EHRENPRIMAT - EIN ÖKUMENISCHER SUPERGAU

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agape
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EHRENPRIMAT - EIN ÖKUMENISCHER SUPERGAU

#1 Beitrag von agape » 19.04.2010, 18:13

EIN ÖKUMENISCHER SUPERGAU

Evangelischer Bischof Fischer für Ehrenprimat des Papstes

Ungewöhnlicher Vorstoß eines evangelischen Kirchenmannes:
Der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Ulrich Fischer, hat sich für die Anerkennung eines Ehrenprimats des Papstes auch unter den evangelischen Bischöfen ausgesprochen. In einem Festgottesdienst zum 450. Todestag des Reformators Philipp Melanchthon erinnerte er am Sonntag in Wittenberg daran, dass auch Melanchthon erklärt habe, dass er "den päpstlichen Primat über die Bischöfe nach menschlichem Recht anzuerkennen bereit wäre."
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

holytux
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Re: EHRENPRIMAT - EIN ÖKUMENISCHER SUPERGAU

#2 Beitrag von holytux » 19.04.2010, 18:35

Kannst Du die "Super-GAU" These bitte kurz erläutern?
Ich stehe gerade auf dem Schlauch.
Inwieweit ist dieser Vorstoß ökumenefeindlich?

Lieber Gruß :)
"Wenn alle Liebe Ewigkeit will - Gottes Liebe will sie nicht nur, sondern wirkt und ist sie."
Joseph Ratzinger

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agape
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Re: EHRENPRIMAT - EIN ÖKUMENISCHER SUPERGAU

#3 Beitrag von agape » 19.04.2010, 18:47

8) Nein, ist nicht ökumenefeindlich. :D 8)
"Super-Gau" war gerade eine erste Assoziation zu "protestantischer Unterwerfung zu neuralg. Positionen, etc,
was ich aber noch nicht kommentieren wollte, sorry... :lol:

Lieben ökumenischen Gruß in die Runde :- ))))
:idea: Oh, was bin ich gespannt!!! :!: :idea:
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holytux
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Re: EHRENPRIMAT - EIN ÖKUMENISCHER SUPERGAU

#4 Beitrag von holytux » 19.04.2010, 19:08

:mrgreen:

Ich denke, solche "Thesen" sind in jedem Falle gut für die Belebung der Diskussion. Natürlich ist klar zu definieren, wie einzelne Begrifflichkeiten wirklich gemeint sind.
Mir fielen in diesem Zusammenhang die damaligen Rahner/Fries-Thesen auf den Geist ( :mrgreen: ).
Hier ein interessanter Beitrag dazu:
http://www.wir-sind-kirche.de/fulda-han ... irchen.htm

Zitate:
In keiner Teilkirche (weder
bei Katholiken noch Protestanten, A. d. Verf.) darf dezidiert und
bekenntnismäßig ein Satz verworfen werden, der in einer anderen Teilkirche
ein verpflichtendes Dogma ist.
Das schmerzt und muss letztlich beiden Seiten viel abverlangen. Gibt es eine Alternative?

Zum Papstamt:
Schritt drei widmet sich der Frage des Papstamtes - einem erheblichen
ökumenischen Streitpunkt. Die Klärung ist deshalb in zwei Richtungen
formuliert. Mit Blick auf die Protestanten wird festgehalten: "Alle
Teilkirchen erkennen Sinn und Recht des Petrusdienstes des römischen Papstes
als konkreten Garanten der Einheit der Kirche an" (These 4a). An die Adresse
der Katholiken ist formuliert: "Der Papst verpflichtet sich ausdrücklich,
die Eigenständigkeit der Teilkirchen anzuerkennen und zu respektieren. Er
erklärt, dass er von seiner obersten ihm vom Ersten Vatikanischen Konzil her
zustehenden Lehrautorität nur in einer Weise Gebrauch machen wird, die einem
allgemeinen Konzil der ganzen Kirche entspricht" (These 4b).
Mit dem Papstamt sind auch die konfessionellen Differenzen beim Bischofsamt
berührt. Die katholische Kirche versteht sich als eine "episkopale" Kirche,
für die der Bischofsdienst konstituierend ist. Die evangelischen Kirchen
dagegen sind presbyterial verfasst. Sie gehen von einer in der Alten Kirche
bezeugten Einheit von Bischofs- und Presbyteramt aus. Zugleich aber lehnen
die evangelischen Kirchen eine Untergliederung in verschiedene Dienste nicht
ab.
Das ist mir teilweise auf den ersten Blick "zu katholisch", müsste aber genauer interpretiert werden.
Schön, das am Ende des Artikels Rahner`s Gebet steht:

"Von uns, nicht von dir kommt die Spaltung unter den Kirchen. Doch allein
deine Gnade kann das Wollen und Vollbringen dieser Einheit schenken. Darum
kann all unser Bemühen doch nur immer mit dem Gebet beginnen: Gib, was du
von uns verlangst."


Liebe Grüße :)
"Wenn alle Liebe Ewigkeit will - Gottes Liebe will sie nicht nur, sondern wirkt und ist sie."
Joseph Ratzinger

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Re: EHRENPRIMAT - EIN ÖKUMENISCHER SUPERGAU

#5 Beitrag von agape » 20.04.2010, 17:47

:mrgreen:

Die Leserbriefe bei evangelisch.de zeigen zumindest nach einer durchlebten Nacht,
dass man in die theol. sachliche Debatte geht, wo das Thema auch hingehört.
Es ist sehr verständlich, dass der Klerus kurz vor dem ÖKT höchstselbst in Aktion tritt.
Einzig aus der Not geboren. ;)

Nicht nur das Thema bleibt spannend - sondern auch wie und durch wen es zukünftig entfaltet wird. ;- )

Lieben Gruß :- )
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Re: EHRENPRIMAT - EIN ÖKUMENISCHER SUPERGAU

#6 Beitrag von _ » 21.04.2010, 08:25

lustig ist ja insbesondere dieser hilflose moderator von evangelisch.de, der den kommentatoren völlig ernsthaft mitteilt, "sie sollten sich schämen". :lol:

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Re: EHRENPRIMAT - EIN ÖKUMENISCHER SUPERGAU

#7 Beitrag von agape » 22.04.2010, 11:49

Gemeinsam unter einem Dach!
Ökumenische Zentren suchen gemeinsame Gottesdienstformen
Predigt:

Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, Karlsruhe
Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Vorsitzender Deutsche Bischofskonferenz, Freiburg

Musik: Blockflötenensemble der Thomasgemeinde, Kornwestheim
Gestaltung: Ökumenische Zentren
ÖKT Donnerstag 16.00-17.30 Frieden Christi, Helene-Mayer-Ring 25

*********************************************************************

Wer weiß, was Bischof Fischer dort wieder für Vorstöße wagt. ;)

Lieben Gruß in die ökumenische Runde,
agape

PS: Wird jemand aus dem gf24-forum bei dieser Veranstaltung anwesend sein?
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