Protestant ;-)

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evah pirazzi
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Re: Protestant ;-)

#11 Beitrag von evah pirazzi » 10.10.2011, 14:50

Ach ja, die guten Seiten der NAK, es gibt sie tatsächlich...!? 8)

Abgesehen von den immer abstruser werdenden Kommentaren und Erklärungen zur Lehre der NAK von offizieller Seite, hat die NAK durchaus auch gute Seiten, das sieht und schätzt man manchmal erst wieder, wenn man mal woanders die Gottesdienste besucht hat. Eine ideale Kirche gibt es nicht, evtl. – wie auch schon von Matthias beschrieben - eine ideale Gemeinde, wo man sich rundum gut aufgehoben fühlt, aber diese ist nicht konfessionsgebunden, sondern ergibt sich aus den Menschen, die dort aktiv wirken und zusammen kommen. Jedoch ist diese Konstellation selten gegeben, glaube auch ich. Und so lebt man mit Kompromissen und nimmt aus Ermangelung passender optimaler Alternativen auch die nervenden Dinge des sogenannten "kleineren Übels" hin, oder man meidet kirchliche Gemeinschaften schließlich ganz.

Übrigens - es gibt nicht nur gute Seiten, sondern auch kuriose Namen in der NAK. Beispiel: Der Prediger gestern nannte sich "Schwacherknechtemund", ulkig, nicht wahr? Er betete zu Beginn: "Herr, rede auch heute wieder durch Schwacherknechtemund." Textwort war übrigens:

(Lukas 6, 12+13) "Es begab sich aber zu der Zeit, dass er ging auf einen Berg zu beten; und er blieb über Nacht in dem Gebet zu Gott.13 Und da es Tag ward, rief er seine Jünger und erwählte ihrer zwölf, welche er auch Apostel nannte:…"

Der Chor sang: CM 66: "Apostelamt, der Kirche Licht!" Und dann predigte Bruder Schwacherknechtemund über die Fundamente des neuapostolischen Glaubens, dass wir sehr dankbar sein dürfen diese von Jesus gesandten Männer, die Apostel, heute haben zu dürfen etc. Und im Schlussgebet dankte Schwacherknechtemund dem Herrn für die Segensstunde und die fundamentale Predigt, dass er (der Herr) endlich mal wieder diese wichtigen Fundamente neuapostolischen Glaubens beleuchtet habe.

Na ja, ich habe mich nach dem Gottesdienst artig angestellt zum Verabschieden und mich beim Bruder Sch. für die schöne fundamentalistische Predigt bedankt und nur mein Bedauern zum Ausdruck gebracht, nicht alles verstanden zu haben, einige Schlussfolgerungen nicht ganz habe nachvollziehen können. Bruder Sch. hat nur etwas ratlos gegrinst, aber der alte Priester daneben hat ganz eifrig angeboten, ich solle mal alles aufschreiben, was ich nicht verstanden hätte, er würde mir dann alles erklären. Ich habe gesagt, ich freue mich darauf.

Ach ja, immer hilfsbereit und dienstbeflissen die lieben Brüder, das ist auch so eine gute Seite an der NAK. Da fühlt man sich doch irgendwie angenommen, nicht wahr?

:wink:
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

Ruhrgebiet

Re: Protestant ;-)

#12 Beitrag von Ruhrgebiet » 10.10.2011, 16:11

Er betete zu Beginn: "Herr, rede auch heute wieder durch Schwacherknechtemund.
Ich schmeiss mich weg... :mrgreen:

Cemper

Re: Protestant ;-)

#13 Beitrag von Cemper » 10.10.2011, 16:22

Wohin? :mrgreen:

Ruhrgebiet

Re: Protestant ;-)

#14 Beitrag von Ruhrgebiet » 10.10.2011, 16:30

Vorwärts - Aufwärts - Himmelan!

Cemper

Re: Protestant ;-)

#15 Beitrag von Cemper » 10.10.2011, 17:18

Also katholisch.

Maximin

Re: Protestant ;-)

#16 Beitrag von Maximin » 10.10.2011, 17:58

:) Den Prostetant als Protestant, den hatte man schon früh erkannt.
Nun heißt es, er sei evangelisch, das meint auch:"Bleib ich oder geh ich?
Ein Protestant, der bleibt nicht stehn. Wohin er geht, das wird man sehn.
Das Wichigste bei allem ist, dass du am End du selber bist.
Im Hintergrund mit mit Jesus Christ, damit du nicht alleine bist.
Ein starkes Weib an deiner Seite versteht dich und hilft gerne weiter.

Mit besten Grüßen vom alten Maximin aus Berlin :wink:

Matthias

Re: Protestant ;-)

#17 Beitrag von Matthias » 10.10.2011, 21:03

Cemper hat geschrieben:Matthias, ich stimme Ihnen zu. Im Prinzip. Aber: Ich möchte darauf hinweisen, dass die Umstände des Einzelfalles in der Regel sehr wichtig sind. Wenn ich mich in meiner Verwandtschaft, im engeren und größeren Kreis der Freunde und Bekannten und der Kollegen umschaue und die religiösen/kirchlichen sowie weltanschaulichen Einstellungen und Verhaltensweisen prüfend betrachte, dann fällt mir auf, dass fast alle ihre speziellen Probleme haben.
(…)
Ein ehemals kath. Historiker – er hat 40 Jahre hochintellektuell den Katholizismus in Grund und Boden gestampft – steht kurz vor dem Wiedereintritt in die Kirche.
Danke für die weiteren Beispiele. Mich würde interessieren, was denn so die speziellen Probleme sind. Ich denke nämlich, dass diese Probleme (abgesehen von den typischen Problemen des Miteinander-auskommens in einer Gruppe von Menschen) je nach Konfession und persönlicher Kirchenmitgliedsgeschichte nicht dieselben sind.
Katholiken werden in der Katholischen Kirche andere Probleme haben wie Protestanten in der protestantischen Landeskirche. Und Ex-NAKler werden in der Evangelischen Kirche andere (neue) Probleme haben wie in der Katholischen Kirche. Sehen sie aus ihrer Erfahrung vielleicht Muster in den Problemen je nach Konfession bzw. Konfessionswechsel?

Ihr Bericht vom kath. Historiker erinnert mich an einen guten Freund, der katholische Religion studiert hat (schließlich fürs Lehramt) und dabei eine Phase hatte, wo er sich zunächst von der katholischen Kirche und dann sogar vom Glauben an einen „Gott“ entfernt hat. Philosophische Grundsatzfragen (vielleicht zusammenzufassen mit „das moderne Denken“) machten ihm die Sicherheit in der Katholischen Kirche zu einer trügerischen, nativen Scheinsicherheit. Da waren wir uns in der Kritik unserer jeweiligen Kirche sehr einig. Doch in den letzten Jahren hat er sich durch die Beschäftigung mit Meditation und Spiritualität wieder so weit der Katholischen Lehre angenähert, dass er nun geradezu „erzkatholisch“ ist, in dem Sinne, dass er die Errungenschaften des 2. Vatikanischen Konzils nicht als Fortschritt, sondern als Rückschritt ansieht. Er hat die Sicherheit in der Tradition (und damit auch in der geistlichen Führung) und den mystischen Hintergrund und die Symbolsprache der alten lateinischen Liturgie neu für sich fruchtbar machen können und freut sich, nun wieder ein gehorsames Kind der Katholischen Kirche zu sein. Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich kann mir auch ganz und gar nicht vorstellen, dass ich mich irgendwann wieder in der NAK wohlfühlen könnte. Es müssen wohl Erfahrungen im Leben geben, nach denen man seine Spiritualität und seine mystischen Erlebnisse mit einer bestimmten Atmosphäre verbindet. Und da bietet die katholische Liturgie anderes an als die evangelische und die NAK hat wieder eine eigene Atmosphäre. Und dann ist es offenbar möglich, dass einem theologische Grundlagen und dogmatische Probleme wertlos werden und man einfach nur Gott in einer bestimmten Atmosphäre suchen und erleben will.

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August Prolle
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Re: Protestant ;-)

#18 Beitrag von August Prolle » 10.10.2011, 22:04

Papperlapapp!

Allen auf Abwegen befindlichen "Protest-Tanten" zur Mahnung:
    • "Jeder, der die Gemeinschaft des Volkes Gottes verlässt und sich auf sich selbst zurückzieht, wird auf der Insel seiner Selbstgerechtigkeit einsam und ohne göttlichen Maßstab sein. Ob er die Formen seines vorherigen Lebens noch eine Zeitlang wahrt, in Gebet und gottesdienstähnlichen Verrichtungen sich noch betätigt, er wird, da ihm Ordnung und Gesetz Gottes fehlen, zweifellos mehr und mehr den eigenen Irrtümern erliegen. Je länger er zögert, in die Gemeinschaft der Lebendigen zurückzukehren, desto sicherer wird er in seiner Einsamkeit dem ewigen Tode anheimfallen." *)
Noch ist Gnadenzeit. Kommt zurück zur Mutter!

Euer A.P. :cry:


*) Bischoff, Friedrich: Die Insel. In: Einsichten und Erfahrungen - Eine Auswahl aus den Leitartikeln der Zeitschrift UNSERE FAMLIE, Bd.1, Frankfurt o.J.; S. 117ff

google

Re: Protestant ;-)

#19 Beitrag von google » 10.10.2011, 22:10

njet :!:

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agape
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Re: Protestant ;-)

#20 Beitrag von agape » 10.10.2011, 22:20

August Prolle hat geschrieben:Papperlapapp!

Allen auf Abwegen befindlichen "Protest-Tanten" zur Mahnung:
    • "Jeder, der die Gemeinschaft des Volkes Gottes verlässt und sich auf sich selbst zurückzieht, wird auf der Insel seiner Selbstgerechtigkeit einsam und ohne göttlichen Maßstab sein. Ob er die Formen seines vorherigen Lebens noch eine Zeitlang wahrt, in Gebet und gottesdienstähnlichen Verrichtungen sich noch betätigt, er wird, da ihm Ordnung und Gesetz Gottes fehlen, zweifellos mehr und mehr den eigenen Irrtümern erliegen. Je länger er zögert, in die Gemeinschaft der Lebendigen zurückzukehren, desto sicherer wird er in seiner Einsamkeit dem ewigen Tode anheimfallen." *)
Noch ist Gnadenzeit. Kommt zurück zur Mutter!

Euer A.P. :cry:


*) Bischoff, Friedrich: Die Insel. In: Einsichten und Erfahrungen - Eine Auswahl aus den Leitartikeln der Zeitschrift UNSERE FAMLIE, Bd.1, Frankfurt o.J.; S. 117ff
Kommt zurück zur Mutter!
Mama, du sollst doch nicht um Deinen Jungen weinen

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