Bibellesung im Gottesdienst

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Heinrich

Bibellesung im Gottesdienst

#1 Beitrag von Heinrich » 23.06.2010, 10:00

Hallo werte Mitfories.

Wie unter

http://www.nak.org/de/news/offizielle-v ... cle/16833/

nachzulesen ist, sollen ab dem 28.11.2010 (1. Advent in diesem Jahr) an kirchlichen Feiertagen Bibellesungen in den NAK-Gottesdienstablauf eingebaut werden.

Was halten Sie/was haltet Ihr von dieser Neuerung ?

Fragende Grüße aus dem derzeit sonnigen Süden,
Heinrich

shalom
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Re: Bibellesung im Gottesdienst

#2 Beitrag von shalom » 23.06.2010, 12:22

Heinrich hat geschrieben:Was halten Sie/was haltet Ihr von dieser Neuerung ?
...Vorleseschwestern als BaVi-Hinhaltetaktik zum Hinauszögern der Frauenordination...

shalom

Adler

Re: Bibellesung im Gottesdienst

#3 Beitrag von Adler » 23.06.2010, 12:29

Hallo Heinrich,

ich habe in NL schon mehrfach NAK-GD erlebt, in denen derartige Lesung vorgenommen wurden (deratiges gibt es in NL schon sehr lange!).

Meist wurden hierzu webliche Gemeindemitglieder oder Jugendliche, herangezogen.

Ich persönlich fand diese Art der "Auflockerung" sehr gut. Soweit mir bekannt, kam diese Form der GD-Gestaltung auch bei sehr vielen Anwesenden gut an, was ich aus zahlreichen Gesprächen nach solchen GDs vernommen habe.

LG Adler

Heinrich

Re: Bibellesung im Gottesdienst

#4 Beitrag von Heinrich » 23.06.2010, 12:46

Ich persönlich fand diese Art der "Auflockerung" sehr gut.
Bon jour, Adler.

Ich denke auch, dass eine Lesung im Gottesdienst etwas mehr Pepp in die so oft eingefahrenen Gottesdienstgleise bringen wird. Und das mit dem schönen Nebeneffekt, dass der Dienstleiter die Predigt kurz und knackig halten muss…….. :D

Herzliche Grüße aus dem zur Zeit sonnigen Süden,
Heinrich

Adler

Re: Bibellesung im Gottesdienst

#5 Beitrag von Adler » 23.06.2010, 13:39

Hallo Heinrich,
so seh ich das auch. Dazu kommt ja dann noch ein kleiner (ACHTUNG Satire!) Nebeneffekt: wer nicht im "stillen Kämmerlein" freiwillig die Bibel liest, muss es jetzt in der Kirche tun :mrgreen:

LG Adler

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Heidewolf
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Re: Bibellesung im Gottesdienst

#6 Beitrag von Heidewolf » 23.06.2010, 13:50

Lesungen nützen doch nur, wenn auch darüber gepredigt wird.
Wird aber meistens nicht, und wenn, dann wird es verbogen. Genauso wenig, wie oft über das Bibelwort gesprochen wird, dass dem GD zugrundegelegt ist.
Dass ist doch das eigentliche Dilemma.

Und, warum wird nicht über den Bibeltext gepredigt? - Weil dann doch sehr schnell die Gefahr besteht, gegen irgendeinen GA zu verstoßen.

Daher stellt sich wirklich die Frage: Finden in der NAK überhaupt Gottesdienste statt?
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

Adler

Re: Bibellesung im Gottesdienst

#7 Beitrag von Adler » 23.06.2010, 16:07

Zitat:
[...]Finden in der NAK überhaupt Gottesdienste statt?
Zitat Ende

Bevor über diese Frage diskutiert werden kann, sollte vielleichtt zunächst einmal die Frage geklärt werden: was ist eigentlich ein Gottesdienst? Was beihaltet ein GD? Wenn ein GD lediglich eine Ansammlung von Worten über Gott ist, man also nur über Gott spricht, wird man, so meine Meinung, dem eigentlichen Wortsinn nicht gerecht. Für mich bedeutet GD = Gott dient mir persönlich. Dies geschieht sicherlich nicht in der Form, dass irgend ein Prediger über Gott oder von Gott spricht. Ich erwarte von einem GD, dass in selbigem Gott zu mir ganz persönlich spricht, durch den Teil göttlicher Trinität, welchen wir als HG kennen. Dies muss ich verspüren, meine Seele muss "erzittern". Da will ich Antworten auf meine ganz persönlichen Fragen bekommen, die außer ihm und mir keiner kennt. Da will ich Hinweise und Entscheidungshilfen bekommen, für meine ganz persönlichen Probleme und Entscheidungen. Das ist für mich GD!

LG Adler

verbindlich
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Re: Bibellesung im Gottesdienst

#8 Beitrag von verbindlich » 23.06.2010, 16:29

Heidewolf schrieb:

Lesungen nützen doch nur, wenn auch darüber gepredigt wird.
Wird aber meistens nicht, und wenn, dann wird es verbogen. Genauso wenig, wie oft über das Bibelwort gesprochen wird, dass dem GD zugrundegelegt ist.
Dass ist doch das eigentliche Dilemma.


Wieviel Lesungen hat denn der oberschlaue Heidewolf schon miterlebt?
Und was ist das: Genauso wenig und wie oft?
Damit kann ich genauso wenig anfangen.
Lieber Heidewolf, bitte eine verständliche und klare Aussage, damit ich weiss, was du meinst. Danke!!!!!!!!

shalom
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Re: Bibellesung im Gottesdienst

#9 Beitrag von shalom » 23.06.2010, 16:59

Adler hat geschrieben:was ist eigentlich ein Gottesdienst? Was beihaltet ein GD?
…z. B. Jakobus 26-27: So sich jemand unter euch lässt dünken, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern täuscht sein Herz, des Gottesdienst ist eitel. Ein reiner unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: Die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich von der Welt unbefleckt erhalten“(angesichts der losen Botschaftszungen sowie der konkreten Apostelaktivitäten evtl. für einige ein Dilemma, ein KO-Kriterium oder selbstbildgerecht-heilsnotwendiges Verhalten)… .

shalöm

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Re: Bibellesung im Gottesdienst

#10 Beitrag von shalom » 23.06.2010, 17:03

Werte handverlesene VorleserInnen, liebe Konsumenten des na-amtlichen Lesestoffes,

Lesungen in Gottesdiensten sind beileibe nichts Neues. Schwester x aus y schrieb an ihren Apostel und der gibt uns von dem Glaubenserlebnis laut vorlesend kund. Das brinkmännische Kassiber „Betet für mich“ war auch so ein mords Kaliber. Beim Vorlesen gibt es sogar regelrechte Wettbewerbe .

Unter schlüssig un(theo)logisch selbstbildgerecht fortentwickelten Nakademikern stellt sich hin und wieder dann schon die modifizierte Gretchenfrage: “Verstehst du auch, was du liesest?“ .

Ja, die Propheten sind Schwätzer und haben auch Gottes Wort nicht; es gehe über sie selbst also!" Darum spricht der HERR, der Gott Zebaoth: Weil ihr solche Rede treibt, siehe, so will ich meine Worte in deinem Munde zu Feuer machen, und dies Volk zu Holz, und es soll sie verzehren. Siehe, ich will über euch vom Hause Israel, spricht der HERR, ein Volk von ferne bringen, ein mächtiges Volk, dessen Sprache du nicht verstehst, und kannst nicht vernehmen, was sie reden.

Höret zu, ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat, die da Augen haben, und sehen nicht, Ohren haben, und hören nicht! Denn man findet unter meinem Volk Gottlose, die den Leuten nachstellen und Fallen zurichten, sie zu fangen, wie die Vogler tun. Und ihre Häuser sind voller Tücke, wie ein Vogelbauer voller Lockvögel ist. Daher werden sie gewaltig und reich, fett und glatt.

Es steht greulich und schrecklich im Lande. Die Propheten weissagen falsch, und die Priester herrschen in ihrem Amt, und mein Volk hat's gern also
(Jeremia Kapitel 5) .

Da könnt man nur sagen: Fliehet, ihr kirchenrechtlich Unselbständigen aus den versklavenden Fängen der gemieten Großwerbeflächen oder des Wohlfühlgefasels des NaKi-Dachverbandes und der falsch geweissagten Botschaften und blaset die Drommete auf der Warte Theologia und werft auf ein Panier über der Warte Ökumene! Denn es geht daher ein Unglück von der Botschaft und ein großer Jammer (frei nach Jeremia 6) :wink: .

shalöm

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