nicht so viele Kinder dieser Altersgruppe.

Com.

Glücksmoment

Re: NAK-NRW: Kinder-Entschlafenengottesdienste 2013

#59 Beitrag von Glücksmoment » 09.03.2013, 19:26

Besuch vom Kinderentschlafenen GD in Hochdahl am 03.03.2013

Ich bin heute morgen eigentl. mit der Bahn nach Haan gefahren, weil ich im Internet las, dass dort der Kinderentschl. GD stattfinden solle. Als ich an der Kirche am Schaukasten guckte, stand dort,dass er in Hochdahl stattfinde. Ich dachte mir,dass ich mir das nu knicken könne und frug einen AT, (den VO glaub ich) dieser sagte er fahre gleich nach Hochdahl (ich war früh da zum Glück) und er habe noch nen Platz im Auto frei.

Als wir in Hochdahl ankamen, wurden kurz Erinnerungen an die Seminare wach. Der Gd begann um 10 Uhr im Seminarraum, gehalten wurde er vom Ältesten. Als Textwort diente Joh. 11,25.

Der Älteste gab zu Anfang eine kurze Erläuterung zum Entschl. Gd und zog dann einen Vergleich mit den Schuklassen, in denen die Kinder sind. Er sagte sinngemäss, dass wenn die Kids in die Kassen blicken, sie wahrsch. zu 90 Prozent feststellen werden, dass sie aleine neuap. seien und alleine Gotteskinder seien.

Die Kinder denken viell. , der Klassenkamerad könne auch mal mitkommen und Gotteskind sein. Wenn die Menschen tot sind, ändere sich das nicht, wir wissen /ihr wisst alle, dass wir einmal sterben müssen.

Er kam zur Begebenheit v. Jünger Lazarus ,und stellte heraus, dass das Stoffliche nicht das Entscheidende sei. Gott habe keine Beziehung zum Stoffichenso der Älteste, für Gott gäbe es keine Toten, nur Lebende. Das Stoffl. zerfalle, die Seele lebe weiter

Dann wurde ein junger Bruder nach vorne gebeten ,der vor dem Altar die Lesung aus Lukas 16 V, 19-26 las. Der Älteste erläuterte das Beispiel, indem er anführte die Kinder mögen sich vorstellen, sie seien zu Hause und der Tisch sei gedeckt. Mama und Papa würden zu ihnen sagen, dass sie nicht abbekommmen. Er wisse, das würden sie nie sagen. Nur um es sich besser vorstellen zu können.

Vielleicht sei es Zufall,dass der reiche Mann und arme Lazarus zeitnah starben. Der Reiche , so glaube er, sähe nur sich selbst und nicht, wie es Lazarus ginge. Nachdem er Lazarus sah kam eine Wandlung. Jesu habe die Brücke über die Kluft geschlagen.

Vorraussetzung sind dazu erforderlich, heute seien die Apostel Jesu diese Vorraussetzung.

Dann kam der Bez. Ev. dran, der das Rollenspiel erläuterte.

Die Kinder in weiss seien die Erlösten im Jenseits usw. Der Sack ist der Sündensack, den der Sünder trägt. Wer nie in die Kirche oder Gottesdienst ginge, könnte nicht die Sünden vergeben bekommen.

Aufgabe Jesu sei Heilsvermittlung. Altardeko (Schlüssel) stehen für Jesu Macht Bereiche aufzuschliessen . vielen Teelichter um den Altar sind Zeichen für Versiegeung. Jesu nahm Sündensack ab im Rollenspiel. Er reichte die Taufschale Er reichte Brot und Wein.

Die Sakramente werden durchs Apostelamt gespendent und an den Amtsträgern sichtbar gespendet.
"Die Lebenden werden für ! die Toten getauft, das haben wir uns nicht ausgedacht, steht in der Bibel " (Verweis auf Paulus)

Dann führte der Älteste wieder den GD weiter , er sagte der Evangelist habe schon erklärt, wie der Weg, den Jesu gelegt habe, zu "gehen sei". Aber es gäbe eine kl. Einschränkung, nicht jeder empfange alle 3 Sakramente heute, die einzelnen Gruppen wurden dann erläutert. Zum Schluss wurde noch auf die Aufgabe von uns hingewiesen Fürbitte zu halten und außerdem möge es ein Liebesbeweis sein von uns an den Seelen, dass wir fürbitten. Wir bäten ,dass sie annehmen mögen, was die Liebe Gottes bereitet habe.

Nach dem Gd gab es noch Gelegenheit zu Gesprächen.

Pers. Ansicht:

die Atmosphäre fand ich nicht traurig oder bedrückt oder rührselig (lag viel. auch daran, dass ich mit Schreiben beschäftigt war und möglichst genauem faktischem Zuhören) .

Ebenso gut fand ich die Aussage, dass wir alle einmal sterben müssen, fand ich realitätsnah.

Wenn jemand den Eindruck hat, ich habe was falsch wiedergegeben, bitte ich um Korrektur oder Gedankenaustausch im Blog .

Die Lehrpunkte, die ich nicht vertrete , wurden nat. -wie man lesen kann , gepredigt...was ich schade fand, denn sonst wäre es ein super ökum. Gd geworden (bis auf die Rausstellung v. Apostelamt u Gotteskindbegriffsdefinition im Sinne Nak, und dem Satz mit der Sündenvergebung nur im GD , empfand ich den Gd wirkl. recht jesunah....aber die Betonung war schon vorhanden...leider)...aber da es nat. ein neuap. Entschl. GD war, konnte ich nicht mit ökumen. Gedanken und Auslassung von Lehrbesonderheiten rechnen , war mir auch klar. Toll fand ich, dass im Schlussgebet auch an die Menschen in Kriegsgebieten, und Kindern überall auf der Welt (nicht nur konfessionsgebunden) gebetet wurde.


Da ich hier recht selten im Forum bin, könnte es bei Rückfragen sein, dass ich nicht reagiere ,was keine böse Absicht ist. Ich bitte mich dann ggff. über nw oder fb zu fragen.... Fotos von dem GD habe ich bei nw auch in einem Blog eingestellt.

LG Glücksmoment

GG001

Re: NAK-NRW: Kinder-Entschlafenengottesdienste 2013

#60 Beitrag von GG001 » 09.03.2013, 22:39

Gluecksmoment hat geschrieben:Dann wurde ein junger Bruder nach vorne gebeten ,der vor dem Altar die Lesung aus Lukas 16 V, 19-26 las. (..)
Vielleicht sei es Zufall,dass der reiche Mann und arme Lazarus zeitnah starben. Der Reiche , so glaube er, sähe nur sich selbst und nicht, wie es Lazarus ginge. Nachdem er Lazarus sah, kam eine Wandlung. Jesus habe die Brücke über die Kluft geschlagen.
Vorraussetzung sind dazu erforderlich, heute seien die Apostel Jesu diese Vorraussetzung.
Es ist hinlaenglich bekannt, dass die neuapostolische Kirche im Zusammenhang mit Entschlafenengottesdiensten gerne auf die Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus in Lukas 16 verweist. Am besten lese man den Text um festzustellen, ob er ueberhaupt von einer Moeglichkeit handelt, vom Diesseits im Jenseits oder umgekehrt etwas zu bewirken oder ob er nicht genau das verneint.

Man muss daher fragen, woher nimmt die neuapostolische Kirche eigentlich die Interpretation, dass dem reichen Mann von hier aus oder von drueben geholfen werden koenne? Lukas schildert das gaenzlich anders:
Lukas 16, 25 Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet und du wirst gepeinigt.
26 Und überdies besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüberwill, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber.
27 Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus;
28 denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.
29 Abraham sprach: Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören.
30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun.
31 Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.

Lutherbibel 1984
Gluecksmoment berichtet, dass in der Lesung bei der neuapostolischen Veranstaltung der Vers 26 enthalten war. Keiner hat's gemerkt?

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