weise Worte eines weisen Mannes

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Loreley 61
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weise Worte eines weisen Mannes

#1 Beitrag von Loreley 61 » 15.05.2014, 15:53

http://www.fnp.de/rhein-main/Weise-Wort ... 801,853838

Unter anderem sagte der Dalai Lama:
Zudem solle sich der Mensch darauf konzentrieren, seine inneren Werte zu erkunden. Dafür arbeitet der Friedensnobelpreisträger auch mit einigen Wissenschaftlern an einem Lehrplan für Schüler, um ihnen ethische Werte beizubringen – unabhängig vom Glauben. „Eine Milliarde Menschen folgen keiner Religion, bei den restlichen sechs weiß man auch nicht genau, ob sie wirklich religiös sind oder ihren Glauben missbrauchen. Deswegen muss man ethische Werte auf eine säkulare Basis stellen.“
Eine gute Stunde spricht der Dalai Lama, dann hebt ein Mann aus dem Publikum die Hand zur Frage. Ob er sich vorstellen könne, mit anderen Friedensnobelpreisträgern in Konfliktregionen zu reisen und zwischen den Parteien zu vermitteln? Der Dalai Lama wiegt den Kopf. Dann sagt er: „Ich habe das schon oft vorgeschlagen, aber leider ist es noch nicht dazu gekommen. Aber es ist nötig, und ich hoffe, es wird geschehen.“ Und lächelt wieder.
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Ich kann ihm nur zustimmen!

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
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Namaste

tergram

Re: weise Worte eines weisen Mannes

#2 Beitrag von tergram » 15.05.2014, 17:10

Na ja, der Herr Lhamo Döndrub mit seinen Allerweltsweisheiten und dem sanften Lächeln. Er hat ja auch gut lächeln - während seine tibetanischen Landsleute unter der Zwangsbesetzung der Chinesen leiden und ums Überleben kämpfen. Wie gut, dass das Orakel sich seinerzeit für seine Flucht aus Tibet ausgesprochen hat. Glück gehabt.

Satt und warm im Wohlstand sitzen, hochgeachtet und finanziell gut gestellt durch die Welt kutschiert werden und unter lächelnden Verbeugungen Weisheiten streuen - ein toller Job.

Jede katholische Nonne, die einen Kranken wäscht und jeder evangeliche Pfarrer, der als Streetworker da arbeitet, wo es hässlich ist und nicht gut riecht, nötigt mir mehr Respekt ab.

Ansonsten: Schöne Worte. Wirklich.

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Loreley 61
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Re: weise Worte eines weisen Mannes

#3 Beitrag von Loreley 61 » 15.05.2014, 18:03

Also ich finde in dem von mir zitierten Text nicht unbedingt Allerweltsweisheiten. Mir gings hauptsächlich um folgenden Satz:
...... Deswegen muss man ethische Werte auf eine säkulare Basis stellen.“
Zuvor geht er auf den Missbrauch von und durch Religionen und deren Gläubige ein. Zumal es die sog. christlichen Werte m.E. nicht wirklich gibt. Dazu schrieb ich andernorts:
Doch den Unsinn mit den sog. christl. Werten können Kirchen wohl immer noch verbreiten. Viele der Menschenrechte mussten gegen  den christlichen Mainstream durchgesetzt werden . Sklaverei wurde in der Bibel gerechtfertigt, selbst von Jesus. Die Ungleichheit von Frau und Mann war lange Zeit Bestandteil der christlichen Lehre. Viele modernen Werte unserer Gesellschaft, wie die Gleichheit von Mann und Frau, die Akzeptanz von Homosexuellen usw. wurden gegen den Widerstand des Christentums durchgesetzt. Außerdem gab es viele sog. Werte schon lange vor dem Christentum. Die meisten Ideen wurden in der Antike bereits von Heiden verbreitet. Demokratie, Frauenwahlrecht, Freiheit von Sklaverei waren Ideen des Heiden Solon......
Der Dalai Lama mag natürlich auch manches kritikwürdiges sagen/tun..usw., doch von allen Religionsoberhäuptern ist er mir noch der Allerliebste. :wink:

LG, Lory
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tergram

Re: weise Worte eines weisen Mannes

#4 Beitrag von tergram » 15.05.2014, 18:28

Sag ich doch - wer die (An)gebote des Humanismus kennt, braucht keine 10 Gebote. Und keine orakelbestätigten Religionsführer. Nicht mal lächelnde.

„Die zehn ‚Angebote‘ wurden von keinem Gott erlassen und auch nicht in Stein gemeißelt. Keine ‚dunkle Wolke‘ soll uns auf der Suche nach angemessenen Leitlinien für unser Leben erschrecken, denn Furcht ist selten ein guter Ratgeber. Jedem Einzelnen ist es überlassen, diese Angebote angstfrei und rational zu überprüfen, sie anzunehmen, zu modifizieren oder gänzlich zu verwerfen.“

Die Kurzfassung der Angebote lautet:

Diene weder fremden noch heimischen „Göttern“, sondern dem großen Ideal der Ethik, das Leid in der Welt zu mindern!
Verhalte dich fair gegenüber deinem Nächsten und deinem Fernsten!
Habe keine Angst vor Autoritäten, sondern den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Du sollst nicht lügen, betrügen, stehlen, töten – es sei denn, es gibt im Notfall keine anderen Möglichkeiten, die Ideale der Humanität durchzusetzen!
Befreie dich von der Unart des Moralisierens! Trage dazu bei, dass die katastrophalen Bedingungen aufgehoben werden, unter denen Menschen heute verkümmern, und du wirst erstaunt sein, von welch freundlicher, kreativer und liebenswerter Seite sich die vermeintliche „Bestie“ Homo sapiens zeigen kann.
Immunisiere dich nicht gegen Kritik! Ehrliche Kritik ist ein Geschenk, das du nicht abweisen solltest.
Sei dir deiner Sache nicht allzu sicher! Zweifle aber auch am Zweifel! Selbst wenn unser Wissen stets begrenzt und vorläufig ist, solltest du entschieden für das eintreten, von dem du überzeugt bist. Sei dabei aber jederzeit offen für bessere Argumente, denn nur so wird es dir gelingen, den schmalen Grat jenseits von Dogmatismus und Beliebigkeit zu meistern.
Überwinde die Neigung zur Traditionsblindheit, indem du dich gründlich nach allen Seiten hin informierst, bevor du eine Entscheidung triffst!
Genieße dein Leben, denn dir ist höchstwahrscheinlich nur dieses eine gegeben!
Stelle dein Leben in den Dienst einer „größeren Sache“, werde Teil der Tradition derer, die die Welt zu einem besseren, lebenswerteren Ort machen woll(t)en! Eine solche Haltung ist nicht nur ethisch vernünftig, sondern auch das beste Rezept für eine sinnerfüllte Existenz.


Ergänzung: Geniesse dein Leben - es ist dir höchstwahrscheinlich nur dieses Eine gegeben.

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