LEBEN

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uhu-uli

LEBEN

#1 Beitrag von uhu-uli » 07.01.2009, 20:03

8)
Zuletzt geändert von uhu-uli am 12.10.2009, 20:29, insgesamt 1-mal geändert.

Dieter

#2 Beitrag von Dieter » 08.01.2009, 08:19

Diese Signatur fiel mir vor einigen Tagen auch auf. Ich wollte erst etwas dazu schreiben, kam dann aber nicht dazu.
Leben heißt Verlust hat für mich einen sehr negativen Inhalt. Ich bin froh darüber, daß ich leben darf. Das Leben ist nicht jeden Tag gleich schön, für mich aber jeden Tag ein Gewinn. Nicht jedes nicht erreichte Ziel ist ein Verlust.
Oft ist ein nicht erreichtes Ziel nur der Umweg zu einem anderen Ziel gewesen. Und man sollte, so denke ich, Dankbarkeit auch für das haben, was man nicht bekommen hat. Denn zum einen weiß man nicht, was es für - nicht bedachte - Konsequenzen hätte haben können, wenn dieser Wunsch in Erfüllung gegangen wäre. Und zum andern hat man auch im Anstreben eines nicht erreichten Ziels eine Lektion gelernt.
Leben heißt für mich in jeder Form Gewinn. Und so versuche ich, mich jeden Tag aufs Neue an ihm zu erfreuen. Ich denke, mit dieser Einstellung fällt manches leichter, das sonst nicht mehr zu ertragen gewesen wäre.
Und Leben findet kontinuierliche und langsam statt. Nicht jedes Ziel ist in Sekundenschnelle erreicht. Manches dauert Jahre und Jahrzehnte. So durfte ich bspw. Weihnachten nach 19 (!) Jahren Unterbrechung wieder einmal zusammen mit meinen Eltern feiern. Meine drei Kinder, die dies noch nie erlebt haben bzw. sich nicht mehr daran erinnern konnten, waren ebenfalls begeistert. Welche ein Gewinn!

Dieter

tergram

#3 Beitrag von tergram » 08.01.2009, 09:25

Leben heisst Gewinn und Verlust. Jeden Tag.

Mit jedem Tag gewinne ich Erfahrung, Abrundung, Freude.
Mit jedem Tag verliere ich einen Lebenstag, ein Stück vom Rest meines Lebens.

Irdisches Leben ist endlich. Das macht es wertvoll. Ewiges Leben auf dieser Erde - was für ein Alptraum!

Leben ist Abschied. Schmerzhaft, aber oft auch heilsam. Sich von Altem zu lösen, lösen zu müssen, kann heilende Wirkung haben.
Leben ist Neubeginn. Jeden Tag.

Leben ist jetzt. Nicht morgen und nicht irgendwann. Jetzt.

Das Leben ist schön. Meistens.


Soweit meine Gedankenfetzen beim Morgenkaffee. Bild

Hannes

#4 Beitrag von Hannes » 08.01.2009, 10:53

Dieter hat geschrieben: Leben heißt Verlust hat für mich einen sehr negativen Inhalt. Ich bin froh darüber, daß ich leben darf. Das Leben ist nicht jeden Tag gleich schön, für mich aber jeden Tag ein Gewinn. Nicht jedes nicht erreichte Ziel ist ein Verlust.
Oft ist ein nicht erreichtes Ziel nur der Umweg zu einem anderen Ziel gewesen. Und man sollte, so denke ich, Dankbarkeit auch für das haben, was man nicht bekommen hat. Denn zum einen weiß man nicht, was es für - nicht bedachte - Konsequenzen hätte haben können, wenn dieser Wunsch in Erfüllung gegangen wäre. Und zum andern hat man auch im Anstreben eines nicht erreichten Ziels eine Lektion gelernt.
Leben heißt für mich in jeder Form Gewinn. Und so versuche ich, mich jeden Tag aufs Neue an ihm zu erfreuen. Ich denke, mit dieser Einstellung fällt manches leichter, das sonst nicht mehr zu ertragen gewesen wäre.
Und Leben findet kontinuierliche und langsam statt. Nicht jedes Ziel ist in Sekundenschnelle erreicht. Manches dauert Jahre und Jahrzehnte. So durfte ich bspw. Weihnachten nach 19 (!) Jahren Unterbrechung wieder einmal zusammen mit meinen Eltern feiern. Meine drei Kinder, die dies noch nie erlebt haben bzw. sich nicht mehr daran erinnern konnten, waren ebenfalls begeistert. Welche ein Gewinn!

Dieter
Ja, Dieter! Und: Nein, Dieter. :wink:

Das was Du schreibst ist doch eine Interpretation der Umstände, die erst mit einem guten Abstand zu denselben vorgenommen werden kann. Und die maßgeblich von der individuellen Grundkonstitution eines menschlichen Konstruktes abhängen. Darum auch mein "Nein". Denn mitten im Verlust ist dieser halt oft viel zu mächtig als dass (mancher) Mensch dies aushalten könnte (siehe z.B. Thread "Merckle"). Da ist dann keine Zeit mehr für Interpretationen ...

Grundsätzlich ist natürlich das Leben kausal verknüpft mit Verlust! Denn eines ist sicher im Leben: der Tod ... und das ist ja der Verlust schlechthin.

Gruss
Hannes

Hannes

#5 Beitrag von Hannes » 08.01.2009, 10:56

tergram hat geschrieben:Leben ist jetzt. Nicht morgen und nicht irgendwann. Jetzt.
Morgen tergram,

such Dir doch mal (wenn es Deine Zeit hergibt) bei "youtube" die Vorträge von Eckhart Tolle zum Thema "Jetzt" und sag dann bitte mal was dazu ...

:wink: Hannes

Katze

#6 Beitrag von Katze » 08.01.2009, 11:39

Leben ist Licht und Schatten.

Für viele ist es ein Wechselspiel, zwischen Licht und Schatten.

Für manche bedeutet es nur Licht.

Für andere bedeutet es nur Schatten.

lg Katze

uhu-uli

#7 Beitrag von uhu-uli » 08.01.2009, 11:56

8)
Zuletzt geändert von uhu-uli am 12.10.2009, 20:31, insgesamt 1-mal geändert.

Tatyana

#8 Beitrag von Tatyana » 08.01.2009, 12:40

Zeit ist wie leerer Dunst
Und die Tage fliegen dahin
Wie ein Indianerpfeil
Wie Sternschnuppen vergehn sie
Der Augenblick ist jetzt und hier
Er gleitet schnell dahin
Nie können wir ihn halten
Wir können nur sagen
Vorbei

(Abraham Lincoln)

uhu-uli

Engel send

#9 Beitrag von uhu-uli » 08.01.2009, 12:48

8)
Zuletzt geändert von uhu-uli am 12.10.2009, 20:29, insgesamt 2-mal geändert.

Tatyana

#10 Beitrag von Tatyana » 08.01.2009, 13:01

Uli, dein Wohlmeinen in allen Ehren, aber mein Leben besteht tatsächlich aus noch mehr als Windeln :roll: . "Grade du als Frau"(welch bescheuertes Stereotyp, aber was besseres fällt mir grade nicht ein) solltest doch vielleicht wissen, daß man auch Mütter nicht "nur" auf ihre Mutterrolle reduzieren kann/sollte? Trau mir doch bitte EIN WENIG mehr Tiefgang zu...

Ganz nebenbei: dieses Gedicht habe ich etwa im Alter von fünfzehn Jahren "entdeckt"

PS: ein Buddhist würde sagen "Leben heißt Leiden". Und das durchaus nicht negativ bewerten oder mit so etwas wie "Burnout" besetzt wissen wollen -ganz im Gegenteil :roll:

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