Gefangen in Traurigkeit...!

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dietmar

Re: Gefangen in Traurigkeit...!

#21 Beitrag von dietmar » 11.12.2012, 09:44

Kalter Walter hat geschrieben:Pagan,

ich habe genau das Gegenteil zu deiner Statistik gefunden.
In einem der unteren Absätze kannst du nachlesen, dass in religiösen Ländern weniger Suizide begangen werden.

Kalter Walter

na Katerchen, welche Länder auf dieser Erde sind den nicht religiös?????????????
und was sind den religiöse Länder überhaupt???

Gaby

Re: Gefangen in Traurigkeit...!

#22 Beitrag von Gaby » 11.12.2012, 09:47

ES IST UNMÖGLICH,

dass du ohne Gott lebst oder stirbst,

aber es ist nicht unmöglich, dass du denkst, du würdest es tun.

Wenn du denkst,

dass du ohne Gott lebst oder stirbst,

wirst du die Erfahrung machen, dass du es tust.

Du kannst diese Erfahrung solange machen,

wie du es wünschst.

Du kannst sie beenden,

wann immer du dich dazu entscheidest.

Quelle: Gespräche mit Gott
Neal Donald Walsch

Bringt es etwas darüber zu streiten, ob jemand der an Gott glaubt weniger suizidgefährdet ist, als jemand der nicht glaubt? Auch mit dem Glauben an Gott kann ein Mensch sich mitunter sehr allein fühlen. Man denke nur an die Bibelstelle: >>Und zu der neunten Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?<< Auch ein gläubiger Mensch ist den Höhen und Tiefen des Lebens ausgesetzt. Mitunter hat ein Atheist mit starken familiären oder freundschaftlichen Bindungen bessere Chancen mit Schicksalsschlägen fertig zu werden, als ein gläubiger Mensch der solche intensiven Bindungen nicht hat. Eventuell wird ein gläubiger Mensch vom Suizid nur abgehalten, weil er Angst hat in die Verdammnis zu wandern (denn das hat man ja in den meisten Kirchen von klein auf gelernt das dem so ist), nicht weil er Kraft und Trost aus dem Glauben an Gott findet. Wenn man glaubt kommt es auch immer darauf an, welches "Bild" man von seinem Gott vermittelt bekommen hat, denn das entscheidet darüber wie sich die Beziehung zu Gott gestaltet ... ist es eine familiäre, freundschaftliche Bindung die keine Einsamkeit in einem aufkommen läßt? Oder wurde Gott als Richter vermittelt dessem Ideal kaum jemand wird entsprechen können?
Depression ist im Übrigen eine Krankheit die durchaus auch körperliche Ursachen haben kann. Einmal kann die Veranlagung dazu vererbt werden, dann ist bei der Depression das serotonale und/oder noradrenale System gestört, das heißt, der Spiegel dieser Neurotransmitter ist zu hoch oder zu niedrig. Da können z. Bsp. Medikamente helfen ... gläubige Menschen sind meines Wissens nicht vor Krankheiten gefeit ... zur Psychotherapie zu gehen gibt vielleicht manchem das Gefühl wieder als Individium wahrgenommen zu werden ... denn das Gefühl mit seinen Problemen alleine dazustehen ist in unserer Gesellschaft wohl nicht so selten ...
Ansonsten ;-)
http://sphotos-e.ak.fbcdn.net/hphotos-a ... 8883_n.jpg

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Loreley 61
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Re: Gefangen in Traurigkeit...!

#23 Beitrag von Loreley 61 » 11.12.2012, 10:40

Auch religiöser Wahn kann in den (Massen)selbstmord treiben:

http://www.spiegel.de/panorama/sekten-d ... 69598.html

Es kommt m. E. auch darauf an, welches Gottesbild in den Religionen und Kirchen vermittelt wird. Wer sich total sündig fühlt und an einen strafenden Gott auch im Diesseits glaubt, ist eventuell stärker gefährdet. Ich war da auch mal nah dran - so vor etwa 12 Jahren, als ich spürte, dass ich den neuap. Ansprüchen nicht in vollem Umfang gerecht geworden bin. Hatte einen nicht apostolischen Mann geheiratet, bin mit ihm durchaus auf Volksfeste gegangen, habe mit Bekannten gekegelt, war heimlich im Kino und meinen Kids habe ich nach langen Diskussionen den Fußballverein erlaubt. Da mußte ich ja gestraft werden. Das heilsame Erschrecken erwartete ich ständig. Ängste wurden übermächtig. Einen meiner Söhne hielt ich für totkrank - alles als eine Strafe Gottes für mein Versagen. Bei meinen ersten Eheschwierigkeiten wurde mir von AT-Seite gesagt, warum ich nicht auf einen neuap. Mann gewartet hätte.......Also selbst schuld. Da ist der Selbstmord nicht mehr weit entfernt. Man will dem heilsamen Erschrecken entfliehen, aber selbst das(Selbstmord) wäre ja wieder eine Sünde gewesen. Damals war ich echt verzweifelt, weil es offenbar keinen Ausweg gab. Ich hatte nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Bis ich dann "zufällig" in einer Buchhandlung auf das Buch von S. Dannwolf stieß. Es gab also noch mehr Verzweifelte. Ich nahm Kontakt auf und Dank der engagierten Aussteiger faßte ich neuen Lebensmut und änderte mein Gottesbild. Kirche und Religion kann in solchen Fällen also eher ein Weg in den Selbstmord sein, als das der Suizid verhindert würde.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

tergram

Re: Gefangen in Traurigkeit...!

#24 Beitrag von tergram » 11.12.2012, 11:26

Ich bin über die Kaltschnäuzigkeit einiger Beiträge hier ebenso entsetzt, wie über das eindimensionale Weltbild einiger Akteure.

Ausdrücklich verwahre ich mich dagegen, Menschen, die nicht an den klassischen Gott der Bibel und an das Christentum glauben, als unmündig, schwach, konsumorientiert, suizidgefährdet, hoffnungslos und freudlos darzustellen. Dass dies hier ausgerechnet durch bekennende Christen geschieht, ist verwerflich, aber leider auch nicht verwunderlich.

Welche inneren Qualen einem Suizid voraufgehen, kann sich wohl niemand von uns recht vorstellen. Der Respekt vor dem Leid der Leidenden und dem der betroffnen Familien, Hinterbliebenen, verbietet es, in dieser Weise darüber zu sprechen. Am Schrecklichsten finde ich aber, dass man diese Selbstverständlichkeiten überhaupt aussprechen muss.

Vor manchen Christen graut mir.

Pagan

Re: Gefangen in Traurigkeit...!

#25 Beitrag von Pagan » 11.12.2012, 11:28

Kalter Walter hat geschrieben:ich habe genau das Gegenteil zu deiner Statistik gefunden.
Wo bitte und in welcher Statistik wird das Gegenteil belegt????? Ich sehe nur Zahlen, die "meine" Zahlen im Teilbereich "Suizidrate" tendenziell bestätigen, auch wenn nicht so klar ist, aus welchem Jahr und welcher Quelle diese stammen. Wo aber bitte sind die zugehörenden und direkt mit "meinen" Zahlen vergleichbaren Zahlen zur Religiosität?
Kalter Walter hat geschrieben:In einem der unteren Absätze kannst du nachlesen, dass in religiösen Ländern weniger Suizide begangen werden.
Ach, und wo bitte findest du diese Aussage?

Du bist offenbar zu sehr von der überaus dilettantischen und meiner Ansicht nach reichlich verlogenen christlichen Laienhermeneutik beeinflusst, die alles und jedes zu ihren eigenen Gunsten zu verdrehen versucht und dabei alles andere ausblendet. Daher ein kurzer Hinweis, da du es dir ganz offensichtlich und vermutlich bewusst entgehen liessest:

An den einzigen Stellen, wo unter deinem Link was von Religion erwähnt wird, ist von einem völlig anderen Kulturkreis die Rede, wobei "islamisch" zudem noch lange nicht religös im christlichen Sinn bedeutet, und genau darauf bezieht ihr zwei euch.

Persönlich finde ich es genau so absurd wie tragisch, was gewisse biblizistisch bis evangelikal angehauchte religiöse Kreise, zu denen ich konkret dich und Maximin auch zähle, hinsichtlich der Suizidthematik noch immer unters Volk zu streuen versuchen. Zu meiner Zeit wurde auch in der Nak noch von ärztlicher Hilfe abgeraten. Seelsorge und viel Gebet wären da viel hilfreicher ...

sonador

Re: Gefangen in Traurigkeit...!

#26 Beitrag von sonador » 11.12.2012, 11:37

Bis zu einer Entscheidung des Betreibers ist der Thread geschlossen. 11.12.2012, 11.37h sonador

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Andreas Ponto
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Re: Gefangen in Traurigkeit...!

#27 Beitrag von Andreas Ponto » 18.12.2012, 11:33

Unter Verwedung dieses Zitates wird das Thema wieder geöffnet.
tergram hat geschrieben:Ich bin über die Kaltschnäuzigkeit einiger Beiträge hier ebenso entsetzt, wie über das eindimensionale Weltbild einiger Akteure.

Ausdrücklich verwahre ich mich dagegen, Menschen, die nicht an den klassischen Gott der Bibel und an das Christentum glauben, als unmündig, schwach, konsumorientiert, suizidgefährdet, hoffnungslos und freudlos darzustellen. Dass dies hier ausgerechnet durch bekennende Christen geschieht, ist verwerflich, aber leider auch nicht verwunderlich.

Welche inneren Qualen einem Suizid voraufgehen, kann sich wohl niemand von uns recht vorstellen. Der Respekt vor dem Leid der Leidenden und dem der betroffnen Familien, Hinterbliebenen, verbietet es, in dieser Weise darüber zu sprechen. Am Schrecklichsten finde ich aber, dass man diese Selbstverständlichkeiten überhaupt aussprechen muss.

Vor manchen Christen graut mir.

Andreas

Laura1

Re: Gefangen in Traurigkeit...!

#28 Beitrag von Laura1 » 25.12.2012, 19:48

Weihnachten - das Fest an dem alle Christen auf der ganzen Welt die Geburt Jesu feiern.
Das Fest, wo wir uns alle schöne, friedvolle und besinnliche Stunden wünschen.

Ich möchte einfach mal daran erinnern, dass es auch Menschen gibt denen es vor Weihnachten graut. Menschen, die diese Tage nicht als schön empfinden. Die vielleicht die Feiertage alleine verbringen müssen und darüber nicht glücklich sind, sondern traurig.

LG Laura1

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