Warum musste Jesus sterben

Diskussionen über Bibeltexte aus dem Neuen Testament
Nachricht
Autor
der reutlinger

#41 Beitrag von der reutlinger » 17.12.2007, 11:30

Dieter hat geschrieben:Lieber Reutlinger,

liegt es an der geografischen Nähe? Ich habe Brombärs Frage auch nicht verstanden. Aber ich habe auch keine Kunst- und Literaturgeschichte studiert. Daher kann ich auch nicht beurteilen, inwiefern Epik (Literatur, die in Versen oder Prosa Geschichten erzählt) zur Ausgangsfrage gehört. Ich hätte von meiner Sicht aus mal gesagt: eher nicht. Aber man lernt nie aus. Vielleicht erklärt uns dies Brombär in einem separaten Thread.

Und dann kommen wir hier wieder zur Frage zurück: Warum musste Jesus sterben?
da ich hier nur zugewandert und geduldet bin--kein schwabe--
erklärt die herkunft nicht alles :wink:
lg

Benutzeravatar
tosamasi
Beiträge: 2157
Registriert: 24.11.2007, 15:56
Wohnort: tief unten

#42 Beitrag von tosamasi » 17.12.2007, 12:11


Brombär schrieb
Wie weit reicht die literarische Gattung der epischen Geschichtsschreibung in das Neue Testament hinein ?
Ich empfehle das Buch von Uta Ranke-Heinemann "Nein und Amen".
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Brombär
Beiträge: 1217
Registriert: 28.11.2007, 00:15

#43 Beitrag von Brombär » 17.12.2007, 15:25

Liebe Brüder Dieter und Reutlinger,

Sie verstehen nicht, was meine Zwischenfrage mit dem Thema des Thread " Warum musste Jesus sterben ? " zu tun hat. Nun das wundert mich ein bisschen.

Sicher haben Sie mal im Thread " Ist Gott so ? " gelesen ? Sie, lieber Dieter, ganz bestimmt, denn Sie haben die letzte Frage dieses Thread : Warum musste Jesus sterben ? zu einem neuen Thema gemacht und als Autor Tergram eingesetzt.

Bei " ist Gott so ? " resümierte ich wie folgt :
Der Strom mündlicher Überlieferungen blieb die lebendige Quelle israelischer Geschichtsschreibung an deren Ende die Geschichtsdarstellung des Alten Testament steht.

Dieser Umstand wird auch durch filippo´s Link zum Sündenfall bekräftigt, wo folgendermaßen dargelegt wird . . . Zitat :

Der Sündenfallbericht gehört ebenso wie der Schöpfungsbericht in die literarische Gattung der epischen Geschichte oder der Volksüberlieferung.

Wenn ich nun frage, in wie weit epische Geschichte in das Neue Testament hineinreicht, geht es mir darum, die Nahtstelle zu finden, wo Prosa-Geschichte in reale Handlung übergeht. Anders gefragt : Wie kam epische Geschichtsdarstellung passend zum Opfertod Christi zustande ?


Brombär

Tatyana

#44 Beitrag von Tatyana » 17.12.2007, 17:57

Wie so ungefähr alles in einer Zeit, die noch keine weltumspannenden Medien kannte: ganz natürlich. Geschichtsschreibung anhand von "Fakten" ist erst eine sehr neue Erfindung.

Katze

#45 Beitrag von Katze » 17.12.2007, 19:12

:)
Zuletzt geändert von Katze am 09.02.2009, 21:02, insgesamt 2-mal geändert.

Brombär
Beiträge: 1217
Registriert: 28.11.2007, 00:15

#46 Beitrag von Brombär » 18.12.2007, 17:20

Tatyana hat geschrieben:Wie so ungefähr alles in einer Zeit, die noch keine weltumspannenden Medien kannte: ganz natürlich. Geschichtsschreibung anhand von "Fakten" ist erst eine sehr neue Erfindung.

Hallo Tatyana,

okay, okay, nur :
Wie kam epische Geschichtsdarstellung passend zum Opfertod Christi zustande ?
Die Frage ist mit Ihrem Beitrag nicht beantwortet.
Wie kommt es also, dass im Jahr o oder 33 oder wie auch immer, geschichtlich etwas zusammengeht, was seinen Ursprung jahrtausende zuvor gehabt haben soll ?


Gruß vom hartnäckigen Brombär

Tatyana

#47 Beitrag von Tatyana » 19.12.2007, 09:44

Die Bibel wurde mitnichten 0 oder 33 oder wann auch immer geschrieben, sondern in Jahrhunderten zusammengestückelt. Viele Köche verderben den Brei und viele Verfasser fabulieren sich Dinge passend zusammen, wie sie grade gebraucht werden...

Engelchen

#48 Beitrag von Engelchen » 19.12.2007, 10:23

Katze hat geschrieben:
Engelchen hat geschrieben:
Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, auf daß ich's wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selber. Ich habe die Macht es zu lassen, und habe Macht, es wiederzunehmen. (Johannes 10, 17+1)


Ist diese Aussage nicht ein Widerspruch, wenn ich die andere Aussage von Jesu denke: Vater, ists möglich so lass, oder gib, dass dieser Kelch an mir vorübergehe...
Diese Aussage, von Jesu, bezog sich auf die bevorstehende Kreuzigung. Die von Engelchen geschriebene Aussage, von Jesu, bezog sich, wenn ich das richtig sehe, auch auf seine Kreuzigung. Leider weiß ich nicht genau wo meine geschriebene Aussage, von Jesu steht, denn meine Bibelkenntnisse sind da dürftig... aber ich arbeite daran... :wink:

Trotzdem... ich sehe hier zwei verschiedene Aussagen zur selben Sache. Die eine Aussage lässt erkennen, dass Jesu es selbst so wollte. Die andere Aussage lässt erkennen, dass Jesu es nicht wollte, sondern Gott es so vorgesehen hatte? Oder, hatte Jesus vielleicht, so wie wir Menschen auch, einfach Angst?!

Was nun...?

lg katze

War Jesus zu dieser Zeit nicht Mensch?
Kann er uns nicht deshalb auch so gut verstehen?
Ist er nicht von den Toten auferstanden und gen Himmel gefahren?
Diese verschiedenen Textstellen sind eigentlich kein Widerspruch.


Hier noch ein schöner Psalmtext dazu:

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen,
bist fern meinen Schreien, den Worten meiner Klage?
Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort;
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.
Dir haben unsre Väter vertraut,
sie haben vertraut, und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden befreit,
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch,
der Leute Spott,
vom Volk verachtet.
Alle die mich sehen, verlachen mich,
verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog,
mich barg an der Brust der Mutter.
Von Geburt an bin ich geworfen auf dich,
vom Mutterleib an bist du mein Gott.
Ich bin hingeschüttet wie Wasser,
gelöst haben sich all meine Glieder.
Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen.
Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe,
die Zunge klebt mir am Gaumen,
Viele Hunde umlagern mich,
eine Rotte von Bösen umkreist mich.
Sie verteilen unter sich meine Kleider
und werfen das Los um mein Gewand.
Du aber Herr, halte dich nicht fern!
Du, meine Stärke, eil mir zu Hilfe!
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden,
inmitten der Gemeinde dich preisen.
Denn er hat nicht verachtet,
nicht verabscheut das Elend des Armen.
Die Armen sollen essen und sich sättigen;
den Herrn sollen preisen, die ihn suchen.
Aufleben soll euer Herz für immer.
Alle Enden der Erde sollen daran denken
und werden umkehren zum Herrn:
Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen,
seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk;
denn er hat das Werk getan.

So lautet der Psalm 22 (oder so ähnlich.... man weiß nie an welche Übersetzung man gerät.)

Brombär
Beiträge: 1217
Registriert: 28.11.2007, 00:15

#49 Beitrag von Brombär » 19.12.2007, 11:41

Tatyana hat geschrieben:Die Bibel wurde mitnichten 0 oder 33 oder wann auch immer geschrieben, sondern in Jahrhunderten zusammengestückelt. Viele Köche verderben den Brei und viele Verfasser fabulieren sich Dinge passend zusammen, wie sie grade gebraucht werden...

Tja Tatyana,
wollen Sie damit sagen, dass die " Reparatur auf Golgatha " fabulierte, zusammengestückelte Erzählungen sind, die einfach " passen " mussten ?


Ihr wissensdurstiger Brombär

Benutzeravatar
evah pirazzi
Beiträge: 1076
Registriert: 25.11.2007, 01:01
Wohnort: Niedersachsen

#50 Beitrag von evah pirazzi » 19.12.2007, 18:57

Brombär hat geschrieben: Wie kam epische Geschichtsdarstellung passend zum Opfertod Christi zustande ?
... dass im Jahr o oder 33 oder wie auch immer, geschichtlich etwas zusammengeht, was seinen Ursprung jahrtausende zuvor gehabt haben soll ?
Brom-Bär,

tut mir leid, irgendwie verstehe ich die Frage nicht ganz, ginge es vielleicht etwas präziser...?

Ist eine Stellungnahme und Diskussion gewünscht, die sich mit der Frage beschäftigt, wer genau die prophetischen Bücher schrieb, die auf das Ereignis von Jesu Geburt und auf seinem Tod am Kreuz hinweisen und wer dann, nach Eintreffen dieser Ereignisse wiederum dieses schriftlich festhielt? Oder ist ein Diskurs um die Glaubwürdigkeit der historischen Figur Jesus angestrebt?

Was ist das Ziel in diesem Spiel?

:wink: ...allerfreundlichst, Evah

Zurück zu „Bibel - NT“